Grzegorz Braun

polnischer Politiker und Publizist, Regisseur, Drehbuchautor und Synchronsprecher From Wikipedia, the free encyclopedia

Grzegorz Michał Braun (* 11. März 1967 in Toruń) ist ein polnischer Politiker und Publizist, Regisseur, Drehbuchautor und Synchronsprecher.[1] Er war von 2019 bis 2024 Mitglied des Sejm und wurde bei der Europawahl 2024 ins Europaparlament gewählt.[2] Er ist seit 2019 Vorsitzender der monarchistischen, paläokonservativen und als rechtsextrem geltenden[3][4] Partei Konfederacja Korony Polskiej (KKP; „Konföderation der Polnischen Krone“) und war bis Januar 2025 einer der Vorsitzenden des Parteienbündnisses Konfederacja Wolność i Niepodległość (Konföderation der Freiheit und Unabhängigkeit). Bekannt geworden ist er mit öffentlichen, teils gewaltsamen Aktionen gegen politische Gegner und Minderheiten, vor allem antisemitischer, homophober und xenophober Art. 2015 und 2025 kandidierte er für das polnische Präsidentenamt.

Grzegorz Braun (2024)

Leben

Grzegorz Braun (2025)

Frühe Jahre (bis 2014)

Grzegorz Braun ist der Sohn des Regisseurs Kazimierz Braun, dessen Vorfahren Mitte des 18. Jahrhunderts aus Österreich nach Lemberg eingewandert waren.[5] Seine Geschwister Monika und Justyna sind Schauspielerinnen bzw. Schauspiellehrerinnen; Monika, die auch Kulturwissenschaftlerin ist, distanzierte sich 2025 vom politischen Wirken ihres Bruders.[6] Ihr Onkel Juliusz Braun war unter anderem Vorsitzender des polnischen Landesrundfunkrates (KRRiT), des nationalen Medienrates (RMN),[7] 2011–2015 Leiter des staatlichen Fernsehens TVP[8] und Abgeordneter der ersten drei Sitzungsperioden des Sejm der Dritten Republik.[9] Zu seinen Vorfahren mütterlicherseits zählt der Rittergutsbesitzer W. S. Reklewski de Rekle.[10] Dieser wurde Ende 1939 von den Sowjets liquidiert.[5]

Er war seit 1987 Mitorganisator der Orangen Alternative (Pomarańczowa Alternatywa),[11] wofür er in der Endphase der Volksrepublik Polen Repressalien ausgesetzt war.[12][13] 1988 und 1989 beteiligte er sich an Studentenprotesten an der Breslauer Universität. Dort schloss er 1990 ein Studium der Polonistik, 1993 ein Aufbaustudium an der Fakultät für TV und Radio (heute K.-Kieślowski-Filmschule) der Universität Kattowitz ab. Bis 2007 hielt er an der Breslauer Universität Vorlesungen über Journalismus.[14] Von 1990 bis 1994 schrieb er für die Quartalsschrift Fronda.[1]

2005 veröffentlichte Braun einen Dokumentarfilm über die Zusammenarbeit des Solidarność-Anführers und späteren Präsidenten Polens Lech Wałęsa mit dem Staatssicherheitsdienst (Służba Bezpieczeństwa, SB) der Volksrepublik Polen. Wałęsa strengte einen Zivilprozess gegen ihn an; es folgte eine Gegenklage. In einer summarischen Verhandlung wurde auf eine Sachentscheidung verzichtet.[15][16] Wałęsa hatte eine Verstrickung geleugnet.[17] Ein anderer von Braun der Zusammenarbeit mit dem SB Beschuldigter gewann gegen Braun in Polen über zwei Instanzen,[18] verlor dann aber 2014 vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.[19]

Seit 2014 ist er mit seiner Cutterin verheiratet, sie haben drei Kinder.[20] Das Paar heiratete in einer Kirche der Redemptoristen nach dem Tridentinischen Ritus.[21][22] Braun ist mit Organisationen des katholischen Traditionalismus verbunden und nimmt an Wallfahrten teil.[23] Als typisch für sein Auftreten gilt der althergebrachte katholische Gruß Szczęść Boże (etwa „Grüß Gott“, heute alltäglich und kurz cześć „Hallo“). Braun wird vorgeworfen, die Formel durch die schiere Häufigkeit, aber auch durch Beifügung selbstausgedachter Kehrverse zu banalisieren und politisch zu instrumentalisieren.[24] 2015 nutzte er sie als Bezeichnung für ein Wahlkomitee.[25] Vor der Heirat habe der nunmehrige „Ultrakatholik“ Braun mit einer anderen Frau 20 Jahre in einer eheähnlichen Gemeinschaft gelebt und eine liberalere Lebensauffassung vertreten, wie Gazeta Wyborcza Ende 2025 unter Berufung auf alte Bekannte berichtete.[26]

Erste Präsidentschaftskandidatur und Parteigründung (2015–2024)

Im Mai 2015 kandidierte er bei der Präsidentschaftswahl in Polen und erreichte 0,83 % der Stimmen.[27] Am 25. Januar 2019 kündigte er seine Kandidatur bei den vorgezogenen Wahlen zum Bürgermeister von Danzig an. Bei der Wahl am 3. März erhielt er 11,86 % der Stimmen und unterlag Aleksandra Dulkiewicz.[28] Im Januar 2019 trat Braun dem für die Europawahl gebildeten Bündnis der rechtsextremen Parteien KORWiN (unter Janusz Korwin-Mikke) und Ruch Narodowy (RN; unter Robert Winnicki) bei, das sich zunächst Konfederacja KORWiN Braun Liroy Narodowcy nannte und für einen Austritt Polens aus der Europäischen Union eintrat. Mit 4,5 Prozent der Stimmen verpasste das Bündnis den Einzug ins Europäische Parlament; Braun selbst fuhr im Wahlbezirk Rzeszów ein knapp unterdurchschnittliches Ergebnis ein.[29]

Im September 2019 gründete Braun die monarchistische, nationalistische und traditionalistische Partei Konfederacja Korony Polskiej (KKP; „Konföderation der Polnischen Krone“). Diese trat zu den Parlamentswahlen im Oktober 2019 wieder mit KORWiN und RN im rechtsextremen Bündnis Konfederacja Wolność i Niepodległość (Konföderation der Freiheit und Unabhängigkeit; kurz nur Konfederacja) an, das zusammen auf 6,8 Prozent der Stimmen kam. Braun selbst erhielt als Kandidat im Wahlbezirk Rzeszów (Woiwodschaft Karpatenvorland) 31.148 Stimmen und errang einen Sitz im polnischen Sejm.[30] Dies gelang ihm auch bei der Parlamentswahl in Polen 2023, als er die Wahlliste der Konföderation im Wahlkreis Rzeszów anführte,[31] wo sie mit 9,5 Prozent überdurchschnittlich stark abschnitt. Bei der Bürgermeisterwahl in Rzeszów 2021, die durch den gesundheitsbedingten Rücktritt des seit 2002 amtierenden Tadeusz Ferenc (verstorben 2022) vom SLD notwendig geworden war, trat er für die Konfederacja an und belegte mit 9,2 % der Stimmen den vierten und letzten Platz.[32]

Abseits von Parteipolitik und Medienauftritten steht Braun der 2015 gegründeten[1] Vorfeldorganisation Pobudka vor (bed. Weckruf, exklamatorisch auch „Aufstehen!“),[33] deren ordnungsstaatlich motivierte, von ihm häufig deklamierte Losung lautet: Kirche, Schule, Schützenhaus, Münze! und die als Reminiszenz an die alte Adelsrepublik mit dem Slogan „Wecken wir schlafende Ritter!“ wirbt.[34] Wesentliche Ziele sind: Förderung katholischer Konfessionsschulen, Wiederverbreitung der tridentinischen Messe aus der Zeit vor dem Vaticanum II, Wehrertüchtigung, monetäre wie finanzielle Autarkie Polens.[35] Es bestanden Finanzflüsse zwischen der Gesamtpartei und Brauns Initiative.[36] Am 26. September 2022 war er bei der AfD-Bundestagsfraktion zu Gast.[37] Brauns Wahl ins EU-Parlament Mitte 2024 mit einem starken Ergebnis von über 110.000 Stimmen wurde als Strategie der Konfederacja beurteilt, die Kontroversen um seine Person in Polen zu entschärfen.[38][39] Braun möchte jedoch nicht als EU-Abgeordneter angesprochen werden und erklärte, die EU müsse vernichtet werden, da sie sonst „uns“ vernichte.[40] Er ist in der 10. Legislaturperiode (2024–2029) Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten sowie stellvertretendes Mitglied im Haushaltskontrollausschuss. Er ist zudem Delegierter in den Parlamentarischen Ausschüssen EU-Montenegro und EU-Russland.[41]

Brauns bisher letztes Filmprojekt, das auf seinem Buch von 2018[42] basiert, nimmt die Dietrichswalder Marienerscheinungen von 1877 zum Ausgangspunkt für geschichtsphilosophische Ausführungen.[43] Die am 7. September 2024 erschienene Produktion,[44] die wie Brauns Luther-Film (2017) auch in westlichen Sprachen erscheinen soll, wurde ursprünglich für 2019 angekündigt.[45] Der Regisseur engagierte sich in einer Bürgerinitiative, die gegen ein Lidl-Logistikzentrum im Pilgerort opponierte. Das Unternehmen gab das dortige Vorhaben im Juni 2025 auf. Örtliche Geistliche hatten nicht öffentlich Stellung bezogen.[46][47]

