Laperwitzkees

Gletscher in der Glocknergruppe in Tirol From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Laperwitzkees ist ein Gletscher der Glocknergruppe in der Gemeinde Kals am Großglockner im Bezirk Lienz (Osttirol). Es handelt sich um den drittengrößten Gletscher der Glocknergruppe in Osttirol.

Schnelle Fakten
Laperwitzkees
Laperwitzkees (Bildmitte) von Süden
Laperwitzkees (Bildmitte) von Süden

Laperwitzkees (Bildmitte) von Süden

Lage Tirol, Österreich
Gebirge Glocknergruppe
Fläche 1,43 km² [1]
Höhenbereich 3400 m ü. A.  2725 m ü. A. [1]
Koordinaten 47° 5′ 28″ N, 12° 39′ 28″ O
Laperwitzkees (Tirol)
Laperwitzkees (Tirol)
Entwässerung LaperwitzbachKalserbach
Laperwitzkees und benachbarte Gletscher um 1870

Laperwitzkees und benachbarte Gletscher um 1870

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Lage

Das Laperwitzkees liegt an der Südwestseite der Glocknergruppe. Es befindet sich zwischen dem Vorderen Kastenkees im Westen, der Pasterze im Norden und dem Fruschnitzkees im Osten. Es wird im Westen von der Aderwand und im Osten von der Romariswand begrenzt. Im Norden bildet der Gratverlauf zwischen Ödenwinkelwand (3326 m ü. A.), Eiskögele (3423 m ü. A.) und Romariswandköpfe (3511 m ü. A.) die Grenze zur Pasterze. Während das Laperwitzkees im Norden bis fast an der Gratlinie in eine Höhe von rund 3400 Metern reicht, reicht es im Südosten bis auf eine Höhe von rund 2725 Meter hinab.[1]

Das Laperwitzkees wird im vom Laperwitzbach entwässert, der im Kalser Dorfertal in den Kalserbach mündet.

Geschichte

Der Name des Laperwitzkees leitet sich vom slawischen Wort *laporjevica (Mergelbach) ab.[2]

Anfang der 1870er Jahre reichte das Laperwitzkees noch wesentlich weiter nach Süden bis auf unter 2.300 Meter Seehöhe in das Kalser Dorfertal hinab und reichte damit bis südlich unter den Bichl. Zudem bestand unterhalb der Romariswand noch eine Verbindung zum östlich gelegenen Fruschnitzkees.[3] Im Zuge des Gletscherschwundes seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zog sich das Laperwitzkees langsam nach Norden zurück. Im Jahr 1850 umfasste das Laperwitzkees noch 3,2 km²[4] und war damit fast gleich groß wie das benachbarte Fruschnitzkees.[5] Bis zum Jahr 1969 schrumpfte es auf 2,2 km²,[6] wobei sich der Gletscher bis Mitte des 20. Jahrhunderts großteils bereits auf eine Höhe zwischen 2500 und 2700 Meter Seehöhe zurückgezogen hatte.[7]

Zwischen 1969 und 2022 schrumpfte der Gletscher von 2,2 km² auf 1,4 km², sodass der Gletscher zu diesem Zeitpunkt gegenüber seiner Fläche von 1870 58 % verloren hatte.[1]

Einzelnachweise

Literatur

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