Lepo (Zumalai)
Suco in Osttimor
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Lepo ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Zumalai (Gemeinde Cova Lima).
| Lepo | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Fläche | 12,16 km²[1] | |
| Einwohnerzahl | 2.707 (2025)[2] | |
| Chefe de Suco | Jacob da Costa (Wahl 2023) | |
| Aldeias | Einwohner (2015)[1] | |
| Aisal Leuc | 370 | |
| Baulolo | 117 | |
| Biatuma | 399 | |
| Horba | 102 | |
| Lepo Canua | 314 | |
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| ||
Geographie
| Lepo | ||
|---|---|---|
| Orte | Position[3] | Höhe |
| Ahi Nenam | 9° 2′ 44″ S, 125° 22′ 0″ O | 770 m |
| Aisal Leuc | 9° 3′ 33″ S, 125° 23′ 6″ O | 710 m |
| Atunegus | 9° 2′ 49″ S, 125° 22′ 34″ O | 798 m |
| Baulolo | 9° 3′ 34″ S, 125° 23′ 56″ O | 642 m |
| Biatuma | 9° 2′ 47″ S, 125° 22′ 56″ O | 802 m |
| Gourobu | 9° 2′ 36″ S, 125° 21′ 43″ O | 777 m |
| Holitol | 9° 11′ 14″ S, 125° 29′ 51″ O | 24 m |
| Horba | 9° 4′ 3″ S, 125° 24′ 24″ O | 724 m |
| Leciluli | 9° 3′ 45″ S, 125° 23′ 4″ O | 648 m |
| Raira | 9° 2′ 47″ S, 125° 22′ 48″ O | 783 m |
| Name unbekannt | 9° 2′ 20″ S, 125° 24′ 6″ O | 1206 m |
Lepo besteht aus zwei voneinander getrennten Territorien. Das Hauptterritorium befindet sich im Nordosten des Verwaltungsamtes Zumalai. Östlich liegt der Suco Mape, südlich der Suco Lour (Zumalai). Im Norden und Westen grenzt Lepo an die Gemeinde Bobonaro mit den Sucos Carabau, Lourba, Bobonaro und Lour (Bobonaro).[4] Im Südwesten fließt der Bemutin, ein Nebenfluss des Loumea, an der Ostgrenze der Beleten, ein Nebenfluss des Mola. Der Fatoro, ein weiterer Nebenfluss des Mola, entspringt in Lepo.[5]
Im Südosten von Zumalai hat Lepo eine kleine Exklave, nahe dem Zentrum des Sucos. Raimea umschließt die Exklave fast vollständig. Nur im Osten befindet sich die Exklave von Mape.[4]


Der Halaben (825 m, Lage) ist ein Berg im Nordwesten von Lepo. An der Grenze zu Carabau im Nordosten liegt der Lolo Mamelaun (1429 m, Lage).[6] An seiner steilen Südwestflanke befindet sich der Wasserfall Lubarmau (Lage). Der Lubarmau gilt traditionell als heiliger Ort., wohin die Ahnen aus dem Suco Raimea kamen, um heilige Rituale durchzuführen. Der Wasserfall ist spirituell mit der Umgebung verbunden bis hinab zum Hügel Kakeu Mesak Gougua (Kakeu Mesak Gou-Gua, Lage). Der Legende nach kamen die Ahnen mit einem Boot zum Wasserfall, weswegen der Fluss hier Batu Ro’o-Fluss (deutsch Stein-Boot-Fluss) heißt. Aus ihm wird später der Fatoro. Ein Piktogramm, das den Wasserfall darstellt, ist das Symbol des Sucos Lepo. Seit jeher verwendet man es als Brandzeichen für die Wasserbüffel Lepos.[5][7]
Am südlich gelegenen Zufluss Be Suli entströmt aus dem Boden Erdgas, das kleine Flammen nährt (Lage). Lepo verfügt auch über heiße Thermalquellen, denen touristisches Potential zugesprochen wird.[8] Vor allem Wälder im Osten an der Grenze zu Mape stehen unter Schutz, um die Biodiversität, die Wasserqualität und die Nachhaltigkeit der lokalen Ökosysteme zu erhalten. Die lokale Bevölkerung ist häufig in die Waldschutzmaßnahmen und die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen eingebunden.[2]
Die heutigen Grenzen wurden bei einer Reform 2015 festgelegt und unterscheiden sich teilweise stark von der früheren Grenzziehung zwischen den Sucos, doch sind noch heute nicht alle Streitigkeiten über die Zugehörigkeit von Flächen geklärt.[4][5] Lepo hat heute eine Fläche von 12,16 km²[1] und teilt sich in die fünf Aldeias Aisal Leuc (Aisaleuk), Baulolo, Biatuma, Horba und Lepo Canua (Lepo Knua). Die Exklave gehört zur Aldeia Baulolo.[4][9]
Der Hauptort des Sucos ist Biatuma im Norden des Sucos, mit dem Sitz des Sucos, einer Basisschule (Escola Basica EB, mit Vorschule und Grundschule) und einer Gesundheitsstation. Von hier führt eine Straße nach Westen durch die Orte Raira, Atunegus (Atu-Negus), Ahi Nenam und Gourobu. Auf der Straße nach Süden kommt man durch die Dörfer Aisal Leuc und Leciluli. Im Osten liegen im Bergland die Orte Baulolo und Horba und in der Exklave Holitol. Die Kapelle St. António Lepo (Lage) befindet sich nordöstlich von Biatuma. Eine Sendestation steht im Zentrum von Lepo.[4]
