Walter Slodki
deutsch-amerikanischer Unternehmer und Mäzen
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Walter Joseph Slodki (* 26. April 1914 in Pirmasens; † 8. Januar 2013 in New York City) war ein deutsch-US-amerikanischer Unternehmer und Mäzen.
Die Zeit in Deutschland
Slodkis Vater Markus Slodki war der letzte Kantor der jüdischen Gemeinde in Pirmasens, bevor die Synagoge am 10. November 1938 von den Nazis in Brand gesteckt wurde. Er starb am 30. Mai 1939. Walter Slodkis Mutter Bertha wurde am 19. November 1884 in Walldorf bei Heidelberg geboren. Sie wurde 1941 im KZ Riga-Jungfernhof ermordet. Die Familie Slodki lebte in der Zweibrücker Straße 40.[1] Slodki besuchte die Oberrealschule (heute Leibniz-Gymnasium Pirmasens) und machte 1933 Abitur in allen Fächern mit der Note hervorragend. Slodki war Leiter der jüdischen Handballmannschaft Pirmasens. Von 1933 bis 1936 arbeitete er in der Pirmasenser Maschinenfabrik Schön & Cie., nach seiner Entlassung zog er nach Berlin und leitete eine Werkzeug-Maschinenfabrik in Berlin-Siemensstadt. 1939 emigrierte er über England in die USA.[1]
USA
1943 wurde Slodki in das 99. Infanterie-Regiment der US Army eingezogen, wo er bis zum Sergeanten aufstieg. Er erhielt eine Ausbildung, um deutsche Kriegsgefangene umzuerziehen. Nach dem Krieg schickte er Hilfspakete an Freunde in Pirmasens und setzte sich seit 1948 für den Export von in Pirmasens hergestellten Maschinen in die USA ein.
Ehrungen
- Landgrafenmedaille der Stadt Pirmasens (1986)
- die Stadtehrenplakette in Bronze der Stadt Pirmasens (1988)
- In Pirmasens ist ein Platz nach ihm benannt.
- Das Leibniz-Gymnasium verleiht seit 2015 den Walter J. Slodki-Gedächtnispreis.[2]
Literatur
- Bernhard Kukatzki, Dunja Maurer: Juden in Pirmasens: Spuren ihrer Geschichte, Stadt Pirmasens, Stadtarchiv, 2004, ISBN 978-3-00-012870-7, 2. Auflage 2017