Rotmaskensittich

Art der Gattung Psittacara From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Rotmaskensittich (Psittacara mitratus), Syn. Aratinga mitrata; Conurus mitratus, ist eine Papageienart aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) aus der Gattung Psittacara.[1][2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Rotmaskensittich

Rotmaskensittich

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Neuweltpapageien (Arinae)
Gattung: Psittacara
Art: Rotmaskensittich
Wissenschaftlicher Name
Psittacara mitratus
(Tschudi, 1844)
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Verbreitungsgebiet des Rotmaskensittich

Der Vogel kommt in Argentinien, Bolivien und Peru vor, eingeführt auch in Uruguay.

Die Art wurde früher in die Gattung Aratinga gestellt, aufgrund molekulargenetischer Studien ab dem Jahre 2013 der Gattung Psittacara zugeordnet.[3]

Der Lebensraum umfasst in den nördlichen Teilen des Verbreitungsgebietes feuchteren Bergwald, während in trockeneren Waldgebieten statt des Rotmaskensittichs der Kolumbiensittich (Psittacara wagleri) vorkommt. Wo dieser fehlt wie weiter südlich, ist der Rostmaskensittich nicht mehr auf feuchtere Wälder beschränkt. Neben Bergwald werden auch Waldränder, Mischwald, Sekundärwald von 1000 bis 3400, in Peru bis 4000 m Höhe besiedelt.[4][5]

Der Artzusatz kommt von altgriechisch μίτρα mítra, deutsch Stirnbinde.[6]

Merkmale

Die Art ist 31–38 cm groß und wiegt 219–275 g, ein großer überwiegend grüner Sittich mit flächig Rot am Kopf, vor dem Auge, und fleckig am Nacken, der Brust und der Unterseite sowie an den Beinen. Die Stirn ist purpurrot. Der Augenring ist weißlich. Die Schulterfedern sind nicht rot, sondern grün. Die Oberseite ist etwas bläulich grün, dunkler auf den Flügeln und der Schwanzoberseite. Die Unterseite heller grün, zum Bauch hin heller werdend. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Die Iris ist dunkel, der Schnabel ist gelb bis orangefarben, die Beine sind rosa mit roten Flecken. Jungvögel sind nur an der Stirn rot.

Die Art ähnelt dem Kordillerensittich (Psittacara frontatus) sehr, hat aber eine purpurfarbene Stirn und rote Flecken auf den Wangen und Ohrdecken, am Flügelbug kein oder nur wenig Rot. Gegenüber dem Pavuasittich (Psittacara leucophthalmus) unterscheidet sich die Art durch die rote Stirn und die roten Federn am Bein.[4][5]

Geografische Variation

Die Taxonomie ist bislang nicht eindeutig.

Es werden folgende Unterarten anerkannt:[7][8]

  • P. m. chlorogenys (Arndt, 2006)[9], – östliche Anden, Nordperu von 1200 bis 2900 m, rotes Stirnband reicht bis zu den Augen und Zügeln, schmaler roter Federring ums Auge nicht geschlossen, nicht über dem Auge, Scheitel gern mit einem Hauch von Blau, Beine mit roten Markierungen
  • P. m. mitratus (Tschudi, 1844), Nominatform, – Anden von Zentralperu bis Bolivien und Nordwestargentinien
    • Als Farbvarianten[10] mit umfasst werden Hockingsittich (P. m. hockingi) (Arndt, 2006) (Aratinga hockingi).[9] & Chapmansittich (P. m. alticola) (Chapman, 1921)[11]
  • P. m. tucumanus (Arndt, 2006) (Aratinga mitrata tucumana)[9], – Tucumán und Provinz Córdoba, Argentinien
  • P. m. alticola, – Anden im Südosten Perus (Cusco) wird von Avibase[1], Birds of the World[4], der American Ornithological Society und der Clements Checklist of Birds of the World[14] als Unterart anerkannt.

Die vorgeschlagene Unterart P. m. hockingi wird nicht allgemein anerkannt.

Stimme

Die Lautäußerungen werden als quietschende Laut und nasal klagendes Kreischen beschrieben, besonders im Fliegen.[4]

Lebensweise

Die Art wandert nach der Brutzeit umher auf der Suche nach Nahrung. Diese besteht hauptsächlich aus reifendem Beerenobst, Früchten der Platanen, Myoporus laetum oder Blüten von Eukalypten. Die Brutzeit liegt im Dezember in Argentinien. Das Nest wird in Baumhöhlen, auch an Klippen angelegt. Das Gelege besteht aus 2 bis 3 Eiern.[4]

Gefährdungssituation

Der Bestand gilt als „nicht gefährdet“ (Least Concern).[15]

Literatur

  • J. J. Tschudi: Conurus mitratus. In: Archiv für Naturgeschichte. Band 10, S. 304, 1844, Biodiversity Library

Einzelnachweise

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