Kirchhof (Melsungen)

Stadtteil von Melsungen From Wikipedia, the free encyclopedia

Kirchhof ist ein Stadtteil von Melsungen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen.

Schnelle Fakten Stadt Melsungen ...
Kirchhof
Stadt Melsungen
Koordinaten: 51° 8′ N,  36′ O
Höhe: 229 m ü. NHN
Fläche: 4,54 km²[1]
Einwohner: 448 (Dez. 2024)[2]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 34212
Vorwahl: 05661
Kirchhof von Norden
Kirchhof von Norden
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Geographie

Kirchhof liegt im Melsunger Bergland rund 4 km (Luftlinie) ostnordöstlich des Zentrums der Melsunger Kernstadt. Durchflossen wird das von Wald umgebene Dorf vom Fulda-Zufluss Kehrenbach, in den etwas östlich der Ortschaft der Ohebach mündet. Hindurch verläuft die Landesstraße 3147, die wie der Kehrenbach südwestlich des Dorfes von der 306 m langen Kehrenbach-Talbrücke der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg überbrückt ist.

Geschichte

Evangelische Kirche

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1303 als „Kirchhob“ unter Landgraf Heinrich I. Im Jahr 1420 gehörte das Dorf, erstmals unter dem Namen „Kirchhof“, zum Amt Melsungen. Weitere Erwähnungen fanden unter den folgenden Ortsname statt: villa Kirchob (1374), Kirchob (1420).

Von 1826 bis 1828 wurde die heutige Kirche erbaut.[3]

Die bis dahin selbstständige Gemeinde Kirchhof wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen zum 1. Februar 1971 auf freiwilliger Basis in die Stadt Melsungen eingemeindet.[4][5] Für Kirchhof, wie für die übrigen bei der Gebietsreform nach Melsungen eingegliederten Gemeinden, wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[6]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Kirchhof 498 Einwohner. Darunter waren 15 (3,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 72 Einwohner unter 18 Jahren, 195 zwischen 18 und 49, 117 zwischen 50 und 64 und 114 Einwohner waren älter.[7] Die Einwohner lebten in 204 Haushalten. Davon waren 60 Singlehaushalte, 57 Paare ohne Kinder und 72 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 48 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 123 Haushaltungen lebten keine Senioren.[7]

Einwohnerentwicklung  Quelle: Historisches Ortslexikon

Kirchhof: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2024
Jahr  Einwohner
1834
 
373
1840
 
387
1846
 
381
1852
 
397
1858
 
371
1864
 
388
1871
 
395
1875
 
406
1885
 
378
1895
 
391
1905
 
398
1910
 
416
1925
 
412
1939
 
403
1946
 
544
1950
 
548
1956
 
445
1961
 
464
1967
 
480
1970
 
513
1980
 
?
1990
 
542
2003
 
572
2011
 
498
2020
 
420
2023
 
500
2024
 
448
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; 1970:[5] Dorfchronik:[2]; Zensus 2011[7]

Historische Religionszugehörigkeit

 1885:377 evangelische (= 99,74 %), ein katholischer (= 0,26 %) Einwohner[1]
 1961:433 evangelische (= 93,32 %), 25 katholische (= 5,39 %) Einwohner[1]

Politik

Für Kirchhof besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Kirchhof) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.[6] Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2026 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 72,63 % (2021: 70,41 %). Es erhielten die Liste „Bürger für Kirchhof“ (BfK) mit 56,84 % drei Sitze, die SPD mit 43,16 % der Stimmen zwei Sitze[8]. Der Ortsbeirat wählte Christoph Meurer (BfK) zum Ortsvorsteher[9].

Sport

Überregionale Bekanntheit erlangte das Dorf durch die Frauenhandballmannschaft der SG 09 Kirchhof.

Einzelnachweise

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