Lichtburg Filmpalast
Programmkino in Oberhausen
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Der Lichtburg Filmpalast ist ein deutsches Programm- und Filmkunstkino in Oberhausen. Es ist bekannt als zentrales Festivalkino der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, Visuelle Oberhausener Frauenfilmtage und des MuVi-Preises für Musikvideos und die Kinderfilmtage im Ruhrgebiet.[1][2][3]


Geschichte
1930 gründeten Gerhard Meyer, Hubert Pesch, Arnold Schanzer und Paul Weise die Lichtburg GmbH in Oberhausen und übertrugen dem Architekten Karl Kirschfink den Bau des Kinovarieté-Theaters. Das neue Kinogebäude verfügte über einen Kinosaal mit circa 1400 Sitzplätzen. Zur Eröffnung lief der Film Das Land des Lächelns. 1943 wurde das Kino bei einem Bombenangriff zerstört. In den ersten Nachkriegsjahren war es schwierig, den Kinosaal wieder instand zu setzen. Die Kleine Lichtburg, ein Vorführraum im Foyer des stark beschädigten Kinos, wurde als Notlösung etabliert und 1950 Madonna in Ketten aufgeführt. Mit dem Film Herz der Welt eröffnet am 13. Mai 1952 die neue Lichtburg. Das von dem Architekten Hanns Rütgers entworfene Kino mit 872 Sitzplätzen bot dem Publikum ein herausragendes, abwechslungsreiches Filmprogramm mit einem hohen Anteil an deutschen und europäischen Filmen, Originalfassungen, anspruchsvollen Kinder- und Jugendfilmen sowie zahlreichen Sonderveranstaltungen. 1955 wurde das Kinogebäude umgebaut und mit der neuesten Technik ausgestattet. Zwei Säle wurden zur Verfügung gestellt: die Lichtburg mit 927 Sitzen und das Gloria mit 466 Sitzgelegenheiten, in dem auch CinemaScope-Filme gezeigt werden konnten. Eröffnet wurde mit dem Film Der eiserne Ritter von Falworth.[4][5]
Am 28. Februar 1962 wurde im Lichtburg Filmpalast von der Oberhausener Gruppe das Oberhausener Manifest verlesen, in dem Neuerungen in der westdeutschen Filmproduktion angeregt wurden.
2002 wurde der Lichtburg Filmpalast umfassend renoviert. Das Haus wird von Jürgen Pesch (Geschäftsführer) und Petra Rockenfeller (Kinoleitung) geführt.[6] Der Lichtburg Filmpalast Oberhausen wurde seit Mitte der 2000er Jahre wiederholt mit Kinoprogrammpreisen des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes ausgezeichnet, insbesondere für sein Kinder- und Jugendfilmprogramm.[7]