Laurinstraße
Straße in Bozen, Italien
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Die Laurinstraße, italienisch Via Laurin, ist eine Straße im altstädtischen Bereich der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Sie verbindet das Südende der Weintraubengasse, ausgehend vom Friedl-Volgger-Platz, auf dem sich Rain- und Gerbergasse kreuzen, mit dem Bahnhof.

Der nur ca. 200 m lange Straßenzug trägt den gleichen Namen wie das an seiner oberen Westseite gelegene Hotel Laurin, der Name geht auf König Laurin aus den Dolomitensagen zurück.[1] Er wird weiter vom Alcide-Berloffa-Park, dem Landhaus 1 (Palais Widmann) und dem Silvius-Magnago-Platz gesäumt und endet am Bahnhofsplatz neben dem Froschbrunnen. An der Laurinstraße liegt außerdem der Laurin-Brunnen.
Die Anlage der Straße wurde vom Bau der Brennerbahn und des neuen Bozner Bahnhofs im Jahr 1859 angestoßen. Sie gehört zu den strahlenförmig vom Bahnhofsvorplatz ausgehenden neuen Stadtachsen, deren Planung auf Stadtbaumeister Sebastian Altmann zurückgeht.[2] Die Straße hieß bis zum Ersten Weltkrieg Kaiser-Franz-Josef-Straße, wurde nach der italienischen Annexion Südtirols 1921 kurzzeitig zur Andreas-Hofer-Straße, ehe sie 1929 von der faschistischen Administration in Via del Littorio umbenannt wurde und während der NS-Besetzung Südtirols 1943/45 zur Tizianstraße mutierte. Die heutige Namensgebung erfolgte 1949.[3][4]