Konfederacja Korony Polskiej
rechtsextremistische politische Partei in Polen
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Die Konfederacja Korony Polskiej (deutsch Konföderation der Polnischen Krone, kurz KKP oder Korona) ist eine rechtsextremistisch ausgerichtete politische Partei in Polen.
| Konfederacja Korony Polskiej Konföderation der Polnischen Krone | |
|---|---|
Motto: Ad maiorem Dei gloriam[1] | |
| Parteivorsitzende | Grzegorz Braun |
| Gründung | 28. Juni 2019 |
| Hauptsitz | ul. Jagiellońska 59/65 42-229 Częstochowa |
| Abkürzung | KKP, Korona |
| Ausrichtung | Rechtsextremismus[2] (Ultra-)Nationalismus[3] Monarchismus[4] Antisemitismus[5][6] Katholischer Traditionalismus[7] EU-Skepsis[8] Ordoliberalismus[9] |
| Farbe(n) | Gold Rot Weiß |
| Jugendorganisation | Korona Młodych |
| Sitze Sejm | 3 / 460 (0,7 %) |
| Sitze Senat | 0 / 100 (0,0 %) |
| Sitze Woiwodschaftstage | 0 / 552 (0,0 %) |
| Sitze EU-Parlament | 1 / 53 (1,9 %) |
| EP-Fraktion | fraktionslos |
| Website | konfederacjakoronypolskiej.pl |
Werdegang der Partei
Die KKP wurde im Juni 2019[10] vom Regisseur Grzegorz Braun gegründet, der seitdem den Parteivorsitz innehat.
Bei der Parlamentswahl in Polen 2019 trat die KKP zusammen mit den Parteien Nowa Nadzieja, Ruch Narodowy als Wahlbündnis Konfederacja Wolność i Niepodległość an. Für Wahlbündnisse gilt in Polen bei den Parlamentswahlen eine Sperrklausel von 8 %, für Parteien eine von 5 %, sodass sich Parteien, die einzeln mutmaßlich weniger als 5 % der Stimmen erlangen könnten, oftmals zu Wahlbündnissen zusammenschließen. Braun wurde 2019 als einziges Mitglied seiner Partei in den Sejm gewählt.[11] Bei der Parlamentswahl in Polen 2023 erlangte die Partei, die erneut im selben Bündnis antrat, vier Mandate.[12] Auch bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 2024 trat die KKP in demselben Bündnis an; Braun wurde als einziges Parteimitglied in das Europäische Parlament gewählt.[13]
Seit 2025 tritt die KKP nicht mehr in der Konfederacja, sondern als einzelne Partei bei Wahlen an. Braun trat bei der Präsidentschaftswahl in Polen 2025 eigenmächtig als Kandidat der KKP an und erhielt im ersten Wahlgang 6,34 % der Stimmen, wodurch er auf den vierten Platz kam. Im Zuge dessen wurde er als Führungskader der Konfederacja suspendiert, die KKP später aus dem Bündnis ausgeschlossen.[14]
In Umfragen lagen die Zustimmungswerte für die KKP im März 2026[15] zwischen 8 % und 11 %.[16][17] In einigen Umfragen kam die KKP, die plant, bei den Parlamentswahlen in Polen 2027 als Einzelpartei anzutreten, dadurch auf die dritthöchsten Zustimmungswerte.[18]
Mit Hinblick auf die Wahl hatte Braun bereits Mitte 2025 die sogenannte "breite Feuerlöscher-Front" ausgerufen, ein neues Bündnis, dass neben seiner KKP auch säkular-rechte und libertäre Politiker (Korwin-Umfeld) umfasst.[19] Auch tritt der ursprünglich linksliberale Marek Woch mit seinen Bezpartyjni Samorządowcy (Parteilose Kommunalpolitiker) als Verbündeter Brauns auf.[20]
An der Jahreswende 2025/2026 kam es zu einer Auseinandersetzung um den wirtschaftspolitischen Kurs der Partei, bei der insbesondere der KKP-Politiker Piotr Heszen für eine Abkehr von stark freimarktwirtschaftlichen Positionen plädierte, da man damit auf ein libertäres Kernwählerpotenzial zurückgeworfen werde.[21] Daraufhin lancierte Grzegorz Braun ein neues Parteistatut mit zahlreichen Maßregeln für Mitglieder, das ihm eine quasi autokratische Machtfülle sichert. Es wurde verlautbart, eine monarchistische Partei erheische eine entsprechende innere Struktur.[22] An der wirtschaftspolitischen Ausrichtung änderte sich nichts, vielmehr setzte die Partei auch mit Hinblick auf Finanziers und im Umfeld der von ihr veranstalteten rechten Messe KINGS weitere unternehmerfreundliche Akzente. Dieser "Kongress der nationalen, wirtschaftlichen und kommunalen Initiativen" (Kongres Inicjatyw Narodowych Gospodarczych i Samorządowych) sollte laut Kadern die inhaltliche Kompetenz der Partei abseits von Happenings demonstrieren. Fortsetzungen schlossen sich in rascher Folge an.[23]
Im Zuge von Internationalisierungsbemühungen lud die Partei in der ersten Jahreshälfte 2026 unter anderem Delegationen der hindunationalistischen BJP (um einen der Generalsekretäre, Dushyant Kumar Gautam) und der AfD (um Kotré) ein.[24][25]