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Kirnberg an der Mank

Gemeinde im Bezirk Melk, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Kirnberg an der Mank ist eine Gemeinde mit 1143 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Melk in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Kirnberg an der Mank
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Kirnberg an der Mank
Kirnberg an der Mank (Österreich)
Kirnberg an der Mank (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Melk
Kfz-Kennzeichen: ME
Fläche: 17,68 km²
Koordinaten: 48° 4′ N, 15° 19′ O
Höhe: 341 m ü. A.
Einwohner: 1.143 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 65 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3241
Vorwahl: 02755
Gemeindekennziffer: 3 15 15
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 1
3241 Kirnberg an der Mank
Website: www.kirnberg.at
Politik
Bürgermeister: Leopold Lienbacher (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
13
4
2
13 4 2 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Kirnberg an der Mank im Bezirk Melk
Lage der Gemeinde Kirnberg an der Mank im Bezirk Melk (anklickbare Karte)BerglandArtstetten-PöbringBischofstettenBlindenmarktDorfstettenDunkelsteinerwaldEmmersdorf an der DonauErlaufGolling an der ErlaufHofamt PrielHürmKilbKirnberg an der MankKlein-PöchlarnKrummnußbaumLeibenLoosdorfMankMarbach an der DonauMaria TaferlMelkMünichreith-LaimbachNeumarkt an der YbbsNöchlingPersenbeug-GottsdorfPetzenkirchenPöchlarnPöggstallRaxendorfRuprechtshofenSt. Leonhard am ForstSt. Martin-KarlsbachSt. OswaldSchollach (Niederösterreich)Schönbühel-AggsbachTexingtalWeitenYbbs an der DonauYspertalZelking-MatzleinsdorfNiederösterreich
Lage der Gemeinde Kirnberg an der Mank im Bezirk Melk (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Südansicht von Kirnberg an der Mank. Rechts, im Südosten, der erhöhte Komplex des sogenannten Schlosses (Dompropstei, zeitweise ein Kloster) mit der Pfarrkirche.
Südansicht von Kirnberg an der Mank. Rechts, im Südosten, der erhöhte Komplex des sogenannten Schlosses (Dompropstei, zeitweise ein Kloster) mit der Pfarrkirche.
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geographie

Kirnberg an der Mank liegt südlich von Melk im Mostviertel in Niederösterreich am Südrand des Alpenvorlandes. Von Süden nach Norden durchfließt die Mank das Gemeindegebiet. Im Norden liegt das hügelige Voralpenland in einer Höhe von 300 bis 350 Meter über dem Meer. Im Süden steigen östlich und westlich des Flusses bewaldete Hügel auf über 500 Meter an. Die höchsten Erhebungen sind der Hochsteinberg mit 551 Meter im Südosten und der Texinger Berg mit 572 Meter im Südwesten.

Die Fläche der Gemeinde umfasst achtzehn Quadratkilometer. Mehr als drei Viertel sind landwirtschaftliche Nutzfläche, siebzehn Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 5 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026[2]):

  • Kimming (6)
  • Kirnberg an der Mank (1122)
  • Kroisbach (7)
  • Obergraben (1)
  • Wolfsmath (7)

Bis 2025 waren noch Artlehen, Außerreith, Furth, Innerreith, Maierhöfen, Oed an der Mank, Pöllaberg, Ranitzhof, Sattlehen, Strohhof, Untergraben und Wolfsbach als Ortschaften ausgewiesen.

