Langschwanz-Ameisenwürger
Art der Gattung Mackenziaena
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Der Langschwanz-Ameisenwürger (Mackenziaena leachii, Syn.: Thamnophilus leachii) ist eine Vogelart aus der Familie der Ameisenvögel (Thamnophilidae), die im südwestlichen Brasilien in Minas Gerais über das östliche Paraguay und das nordöstlichste Gebiet Argentiniens verbreitet ist. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingeschätzt. Die Art gilt als monotypisch.[1]
| Langschwanz-Ameisenwürger | ||||||||||||
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Langschwanz-Ameisenwürger (Mackenziaena leachii) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mackenziaena leachii | ||||||||||||
| (Such, 1825) |
Merkmale
Der Langschwanz-Ameisenwürger erreicht eine Körperlänge von 25,0 bis 26,0 cm bei einem Gewicht von 58,0 bis 62,0 g. Das Männchen ist schwarz, mit kleinen weißen Flecken auf Scheitel, Nacken, Oberseite und Flanken. Das Weibchen ist überwiegend bräunlich schwarz. Der vordere Oberkopf ist rötlich, der Oberkopf ebenfalls rötlich mit schwarzen Federrändern. Die Unterseite ist stark gelblich weiß gefleckt, die Unterschwanzdecken gelblich weiß gebändert. Der Schwanz ist bei beiden Geschlechtern lang und buschig. Halbwüchsige Vögel ähneln dem Weibchen, doch sind die hellen Flecken insgesamt größer und gehen am Bauch in Bänderung über. Der Schwanz ist schwach gebändert.[2]
Lautäußerungen
Der laute Gesang des Langschwanz-Ameisenwürgers besteht aus einer langen, beispielsweise vier Sekunden dauernden, erst ansteigenden und dann abfallenden Reihe von 15 bis 21 gleichmäßig aufeinanderfolgenden, klaren, lauten und reinen Pfiffen. Zu den Rufen gehört ein raues Knurren, ein kurzes Zischen sowie lange und kurze, im Tonfall abfallende Pfeiftöne.[2]
Fortpflanzung
Bisher ist nichts zur Brutbiologie des Langschwanz-Ameisenwürger bekannt.[2]
Verhalten und Ernährung
Der Langschwanz-Ameisenwürger ernährt sich von eine Vielzahl großer Insekten, insbesondere Heuschrecken und große Schmetterlingslarven, sowie andere Gliederfüßer. Es wird berichtet, dass er auch kleine Wirbeltiere wie Frösche, Eidechsen, Schlangen und Nestlinge sowie Eier erbeuten. Die Nahrungssuche erfolgt einzeln oder paarweise, meist vom Boden bis fünf Meter über dem Boden. Dabei bewegt er sich in kurzen Sprüngen durch dichtes Bambus- und Buschwerk, unterbrochen von Pausen, um dabei das Laub nach Beute zu durchsuchen. Er hüpft über Bodenschotter und landet an senkrechten Bambusstangen. Die Nahrung wird durch gezieltes Zugreifen, ob seitwärts, nach oben oder nach unten, von den Oberflächen von Laub, Zweigen und Stängeln abgesammelt. Die Beute vom Boden oder aufgescheuchte, baumbewohnende Beute wird von oben herabgeworfen. Größere Beutetiere werden vor dem Verzehr von ihm wiederholt gegen Äste geschlagen.[2]
Verbreitung und Lebensraum

Der Langschwanz-Ameisenwürger bevorzugt dichtes Dickicht, oft im bambusreichen Wald, vom Tiefland bis in Höhenlagen von 2150 Meter. Vorwiegend ist er in höheren Lagen im Norden des Verbreitungsgebiets und dort am häufigsten in Wäldern der Vorgebirge und Berge, sowie vor allem in Verbindung mit ausgedehnten Bambusbeständen, insbesondere an Waldrändern mit dichtem Unterwuchs, unterwegs. Im Süden des Verbreitungsgebiets, wo die Art bis nahe auf Meereshöhe vorkommt, bevorzugt sie degradierte Wälder, einschließlich von Bambus dominiertem Sekundärgebüsch, buschreiche Trockenwälder, verkümmerten, halbfeuchten Wald der Serra-Region sowie das Dickicht an den Waldrändern.[2]
Migration
