Landkreis Hildesheim-Marienburg

ehemaliger Landkreis in Niedersachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Landkreis Hildesheim-Marienburg war ein Landkreis in Niedersachsen, der 1974 im heutigen Landkreis Hildesheim aufgegangen ist.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten (Stand 1974)
Koordinaten: 52° 5′ N,  56′ O
Bestandszeitraum: 1946–1974
Bundesland:Niedersachsen
Regierungsbezirk: Hildesheim
Verwaltungssitz: Hildesheim
Fläche: 629,35 km²
Einwohner: 120.200 (31. Dez. 1973)
Bevölkerungsdichte: 191 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: HI
Kreisschlüssel: 03 2 35
Kreisgliederung: 106 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Hildesheim, Kaiserstraße 15
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Nachbarkreise

Der Landkreis grenzte Anfang 1974 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Burgdorf und Peine, an die kreisfreie Stadt Salzgitter, an die Exklave Baddeckenstedt des Landkreises Wolfenbüttel sowie an die Landkreise Gandersheim, Alfeld (Leine), Springe und Hannover. Die kreisfreie Stadt Hildesheim wurde vom Landkreis umschlossen.

Geschichte

Der Landkreis entstand durch Verfügung von Hinrich Wilhelm Kopf, Oberpräsident der Provinz Hannover, mit Wirkung vom 1. Juni 1946 durch die Zusammenlegung der Landkreise Hildesheim und Marienburg. Am 13. Oktober 1946 fand die erste Wahl zum Kreistag statt, erster Landrat wurde Willi Meckeler aus Sarstedt (SPD). Am 3. Mai 1949 wurde die KWG, gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft m.b.H. für den Landkreis Hildesheim-Marienburg, gegründet. 1952 übernahm der Landkreis Hildesheim-Marienburg die Patenschaft für den Landkreis Neisse, 1958 auch für den Landkreis Lauban. 1963 erfolgte in Hohegeiß im Harz die Errichtung des Schullandheimes des Landkreises Hildesheim-Marienburg, 1964 folgte die Gründung der Kreisvolkshochschule Hildesheim-Marienburg. Ochtersum wurde am 1. Februar 1971 in die damals kreisfreie Stadt Hildesheim eingemeindet und schied damit aus dem Landkreis aus.[1.1]

Am 1. März 1974 wurde der größte Teil des Landkreises mit der bislang kreisfreien Stadt Hildesheim zum heutigen Landkreis Hildesheim zusammengeschlossen. Die Gemeinden Bolzum, Wehmingen und Wirringen wurden Teile von Sehnde im Landkreis Hannover, die Gemeinden Gleidingen, Ingeln und Oesselse Teile von Laatzen, ebenfalls im Landkreis Hannover.[1.2]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Quelle
1950126.888[2]
1960109.300[2]
1970118.900[3]
1973120.200[4]
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Wappen

Das Wappen wurde am 10. Oktober 1946 durch die Militärregierung genehmigt.

Blasonierung: „Geviert; Feld 1 und 4: fünfmal geteilt von Rot und Gold, Feld 2: in Grün ein silberner Hirschkopf, zwischen den Stangen ein goldenes Kreuz, Feld 3: in Grün ein silbernes Gebäude.“ Die zwei Viertel mit roten und goldenen Streifen beziehen sich auf die Wappenfarben des Hochstifts Hildesheim, das bis 1802 die Herrschaft über den größten Teil des Kreises ausübte. Bockenem und Sarstedt waren bischöfliche Burgen. Das Gebäude stellt die Marienburg bei Hildesheim dar, der Hubertushirsch den Waldreichtum des Kreises. Zu dem Schild wurde als Oberwappen ein Spangenhelm mit dem wachsenden Hubertushirsch und goldenen und grünen Eichenblättern als Helmdecken verliehen.

