Lina Langendorf

schwedische Jazzmusikerin (Saxophon, Komposition, Flöte, Klarinette, Gesang) und Bandleaderin From Wikipedia, the free encyclopedia

Lina Sofia Langendorf (* 11. Juli 1976) ist eine schwedische Jazzmusikerin (Saxophon, auch Flöte und Klarinette, Komposition, Gesang) und Bandleaderin.

Leben und Wirken

Langendorf, die in Härnösand aufwuchs, erhielt zunächst klassischen Klavierunterricht. Nachdem sie zwölfjährig mit ihren Eltern den örtlichen Jazzclub besuchte, wollte sie Jazz-Piano lernen.[1] Da der Lehrer selbst keinen Jazz spielte, war dies leider nicht möglich. Als sie eines Tages die Gelegenheit bekam, ein Tenorsaxophon auszuprobieren, kam es zum Instrumentenwechsel sowie der Hinwendung zum anderen Genre.[2] Als professionelle Musikerin ist sie seit der Jahrtausendwende tätig. In Schweden arbeitete sie zunächst als Studiomusikerin; dann gehörte sie zu Gruppen wie Yosei, später zum Ok Star Orchestra und dann zu The Second Hand Orchestra.

Langendorf hat eine längere Zeit in Mali und Äthiopien gelebt und dort intensive musikalische Projekterfahrungen, etwa mit Vieux Farka Touré und mit Mulatu Astatke, gesammelt. 2023 gründete sie, in Stockholm lebend, ihre eigene Band;[3] mit diesem eigenen Quintett Langendorf United (zu dem Ole Morten Vågan, Andreas Werliin, Daniel Bingert und Martin Hederos gehören) hat sie zwei eigene Alben veröffentlicht. Ihr Album Undercover Beast beschreiben Rezensenten als spirituellen Ethno-Jazz[4] mit Groove-zentrierten Kompositionen.[5] Die Band konzertierte auf der Jazzahead 2026 in Bremen.[6][7]

Außerdem spielte Langendorf in der Band Näringslivet und im Trio Yorkston / Jaycock / Langendorf (gleichnamiges Album 2025). Sie wirkte als Instrumentalistin unter anderem mit auf Robert Forsters Album Strawberries (Tapete Records, 2025), auf Stefan Sundströms Alben HimlaJorden (United Stage, 2023) und Östan Västan Om Stress Och Press (Gamlestans Grammofonbolag, 2021) sowie Jenny Wilsons Alben Hardships! (Gold Medal Recordings, 2009) und Blazing (Playground Music Scandinavia, 2011).

Ihr Bruder ist der Perkussionist Pontus Langendorf.

Diskographische Hinweise

  • Langendorf United: Undercover Beast (Sing A Song Fighter; Rosengård Records 2025)[8]
  • Langendorf United: Yeahno Yowouw Land (Sing A Song Fighter; Black Sweat Records 2023)

Belege

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