Kuchary (Domaniów)
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Kuchary (deutsch Kochern) ist ein Ort in der Landgemeinde Domaniów im Powiat Oławski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
| Kuchary Kochern | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Oława | |
| Gmina: | Domaniów | |
| Geographische Lage: | 50° 54′ N, 17° 5′ O | |
| Höhe: | 150 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 106 (31. Dez. 2022[1]) | |
| Postleitzahl: | 55-216 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 71 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DOA | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |
Geographie
Das Straßendorf Kuchary liegt vier Kilometer westlich von Domaniów (Thomaskirch), etwa 18 südwestlich von Oława (Ohlau) und 38 Kilometer südlich von Breslau in der Schlesischen. Östlich des Dorfes verlief bis in die 1970er Jahre die Ohlauer Kleinbahn.
Nachbarorte von Kuchary sind im Südosten Radoszkowice (Raduschkowitz), im Westen Michałowice (Michaelwitz) und im Nordosten Danielowice (Dammelwitz).
Geschichte

Der Ort wurde 1360 erstmals als Kocharn erwähnt.[2]
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Kochern zusammen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1783 zählte der Ort ein herrschaftliches Vorwerk, eine Mühle, zwei Bauern-, 17 andere Stellen und 163 Einwohner.[2]
Nach der Neugliederung Preußens gehörte die Landgemeinde Kochern ab 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 dem Landkreis Ohlau eingegliedert. 1874 wurde der Amtsbezirk Haltauf gebildet, dem die Landgemeinden Dammelwitz, Eulendorf, Haltauf, Klein Peiskerau, Kochern und Radlowitz sowie die Gutsbezirke Dammelwitz, Eulendorf, Haltauf, Klein Peiskerau und Kochern eingegliedert wurden.[3] 1885 wurden 11 Einwohner gezählt.[4]
1933 waren es 260 Einwohner, 1939 218 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Ohlau.[5]
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Kochern mit dem größten Teil Schlesiens 1945 an Polen. Anschließend wurde es Kuchary umbenannt und der Woiwodschaft Breslau angegliedert. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 1999 gehört Kuchary zum Powiat Oławski der Woiwodschaft Niederschlesien.
Sehenswürdigkeiten
- Das Schloss Kochern (polnisch Pałac Kuchary) wurde 1907 im Stil der Neorenaissance errichtet.[6]
- Historisches Vorwerksgebäude
- Wegekapelle mit Marienstatue