Gemeinden

Die Gemeinden des Landkreises Hildesheim-Marienburg mit den Einwohnerzahlen vom 6. Juni 1961:[5]

  1. Achtum-Uppen (1043)
  2. Adlum (544)
  3. Ahrbergen (1982)
  4. Ahstedt (547)
  5. Algermissen (3728)
  6. Asel (763)
  7. Bad Salzdetfurth, Stadt (6736)
  8. Barienrode (379)
  9. Barnten (1396)
  10. Bavenstedt (821)
  11. Bettmar (594)
  12. Bettrum (770)
  13. Bilderlahe (342)
  14. Bledeln (564)
  15. Bockenem, Stadt (4299)
  16. Bodenburg, Flecken (1930)
  17. Bönnien (477)
  18. Bolzum (1208)
  19. Borsum (1914)
  20. Bültum (287)
  21. Derneburg (421)
  22. Detfurth (281)
  23. Diekholzen (2086)
  24. Dingelbe (1152)
  25. Dinklar (1264)
  26. Egenstedt (376)
  27. Einum (779)
  28. Emmerke (1297)
  29. Farmsen (321)
  30. Feldbergen (526)
  31. Garmissen-Garbolzum (764)
  32. Giften (643)
  33. Gleidingen (3079)
  34. Gödringen (412)
  35. Grasdorf (533)
  36. Groß Düngen (971)
  1. Groß Escherde (560)
  2. Groß Förste (558)
  3. Groß Giesen (1941)
  4. Groß Himstedt (530)
  5. Groß Ilde (287)
  6. Groß Lobke (794)
  7. Groß Rhüden (2473)
  8. Hackenstedt (570)
  9. Harsum (3867)
  10. Hary (521)
  11. Hasede (972)
  12. Heersum (623)
  13. Heinde (875)
  14. Heisede (935)
  15. Henneckenrode (196)
  16. Himmelsthür (4814)
  17. Hockeln (229)
  18. Hönnersum (562)
  19. Hoheneggelsen (1790)
  20. Holle (1477)
  21. Hotteln (554)
  22. Hüddessum (461)
  23. Ingeln (530)
  24. Itzum (603)
  25. Kemme (580)
  26. Klein Düngen (254)
  27. Klein Escherde (422)
  28. Klein Förste (532)
  29. Klein Giesen (722)
  30. Klein Himstedt (341)
  31. Klein Ilde (122)
  32. Königsdahlum (616)
  33. Lechstedt (368)
  34. Listringen (281)
  35. Lühnde (1223)
  36. Luttrum (404)
  1. Machtsum (523)
  2. Marienburg (214)
  3. Marienrode (203)
  4. Mechtshausen (531)
  5. Mölme (213)
  6. Nette (520)
  7. Nettlingen (1455)
  8. Ochtersum (637), bis 1971 im Landkreis
  9. Oedelum (655)
  10. Oesselse (551)
  11. Östrum (386)
  12. Ottbergen (1117)
  13. Rautenberg (585)
  14. Ruthe (366)
  15. Sarstedt, Stadt (10.196)
  16. Schellerten (1237)
  17. Sillium (685)
  18. Söder (163)
  19. Söhlde (1957)
  20. Söhre (1052)
  21. Sorsum (1574)
  22. Sottrum (850)
  23. Steinbrück (235)
  24. Störy (294)
  25. Ummeln (484)
  26. Upstedt (257)
  27. Wätzum (370)
  28. Wehmingen (653)
  29. Wehrstedt (851)
  30. Wendhausen (472)
  31. Werder (211)
  32. Wesseln (670)
  33. Wirringen (328)
  34. Wöhle (431)
  35. Wohlenhausen (152)

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HI zugewiesen. Es wird im Landkreis Hildesheim durchgehend bis heute ausgegeben.

Literatur

  • 25 Jahre Landkreis Hildesheim-Marienburg. Landkreis Hildesheim-Marienburg (Hrsg.), Hildesheim 1971.

Einzelnachweise

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