Kleinpertenschlag
Ortschaft im Bezirk Zwettl
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Kleinpertenschlag ist eine Ortschaft der Marktgemeinde Altmelon im Bezirk Zwettl in niederösterreichischen Waldviertel mit 123 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].
| Kleinpertenschlag (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Kleinpertenschlag | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Zwettl (ZT), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Zwettl | |
| Pol. Gemeinde | Altmelon | |
| Koordinaten | 48° 25′ 58″ N, 14° 57′ 57″ O | |
| Höhe | 920 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 123 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 13,93 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 06924 | |
| Katastralgemeindenummer | 24142 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das ganz im Süden der Gemeinde gelegene Dorf befindet sich in einer Rodungsinsel im Weinsberger Wald über dem im Südosten vorüberfließenden Kleinen Kamp, nahe der südlichen Grenze der gleichnamigen Katastralgemeinde entspringt und danach die Grenze zur Gemeinde Bärnkopf bildet. Der Ort wird durch die von Sarmingstein Richtung Altmelon führende Greiner Straße erschlossen, in dem hier die Landesstraße L7199 nach Schönbach abzweigt. Die Gehöfte verstreuen sich längs der Straßenzüge. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 39 Adressen.[2] Zur Ortschaft gehört auch der Bildstock Zum Eisernen Bild und zur Katastralgemeinde zählen weiters die Rotten Kronberg und Marchstein sowie die Einzellage Dürnberg.
Geschichte
Der Ort entstand um 1733, als der damals vorherrschenden Energieknappheit mit verstärktem Holzeinschlag entgegnet wurde. Die Holzfäller bildeten zugleich die ersten Siedler des Ortes,[3] der anfangs unbenannt war und später Winterberg und Steinberg genannt wurde. Der Name Kleinpertenschlag setzte sich erst in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts durch.[4] Seid damals wird klar zwischen Klein- und Großpertenschlag unterschieden.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 28 Häusern genannt, das nach Altmelon eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Rappottenstein besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[5]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Kleinpertenschlag ein Bäcker, ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, zwei Schneiderinnen, ein Schuster und einige Landwirte ansässig.[6]
Um 1850 konstituierte sich aus den Katastralgemeinden Großpertenschlag, Kleinpertenschlag und Fichtenbach die Gemeinde Großpertenschlag, die sich 1970 mit Melon unter dem Namen Pertenschlag-Melon zusammenschloss.
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 61 (Ausgabe 1770; Pertenschlag in der Google-Buchsuche).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 34, Sektion Arbesbach, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 8,5 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 379.