Der Langschwanz-Ameisenwürger ist vermutlich über sein gesamtes Verbreitungsgebiet ein Standvogel.[2]
Etymologie und Forschungsgeschichte
Die Erstbeschreibung des Langschwanz-Ameisenwürgers erfolgte 1825 durch George Such unter dem wissenschaftlichen Namen Thamnophilus leachii. Als Verbreitungsgebiet gab er das Gebiet um Campos dos Goytacazes an.[3] 1918 führte Charles Chubb die für die Wissenschaft neue Gattung Mackenziaena für den Langschwanz-Ameisenwürger ein.[4] Dieser Begriff ist eine Widmung für Helen McKenzie McConnell geb. Alexander (1871–1954).[5] Das Artepitheton leachii ehrt William Elford Leach (1791–1836).[3] Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay einen Balg, gesammelt von Adolf Neunteufel (1909–1979) in Cambyretá, zur Verfügung. In der Literatur betrachtete er Puerto Bertoni sowie am Río Iguazú[6] und das Departamento Alto Paraná[7] durch Arnaldo de Winkelried Bertoni als Nachweis für das Land. Laubmann sah die Nominatform Mackenziaena leachii für das Land.[8] Mackenziaena leachi perlata Sztolcman, 1926[9] wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet. Perlata hat seinen Ursprung in lateinisch perlatus, perla ‚perliert, perlmuttartig, Perle‘.[10]
Literatur
- Arnaldo de Winkelried Bertoni in Mosè Giacomo Bertoni: Segunda contribución a la ornitología paraguaya. Nuevas especies paraguayas. In: Revista del Instituto Paraguayo. 1907, S. 1–12 (spanisch).
- Arnaldo de Winkelried Bertoni in Mosè Giacomo Bertoni: Fauna paraguaya. Catálogos sistemáticos de los vertebrados del Paraguay: peces, batracios, reptiles, aves, y mamíferos conocidos hasta 1913. In: Descripcion fisica y economica del Paraguay. Band 59, Nr. 1. Establecimiento Gráfico M. Brossa, Asunción 1914, S. 1–86 (google.de).
- Charles Chubb: Descriptions of new genera and a new subspecies of South American birds. In: The Annals and magazine of natural history; zoology, botany, and geology being a continuation of the Annals combined with Loudon and Charlesworth's Magazine of Natural History (= 9. Band 2). Nr. 7, 1918, S. 122–124 (biodiversitylibrary.org).
- Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 2. Strecker und Schröder, Stuttgart 1940, S. 18–19 (google.de).
- George Such: Description of some new Brazilain species of the Family of Laniadæ. In: The Zoological journal. Band 1, Nr. 4, 1825, S. 554–559 (biodiversitylibrary.org).
- Jan Sztolcman: Ptaki zebrane w Paranie. Étude des collections ornithologiques de Paranà. In: Annales Zoologici Musei Polonici Historiae Naturalis. Band 5, Nr. 3, 1. November 1926, S. 107–196 (org.pl [PDF; 12,9 MB]).
- Kevin Jay Zimmer, Morton Lee Isler: Large-tailed Antshrike (Mackenziaena leachii) in Birds of the World. Hrsg.: Josep del Hoyo, Andrew Elliott, Jordi Sargatal, David Andrew Christie, Eduardo de Juana. Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY 2020, doi:10.2173/bow.latant1.01.
Weblinks
- Mackenziaena leachii in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2025.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 26. Mai 2026.
- BirdLife International: Species Factsheet – Large-tailed Antshrike (Mackenziaena leachii)
- Langschwanz-Ameisenwürger (Mackenziaena leachii) bei Avibase
- Langschwanz-Ameisenwürger (Mackenziaena leachii) auf eBird.org
- Mackenziaena leachii im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
- Langschwanz-Ameisenwürger in featherbase
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Langschwanz-Ameisenwürger (Mackenziaena leachii)
- Large Tailed Antshrike (Mackenziaena leachii) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
- Langschwanz-Ameisenwürger auf oiseaux.net (französisch)