Lee Weaver

US-amerikanischer Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Lee Wellington Weaver (* 10. April 1930 in Fort Lauderdale, Florida; † 22. September 2025 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Synchronsprecher, der von 1955 bis 2022 aktiv war.[1][2][3][4][5]

Leben

Weaver war der Sohn von Primus Jest und Josephine Weaver. Nach seiner Schulzeit besuchte er die Florida Agricultural and Mechanical University (FAMU) und trat im Alter von 22 Jahren der United States Army bei.[6]

Er war mit Marla Gibbs befreundet und ein Jugendfreund von Cannonball Adderley und Trauzeuge bei dessen Hochzeit.[7] Auf seinem Album Nippon Soul von 1963 stellt Adderley die Komposition „The Weaver“ von Yusef Lateef mit den Worten vor: „Dedicated to a… dear friend of everyone in the band, kind of a jive cat, but a beautiful cat. His name is Weaver, Lee Weaver. So the tune sounds somethin’ like Lee Weaver. It’s soulful, it’s mean.“[8]

Am 12. Juli 1972 heiratete er seine Frau Edith, mit der er bis zu seinem Tod verheiratet war und die unter dem Künstlernamen Ta-Tanisha bekannt war. Sie hatten eine Tochter namens La-Te.[1] Weaver, der Anfang der 2010er-Jahre in New York City in der Bronx lebte, starb im Alter von 95 Jahren.[6][9]

Karriere

Weaver lieh der Figur Alpine in der animierten Fernsehserie G.I. Joe: A Real American Hero (1985–1986) seine Stimme. Er spielte einen Freund von George Jefferson in der Folge „George’s Guilt“ der Fernsehserie Die Jeffersons. Er war außerdem der ursprüngliche Postbote in der Serie 227 aus dem Jahr 1985. In der Fernsehserie Easy Street (1986–1987) verkörperte er die Rolle des Ricardo. Im Film O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee trat er im Jahr 2000 als blinder Seher auf. Im selben Jahr hatte er einen Auftritt in einer Folge der Sitcom One World. Weaver hatte zudem einen wiederkehrende Rolle in der Bill Cosby Show. In einer Folge von It’s Always Sunny in Philadelphia spielte er einen Schrottplatzbesitzer.[1][2]

Weaver übernahm auch die Rolle von Ed Downer, einem Hausmeister, der das Interesse von Philip Banks’ Mutter weckte, in einer Folge von Der Prinz von Bel-Air. Vielleicht seine einprägsamste Rolle war die des ausgelassenen Exhibitionisten „Buck Naked“ in Folgen von Steven Bochcos Polizeiserien Polizeirevier Hill Street und New York Cops – NYPD Blue.[1][2]

Als Bill Cosby im Jahr 1968 als Gastmoderator der Tonight Show auftrat, wurde Weaver – als Running Gag – jede Nacht als Gast angekündigt. Doch Cosby tat so, als würde ihm die Zeit ausgehen, und lud ihn für die nächste Sendung erneut ein. Im Backstage-Bereich war zu sehen, wie Weaver wütend seine Garderobe verwüstete.[1]

Neben seiner Arbeit vor der Kamera und als Sprecher machte er Anfang der 2000er-Jahre auch Fernsehwerbung und war unter anderem in Werbespots für Burger King, Fed Ex, Target, Kool-Aid und Cingular zu sehen.[1] Im deutschen Sprachraum wurde Weaver unter anderem von Friedrich W. Bauschulte, Michael Chevalier, Gerd Duwner, Werner Ehrlicher, Bert Franzke, Norbert Gastell, Karl-Heinz Grewe, Peter Groeger, Hannes Gromball, Jürgen Kluckert, Roman Kretschmer, Raimund Krone, Wolfgang Kühne, Gerd Potyka, Dietmar Richter-Reinick, Christian Rode, Reinhard Scheunemann, Manfred Schmidt, Hendrik Stickan, Aart Veder, Ulrich Voß, Herbert Weicker und Jürgen Wolters synchronisiert.[10]

Filmografie (Auswahl)

Filme

Fernsehserien

Einzelnachweise

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