Einwohner

Bei der Volkszählung 2022 registrierte man im Suco 2.041 Einwohner, davon 1.028 Männer und 1.013 Frauen, in 369 Haushalte.[10] Für 2025 werden 2.707 Personen als Einwohner Lepos angegeben. 1.332 Männer und 1.375 Frauen in 574 Haushalten. Meist leben Großfamilien und mehrere Generationen zusammen in einem Haus.[2]
Der Zensus 2010 ergab, dass etwa 65 % der Einwohner Bunak als ihre Muttersprache angaben. Knapp 34 % sprachen Kemak, eine kleine Minderheit Tetum Prasa.[11] Nach der Verschiebung der Grenzen des Sucos 2015 änderte sich damit auch die Bevölkerung. 2025 sprachen 96 % der Einwohner Kemak und 4 % Tetum Prasa.[2]
100 % der Einwohner Lepos sind Katholiken.[2]
Geschichte
Lepo existierte bereits zur portugiesischen Kolonialzeit als politische Einheit, mit einem Liurai als Führer. Er stammte aus dem Clan (Uma Lisan) Mali-Ubu. Die Portugiesen griffen nicht direkt in die Verwaltung ein, sondern kontrollierten Lepo über den Liurai. Portugal erhielt Tributzahlungen und konnte zum Beispiel zum Straßenbau Arbeitskräfte requirieren. Auch die katholische Kirche nahm Einfluss auf den Suco.[2] Ende des 19. Jahrhunderts gehörte Lepo zum Reich von Fatulete.[12]
Am 5. September 1999 griffen 15 Mitglieder der Miliz Mahidi, zusammen mit einem Polizeibeamten, das Dorf Lepo an (wahrscheinlich ist damit Biatuma gemeint). Häuser wurden niedergebrannt und Schüsse abgegeben. Zeugen erzählten von ihrer Flucht in die Wälder.[13.1]
2010 fand man die Überreste eines Toten im Suco und brachte diese mit als Ninja verkleidete Verbrecher in Verbindung, die in der Region angeblich die Bevölkerung terrorisierten. Die Nationalpolizei Osttimors entsandte daraufhin eine Spezialeinheit, um wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Der Tote soll aber bereits vor zehn Jahren Opfer eines psychisch Kranken gewesen sein, der von der Polizei verhaftet wurde. Gerade aber die Knochen seien als Beweis für die Brutalität der „Ninjas“ bei Fernsehberichten über die Polizeiaktion präsentiert worden.[14]
Politik
1952 war Tai Mali Chefe de Suco.[12] In der indonesischen Besatzungszeit war, unter der Aufsicht der indonesischen Behörden und des Militärs, für die Auswahl der Dorfchefs (Kepala Desa) der Distrikt (Kecamatan) Zumalai zuständig. Bernadino de Sena war zwischen 1978 und 1993 der Kepala Desa von Lepo. Von 1993 bis 1999 folgte ihm Domingos de Deus.[2]
Im Jahr 2000 übernahm José María Verdial Lopes das Amt des Chefe de Suco von Lepo und war während der UNTAET-Regierung und bis zur ersten regulären Wahl 2004 für die Verwaltung zuständig.[2] Bei den Wahlen 2004 wurde Felisberto Lopes zum Chefe de Suco gewählt.[15] Bei den Wahlen 2009 gewann Aniceto Ferreira[16] und wurde 2016 in seinem Amt bestätigt.[17] Bei den Wahlen 2023 wurde Jacob da Costa gewählt.[2][18]
Wirtschaft
Wie auch sonst in Cova Lima lebt die Bevölkerung vor allem von der Landwirtschaft und hier vom Ackerbau und der Anlage von Gärten zur Eigenversorgung. Vor allem werden Reis und Hirse angebaut. Daneben auch Mais, Sojabohnen, Bohnen, Kaffee, Vanille und Cashewnüsse. Potential sieht man bei Anbau von Bananen und Süßkartoffeln und Aquafarmen. Gezüchtet werden Rinder, Wasserbüffel, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen und Hühner.[2]
Menschen aus dem Suco arbeiten in Südkorea und Australien als Gastarbeiter.[2]
Baulolo und Horba sind nicht an das Stromnetz angeschlossen (Stand 2025). Hier soll in Zukunft Solarstrom die Versorgung sicherstellen. 75 % der Einwohner von Lepo haben Zugang zu sauberem Wasser. Regelmässig zerstören Erdrutsche und starke Winde Infrastruktur.[2]
Weblinks
- Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Lepo ( vom 27. März 2019 im Internet Archive) (tetum; PDF; 8,3 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Lepo ( vom 17. November 2022 im Internet Archive) (tetum; PDF)

