Klein-Waardenburg-Syndrom

From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Klein-Waardenburg-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Form des Waardenburg-Syndromes mit den Hauptmerkmalen Innenohrschwerhörigkeit, Pigmentanomalien, Gesichtsdysmorphie und zusätzlicher Fehlbildung der Gliedmaßen.[1][2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
E70.3 Albinismus
Q87.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungssyndrome, anderenorts nicht klassifiziert
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Schließen
Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-11 ...
Klassifikation nach ICD-11
EC23.2Y Sonstige näher bezeichnete genetisch veranlagte hypomelanotische Störungen
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)
Schließen

Synonyme sind: Waardenburg-Klein-Syndrom; van-der-Hoeve-Waardenburg-Klein-Syndrom; Waardenburg-Syndrom Typ III; Waardenburg-Syndrom Typ 3 (WS3); Klein-Syndrom; Waardenburg-Syndrom mit Extremitätenanomalien; englisch White forelock (poliosis) syndrome with multiple congenital malformations

Die Namensbezeichnungen beziehen sich auf den Autor der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1947 und 1950 durch den Genfer Humangenetiker und Augenarzt David Klein (1908–1993)[3][4][5] sowie aus dem Jahre 1951 durch Petrus Johannes Waardenburg.[6]

Bereits aus dem Jahre 1913 stammt eine Beschreibung von Jan van der Hoeve.[7]

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit 1–2/100.000 angegeben, die Vererbung erfolgt autosomal-dominant.[8]

Ursache

Der Erkrankung liegen heterozygote oder homozygote Mutationen im PAX3-Gen auf Chromosom 2 Genort q36.1 zugrunde.[9][10]

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1][2]

Eine leichtere Ausprägung wird auch als „Mende-Syndrom“ bezeichnet. Homozygote Formen sind stärker betroffen als heterozygote.

Diagnose

Die Diagnose ergibt sich aus den klinischen Befunden und kann durch Nachweis der Mutation bestätigt werden.[2]

Therapie

Bislang ist lediglich eine symptomatische Behandlung möglich. Der Verlauf ist sehr unterschiedlich.[2]

Literatur

  • M. Tekin, J. N. Bodurtha, W. E. Nance, A. Pandya: Waardenburg syndrome type 3 (Klein-Waardenburg syndrome) segregating with a heterozygous deletion in the paired box domain of PAX3: a simple variant or a true syndrome? In: Clinical genetics. Band 60, Nummer 4, Oktober 2001, S. 301–304, doi:10.1034/j.1399-0004.2001.600408.x, PMID 11683776.
  • H. Piechowiak, C. Wasmer, F. D. Göbel: Das Klein-Waardenburg-Syndrom. Bericht über drei Fälle aus einer Familie mit Literaturübersicht. In: Laryngologie, Rhinologie, Otologie. Band 64, Nummer 4, April 1985, S. 194–197, PMID 4010406.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI