Kordillerensittich
Art der Gattung Psittacara
From Wikipedia, the free encyclopedia
Der Kordillerensittich, auch Perusittich genannt, (Psittacara frontatus), Syn. Conurus frontatus, ist eine Papageienart aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) aus der Gattung Psittacara.[1][2]
| Kordillerensittich | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Kordillerensittich | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Psittacara frontatus | ||||||||||||
| (Cabanis, 1846) |
Der Vogel kommt im Südwesten Ecuadors und in Peru vor östlich der Interandean Valleys.
Die Art wurde früher in die Gattung Aratinga gestellt, aufgrund molekulargenetischer Studien ab dem Jahre 2013 der Gattung Psittacara zugeordnet.[3]
Ferner wurde der Vogel als konspezifisch mit dem Kolumbiensittich (Psittacara wagleri) angesehen und als Psittacara wagleri frontatus bezeichnet.[4][5]
Im Jahre 2016 wurde die Art als selbständig anerkannt aufgrund von Unterschieden in Größe, Gefieder und Habitat.[6]
Der Lebensraum umfasst spärlich baumbestandenen Bergwald, Waldränder, tropischen Laub-, Sekundär-, Galeriewald, auch Felder und Obstgärten, sofern Felswände zum Brüten und Ruhen vorhanden sind bis mindestens 3000 m Höhe.[7]
Der Artzusatz kommt von lateinisch frontatus ‚auf die Stirn bezogen‘.[8]
Merkmale
Die Art ist 34–40 cm groß und wiegt zwischen 162 und 217 g, sie ist hauptsächlich grün mit langem Schwanz. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Stirn und Kopfkappe sind rot, an Kehle finden sich einzelne rote Flecken. Die großen Unterflügeldecken, die Unterseiten der Flugfedern und der Schwanz sind olivgelb. Die Iris ist blassgrau, der Augenringweiß, der Schnabel ist blass hornfarben, die Beine sind bräunlich. Jungvögel haben weniger Rot am Kopf, sehen ansonsten wie Altvögel aus.
Insbesondere die Jungvögel sind dem Guayaquilsittich (Psittacara erythrogenys) ähnlich, der aber mehr Rot am Kopf und an den Wangen sowie an der Flügelunterseite aufweist.
Im gleichen Verbreitungsgebiet kommt auch der Rotmaskensittich (Psittacara mitratus) vor, der sich durch bräunlich bis rote Federn, rote Wangen, wenig oder kein Rot am Flügelbug und durch andere Lautäußerungen unterscheidet.[7]
Geografische Variation
Es werden folgende Unterarten anerkannt:[1][7][9][10][11][12]
- P. f. frontatus (Cabanis, 1846), Nominatform – Westhänge der Anden in Südwestecuador (Provinz Loja) und Westperu (südlich bis Region Arequipa)
- P. f. minor (Carriker, 1933)[13] – zentrales und südliches Peru (Provinz Marañón südlich bis Region Ayacucho), etwas kleiner und grüner mit blasseren roten Federn, manche Individuen auch mit Gelb am Flügelbug.
Stimme
Die Lautäußerungen werden als quäkiges „kreee“ beschrieben, leicht nasal und mitunter leicht bellend. Die Art ist sehr ruffreudig, besonders beim Fliegen.[7]
Lebensweise
Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht vermutlich aus Früchten, Pflanzensamen und Nüssen, die meist in den Baumkronen verzehrt werden, aber auch in großen Schwärmen in Maisfelder einfallen und Ernteausfälle erzeugen können.
Das Brutverhalten dürfte dem des Kolumbiensittichs (Psittacara wagleri) entsprechen mit Nestern in Felsspalten.[7]
Gefährdungssituation
Der Bestand gilt als potentiell gefährdet (Near Threatened) durch Habitatverlust.[14]
Literatur
- J. L. Cabanis: Conurus frontatus. In: Untersuchungen über die Fauna Peruana. 1846, S. 44 (Biodiversity Library)
Weblinks
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Kordillerensittich (Psittacara frontatus)
- Kordillerensittich (Psittacara frontatus) auf eBird.org
- Oiseaux.net
- Datazone.Birdlife
- Macaulay Library Multimedia
- Psittacara frontatus im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 2. September 2025.
- Kordillerensittich auf Briefmarken