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023[3]) Furth (560,49 ha), Kirnberg (738,06 ha) und Mayerhöfen (469,01 ha).[4]

Nachbargemeinden

Geschichte

Der Fund eines Lochbeiles aus der Jungsteinzeit zeigt, dass das Gebiet schon 5000 vor Christus besiedelt war. Die Rodungen begannen am Ende des 7. nachchristlichen Jahrhunderts durch Slawen (Pöllaberg, Mank, Texing, Zögernitzberg) und Bayern (Kirnberg). Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus 1121, als ein Maganus de Churnperch genannt wird. Er nennt sich später Magins von Churnperge. Der Name deutet auf eine Mühle (kürne) hin. Nach dem Tod des letzten Kirnberger folgten ihnen 1208 die Plankensteiner nach. Zu diesem Zeitpunkt gab es vermutlich schon eine Kirche, schriftlich genannt wird sie erstmals 1338. Kirnberg war im 14. Jahrhundert ein Markt mit jährlich zwei Markttagen. Sie fanden zu den Patrozinien der Kirche am 12. Mai (St. Pankraz) und 25. November (St. Katharina) statt. Der letzte Plankensteiner stiftete 1483 kurz vor seinem Tod Güter zur Errichtung eines Kollegiatstiftes. Die kleine Burgkapelle wurde zu einer spätgotischen Kirche vergrößert.

Um 1530 wurden die Pfarren St. Gotthard, Kirnberg und Texing vereint, Kirnberg wurde damit Filialkirche von Texing. Im Jahr 1776 wurde das Kloster umgebaut, wegen Nachwuchsmangel jedoch 1816 aufgelöst.

Beim Bau der II. Wiener Hochquellenwasserleitung 1906 siedelten sich die ersten Arbeiter in Kirnberg in Baubaracken an. Die erste Ortsbeleuchtung des Dorfes bestand 1930 aus zwei Glühbirnen, wurde bald darauf um vier Lampen erweitert.[5]

Einwohnerentwicklung

Kirnberg an der Mank: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
816
1880
  
895
1890
  
892
1900
  
946
1910
  
962
1923
  
935
1934
  
917
1939
  
867
1951
  
835
1961
  
809
1971
  
863
1981
  
918
1991
  
987
2001
  
1.009
2011
  
1.019
2021
  
1.110
2026
  
1.143
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021
Pfarrkirche

2026 lebten hier sogar schon 1143 Menschen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptplatzgestaltung (2018)

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 91 auf 61 ab. Die Anzahl der Nebenerwerbsbauern halbierte sich in diesem Zeitraum von 40 auf 20. Im schwach ausgeprägten Produktionssektor arbeiteten jeweils drei Erwerbstätige in den Bereichen Warenherstellung und Bauwirtschaft, einer in der Energieversorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (25) und soziale und öffentliche Dienste (23 Mitarbeiter).[7][8][9]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 61 91 93 78
Produktion 5 7 7 29
Dienstleistung 35 21 78 60
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 570 Erwerbstätige in Kirnberg an der Mank. Davon arbeiteten 155 in der Gemeinde, mehr als siebzig Prozent pendelten aus.[10]

Politik

Gemeinderat

Gemeindeamt und Feuerwehrhaus

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 1 SPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 2 SPÖ.[11]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 3 Liste Kirnberg 2000 und 1 SPÖ.[12] (15 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 5 Liste Kirnberg 2000 und 2 SPÖ.[13]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP und 2 SPÖ.[14]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ.[15]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP und 2 SPÖ.[16]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 4 FPÖ und 2 SPÖ.[17]

 Mandate 
03691215182119901995200020052010201520202025Liste KirnbergSPÖÖVPFPÖ

Bürgermeister

  • bis 2011 Ferdinand Neuhauser (ÖVP)
  • seit 2011 Leopold Lienbacher (ÖVP)[18]

Wappen

Im Jahr 2010 wurde der Gemeinde folgendes Wappen verliehen: Durch einen schwarz-weiß geschachteten Stab gespalten, rechts in Blau ein goldenes Mühlrad mit sechs Speichen, links in Weiß ein roter Pfahl.

Die Gemeindefarben sind Gold-Blau-Weiß.[5]

Öffentliche Einrichtungen

In Kirnberg befinden sich zwei Kindergärten[19] und eine Volksschule.[20]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

  • Engelbert Dollfuß (1892–1934), österreichischer Politiker, Bundeskanzler, geboren in Texing, wuchs in Kirnberg auf[5] und heiratete in der lokalen Pfarrkirche am Silvesterabend 1921 seine Frau Alwine[21]
Commons: Kirnberg an der Mank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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