Landkreis Zellerfeld

ehemaliger Landkreis in Preußen und Niedersachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Landkreis Zellerfeld war ein Landkreis in Niedersachsen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wurde und wird er aufgrund seiner Kreisstadt auch fälschlich Landkreis Clausthal-Zellerfeld genannt.[1][2]

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Landkreis Zellerfeld
Deutschlandkarte, Position des Landkreises Zellerfeld hervorgehoben
Basisdaten (Stand 1972)
Koordinaten: 51° 48′ N, 10° 20′ O
Bestandszeitraum: 1885–1972
Bundesland:Niedersachsen
Regierungsbezirk: Hildesheim
Verwaltungssitz: Clausthal-Zellerfeld
Fläche: 532,71 km²
Einwohner: 34.200 (31. Dez. 1971)
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: CLZ
Kreisschlüssel: 03 2 41
Kreisgliederung: 13 Gemeinden
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Gebäude der Kreisverwaltung, heute Amtsgericht

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzte Anfang 1972 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Gandersheim und Goslar, an die kreisfreie Stadt Goslar und an die Exklave Bad Harzburg des Landkreises Wolfenbüttel (alle in Niedersachsen), an den Kreis Wernigerode (in der DDR) sowie an die Landkreise Blankenburg und Osterode am Harz (beide wiederum in Niedersachsen).

Geschichte

Weitere Informationen Lage des Kreises Zellerfeld in der Provinz Hannover (1905) ...
Lage des Kreises Zellerfeld in der
Provinz Hannover (1905)
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Der Landkreis Zellerfeld wurde 1885 aus dem alten Amt Zellerfeld gebildet.[3] Er wurde anlässlich der niedersächsischen Gebietsreform am 1. Juli 1972 aufgelöst und auf die Landkreise Osterode am Harz und Goslar aufgeteilt.[4] Gleichzeitig wurden zahlreiche Gemeinden des Landkreises zusammengeschlossen.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Quelle
189029.100[5]
190029.592[5]
191028.860[5]
192529.013[5]
193927.952[5]
195041.547[5]
196035.500[5]
197033.700[6]
197134.200[7]
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Landräte

  • 1885–1889 Georg Grahn (1833–1889)
  • 1889–1890 August Dencker, kommissarisch (1828–1911)
  • 1890–1906 Karl Loos († 1926)
  • 1906–1921 Hans Wilhelm von Lücken (1890–1939)
  • 1921–1926 Hermann Schropp
  • 1926–1928 Emil Neugebauer (1890–1939)
  • 1928–1933 Paul Curtze (* 1894)
  • 1933–1936 Karl Ferdinand Edler von der Planitz (1893–1945)
  • 1936–1938 Heino Schröder
  • 1938–1941 Heinrich Molsen[8]
  • 1941–1942 Heinrich Bork (vertretungsweise)[8]
  • 1942–1945 Hans von Schönfeldt, von Juli 1942 bis 1. Oktober 1942, danach vertretungsweise[8]
  • 1942–1943 Hans Möllenhoff, hat die Geschäfte aufgrund des geleisteten Wehrdienstes nie übernommen[8]
  • Ende 1945 von der Schulenburg (vertretungsweise)[8]
  • 1945 Rudolf Sachse, vorher Landrat im Kreis Spremberg[8]
  • 1945–1946 Dr. Merck, zum Oberkreisdirektor ernannt[8]
  • 1946–1946 Wilhelm Schreyer, durch die Militärregierung als Nachfolger von Dr. Merck eingesetzt[8]
  • 1946–1948 Paul Wildemann[8]
  • 1948–1949 Gerhard Busch[8]

Altgemeinden

Die folgende Tabelle listet alle Altgemeinden des Landkreises Zellerfeld und ihre heutige Zugehörigkeit:[9][10][5]

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen CLZ zugewiesen. Es leitet sich von der einstigen Kreisstadt Clausthal-Zellerfeld ab und wurde bis zum 11. Oktober 1972 ausgegeben. Aufgrund der Kennzeichenliberalisierung ist es seit dem 15. November 2012 wieder im Landkreis Goslar erhältlich.

  • Landkreis Zellerfeld Verwaltungsgeschichte und Landratsliste auf der Website territorial.de (Rolf Jehke), Stand 26. August 2013.

Einzelnachweise

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