Kępnica
Dorf in Polen
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Kępnica (deutsch Deutsch Kamitz) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Nysa im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.
| Kępnica | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Opole | |
| Powiat: | Nysa | |
| Gmina: | Nysa | |
| Geographische Lage: | 50° 25′ N, 17° 24′ O | |
| Höhe: | 260–295 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 636 (2019) | |
| Postleitzahl: | 48-303 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ONY | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |
Geographie
Das Angerdorf Kępnica liegt im Südwesten Oberschlesiens, etwa zehn Kilometer südöstlich von Nysa (Neisse) und 62 Kilometer südwestlich von Opole in der Schlesischen Tiefebene an der stillgelegten Neisser Kreisbahn.
Nachbarorte von Kępnica sind im Nordwesten Hajduki Nyskie (Heidau) und im Osten Wierzbięcice (Oppersdorf).
Geschichte


Im Bistum Breslau|Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 wird der Ort erstmals als „Kempnitz magnum“ erwähnt.[1] Für das Jahr 1344 ist es in der Schreiweise Kemenicz belegt.[2]
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Deutsch Kamitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Deutsch Kamitz ab 1816 zum Landkreis Neisse im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Filialkirche, eine katholische Schule und 121 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 761, davon alle katholisch.[2] 1855 wuden 793 Einwohner gezählt. Für das Jahr 1865 sind belegt: eine Scholtisei, 36 Bauernhöfe, 13 Gärtner- und 48 Häuslerstellen.[3] 1874 wurde der Amtsbezirk Deutsch Kamitz gebildet, dem die Landgemeinden Deutsch Kamitz und Heidau sowie der Gutsbezirk Deutsch Kamitz eingegliedert wurde.[4] 1885 lebten 758 Einwohner in Deutsch Kamitz.[5]
1933 lag die Eiwohnerzahl Deutsch Kamitz 660. Am 18. August 1936 wurde der Ort im Zuge einer Welle von Ortsumbenennungen der NS-Zeit in Hermannstein O.S. umbenannt. 1939 wohnten in Hermannstein 655 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neisse.[6]
Infolge des Zweiten Weltkrieges fiel Hermannstein 1945 an Polen und wurde in Kępnica umbenannt. 1945 bis 1950 gehörte es zur Woiwodschaft Breslau, anschließend zur Woiwodschaft Opole. Seit 1999 gehört es zum Powiat Nyski.
Sehenswürdigkeiten
- Die Römisch-katholische Mariä-Himmelfahrt-Kirche (polnisch Kościół Wniebowzięcia Najświętszej Marii Panny) wurde 1335 erstmals urkundlich erwähnt. Das Gebäude ist im Kern spätromanisch und aus dem 13. Jahrhundert, renoviert 1883 und 1958. Erhalten sind zwei gotische Portale zur Sakristei und der Vorhalle aus dem 14. Jahrhundert. Das Hauptaltargemälde zeigt Mariä Aufnahme in den Himmel. Die Statue der hl. Anna stammt aus dem 16. Jahrhundert.[7] Das ehemals spätromanische Gebäude wurde 1754 und 1883 umgebaut. Es steht seit 1950 unter Denkmalschutz.[8]
- Kirchenfriedhof mit Steinkreuz in der Friedhofsmauer
- Das elisabethanische Nonnenklosterhaus (Nr. 25) von Anfang des 20. Jahrhunderts
Vereine
- Fußballverein LZS Kępnica
- Freiwillige Feuerwehr OPS Kępnica
