Les Femmes dans l’action mondiale
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Geschichte
Les Femmes dans l’action mondiale war ein monatlich mit gelegentlichen Sonderausgaben erscheinendes Magazin für Frauen mit politischen, sozialen und unterhaltenden Inhalten. Ab 1937 trug die Zeitschrift den Namen Femmes (Frauen). Die Zeitschrift war das Sprachrohr des Comité mondial des femmes contre la guerre et le fascisme[3] (CMF, Weltkomitee der Frauen gegen Krieg und Faschismus), dessen Generalsekretärin Bernadette Cattanéo war.[4] Gabrielle Duchêne war die Präsidentin des Comité.
Jede Ausgabe wurde von einem Artikel Duchênes eingeleitet, was nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass die redaktionelle Linie von Cattanéo bestimmt wurde. Cattanéo selbst hielt ihre Artikel eher im Hintergrund, um den Eindruck zu vermeiden, Les Femmes dans l’action mondiale sei kommunistisch dominiert.[5] Vor der Komintern erklärte sie 1935, dass sie bisher jede Ausgabe selbst gestaltet habe.[6]
Die Zeitschrift wurde über die Kanäle des Comité mondial vertrieben und erreichte Cattanéo zufolge im März 1937 eine Auflage von 140.000 bis 160.000 Exemplaren. Die Auflage der Spanien-Sonderausgabe von 1936 soll 100.000 Exemplare betragen haben.[7]
Im Juni 1939 erklärte Bernadette Cattanéo bei ihrer letzten Präsentation vor der Komintern[8], dass die Zeitschrift Femmes zwar ihre Auflage gehalten habe, sich aber nicht ausreichend weiterentwickle. Da die Komitees für die Unterstützung der spanischen Republik mobilisiert worden waren, maßen sie der Verbreitung der Zeitschrift nicht mehr so viel Bedeutung bei, sodass diese an Substanz verlor. Die Konkurrenz durch die bürgerlichen Zeitungen war unüberwindbar; so lebte beispielsweise die Wochenzeitschrift Marie Claire dank ihres großen Budgets seit zwei Jahren von enormen Werbeeinnahmen und fügt den bestehenden Frauenzeitschriften erheblichen Schaden zu. Dennoch blieb Femmes in Frankreich die meistgelesene Organisationszeitung für Frauen.
Redaktionelle Linie

Die redaktionelle Linie spiegelte die Überzeugungen ihrer Gründerin wider: Feministin, Pazifistin und Kommunistin.[9] Die Artikel behandelten klassische Frauenthemen, behielten aber einen stark aktivistischen Charakter: Ein Artikel aus dem Jahr 1938 über die Küche der Lothringer kommt zu dem Schluss, dass deren Zukunft bedroht ist, während ein Artikel aus dem Jahr 1938 über das Stricken erwähnt, dass arme Kinder in Spanien und Frankreich Strickwaren benötigen würden.[9] Wichtige und wiederkehrende Themen waren beispielsweise die Lebenshaltungskosten[10], das Frauenwahlrecht[11] und Frauen in den Kolonien[12].[9]
Neben den ständigen Mitarbeiterinnen schrieben auch unabhängige Autorinnen wie Denise Moran[13], Andrée Viollis, Louise Desormais[14], Marcelle Routier[15] und Gertrude Duby[16] für die Zeitung.[9] Ein Interview mit der Wissenschaftlerin Pauline Ramart über die Gefahren des Faschismus für das Recht der Frauen auf Arbeit wurde von Luce Langevin[17] veröffentlicht.[18] Auch der Sache nahestehende Männer wie Victor Basch von der Ligue des Droits de l’Homme kamen zu Wort.[19]
Literatur
- Anne Mathieu: Ménagères et militantes. Les Femmes dans l’action mondiale. In: La Revue des revues. 2020, S. 66–83, doi:10.3917/rdr.064.0066 (französisch).
Weblinks
- Ausgaben auf Gallica
- Dokumente aus dem Gestapo-Dossier Frankreich. In: Max-Weber-Stiftung. Abgerufen am 13. November 2025.
- Section spéciale de la cour d'appel de Paris (1941–1944). In: Archives nationales. Abgerufen am 13. November 2025 (französisch).
- Angaben zu Les Femmes dans l’action mondiale in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.
