Lichterfeld-Schacksdorf

Gemeinde in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Lichterfeld-Schacksdorf (niedersorbisch Swětłe-Šachlejce) ist eine Gemeinde im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Kleine Elster (Niederlausitz) mit Sitz in der Gemeinde Massen-Niederlausitz an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
?
Lichterfeld-Schacksdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 36′ N, 13° 46′ O
Bundesland:Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Kleine Elster (Niederlausitz)
Höhe: 117 m ü. NHN
Fläche: 40,26 km²
Einwohner: 880 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03238
Vorwahl: 03531
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 293
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Turmstraße 5
03238 Massen-Niederlausitz
Website: www.amt-kleine-elster.de
Bürgermeister: Christoph Drangosch
Lage der Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf im Landkreis Elbe-Elster
KarteFalkenbergGrödenHeidelandHerzbergHirschfeldMerzdorfRückersdorfSchildaSchönbornSchraden
Karte
Schließen

Geografie

Die Gemeinde liegt südöstlich der Kernstadt von Finsterwalde. Sie grenzt im Norden an die Gemeinde Massen-Niederlausitz, im Osten an die Gemeinde Sallgast, im Süden auf kurze Distanz an die amtsfreie Gemeinde Schipkau und die Stadt Lauchhammer und im Westen an die Stadt Finsterwalde. Fast vollständig auf dem südlichen Teil der Gemarkung von Lichterfeld befindet sich der im Entstehen begriffene Bergheider See.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde gliedert sich drei Ortsteile Lichterfeld (Swětłe)[2], Lieskau (Liškow)[3] und Schacksdorf (Šachlejce)[4].[5]

Geschichte

Lichterfeld, Lieskau und Schacksdorf gehörten ab 1816 zum Kreis Luckau in der Provinz Brandenburg und seit 1952 zum Kreis Finsterwalde im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Das Gebiet der Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf wurde erst im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert deutschsprachig. Um 1789 war in Lieskau und Lichterfeld die Umgangssprache noch das Niedersorbische, in Schacksdorf sprachen zu diesem Zeitpunkt überwiegend nur noch die älteren Bewohner Sorbisch.[6]

Die Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf entstand am 31. Dezember 1997 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Lichterfeld und Schacksdorf.[7] Zum 31. Dezember 1998 wurde die Gemeinde Lieskau eingegliedert.[8]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Schacksdorf ...
JahrLichterfeldSchacksdorf
1875386266
1910588314
1939515425
1946660393
1950665388
1971574361
1990442294
1995463653
1996475687
Schließen
Weitere Informationen Jahr, Lichterfeld- Schacksdorf ...
JahrLichterfeld-
Schacksdorf
19971 141
20001 367
20051 214
20101 101
20151 121
20200 951
20210 943
20220 910
20230 906
20240 880
Schließen

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)[9][10][11], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Lichterfeld-Schacksdorf besteht aus zehn Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 77,4 % zu folgendem Ergebnis:[12]

Weitere Informationen Wählergruppe, Stimmenanteil ...
Wählergruppe Stimmenanteil Sitze
Wählergruppe Lichterfeld-Schacksdorf-Lieskau 73,0 % 7
AfD 15,8 % 2
SPD 11,1 % 1
Schließen

Von den Sitzen der AfD bleibt einer unbesetzt, da die Partei nur einen Kandidaten aufgestellt hatte.

Bürgermeister

  • 1998–2003: Walter Kirchhof[13]
  • 2003–2020: Ditmar Gurk (Wählergruppe Lichterfeld-Schacksdorf-Lieskau)[14]
  • seit 2020: Christoph Drangosch (Wählergruppe Lichterfeld-Schacksdorf-Lieskau)

Drangosch wurde bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 89,8 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[15] gewählt.[16]

Sehenswürdigkeiten

Besucherbergwerk F60

In der Liste der Baudenkmale in Lichterfeld-Schacksdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Das Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60, eine stillgelegte Förderbrücke am Bergheider See im Ortsteil Lichterfeld, ist heute ein Freilichtmuseum mit überregionalem Ruf. Durch Konzertveranstaltungen sowie verschiedene Klang- und Lichtinstallationen ist die Anlage ein touristischer Anziehungspunkt.

Verkehr

Die Landesstraße 60 führt durch die Ortsteile Schacksdorf und Lichterfeld. Die Bundesstraße 96 durchquert den Ortsteil Lieskau.

Lausitzflugplatz Finsterwalde/Schacksdorf

Der Lausitzflugplatz Finsterwalde/Schacksdorf befindet sich zum Teil auf dem Gebiet der Gemeinde.

Persönlichkeiten

Commons: Lichterfeld-Schacksdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI