Ladislav Luppa

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Ladislav Luppa (ungarisch Luppa László; * 13. April 1884 in Lučenec; † 5. Oktober 1955 ebenda) war ein regionaler Politiker im ehemaligen ungarischen Oberland (heute Südslowakei), Mitglied der Stadtvertretung in Lučenec, Metzgermeister und Veteran des Ersten Weltkriegs.[1]

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Begründung: Als Kommunalpolitiker von Lučenec deutlich unter der Relevanzschwelle. --ahz (Diskussion) 10:47, 20. Jun. 2026 (CEST)

Porträt von Ladislav Luppa aus dem Jahr 1925

Leben

Er absolvierte seine Schulausbildung am ungarischen Königlichen Staatlichen Hauptgymnasium in Lučenec.

Während des Ersten Weltkriegs wurde er zum Militärdienst eingezogen. Im Bestand des Infanterieregiments Nr. 25 verbrachte er 45 Monate im aktiven Kampfeinsatz an der russischen und der italienischen Front. Er wurde im Rang eines Zugsführers (Serschanten) aus der Armee entlassen. Für seine Tapferkeit im Kampf wurde er mit dem österreichisch-ungarischen Karl-Truppenkreuz und dem deutschen Eisernen Kreuz ausgezeichnet.[1]

Nach der Gründung der Ersten Tschechoslowakischen Republik machte er sich im Jahr 1919 selbstständig und gründete ein Gewerbe in Lučenec. Er arbeitete als Metzger- und Selchermeister. Seine Metzgerei befand sich an der Ecke der Vargová- und Zelená-Straße in Lučenec.[2]

Ab Mai 1938 engagierte er sich aktiv in der Kommunalpolitik, als er zum Mitglied der Stadtvertretung (ungarisch képviselő-testület) in Lučenec gewählt wurde. Innerhalb der Stadtstrukturen übernahm er den Vorsitz der Zunftsektion des Metzgereigewerbes und wirkte als stellvertretender Vorsitzender des lokalen Wohltätigkeitsvereins Jószív Asztaltársaság (Verein Gutes Herz).[1] Er war eine Persönlichkeit des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Er ist auf dem Friedhof in Lučenec begraben.

Familiärer Hintergrund

Ladislav Luppa stammte aus einer evangelischen Bürgerfamilie aus Lučenec. Der Nachname Luppa gehört in der Region Novohrad (Bezirke Lučenec und Veľký Krtíš) zu den seltensten Namen und ist ausschließlich an diese eine Familienlinie gebunden.

Eine Persönlichkeit der Familie war sein Großvater Ján Luppa (ungarisch Luppa János), der ein aktiver Teilnehmer der Ungarischen Revolution von 1848/1849 war. Er kämpfte in den Freischärler-Einheiten, die in der Region Widerstand gegen die vorrückenden Truppen leisteten. Im August 1849, als die Stadt Lučenec nach schweren Kämpfen von russischen Truppen ruppen (die dem österreichischen Kaiser zu Hilfe kamen) fast vollständig niedergebrannt und geplündert wurde, wurde Ján Luppa zusammen mit anderen Aufständischen und Bürgern gefangen genommen. Die Gefangenen wurden von den Soldaten schwer misshandelt und gezwungen, die Leichen gefallener russischer Offiziere mit bloßen Händen auszugraben und zu waschen. In dem entstandenen Chaos gelang ihm jedoch im letzten Moment die Flucht vor dem Erschießungskommando in die dichten Wälder in der Umgebung des Bades Lučenecké kúpele.[3]

Dieses dramatische Ereignis wurde von dem Bürger Ján Fábry in seinen Memoiren festgehalten. Fábry erwähnte, dass Ján Luppa ihm einen Monat nach der Tragödie persönlich von den Leiden berichtet und ihm seine kaum verheilten Wunden gezeigt hatte.[3] Ján Luppa lebte später bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts als Bürger und Steuerzahler in der Stadt.[4] Durch seine Flucht überlebte die Familienlinie der Luppas in der Region Novohrad.

Auszeichnungen

Commons: László Luppa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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