Liste der Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht

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Die folgende Liste gibt einen Überblick über die deutschen Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet des Deutschen Reiches (geordnet nach Wehrkreisen) und einiger besetzter Gebiete. Nach neuesten Forschungen gab es insgesamt 1000 Kriegsgefangenenlager.[1] Sehr häufig lagen die Kriegsgefangenenlager am Rande von Truppenübungsplätzen der Deutschen Wehrmacht, so z. B. in Lambsdorf, Döllersheim, Stablack, Groß Born, Zeithain, Altengrabow, Fallingbostel, Hövelhof und Hammelburg oder auch innerhalb historischer Festungen wie in Königstein, Torgau, Mainz und Metz.

Wehrkreise im Deutschen Reich
Gegenstände des täglichen Bedarfs von polnischen Kriegsgefangenen im Oflag VII A Murnau

Lagerarten

  • Dulag (Durchgangslager)
  • Frontstalag (Front-Stammlager)
  • Stalag (Stammlager)
  • Oflag (Offizierslager)
  • Stalag Luft (Luftwaffe-Stammlager)
  • Marlag (Marine-Lager)
  • Milag (Marine-Internierten-Lager)
  • Ilag (Internierungslager)

Liste nach Wehrkreisen

Wehrkreis I

Wehrkreis II

Wehrkreis III

Wehrkreis IV

Wehrkreis V

Wehrkreis VI

Das Gebiet umfasste die Provinz Westfalen, die nördliche Rheinprovinz und das Land Lippe (diese Gebiete entsprechen dem heutigen Land Nordrhein-Westfalen), sowie Teilen der Provinz Hannover mit dem Emsland und Osnabrück.[3]

Gedenkstein für die 65.000 Ermordeten im Stalag 326 in Stukenbrock

Wehrkreis VII

Wehrkreis VIII

Wehrkreis IX

Wehrkreis X

Wehrkreis XI

12. April 1945: Einheiten der 30. US-Infanteriedivision der 9. US-Armee befreien Oflag 79 in Braunschweig.

Wehrkreis XII

Wehrkreis XIII

Alle Stalag XIII befanden sich im damaligen Postleitzahlengebiet 13 (Nürnberg und Umgebung)

Wehrkreis XVII

Bronzerelief Stammlager XVII A Kaisersteinbruch von Alexandru Ciutureanu, 1939–1999

Wehrkreis XVIII

Wehrkreis XX

Wehrkreis XXI

  • Stalag XXI A Schildberg (im Wartheland, heute Polen)
  • Stalag XXI B Schubin (im Wartheland, heute Polen)
  • Stalag XXI B Turek (im Wartheland, heute Polen)
  • Stalag XXI C/H Wollstein (im Wartheland, heute Polen)
  • Stalag XXI C/Z Grätz (im Wartheland, heute Polen)
  • Stalag XXI D Posen (im Wartheland, heute Polen)
  • Oflag XXI A Schokken (im Wartheland, heute Polen)
  • Oflag XXI B Schokken (im Wartheland, heute Polen)
  • Oflag XXI C Schubin (im Wartheland, heute Polen)
  • Oflag XXI C/Z Grune bei Lissa (heute: Leszno-Gronowo) (im Wartheland, heute Polen)
  • Oflag 10 Hohensalza (im Wartheland, heute Polen)
  • Oflag 64 Schubin (im Wartheland, heute Polen)

Andere Lager

Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete

Sowjetunion

Russland

Ukraine

Sonstige

Lager der Luftwaffe

Modell des Gefangenenlagers Stammlager Luft 3

[10]

Stalag Luft 6 in Heydekrug wurde im Sommer 1944 zeitweilig geschlossen und die Insassen in das neue, am 12. Mai eröffnete Stalag Luft 4 verlegt. Als temporärer Ersatz wurde ein Stalag Luft 6 in St. Wendel im heutigen Saarland eingerichtet, das vom 9. August bis 5. September 1944 mit amerikanischen Unteroffizieren belegt war.

Lager der Luftwaffe in den Wehrkreisen

Lager der Marine

[10]

  • Marine Dulag Gotenhafen (in Danzig-Westpreußen)
  • Marlag Sandbostel (in Niedersachsen)
  • Marlag und Milag Nord Westertimke (in Niedersachsen)
  • Marlag Rügenwalde Rügenwalde (in Pommern, heute Polen)
  • Marlag Stettin Stettin (in Pommern, heute Polen)
  • Marlag Gotenhafen Gotenhafen (in Danzig-Westpreußen, heute Polen)

Einzelnachweise

Literatur

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