Nach Recherchen von Newsweek Polska traf Braun 2018 einen mutmaßlichen russischen SWR-Agenten in Moskau.[48] Er selbst gab an, diesen im Zusammenhang mit Dokumentarfilmarbeiten getroffen zu haben.[49] Auf Veranstaltungen mit Braun treten häufig Protagonisten der pro-russischen Szene auf, so aus dem Umfeld der einstigen Samoobrona, sowie umstrittene Akademiker, die sich für einen Ausgleich mit Russland einsetzen, darunter Leszek Sykulski und Adam Wielomski.[50]

Zweite Präsidentschaftskandidatur (seit 2025)

Braun gab Mitte Januar 2025 seinen Start bei den kommenden Präsidentschaftswahlen bekannt, obwohl die Konfederacja zuvor Sławomir Mentzen nominiert hatte. Angekündigte Vorwahlen waren abgesagt worden. Aus Brauns Umfeld war wiederholt davon die Rede, man sei als Faktion übergangen worden. Den Entschluss zur Kandidatur verband er mit der Ankündigung, womöglich aus der Sammlungspartei auszutreten.[51] Ein Parteigericht schloss ihn kurz später aus der Bündnispartei aus.[52] Mitte März wurde Braun wegen antisemitischer Äußerungen für 6 Monate von den Plenarsitzungen des Europaparlaments ausgeschlossen.[53] Im April entließ er seinen Wahlkampfleiter wegen dessen Beziehung mit einer in Scheidung befindlichen Influencerin.[54] Im Mai erreichte Braun dann 6,34 % der Stimmen.[55] Ebenfalls rief er als Sammelbecken radikaler Kräfte nach Art der Alt-Right die sogenannte „breite Feuerlöscher-Front“ (szeroki front gaśnicowy) aus, offiziell als Allianz für die Parlamentswahl in Polen 2027. Die Bezeichnung spielt auf sein antijüdisches Delikt im Sejm an. Im Rahmen der Front finden sich auch säkular-rechte und libertäre Kräfte.[56][57] Seit dem Präsidentschaftswahlkampf 2025 wird Braun bei öffentlichen Auftritten von einer paramilitärisch aufgemachten Gruppe begleitet. Ein Journalist der von Braun bekämpften Gazeta Wyborcza betonte, dass diese tatsächlich aus Männern mit Erfahrung bei bewaffneten Organen bestünde, während sich die sog. Grenzschutzbewegung von Robert Bąkiewicz, obgleich medienpräsent, überwiegend aus Rentnern zusammensetze, „die ihre Klamotten im Anglershop kaufen“.[58] Seine Präsenz im öffentlichen Raum und auf Social Media suchte die Partei KKP auch durch eine Art Popanz des Politikers zu stärken.[59][60] Anfang 2026 reagierte TikTok auf die Videos von Brauns Aktionen, löschte einige und drosselte seine Reichweite.[61]

Seit einer Netzhautablösung im September 2025 ist Braun auf einem Auge erblindet.[62][63] Im November erhielt er eine Auszeichnung der staatsnahen belarussischen Emil-Czeczko-Stiftung, benannt nach einem 2022 unter ungeklärten Umständen in Minsk zu Tode gekommenen polnischen Deserteur. Auf den Vorwurf, hier trete Brauns Verquickung mit den Regimes in Belarus und Russland zutage, reagierte dieser mit der ostentativen Beantragung nachrichtendienstlicher Überwachung seiner Person und Partei durch polnische Stellen. Die Auszeichnung stellte er als auswärtige Provokation dar.[64][65] Anfang Dezember wurde Braun wegen sieben Vergehen in Warschau (Praga Süd) vor Gericht gestellt, darunter wegen Aktionen im Sejm und im Nationalen Institut für Kardiologie gegen dessen Direktor Łukasz Szumowski. Er nutzte den Prozessauftakt für patriotisch eingefärbte Deklamationen.[66][67] Dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Ausschluss der Öffentlichkeit wurde im März 2026 nicht stattgegeben, sodass Braun den Prozess weiterhin als Bühne nutzen konnte.[68]

Anfang 2026 kam es zu einer Auseinandersetzung um die wirtschaftspolitischen Positionen seiner Partei KKP,[69] im Zuge derer Braun ein neues Parteistatut lancierte, das ihm intern eine nahezu uneingeschränkte Machtfülle sichert. Dessen Rechtskonformität ist umstritten.[70] Zudem hielt Braun einen „Kongress der nationalen, wirtschaftlichen und kommunalpolitischen Initiativen“ (poln. Abk. KINGS) mit breiter Beteiligung rechter Akteure ab. Dieser wurde angesichts steigender Umfragewerte auch in seriösen Medien rezipiert und sollte laut KKP-Mitgliedern eine Art Visitenkarte der radikalen Partei sein.[71][72] Die Tagungsstätte in Łochów geriet in die Kritik und kündigte daraufhin an, den gesamten Erlös in die Ukraine zu spenden.[73] Fortsetzungen fanden in kurzer Folge statt, beispielsweise bei einem Loreto-Heiligtum in Ostpolen.[74]

Anfang Mai trat Braun in Vilnius auf, was der dortige Bürgermeister Valdas Benkunskas zunächst zu verhindern gesucht hatte.[75] Er gab dem öffentlich-rechtlichen Sender LRT ein Interview, in dem er die Regierungen Litauens und Polens der Kriegshetze beschuldigte und die belarussische Opposition schmähte.[76]

Positionen und Kontroversen

Grzegorz Braun lag bis 2015, als er für die Präsidentschaft kandidierte, in einem Rechtsstreit mit den Behörden wegen einer Auseinandersetzung mit Polizisten im April 2008 in Wrocław, die sich am Rande einer Gedenkveranstaltung zum Massaker von Katyn zutrug. Die Medienberichterstattung war hinsichtlich der Vorwürfe (Tätlichkeit oder Wortgefecht, Identität des Geschädigten) inkonsistent.[77][78][79] Braun hatte sich gegen eine Einkesselung nationalistischer Gedenkmarschteilnehmer gestellt bzw. wollte zu diesen vordringen. Nach eigener Schilderung vor Gericht war er zu Boden geworfen, arretiert und ihm Finger gebrochen worden. Das Gericht folgte 2015 jedoch der Darstellung der Polizei, Braun habe einem Gesetzeshüter den Daumen gebrochen. Die Strafe für Braun belief sich auf lediglich 2.000 Złoty.[80][81][82]

Im Mai 2011 äußerte sich Braun bei einem Vortrag an der KUL despektierlich über den kurz zuvor verstorbenen Bischof Józef Życiński, dem er u. a. eine verlogen versöhnlerische Haltung zur Frage der Lustration von Regimekadern der PZPR vorwarf.[83][84] Studierende der Hochschule wandten sich daraufhin mit einem offenen Brief an die Leitung, der diese zu Sanktionen gegen die Veranstalter aufrief.[85] Braun bekräftigte seine Haltung noch in einem Interview.[86]

Braun erklärte am 10. September 2012 öffentlich, dass man jeden zehnten Journalisten der Gazeta Wyborcza und des Privatsenders TVN erschießen und neben der katholischen Erziehung den Umgang mit Schusswaffen lehren müsse.[87] Die Warschauer Staatsanwaltschaft leitete in diesem Zusammenhang Ermittlungen wegen des Verdachts des Aufrufes zu einer Straftat ein.[88] Am 16. April 2013 wurden die Ermittlungen wegen mangelnder Beweise eingestellt.

Um gegen angebliche Fälschungen bei den problembehafteten Selbstverwaltungswahlen Ende 2014 zu protestieren,[89] besetzte eine Gruppe um Braun und die Filmemacherin Ewa Stankiewicz für einen Tag das Gebäude der staatlichen Wahlkommission PKW.[90] Zwölf Personen wurden festgenommen,[91] Braun jedoch im August 2015 zweitinstanzlich vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs freigesprochen.[92]

Aktivismus gegen Sexualmedizin und Identitäten

Den sog. Abtreibungskompromiss der Dritten Polnischen Republik setzte Braun 2014 dem Wesen nach mit der Euthanasie im Nationalsozialismus gleich.[93] Ebenfalls kontrovers äußerte er sich im November 2023 zur geplanten Kostenerstattung bei einer In-vitro-Fertilisationsbehandlung durch den öffentlichen Gesundheitsfonds NFZ, die das Programm der Tusk-Regierung vorsieht. Er berief sich dabei auf die Recherchen zu seinem Film Eugenika (2011) an einem reproduktionsmedizinischen Zentrum in Białystok. Zwar habe er Verständnis für die Nöte von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch, doch hob er auf die Vernichtung von Embryonen im Prozess der Behandlung und, anhand von Fällen aus Westeuropa (etwa den niederländischen Massen-Samenspender Jonathan Jacob Meijer), auf reproduktionsmedizinische Vergehen und Missbräuche bei Verfahren ab. Angesichts dessen seien Methoden „aus der Hölle“ (rozwiązanie z piekła rodem) abzulehnen.[94][95] Mitte April 2025 drang Braun mit Begleitern in eine Klinik in Oleśnica ein und setzte eine Abtreibungsärztin in den Räumlichkeiten fest, vorgeblich mit dem Ziel einer „Bürgerjustiz“.[96] Gegen die an der Aktion beteiligte Pressesprecherin von Brauns Partei wurde im September Anklage erhoben. Gegen Braun wurde im Juni beim Europaparlament beantragt, die Immunität aufzuheben.[97]

Im Frühjahr 2019 bezog Braun gegen Homosexuelle Stellung, die er stets als „Sodomiten“ bezeichnet. Er sprach von einem Verbot homosexuellen Verkehrs „als solchem“, das er im Europäischen Parlament einbringen wollte.[98] Insbesondere griff er Robert Biedroń an.[99] Daraufhin sprach er, sich auf ein neues Gesetz aus Brunei beziehend, vom Stäupen als Strafe.[100][101] Im Juni 2025 demolierte Braun eine LGBTQ-Ausstellung im Sejm. Er erhielt Hausverbot.[102]

Kritik an der polnischen Corona-Politik

In den Jahren der COVID-19-Pandemie trat Braun als radikaler Kritiker der Maßnahmen zu deren Bekämpfung auf. Im September 2021 drohte er Gesundheitsminister Adam Niedzielski (PiS) mit dem Galgen. Die Staatsanwaltschaft wurde umgehend benachrichtigt.[103] Braun wurde vom Präsidium des Sejm mit einem Bußgeld von insgesamt etwa 50.000 Złoty belegt.[104] Niedzielski wurde im August 2025 in Siedlce niedergeschlagen. Das Motiv der kurz darauf festgenommenen Täter ist nach Angaben der Polizei die Corona-Politik.[105]

Braun und andere Politiker der Konföderation, die sich besonders bei Jugend und Unternehmern als Corona-kritische Partei zu profilieren suchte, trafen im Sejm erhebliche Geldstrafen wegen Verstoßes gegen Corona-Vorschriften. So verfügte die Parlamentspräsidentin Elżbieta Witek wegen dauerhaften Verstoßes gegen die geltende Maskenpflicht ein Bußgeld von 20.000 Złoty gegen Braun. Eine monatliche Abgeordnetendiät beträgt im polnischen Sejm je nach Auslagenniveau 10.000 bis 12.000 Złoty.[106] Einmal kam es auch zu einem Sitzungsausschluss.[107] Für einen inner-rechten Disput sorgte die Teilnahme einer Transperson an von Braun organisierten sog. Unternehmerprotesten in Rzeszów. Er hatte auch zahlreiche andere Teilnehmer als seine Assistenten ausgegeben, um Versammlungsvorschriften zu umgehen, viele davon aus dem linken und liberalen Milieu.[108][109] Braun wurde aus Mediziner- und Pharmazeutenkreisen vorgeworfen, mit seiner impffeindlichen Rhetorik zur Übersterblichkeit beigetragen zu haben.[110] Über die gesamte 9. Legislaturperiode (2019–2023) beliefen sich die Geldstrafen für Braun nach dem Rechenschaftsbericht für Parlamentarier auf ca. 270.000 Złoty, seine Einnahmen aus einer Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform zrzutka.pl auf 508.000 Złoty.[111] Nach der Parlamentswahl in Polen 2023, bei der die Partei hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben war, bekräftigte Brauns Gewährsmann Janusz Korwin-Mikke, man hätte unter anderem mit dessen Losungen für Furore sorgen müssen, anstatt sich zugunsten gemäßigterer Wählerkreise eine seriösere Anmutung zu geben, radikale Kader wie Braun medial hintanzustellen oder sich für sie zu entschuldigen.[112]

Im Oktober 2021 fuhr Braun während einer öffentlichen Veranstaltung in einen von der Polizei gesperrten Bereich und verhielt sich unkooperativ. Deswegen hob der Sejm knapp ein Jahr später seine Abgeordnetenimmunität auf.[113][114]

Xenophobie

Braun erlangte wiederholt Aufmerksamkeit mit Aktionen gegen von ihm als landfremd dargestellte Symbole im öffentlichen Raum: Im Januar 2023 warf er in einem Krakauer Gerichtsgebäude, wo er als Zeuge in einem Verfahren gegen einen nationalistischen Aktivisten geladen war, unter Unmutsbekundungen einen Weihnachtsbaum mit teilweise blau-gelbem Schmuck um, der mit EU-, Ukraine- und LGBT-Symbolik besetzt war. Diese und ähnliche Aktionen will er als seine Variante der den Volksvertretern in Polen rechtlich zustehenden[115] sog. Abgeordneten-Intervention in der Öffentlichkeit verstanden wissen.[116][117] Braun bezog auch gegen ukrainische Nationalflaggen im Sejmgebäude als Zeichen der Solidarität Stellung.[118] Anfang Juni 2024 wurde eine ukrainische Flagge auf dem Kościuszko-Hügel, einem Krakauer Monument, von Unbefugten abgehängt. Dort werden mitunter auch Flaggen anderer Staaten gehisst, mit denen Kościuszko historisch verbunden war. Wenig später bekannte sich Braun zu der Tat. Sie soll einer angeblichen „Ukrainisierung Polens“ Einhalt gebieten, die Publizisten im Umfeld der Konfederacja insinuieren.[119][120] Am Tag der Europawahl 2024, die Braun ein Mandat im Europaparlament verschaffte, verlangte dieser in einem Wahllokal, die EU-Flagge gegenüber der Wahlurne abzuhängen.[121] Im Widerspruch zu Aussagen von General Rajmund Andrzejczak im Rahmen der Konferenz Defending Baltics (Oktober 2024) machte Braun das Nachbarland Litauen verächtlich, das man nicht vor Russland verteidigen solle.[122] Einen erneuten Vorfall gab es im Mai 2025, als er im Industrieministerium in Kattowitz die EU-Flagge herunterriss, sie als Zeichen des „Eurokommunismus“ (worunter er die Agenda einer weitreichenden Föderalisierung der EU versteht) bezeichnete, auf ihr herum trat und sie später bei einer Pressekonferenz demonstrativ anzündete. Zeitgleich hob das Europäische Parlament seine Immunität auf.[123]

Ende November trat er bei einem Fußballspiel in der UEFA Conference League gemeinsam mit dem 2022 entlassenen Attentäter Janusz Waluś auf.[124]

Für Unmut unter der eigenen, nativistischen Anhängerschaft sorgte Braun im Februar 2026, als er in Brüssel unter Vermittlung des PiS-Politikers Czarnecki eine hochkarätige Delegation der indischen Regierungspartei BJP traf. Ihm wurde daraufhin vorgeworfen, in puncto Arbeitsmigration die Interessen der Unternehmer bedienen zu wollen, die kurz zuvor die rechte Messe KINGS finanziert hatten. Ein Arbeitstreffen wurde für April vereinbart.[125] Einige der indischen Politiker gelten als russlandnah, weswegen das Ansinnen der KKP, diese 2027 in Polen als Wahlbeobachter einzusetzen, sehr kritisch bewertet wurde. Der Brüsseler Termin fiel mit Vorbereitungen für eine religiöse Festlichkeit in der Diaspora zusammen, wie indische Quellen betonten. Braun, der sich sonst religiös intolerant und xenophob positioniert, hatte bereits in den Vorjahren Kontakt zu Akteuren auf dem Subkontinent gesucht.[126][127]

Antisemitismus

Am 30. Mai 2023 musste ein Vortrag des von Braun bekämpften Historikers Jan Grabowski im Deutschen Historischen Institut Warschau abgebrochen werden, nachdem Braun dort unter dem Ausruf „Genug davon“ auf die Bühne gegangen war, seinen Abgeordnetenausweis vorgezeigt und die Mikrofonanlage zerstört hatte. Besonders betonte er dabei, nicht zuzulassen, dass eine deutsche Institution Polen über deren Geschichte belehre.[128][37] Braun warf Grabowski vor, nationalistisch gesinnte Formationen des polnischen Widerstands gegen die deutsche Besatzungsherrschaft (unter dem Dach der Narodowe Siły Zbrojne) sowie die Rolle der Polen insgesamt herabzusetzen und sie kollektiv in den Ruch von Tätern und Profiteuren des Judenmords zu stellen.[129] Kritiker Grabowskis aus der Geschichtswissenschaft wie Padraic Kenney warfen Braun vor, mit seinem „schändlichen“ bzw. „barbarischen“ Benehmen eine sachliche Auseinandersetzung mit den Thesen des Forschers verhindert und keine konstruktive Form des Protests gewählt zu haben.[130][131]

Am 12. Dezember 2023 löschte er mit einem Feuerlöscher die zuvor von einem Rabbiner angezündeten Kerzen auf einem in der Parlaments-Lobby aufgestellten Chanukka-Leuchter. Alle Fraktionen mit Ausnahme der Konfederacja, das Internationale Auschwitz Komitee sowie der damalige Erzbischof von Łódź, Grzegorz Ryś verurteilten die antisemitische Tat. Braun wurde mit einer Geldstrafe belegt und vorübergehend von Sitzungen des Sejm ausgeschlossen.[132][133] Die Verfahren wegen früherer Aktionen waren bis dahin schleppend verlaufen.[134] In der Sitzung vom Vormittag hatte Braun Donald Tusk und Mateusz Morawiecki einer Agententätigkeit für deutsche Geheimdienste geziehen.[135] Von seiner Partei wurde Braun wegen der Löschaktion wie zuvor Korwin-Mikke als Mitglied des Lenkungsrates suspendiert.[136] Eine Wiedereinsetzung erfolgte im Februar 2024.[137] In den Medien wurde Braun, der im Wahlkampf der Konföderation kaum eine Rolle spielte, nachgesagt, er habe sich mit der Aktion auf Kosten der Partei in radikalisierten Milieus profilieren wollen und plane ohnehin, in eine neue Formation zu wechseln.[138][139][140] Braun wurde aus zwei Sejmkommissionen ausgeschlossen und durfte nicht an Parlamentssitzungen teilnehmen;[141] er ging seiner Abgeordnetendiät verlustig und organisierte erneut eine Sammlung.[142]

Braun bekräftigte seine Haltung zu jüdischer Symbolik in der politischen Öffentlichkeit unterdessen bei mehreren Auftritten, unter anderem in einem YouTube-Format der Journalistin Monika Jaruzelska, der Tochter Wojciech Jaruzelskis. Brauns dortige Aussagen wurden auf Antrag einer Antirassismus-NGO von der Staatsanwaltschaft geprüft.[143][144] Seine Abgeordnetenimmunität wurde im Januar 2024 aufgehoben.[145] Gegen Braun hatte die Warschauer Bezirksstaatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt bereits wegen sieben Vergehen seit 2022 Anklage erhoben.[146] Jaruzelskas Sendung beim Boulevardkanal Super Express 2 wurde nach dem Interview mit Braun abgesetzt.[147] In einer Rede am ersten Jahrestag des Hamas-Massakers in Israel vom 7. Oktober bezeichnete Braun den jüdischen Staat vor dem EU-Parlament als „Terrorstaat“ und rückte israelische Kräfte in die Nähe von NS-Formationen.[148] Am 29. Januar 2025 störte er eine Schweigeminute für die Opfer des Holocausts im EU-Parlament und rief: „Lasst uns für die Opfer des jüdischen Völkermords in Gaza beten.“[149] Ähnliche Aussagen traf er in einer Wahldebatte im April und griff den KO-Kandidaten und Warschauer Stadtpräsidenten Rafał Trzaskowski wegen dessen Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung zum 82. Jahrestag des Ghettoaufstands an.[150] Im Juli 2025 bestritt Braun in einem Radiointerview die Existenz von Gaskammern in Auschwitz und behauptete, Ritualmorde wären dagegen ein Fakt. Das Interview, dessen Anlass der nahende Jahrestag des Massakers von Jedwabne war, wurde daraufhin abgebrochen; Braun wurde unter anderem von der Sejmabgeordneten Anna Żukowska angezeigt.[151][152] In Jedwabne behinderte Braun dann die offizielle Gedenkveranstaltung und versuchte mit Gesinnungsgenossen, Oberrabbiner Michael Schudrich festzusetzen.[153][154] Im November hielt er vor dem KZ Auschwitz eine judenfeindliche Rede.[155] Wegen Brauns Holocaustleugnung hob das Europäische Parlament Ende März 2026 dessen Immunität auf. Gegen ihn lief zu diesem Zeitpunkt ein Strafverfahren, weitere waren in Vorbereitung.[156][157]

Im Zuge des Irankriegs 2026 solidarisierte er sich mit dem Regime und schrieb nach dem Tod Ali Chameneis in der Warschauer Botschaft ins Kondolenzbuch.[158]

Filmografie

  • 1993: Gorący czwartek – 2. Regie
  • 1996: Reakcjonista – Realisierung, Drehbuch
  • 1998: Obserwacja – Realisierung
  • 1999: Wielka ucieczka cenzora – Regie
  • 1999: Śmierć człowieka utalentowanego – Regie, Drehbuch
  • 2001: Zacz@towani. Historie_miłosne.pl – Regie
  • 2001: Krótka seria – Regie
  • 2002: Arche. Czyste zło – Drehbuch
  • 2005: Warto kochać – Regie
  • 2005: Plusy dodatnie, plusy ujemne
  • 2006: Errata do biografii – Regie
  • 2006: Będziesz moja – Regie
  • 2007: Oskarżenie – Regie
  • 2007: Defilada zwycięzców – Drehbuch und Regie (mit Robert Kaczmarek)
  • 2008: TW Bolek – Drehbuch i Regie (mit Robert Kaczmarek)
  • 2009: Towarzysz Generał
  • 2009: Marsz wyzwolicieli
  • 2010: New Poland – Regie (mit Robert Kaczmarek)
  • 2011: Towarzysz generał idzie na wojnę – Regie (mit Robert Kaczmarek)
  • 2011: Eugenika – w imię postępu – Regie
  • 2012: Transformacja Teil 1 – Regie
  • 2012: Poeta pozwany – Regie
  • 2013: Transformacja Teil 3 – Regie
  • 2013: Transformacja Teil 2 – Regie
  • 2014: Nie o Mary Wagner – Regie
  • 2014: Nie jestem królikiem doświadczalnym – Regie
  • 2015: Zamach Smoleński (Anschlag in Smolensk) – Regie
  • 2017: Luter i rewolucja protestancka (Luther und die protestantische Revolution) – Regie
  • 2021: Dr Bodnar – komu przeszkadza amantadyna? [Dr. Bodnar – Wem schadet Amantadin?]
  • 2024: Gietrzwałd 1877. Wojna światów [Dietrichswalde 1877. Krieg der Welten]

Buchveröffentlichungen

  • 2011: Towarzysz generał idzie na wojnę [Genosse General zieht in den Krieg] (Rafael, Kraków; ISBN 978-83-7569-273-0).
  • 2014: Kto tu rządzi? [Wer herrscht hier?] (zus. mit Jan Piński, Bollinari Publishing House, Warszawa; ISBN 978-83-63865-73-3).
  • 2016: Stałe warianty gry [Feste Spielweisen] (Prohibita, Warszawa; ISBN 978-83-61344-90-2).
  • 2016: Rok w kondominium [Ein Jahr im Kondominium] (Agencja SGK).
  • 2017: Iskry Boże [Funken Gottes] (Prohibita).
  • 2017: Świat według Brauna [Die Welt Braun zufolge] (Stowarzyszenie Kultury Chrześcijańskiej im. Ks. Piotra Skargi, Kraków).
  • 2018: Gietrzwałd 1877. Nieznane konteksty geopolityczne [Dietrichswalde 1877. Unbekannte geopolitische Zusammenhänge] (Fundacja Osuchowa).
  • 2018: Układy i układanki [sinngemäß: „Seilschaften und Machenschaften“] (Prohibita, Warszawa; ISBN 978-83-65546-34-0).
  • 2018: Remanenty historyczne [Historische Überreste] (Prohibita).
  • 2019: System. Od Lenina do Putina [Das System. Von Lenin zu Putin] (Fronda, Warszawa).
  • 2020: A nie mówiłem? [Hab ich's nicht gesagt?] (IZI Books, Warszawa).
  • 2020: Nowa Normalność [Die Neue Normalität] (zus. mit Tomasz Sommer, 3S Media, Warszawa).
  • 2021: Nowa normalność 2 [Die Neue Normalität 2] (zus. mit Tomasz Sommer, 3S Media, Warszawa), ISBN 83-956673-4-5.
  • 2021: Będziesz wisiał [Du wirst hängen] (Capital, Warszawa; ISBN 978-83-66490-58-1).
  • 2022: Zakazana historia Polski. Od Piastów do Jagiellonów. Tom I [Verbotene Geschichte Polens. Von den Piasten zu den Jagiellonen. Band I] (Capital, Warszawa; ISBN 978-83-66490-99-4).
  • 2022: A więc wojna. Polska, Rosja, Ukraina, Białoruś: historyczne konteksty współczesnego konfliktu [Und deshalb Krieg. Polen, Russland, Ukraine, Belarus: historische Kontexte des heutigen Konflikts] (Capital, Warszawa; ISBN 978-83-66490-84-0)
  • 2024: Gram Vabank [Ich spiele Vabanque] (zus. mit Tomasz Sommer und Marta Warda), 3S Media, Warszawa, ISBN 978-83-67135-16-0.
  • 2025: 1000 lat Polski według Brauna [1000 Jahre Polen gemäß Braun] (zus. mit Marek Skalski), 3S Media; Band 1: ISBN 978-83-67135-22-1; Band 2: ISBN 9788367135290.
  • 2025: Zakazana historia Polski - Tom II. Od Jagiellonów do Wazów [Verbotene Geschichte Polens, Band 2. Von den Jagiellonen zu den Vasa], Capital, Warszawa; ISBN 978-83-67607-95-7.

Literatur

  • Marcin Kosman: Kto jest kim w kondominium? Chwyty perswazyjne i narzędzia retoryczne Grzegorza Brauna" [Wer ist wer im Kondominium? Persuasive Kniffe und rhetorische Werkzeuge von Grzegorz Braun], in: Społeczeństwo. Edukacja. Język 9, 2019 (2), S. 47–62, doi:10.19251/sej/2019.9(3).
  • Marcin Kosman: The rise of the new Polish far-right: An analysis of Grzegorz Braun’s discursive strategies, in: Journal of Language and Politics, Bd. 21, H. 3 (Jun. 2022), S. 484–504, doi:10.1075/jlp.20063.kos.
  • Ders.: Sanitary segregation imposed by Big Brother – a Multimodal Critical Discourse Analysis of Grzegorz Braun’s radical anti-vaccine rhetoric, in: Journal of Contemporary European Studies Volume 33, 2025 (2), doi:10.1080/14782804.2024.2420948.
  • Jarosław Tomasiewicz: Confederacy — the polish new right wing between tradition and modernity, in: „Studia Politicae Universitatis Silesiensis”, S. 7–32, 12. September 2020. Uniwersytet Śląski. doi:10.31261/SPUS.11379. ISSN 2353-9747. (engl.).
  • Przemysław Witkowski: Główne narracje polskiej skrajnej prawicy w pierwszym roku pandemii COVID-19 – analiza narracyjna [Hauptnarrative der polnischen extremen Rechten im ersten Jahr der COVID-19-Pandemie], in: „Rocznik Bezpieczeństwa Międzynarodowego”. 15 (1), 2021-10-23. Wydawnictwo Naukowe Dolnośląskiej Szkoły Wyższej. doi:10.34862/rbm.2021.1.10. ISSN 2450-3436. (pol.).
Commons: Grzegorz Braun – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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