Kragenverwaltung

Art von Verwaltungsgliederung From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Kragenverwaltung wird eine Verwaltungsgliederung genannt, bei der das Zentrum Sitz der Verwaltungseinheit der Peripherie ist, obwohl es selbst eine eigene Verwaltungseinheit bildet.[1] Der Landkreis umschließt dabei häufig die kreisfreie Stadt ganz oder zu großen Teilen.

Kragenkreise um München und Kassel (blau); als Gegenmodell Sektoralkreise (rot) um Berlin und Bremen

Häufigstes Beispiel ist eine kreisfreie Stadt (Stadtkreis), die zugleich Sitz der Verwaltung des sie umgebenden Kreises (Landkreises) ist, ohne ihm anzugehören („Kragenkreis“).

Beispiele

Deutschland

In Deutschland existieren 32 Landkreise mit externer Kreisverwaltung.

Weitere Informationen Bundesland, Betroffene Landkreise ...
BundeslandBetroffene Landkreise
Bayern17
Rheinland-Pfalz06
Baden-Württemberg06
Hessen02
Niedersachsen01
Schließen

Kragenkreise gab es auch in Nordrhein-Westfalen bis zur Gebietsreform von 1973/75 (Kreise Bielefeld, Herford, Münster, Iserlohn). Der Kreis Aachen war ein Kragenkreis zur Stadt Aachen bis zur Zusammenführung beider Körperschaften in der Städteregion Aachen 2009.

Österreich

Übriges Europa

Gerichtsbarkeit

In der Gerichtsbarkeit findet sich das Beispiel eines Kragengerichts:

Siehe auch

Einzelnachweise

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