Leidenschaftliche Blümchen
Film von André Farwagi (1978)
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Leidenschaftliche Blümchen ist ein deutscher Erotikfilm mit Nastassja Kinski in ihrer ersten Kinofilmhauptrolle.
| Film | |
| Titel | Leidenschaftliche Blümchen |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1978 |
| Länge | 100 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | CCC-Film |
| Stab | |
| Regie | André Farwagi |
| Drehbuch | Paul Nicolas |
| Produktion | Artur Brauner |
| Musik | Francis Lai |
| Kamera | Richard Suzuki |
| Schnitt | Nino Baragli |
| Besetzung | |
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Handlung
In einem Internat in den Alpen entdecken die fünf miteinander befreundeten Mädchen Debbie, Gina, Ruth, Marie-Louise und Jane allmählich ihre Sexualität. Weit mehr als für das schulische Lernen beginnen sie sich für das andere Geschlecht zu interessieren, haben jedoch kaum Erfahrungen mit Jungen. Sie gründen eine Art Geheimclub, dessen Satzung nur aus einem Paragraphen besteht: so schnell wie möglich die Jungfernschaft zu verlieren. Besonderes Augenmerk legen sie auf die Zöglinge des benachbarten Knaben-Internats. Doch die auserkorenen Jungen sind mindestens ebenso unerfahren und linkisch wie sie. Was die Fünf, deren Anführerin Debbie ist, sich auch einfallen lassen, etwas geht immer schief: mal verhindern aufmerksame Lehrer und Erzieher ihre Pläne, mal sind die Jungen zwar willens, aber nicht wirklich standhaft. Schließlich greifen sie zu einer letzten List: für die anstehende Internatsfete ziehen sie sich besonders aufreizend an und mischen Aphrodisiaka in die Bowle. So finden die hormongesteuerten Adoleszenten beiderlei Geschlechts doch noch zusammen. Mehr als das sexuelle Verlangen obsiegt jedoch am Schluss die Romantik.
Produktion
Die Dreharbeiten fanden überwiegend auf Schloss Ort im oberösterreichischen Gmunden statt. Gedreht wurde an 36 Tagen zwischen dem 17. August und dem 8. Oktober 1977.
Die deutsche Erstaufführung fand am 2. März 1978 im Rahmen der IFB-Filmmesse in Berlin statt, der Massenstart war am 14. April 1978 in Köln, Nürnberg und Lüneburg.
Nachdem im März 1977 Nastassja Kinski durch ihre Hauptrolle in dem Tatort-Krimi Reifezeugnis schlagartig bundesweit bekannt geworden war, erhielt sie unmittelbar darauf das Angebot für die Hauptrolle in diesem Erotikfilm, der nur sparsame Nacktaufnahmen zeigt. So ist beispielsweise die Französin Véronique Delbourg in einer kurzen Oben-Ohne-Szene zu sehen. Sie war die älteste der fünf Jungschauspielerinnen und hatte während der Dreharbeiten das Volljährigkeitsalter von 18 Jahren erreicht.
Kurt Raab übernahm nicht nur eine Nebenrolle, sondern zeichnete auch für die Ausstattung verantwortlich. Da der Film 1956, zu Beginn der Rock-’n’-Roll-Ära, spielt, sind auch diverse Lieder dieser Zeit zu hören: Debbie’s Song, My Baby Blue, The First Kiss, See You Later, Alligator, Rock-a-Beatin’ Boogie sowie Shake, Rattle and Roll. Es singen Bill Haley and the Comets. Der Film basiert auf Rosalind Erskines Roman The Passion Flower Hotel. Unter diesem Titel wurde er auch international verliehen. Regisseur André Farwagi steuerte auch Liedtexte bei.
Kritik
Das Lexikon des Internationalen Films urteilte: „Spekulative Mischung aus Schulmädchenreport und Paukerfilmklamauk.“[2]
Kay Wenigers Das große Personenlexikon des Films nannte die beiden kurz hintereinander entstandenen Kinski-Streifen Leidenschaftliche Blümchen und Bleib wie du bist „Jungmädchenromanzen mit Soft-Sex-Touch“[3]
In Cinema hieß es zur Zeit der Uraufführung: „‘Leidenschaftliche Blümchen’ ist ein liebenswerter Unterhaltungsfilm, der sich vom Thema und Anspruch her etwa auf der Linie von Komödien wie ‘Her mit den kleinen Engländerinnen’ bewegt. Natürlich wird die Schau-Lust des Publikums mit einem Hauch zarter Erotik befriedigt […]“[4]
Jahrzehnte später sah das die Online-Redaktion derselben Zeitschrift wesentlich kritischer und urteilte: „Dank der großkitschigen Musik von Francis Lai ist diese vergleichsweise züchtige Atze-Brauner-Produktion ein Quantum besser als der gängige Schulmädchenschund der 70er. Einziger Hingucker bleibt aber die junge Nastassja Kinski. Kurios-alberner Weichzeichner-Kitsch.“[5]