Kloster Knardrup
Kloster in Dänemark
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Das Kloster Knardrup (conventus regalis curiae) ist das jüngste mittelalterliche Zisterzienserkloster in Dänemark und gehört zu den spätesten hochmittelalterlichen Ordensgründungen.
| Zisterzienserabtei Knardrup | |
|---|---|
| Lage | Seeland |
| Koordinaten: | 55° 46′ 0″ N, 12° 18′ 0″ O |
| Ordnungsnummer nach Janauschek |
703 |
| Gründungsjahr | 1326 |
| Jahr der Auflösung/ Aufhebung |
1536 |
| Mutterkloster | Kloster Sorø |
| Primarabtei | Kloster Clairvaux |
Lage
Das Kloster lag nordwestlich von Kopenhagen zwischen Ganløse und Måløv.
Geschichte
Der erste bekannte Besitzer des Adelshofs Knardrupgaard war Sune Ebbesen († 1186) aus dem im 12./13. Jahrhundert mächtigen Hvidegeschlecht. Seine Nachkommen behielten es, bis sein Jakob Nielsen († 1308/9) zusammen mit Stig Andersen Hvide und einigen weiteren einflussreichen Adligen 1287 – in Abwesenheit und wohl zu Unrecht – als Mörder von Erik V. Klipping verurteilt wurde und ihr gesamter Besitz an die dänische Krone fiel.[1]
Kurz vor 1326 rehabilitierte König Christoph II. die vierzig Jahre zuvor Verurteilten. Da Jakob Nielsen keine lebenden Nachkommen mehr hatte, ließ der König auf dem Königsgut Knardrupgaard ein Zisterzienserkloster als Tochterkloster von Kloster Sorø, einer Gründung der Hvide-Familie aus der Filiation von Clairvaux und Kloster Esrom, errichtet und im Februar 1326 von Mönchen aus Sorø besiedelt.
Das Kloster bestand bis zum Jahr 1536 und wurde dann als Krongut eingezogen und der Universität Kopenhagen überlassen. Die Baumaterialien wurden später zum Bau von Schloss Frederiksborg verwendet. Das Klostergelände ist heute teilweise überbaut.
Bauten und Anlage
Überreste sind nicht vorhanden.
Literatur
- Villads Christensen: Knardrup Klosters Historie, Frederiksborg Amt 1914, 72–99
Weblinks
- Knardrup Kloster (dänisch)
- Cistercienserordenen (dänisch)