Liebe und Eifersucht
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Liebe und Eifersucht, auch: Die Schärpe und die Blume, (AV 33) ist ein Singspiel des deutschen Dichters, Librettisten und Komponisten E. T. A. Hoffmann aus dem Jahr 1807.
| Werkdaten | |
|---|---|
| Titel: | Liebe und Eifersucht |
| Originaltitel: | Die Schärpe und die Blume |
| Form: | Singspiel |
| Originalsprache: | Deutsch |
| Musik: | E. T. A. Hoffmann |
| Libretto: | E. T. A. Hoffmann nach August Wilhelm Schlegel |
| Literarische Vorlage: | Pedro Calderón de la Barca: La banda y la flor |
| Uraufführung: | 2008 postum |
| Ort der Uraufführung: | Ludwigsburg |
| Spieldauer: | ca. 2 Stunden |
| Ort und Zeit der Handlung: | Florenz, 17. Jahrhundert |
| Personen | |
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Entstehung
Das Singspiel basiert auf dem Drama La banda y la flor (dt. Die Schärpe und die Blume) des spanischen Dichters Pedro Calderón de la Barca, das vom Frühromantiker August Wilhelm Schlegel übersetzt und 1803 im ersten Band der Reihe Spanisches Theater in Berlin publiziert wurde. Der Regierungsassessor (und spätere Hoffmann-Biograph) Julius Eduard Hitzig machte Hoffmann 1804 in Warschau mit Schlegels Übertragung vertraut. 1807 befasste sich Hoffmann während einer Erkrankung intensiv mit Calderóns Werken und fand im Drama Die Schärpe und die Blume einen idealen Opernstoff. Er übernahm weite Teile von Schlegels dreiaktiger Übersetzung und setzte diese in eine Folge von Szenen und Nummern um, kürzte den Text und nahm formale Änderungen (Sprechtext in Prosa statt Versen) und kleiner inhaltliche Änderungen vor. Die Komposition begann er in Warschau und beendete sie in Berlin. Die autographe Partitur trägt den Titel Liebe und Eifersucht. Eine Oper in drei Akten nach Calderón's Schärpe und Blume.
Das Werk stieß zu Hoffmanns Lebzeiten in der Musikwelt auf wenig Interesse: Der Musikverleger Ambrosius Kühnel lehnte eine Veröffentlichung ab. Versuche, das Werk in Berlin, Wien und Bamberg, wo der Dichterkomponist ab 1808 lebte, zur Aufführung zu bringen, scheiterten.[1]
Rezeption
Erst in den 1960er-Jahren wurde das Singspiel wiederentdeckt und 1970 ediert. 2008 erfolgte die postume Uraufführung im Rahmen der Ludwigsburger Schlossfestspiele unter dem Dirigat von Michael Hofstetter. Die in diesem Zusammenhang erfolgte Einspielung erschien 2026 zum Hoffmann-Jahr auf einer CD-Retrospektive.[2]
Handlung
Florenz im 17. Jahrhundert. Die Handlung ist von Verwechslungen, Verwicklungen, Verwirrungen, Auskundschaftungen und Racheaktionen aus Eifersucht zwischen Verliebten geprägt. Im Mittelpunkt steht der Florentiner Edelmann Enrico, der verliebt ist in Lisida. Deren Schwester Cloris ist in ihn verliebt, der Herzog von Florenz wiederum liebt Coris. Zu den Komplikationen tragen außerdem der Adelige Ottavio und seine Geliebte Nisa sowie die ebenfalls verliebten Diener Ponlevi und Celia bei. Der dritte Akt gipfelt in einem dramatischen Klimax, bei dem der Herzog Enrico beinahe erdolcht. Im letzten Moment können jedoch alle Missverständnisse aufgelöst werden und die Paare finden sich.[3]
Musik
Das Singspiel steht in der Tradition der Wiener Klassik, besonders Wolfgang Amadeus Mozarts, dessen zweiter Vorname sich Hoffmann aus Bewunderung angeeignet hat.[4]