Kreutles
Ortsteil der Stadt Oberasbach
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Kreutles (fränkisch: „Graidles“[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Oberasbach im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).[3] Kreutles liegt in der Gemarkung Oberasbach.[4]
Kreutles Stadt Oberasbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 26′ N, 10° 59′ O |
| Höhe: | 309 m ü. NHN |
| Einwohner: | 2413 (1. Jan. 2022)[1] |
| Postleitzahl: | 90522 |
| Vorwahl: | 0911 |

Geographie
Das Pfarrdorf bildet mit dem nördlich gelegenen Altenberg eine geschlossene Siedlung. Unmittelbar südlich des Ortes fließt der Asbach, ein linker Nebenfluss der Rednitz. Im Osten grenzt das Naturschutzgebiet Hainberg an. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Unterasbach (1,3 km südlich), nach Oberasbach (1,5 km westlich) und nach Altenberg zur Staatsstraße 2245 (1 km nördlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1279 als „Ruite“ erstmals urkundlich erwähnt, als Eberhardus de Hertingsberg dem Nürnberger Klarissenkloster u. a. Güter in diesem Ort schenkte. 1289 wurde der Ort „Reutelin“ genannt, ab 1396 auch „Gereutel“. Dem Ortsnamen liegt das mittelhochdeutsche Verbum „riuten“ zugrunde und ist demnach nach einer Rodung entstanden. Ab 1289 erscheint der Ortsname mit der angehängten fränkischen Verkleinerungsform „-les/lin“.[2]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kreutles 4 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Grundherren waren die Reichsstadt Nürnberg: St.-Klara-Klosteramt (1 Hof, 1 Halbhof), Schlüsselfelder-Stiftung (1 Halbhof) und der Nürnberger Eigenherr von Kreß (1 Halbhof). Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten die Grundherren abwechselnd inne.[6] 1801 gab es im Ort weiterhin 4 Anwesen.[7]
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kreutles dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Oberasbach zugeordnet. Es gehörte auch der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Oberasbach an.[8][9]
Baudenkmäler
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Rochus (Zirndorf) gepfarrt,[6] aktuell ist die Pfarrei St. Markus (Altenberg) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Oberasbach) gepfarrt.[23]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kreuthles. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 210 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 134 (Digitalisat). Ebd. S. 231 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Kreutles. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 493 (Digitalisat).
- Wolfgang Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1963, DNB 455524629, S. 59–60.
Weblinks
- Kreutles in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2021.
- Kreutles in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 21. September 2019.
- Kreutles im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. Mai 2025.