Kurt Binding
deutscher Jurist, Regierungspräsident und SS-Oberführer
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Kurt Binding (* 6. März 1904 in Usedom; † 20. Mai 1971 in Bensberg-Refrath) war ein deutscher Verwaltungsjurist, Regierungspräsident in Hildesheim und SS-Oberführer.[1]
Leben
Binding absolvierte nach dem Abitur eine kaufmännische Lehre 1923/1924 und schloss ein Studium der Rechtswissenschaften in Berlin an. 1929 bestand er sein erstes juristisches Examen und wurde Referendar am Gericht. 1931 erfolgte die Promotion an der Universität Erlangen und zum 1. Dezember desselben Jahres trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 829.963).[2] Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen 1933 trat er als Regierungsassessor in den Verwaltungsdienst ein. 1933/1934 im preußischen Innenministerium, 1934/1935 im Landratsamt Calbe/Saale und 1936 beim Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Koblenz. 1936 wurde er vom Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern an die Parteikanzlei der NSDAP in München abgeordnet. Dort wurde er 1937 zum Regierungsrat, 1938 zum Oberregierungsrat und 1939 zum Ministerialrat ernannt. 1940 trat Binding in die Schutzstaffel (SS-Nummer 375.079) ein. 1941 ernannte man Binding zum stellvertretenden Regierungspräsident in Hildesheim und SS-Sturmbannführer. Am 1. Dezember 1941 trat er das Amt des Regierungspräsidenten im Regierungsbezirk Hildesheim sowie am 15. März 1942 zusätzlich vertretungsweise im Regierungsbezirk Hannover an. 1944 erfolgte die Ernennung zum SS-Oberführer. Zum 31. Mai 1945 wurde er des Amtes als Regierungspräsident enthoben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er in der Concordia Lebensversicherungs-AG beschäftigt und stieg 1959 bis in den Vorstand auf.
Kurt Binding war verheiratet und hatte vier Söhne.
Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse 1943.[3]
Weblinks
- Literatur von und über Kurt Binding im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek