Kleinsitzendorf
Ortschaft im Bezirk Mistelbach
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Kleinsitzendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Niederleis im Bezirk Mistelbach im niederösterreichischen Weinviertel mit 27 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]
| Kleinsitzendorf (Weiler) Ortschaft Katastralgemeinde Kleinsitzendorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mistelbach (MI), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Mistelbach | |
| Pol. Gemeinde | Niederleis | |
| Koordinaten | 48° 31′ 41″ N, 16° 24′ 29″ O | |
| Höhe | 240 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 27 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 61,15 ha (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05089 | |
| Katastralgemeindenummer | 15024 | |
Kapelle mit Glockenstuhl an der Mistelbacher Straße | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Der südlich des Sitzenberges (283 m ü. A.) am Taschlbach gelegene Weiler besteht nur aus wenigen Häusern und stellt auch die kleinste Katastralgemeinde der Gemeinde dar. Die denkmalgeschützte Kapelle am Ortseingang verfügt über einen Glockenturm; durch Neutrassierungen der Mistelbacher Straße (B40) musste sie bereits zweimal ihren Standort wechseln. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 9 Adressen.[2]
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1380 zurück. Damals ist von „siczendorf“ (Dorf des Sizzo) die Rede.
Die Bewohner waren Landbauern, die sich mit Wein- und Feldbau befassten, wobei sie besonders Korn und Hafer anbauten, schrieb der Historiker Schweickhardt im 19. Jahrhundert über den Ort. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit fünf Häusern genannt, das nach Niederleis eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Ernstbrunn besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Kleinsitzendorf eine Landesproduktehändlerin und ein Müller ansässig.[4]
Im Ort betrieben die Sinzendorfer eine herrschaftliche Mahlmühle, die nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen wurde.
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Ronthal bis Schönborn. Mechitaristen, Wien 1835, S. 178 (Sitzendorf (Klein-) – Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 5. Band: Pellendorf; b) Riedenthal (Groß-)).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 41, Sektion Ernstbrunn, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,0 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 234.
