Leo Geisler
Deutscher Filmemacher
From Wikipedia, the free encyclopedia
Leonard Geisler (* in Berlin)[1] ist ein deutscher Filmemacher.

Karriere
Geisler wurde in Berlin geboren und wuchs in Südhessen auf. Er studierte zunächst Philosophie in Freiburg und Berlin. Zeitweise lebte er in Peking und Hongkong. Er studiert seit 2023 Filmregie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Ab 2022 realisierte er mit seinem Studienfreund Louis Gering den Kurzfilm The French Flamingo Fucker. Titel und Prämisse des Films stammten von Drehbuchautor Anton Artibilov. Die Dreharbeiten fanden an zehn Drehtagen, wobei die gesamte Ausrüstung geliehen war und alle Beteiligten auf Bezahlung arbeiteten. Laut einem Interview gelang es ihnen so, die Kosten auf 1800 Euro für Essen und Fahrten zu begrenzen. Nachdem beide 2023 an Filmhochschulen angenommen wurden, mussten sie über ein weiteres Jahr hinweg die Postproduktion online besprechen.[2] Der Film feierte 2024 beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2024 Premiere.[1] Die Saarbrücker Zeitung lobte die skurrilen Figuren des Films.[3]
Im selben Jahr 2024 war Geisler Jurymitglied des FIPRESCI-Preises der Kurzfilmtage Oberhausen.[4] Ebenfalls 2024 erhielt er das Siegfried-Kracauer-Stipendium, mit dem sein Blog „Disziplin & Kontrolle“ und eine Essayreihe gefördert wurden.[5] Sein Kurzfilm Berlin, Europacity wurde im deutschen Wettbewerb der Kurzfilmtage Oberhausen gezeigt. Darin geht es um ein ungleiches Paar, das eine Leiche in einem Teppich eingewickelt durch Berlin trägt. Gegen Ende werden sie noch von einer Blinden fotografiert, deren Mann den Sachverhalt im Anschluss nicht vollständig durchblickt.[6]
Im Jahr 2025 brachte Geisler zusätzlich den Kurzfilm Camel Blues heraus. Darin geht es um einen jungen Mann, der mit Tierpostern Selbstgespräche führt. Auf Druck seiner Eltern hört er damit auf, bis er ein Kamel mit Sonnenbrille trifft.[7] Im Jahr 2026 produzierte er Nosejob, der beim Lichter Filmfest Frankfurt International Premiere feierte.[8] Der Kurzfilm handelt vom Raubüberfall eines Geschwisterpaars und dessen Folgen.[9]
Als Redakteur schreibt er Artikel für Filmdienst,[10] Jugend ohne Film, Revolver[11] und Filmdämmerung.[1]
Filmografie (Auswahl)
Weblinks
- Leo Geisler bei IMDb