Stammlager I A

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Das Stammlager I A (Stalag I A Stablack) war ein Stammlager des Wehrkreises I (Königsberg) für Kriegsgefangene der Wehrmacht in der ostpreußischen Landschaft Stablack.

Baracke im Stalag I A Stablack, 1940

Geteilt durch den Russisch-Polnischen Grenzverlauf befindet sich heute der südliche Teil des ehemaligen Lagers in Polen (Woiwodschaft Ermland-Masuren), und der nördliche Teil in Russland (Oblast Kaliningrad).[1]

Geschichte

Das Lager wurde am 6. September 1939 unmittelbar nach dem deutschen Überfall auf Polen errichtet. Zunächst befanden sich ausschließlich polnische Kriegsgefange im Lager, die zum Arbeitseinsatz in den umliegenden Dörfern eingesetzt wurden. 1940 kamen nach dem Fall Frankreichs auch belgische und französische Kriegsgefangene hinzu, 1941 nach dem Unternehmen Barbarossa sogar sowjetische[2]. Ab 1943 wurden auch italienische Kriegsgefangene im Lager festgehalten. Auch einige britische und serbische Gefangene wurden im Stalag I A untergebracht.[1]

Von 1939 bis 1941 wurden insgesamt 50.000 polnische Kriegsgefangene im Lager untergebracht. Ab 1940 wurden 23.000 belgische und 37.500 französische, ab 1941 auch 1.000 sowjetische Kriegsgefangene interniert. Die Gefangenen wurden im gesamten nördlichen Ostpreußen zur Zwangsarbeit verwendet. Die genaue Zahl der Todesfälle im Stalag I A ist unbekannt.[2]

Im Januar 1945 wurden die Gefangenen auf einen Todesmarsch nach Westen geschickt, während etwa 240 sowjetische, polnische und französische Kriegsgefangene, die nicht laufen konnten, im Lager zurückblieben.[1] Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden im ehemaligen Stalag I A viele deutsche Frauen und Männer interniert.

Heute befindet sich auf dem ehemaligen Lagerfriedhof eine Gedenkanlage, in Form einer großen Steinskulptur.[2]

Siehe auch

Einzelnachweise

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