Leibniz-Gymnasium Pirmasens
allgemeinbildendes Gymnasium in Pirmasens, Rheinland-Pfalz
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Das Leibniz-Gymnasium Pirmasens (LGP) ist ein allgemeinbildendes Gymnasium im Stadtzentrum von Pirmasens, Rheinland-Pfalz. Nach der Gründung als Oberrealschule im Dreikaiserjahr 1888 wurde nach vielen kleineren Umbenennungen im Jahr 1964 als Namensgeber Gottfried Wilhelm Leibniz ausgewählt. Dieser repräsentiert auf besonders gute Weise den allgemeinbildenden Ansatz des Gymnasiums mit dem eher naturwissenschaftlichen Schwerpunkt.
| Leibniz-Gymnasium Pirmasens | |
|---|---|
| Schulform | Gymnasium |
| Schulnummer | 50087[1] |
| Gründung | 1888 |
| Ort | Pirmasens |
| Land | Rheinland-Pfalz |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 49° 12′ 8″ N, 7° 36′ 24″ O |
| Träger | Stadt Pirmasens |
| Schüler | 664[2] |
| Lehrkräfte | 55 |
| Leitung | Thomas Mohr[3] |
| Website | www.leibniz-pirmasens.de, www.leibniz.schule |
Geschichte
1888 wurde die Schule als vierkursige Realschule im Südflügel der Exerzierplatzschule eröffnet. 1892 erfolgte der Umzug in den Neubau in der Luisenstraße.
Während der Zeit des Nationalsozialismus gehörte das Lehrerkollegium zum größten Teil der NSDAP an. Im Jahre 1937 waren von den Schülern 2 Mitglied der SA, 3 beim Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps (NSKK), 1 beim Nationalsozialistischen Fliegerkorps (NSFK), 117 bei der Hitlerjugend, 274 beim Deutschen Jungvolk (DJ) und elf beim Bund Deutscher Mädel (BDM). 108 Schüler und 6 Schülerinnen hatten Führerstellen in diesen Organisationen.[4]
Das Schulhaus wurde bei Bombenangriffen 1944 stark beschädigt und 1945 vollständig zerstört. Nach dem Krieg wurden von 24 Lehrkräften (im Juli 1944) fünf im Dienst belassen, 4 zurückgestuft, 5 entlassen, 5 waren in Kriegsgefangenschaft oder noch nicht zurückgekehrt, 5 lehrten an anderen Schulen.[5]
Es wurde an alter Stelle ein Neubau errichtet, der 1955 bezogen werden konnte. 1964 erfolgte die Umbenennung der Schule in Staatliches Leibniz-Gymnasium.[6]
Namensgebung
| Zeitraum[7] | Name[7] |
| 1888–1892 | Vierkursige königliche Realschule |
| 1892–1918 | Königliche Realschule |
| 1918–1927 | Realschule |
| 1926–1927 | Realschule und städtische Oberrealanstalt |
| 1927–1938 | Oberrealschule |
| 1939–1945 | Oberschule |
| 1945–1950 | Oberrealschule |
| 1950–1959 | Naturwissenschaftliches Gymnasium |
| 1959–1964 | Staatlich mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium |
| 1964 | Staatliches neusprachliches und mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium |
| 1964–1977 | Staatliches Leibniz-Gymnasium
(neusprachlich und mathematisch-naturwissenschaftlich) |
| 1977–1992 | Staatliches Leibniz-Gymnasium |
| 1992 – heute | Leibniz-Gymnasium |
Persönlichkeiten
Lehrer
- Ludwig Fauth (1897–1953), Lehrer von 1934–37 und 1946–53
- Robert Jung (*1944), Lehrer und Fußballtrainer
Schüler
- August Härter (1886–1968), Architekt, von 1924 bis 1938 Stadtbaurat von Pirmasens
- Roland Betsch (1888–1945), Dichter und Schriftsteller
- Adolf Ludwig (1892–1962), Gewerkschafter und Politiker (USPD, SPD), Mitglied des Landtags und Bundestags
- Robert Oberhauser (1907–2003), Journalist und Schriftsteller
- Walter Slodki (1914−2013), Unternehmer und Mäzen
- Alois Dauenhauer (1929−2022), Politiker (CDU), Mitglied des Landtags
- Dieter Hugo Thomas (1937–2013), Testpilot
- Bernd Greiner (* 1952), Historiker
- Bernhard Matheis (* 1955), Politiker (CDU), von 2003 bis 2019 Oberbürgermeister von Pirmasens
- Carsten Streb (* 1979), Chemiker und Hochschullehrer