Landsberger Tor (Berlin)
nicht erhaltenes Tor der Berliner Akzisemauer
From Wikipedia, the free encyclopedia
Das Landsberger Tor war von 1705 bis 1863 ein Stadttor im Nordosten Berlins.
Erstes Landsberger Tor

1705 wurde eine hölzerne Palisadenumgrenzung um die Vorstädte von Berlin errichtet. An der Landsberger Straße gab es eine Kontrollstation. 1718 und 1723 war dort auf Karten ein kleines Torhäuschen eingezeichnet, 1738 ein etwas höheres Tor.[1] Um 1800 wurde eine neue Zoll- und Akzisebegrenzung etwa 500 Meter weiter östlich errichtet und das bisherige Landsberger Tor verlor seine Bedeutung. (Lage)
1833 wurde der Platz vor dem ehemaligen Landsberger Tor zum Büschingplatz und in den folgenden Jahrzehnten mit Wohn- und Geschäftshäusern bebaut. Das erste Landsberger Tor stand etwa an der jetzigen Kreuzung Mollstraße/Büschingstraße.
Zweites Landsberger Tor

1802/1803 wurde im Zuge des Neu- und Ausbaus der Zoll- und Akzisemauer ein neues großes steinernes Landsberger Tor errichtet.[2] Es stand auf der Landsberger Straße (jetzt Landsberger Allee) stadtauswärts unmittelbar nordöstlich der Kreuzung zur Friedenstraße am dort angrenzenden Volkspark Friedrichshain. 1813 kamen möglicherweise Kosaken bei der Eroberung Berlins auch durch dieses Tor.[3] (Lage)
1830 verlor die Zoll- und Akzisemauer mit der Stadterweiterung nach Norden ihre Funktion. 1862/63 wurde das Landsberger Tor ebenso wie die restliche Befestigungsanlage abgerissen.[4] Es sind keine Bestandteile erhalten.

Literatur
- Stefan Hirtz: Grenzen und Stadttore von Berlin. Positionen der Toranlagen im Stadtgrundriß und ihr Einfluß auf das Stadtnild. Dissertation, Berlin 2000, S. 29 und öfter, mit kurzen Erwähnungen