Liste der Kulturdenkmale in Böhmenkirch
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In der Liste der Kulturdenkmale in Böhmenkirch werden unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale in Böhmenkirch aufgelistet. Diese Liste ist noch unvollständig.

Allgemein
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Böhmenkirch
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Bildstock | Baierstraße 60 (Karte) |
Achteckiger Pfeiler, darüber viereckiger Bildaufsatz mit ausladender, antiklastisch gekrümmter Pyramidenbedachung und Kreuz, aus Sandstein, bezeichnet 1667
Auf den einzelnen Bildfeldern des Gedenkstocks sind Reliefs einer Kreuzigungsgruppe, des Hl. Jakobus und eines Medaillons mit stark verwitterter Inschrift vorhanden. Der Bildstock ist ein künstlerisch qualitätvolles Kleindenkmal mit Wertigkeit für die Volkskunde und Heimatgeschichte. Er belegt die religiöse Frömmigkeit der katholischen Einwohner Böhmenkirchs im 17. Jahrhundert. |
99263012 | ||
| Wegkreuz | Baierstraße 60 (Karte) |
Kreuz aus Beton mit Corpus unter gekrümmtem Blechdach, Corpus spätes 19. Jahrhundert, Kreuz bez. 1953
An dem 1953 errichteten Betonkreuz wurde ein älterer, künstlerisch qualitätvoller Corpus befestigt. Das Kreuz ist als religiöses Kleindenkmal ein anschauliches Beispiel für die Tradition katholischer Frömmigkeit und damit Zeugnis von Volkskunde und Heimatgeschichte. |
99263063 | ||
| Gedenkkreuz | (Karte) |
Tuffsteinsockel, Aufsatz mit gusseisernem Kreuz, vergoldeter Corpus, spätes 19. Jahrhundert
Das Wegkreuz ist ein für das späte 19. Jahrhundert typisches Beispiel eines Kreuzes aus Gusseisen. Als Zeugnis der katholischen Frömmigkeit ist das religiöse Kleindenkmal von Wertigkeit für die Heimatgeschichte. |
99262794 | ||
| Oberamtsgrenzstock | (Karte) |
Säule mit Kapitellabschluss und zwei rechteckigen Tafeln, Gusseisen, 1. Hälfte
19. Jahrhundert Dieser seltene gusseiserne Grenzstock markiert die Grenzen zwischen dem ehemaligen Oberämtern Gmünd und Geislingen. Der Grenzstock besitzt als Zeugnis dieser von 1758 bis in die späten 1930er Jahre in Württemberg existierenden Verwaltungseinheiten heimatgeschichtlichen Wert. |
99262836 | ||
| Bildstock (Ecke Lindenstraße) | Hauptstraße 39 (Karte) |
Rechteckiger Pfeiler mit Kastenaufsatz, aus Sandstein, hölzerner Einsatzkasten mit Verschluss, wohl 19. Jahrhundert
Der Bildstock ist ein anschaulich überliefertes Beispiel katholischer Frömmigkeit im 19. Jahrhundert und als religiöses Kleindenkmal von Wert für die Volkskunde und Heimatgeschichte. |
99260071 | ||
| Freibank | Hauptstraße 103 (Karte) |
Später Gemeindebackhaus, eingeschossig mit Satteldach und Zwerchhaus, verputzte Fassade, von Immanuel Hohlbauch, 1910
Die einstige Freibank zum Verkauf minderwertigen Fleisches wurde später als Gemeindebackhaus genutzt. Es gehörte mit diesen Funktionen zu den gemeinschaftlichen Einrichtungen von Böhmenkirch und ist ein sprechendes Zeugnis der Orts- und Sozialgeschichte. |
99260007 | ||
Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche St. Hippolyt | Kirchstraße 3 (Karte) |
1843–46 | Langhaus mit Satteldach, eingezogener Polygonalchor, an Langhaus angesetzter Turm mit Rhombendach (im Unterteil Überreste des gotischen Vorgängerbaus), verputzte Fassade, Gliederung durch Lisenen, im Inneren Flachdecke und Ausstattung (teilweise vom Vorgängerbau übernommen), von Ludwig Foltz aus Regensburg, 1843 bis 46, (verändert 1954)
Die neugotische katholische Pfarrkirche ist der einzige bisher bekannt gewordene Kirchenbau des Steinmetzen, Architekten, Kunstgewerblers und späteren Lehrers am Polytechnikum in München Ludwig Foltz (1809 bis 67). Sie enthält im Unterteil des Turms und im Innenraum Überreste des gotischen Vorgängerbaus und ist damit ein anschaulich überliefertes Zeugnis der Kirchengeschichte in Böhmenkirch.[1] |
99260016 |
| Gefallenendenkmal | Kirchstraße 5 (Karte) |
Auf Podest Steintrommel mit vier dorischen Säulen, darüber Pyramidendach mit Kugelaufsatz und Eisernem Kreuz, an der Trommel Gefallenentafeln, aus Sandstein, für die Gefallenen des 1. Weltkrieges, 1914 bis 1918
Das Gefallenendenkmal ist ein charakteristisches Beispiel für einen konservativen Denkmaltypus des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts. Als Erinnerungsort besitzt es ortsgeschichtlichen Wert. |
99260046 | ||
| Corpus eines Wegkreuzes | Kolmannseck 1 (Karte) |
Aus Gusseiesen, bemalt, 19. Jahrhundert
Der für das 19. Jahrhundert charakteristische gusseiserne und farbig gefasste Corpus eines Wegkreuzes ist vor allem in der Feldflur katholischer Gebiete anzutreffen. Die religiöse Figur bezeugt die Frömmigkeit der Bevölkerung und ist ein kunsthandwerkliches Zeugnis. |
99263109 | ||
| Schafhaus | Kolomanstraße 9 (Karte) |
Eingeschossig, Satteldach, verputztes Massiv- und Fachwerkhaus, 1865
Das langgezogene Schafhaus trotz seiner Umnutzung noch immer ein sprechendes Zeugnis des früher für die Region bedeutsamen bäuerlichen Wirtschaftszweiges der Schäferei. Das Gebäude ist ein für die Heimatgeschichte und Agrarwissenschaft wertvolles Zeugnis. |
97032436 | ||
| Friedhofskreuz | Nähe Mackstraße 26 (Karte) |
Auf breitem Steinsockel mit Erinnerungstafeln, gusseisernes Kreuz mit Dreiecksenden und vergoldetem Corpus, errichtet für die Gefallenen des Krieges von 1870/71
Friedhofskreuze sind als Bestandteil der Friedhofsanlage Symbol der Frömmigkeit und Auferstehung nach dem Tod. Durch die angefügte Erinnerungstafel übernimmt das für das späte 19. Jahrhundert typische Gusseiserne Kreuz eine zusätzliche Funktion als Gefallenendenkmal. Das Friedhofskreuz ein anschauliches Zeugnis der Gedenkkultur in Böhmenkirch und besitzt als Erinnerungsort heimatgeschichtlichen Wert. |
99259874 | ||
| Seldnerhaus | Parkstraße 3 (Karte) |
Eingeschossig es Einhaus mit Satteldach, verputztes Fachwerk, Giebel mit Schiefer verkleidet, 1876
Die Seldner bildeten ursprünglich als meist landlose Bewohner des Ortes sozialgeschichtlich und wirtschaftlich eine eigene Schicht innerhalb der Dorfgemeinschaft. Das wenig veränderte kleine Einhaus dokumentiert die Lebens- und Wirtschaftsweisen dieser Bevölkerungsgruppe im späten 19. Jahrhundert. |
99260078 | ||
| St. Patriz-Kapelle | St. Patriz 1 (Karte) |
1732/33, Kreuzweg von 1905 | Saalbau mit Walmdach, polygonalem Chor und Dachreiter, Sakristeianbau mit Schleppdach, verputzte Fassade, Chor mit Arkadengleiderung, von 1732/33, Sakristei von 1928; Kreuzweg mit 14 Stationen, 1905
Die St. Patriz-Kapelle ist die einzige noch erhaltene von ehemals vier Kapellen in Böhmenkirch. Der nachträglich errichtete Kreuzweg, der auf die Kapelle ausgerichtet ist, dokumentiert die Volksfrömmigkeit. Kapelle und Kreuzweg sind anschauliche kunstgeschichtliche und volkskundliche Zeugnisse.[1]. |
99260085 |
Schnittlingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Pumpbrunnen mit Wegweiser | Brunnenstraße 4 (Karte) |
Quadratischer, unterteilter Brunnenschaft mit Profilierungen und floralen Rosetten- und Muschelmotiven, Gusseisen, spätes 19. Jahrhundert
Der gusseiserne Pumpbrunnen mit Wegweiseraufsatz ist ein verhältnismäßig aufwendig verziertes Serienstück, das nach kunsthandwerklich gearbeiteter Vorlage fabrikmäßig hergestellt wurde. Auch ohne Trog ist die Anlage mit Doppelfunktion er ein verkehrs- und heimatgeschichtlich wertvolles Kleindenkmal. |
99263173 | ||
Weitere Bilder |
Kath. Kapelle St. Johannes Baptist | Brunnenstraße 10 (Karte) |
Langhaus mit abgeschlepptem Satteldach, eingezogener Rechteckchor mit Sakristeianbau und Chorseitenturm mit Strebepfeilern und Spitzhelm, verputzt, Eingangsportal aus Steinquadern, mit Ausstattung (zum Teil älter), von R. Raisch, 1900, Erweiterung 1957/63
Die neuromanische Kapelle ist für ihre Entstehungszeit charakteristisch. Im Zuge der Erweiterung Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche nach Westen hin erweitert. Die Kapelle ist ein anschauliches Dokument der Kirchen- und Architekturgeschichte. |
99263119 | |
| Wegkreuz | (Karte) |
Hohes Holzkreuz mit Dach, gusseiserner, bemalter Corpus, 19. Jahrhundert
Diese für das 19. Jahrhundert charakteristische Variante eines Wegkreuzes ist vor allem in der ungeschützten Feldflur katholischer Gebiete gelegentlich anzutreffen. Der Corpus wurde nach kunsthandwerklich gearbeiteter Vorlage fabrikmäßig hergestellt und zeigt in bemaltem Zustand eine Ausbildung, wie wir sie von geschnitzten Exemplaren dieser Zeit kennen. Das Wegkreuz ist ein Zeugnis katholischer Frömmigkeit und wertvoll für die Volkskunde. |
99263242 | ||
| Corpus eines Wegkreuzes | (Karte) |
Aus Gusseisen, 1928
Der Corpus des nordöstlich des Ortes errichteten Wegkreuzes ist ein spätes Beispiel eines fabrikmäßig hergestellten Serienstückes nach kunsthandwerklich sorgfältig gearbeiteter Vorlage. Vor allem auf der Albhochfläche war die Errichtung dieser religiösen Kleindenkmale charakteristisch. Es bezeugt die Frömmigkeit der Bewohner und ist ein anschauliches Dokument der Heimatgeschichte. |
99263275 | ||
| Dreifaltigkeitsbildstock (am Weg zur Ziegelhütte) | Ziegelstraße 21 (Karte) |
Auf quadratischem Sockel achteckige Säule, darauf Bildnische mit Dreifaltigkeitsbildnis, Giebeldreieck und Dreipassprofil, wohl Mitte 19. Jahrhundert
Der künstlerisch qualitätvolle Bildstock ist ein anschauliches Dokument der traditionsreichen katholischen Frömmigkeit im ländlichen Raum. Mit der wohl noch barocken Dreifaltigkeitsdarstellung ist der Bildstock ein sprechendes Zeugnis der Volkskunde und Heimatgeschichte Schnittlingens. |
99263265 |
Steinenkirch
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wirtshausschild (am Gasthaus Zum Rössle) | Albstraße 9 (Karte) |
Geschwungener Ausleger mit ovalem Medaillon aus Schmiedeeisen, darin vollplastisches Ross aus Gusseisen, vergoldet, darunter Inhaberschild, um 1905
Das Wirtshausschild ist ein künstlerisch ansprechendes Beispiel des Schmiede- und Gusseisenhandwerks im frühen 20. Jahrhundert. Stilistisch steht es in der Tradition der Heimatschutzbewegung und des Jugendstils und ist damit ein sprechendes Zeugnis der Volkskunst. |
99263352 | ||
Weitere Bilder |
Ev. Pfarrkirche (St. Ulrich) | Albstraße 20 (Karte) |
Chorturmkirche mit Polygonalchor und Satteldach, Dachreiter mit Zeltdach, verputzt und teilweise verschindelt, im Innenraum Ausstattung und Kanzelaltar, 1795
Die altprotestantische Predigtkirche wurde in ihrer Geschichte mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, der heutige klassizistische Bau entstand beim Wiederaufbau von 1795, wobei wohl ältere Bestandteile in den Neubau integriert wurden. Die Pfarrkirche ist ein anschauliches Zeugnis der Kirchen- und Ortsgeschichte und bedeutend für die Sakralarchitektur des ausgehenden 18. Jahrhunderts. |
99263362 | |
| Quereinhaus | Alte Steige 2 (Karte) |
Eingeschossig mit Satteldach, verputztes Massiv- und Fachwerkhaus, 1866/72
Das eingeschossige Quereinhaus vertritt einen charakteristischen Bauernhaus-Typus für die Albhochfläche. Es ist ein anschauliches Zeugnis für die Agrarwirtschaft im späten 19. Jahrhundert. |
99263413 | ||
| Milchhaus | Eybacher Straße 2 (Karte) |
Eingeschossig mit Satteldach, Putzfassade mit reduzierter Gliederung, traufseitige Erschließung mit Freitreppe, Giebel mit Blechverschalung, von G. Bühler errichtet, 1922
Das Milchhaus diente den Landwirten eines bestimmten Umkreises ursprünglich als Sammelstelle zur Abgabe der Milch, die von dort zum Großabnehmer transportiert wurde. Das Gebäude ist Teil der zentralen gemeinnützigen Einrichtungen der Gemeinde, wie sie seit dem 19. Jahrhundert vielfach üblich wurden. Es ist ein sprechendes Zeugnis der Agrarwirtschaft und Heimatgeschichte. |
99263450 | ||
| Ev. Pfarrhaus | Gussenstadter Straße 6 (Karte) |
Zweigeschossig mit Halbwalmdach, massiver Sockel, darüber verputztes Fachwerk mit Vorkragungen, um 1700
Am Pfarrhaus ist das bauzeitliche Holzgerüst erhalten, wie beispielsweise die langen Knaggen, und gibt dem Gebäude einen hausgeschichtlichen Wert. Das Pfarrhaus besitzt als traditionsreicher Ort des öffentlichen Lebens der Gemeinde und als Wohnsitz der Pfarrfamilie lokalgeschichtliche Wertigkeit. |
99263463 | ||
| Obere Roggenmühle | Obere Roggenmühle 1 (Karte) |
16./17. Jahrhundert | Bestehend aus: Wohn- und Mühlengebäude (Nr. 1), zweigeschossiger Satteldachbau mit rückwärtigem Querhaus, massives Erdgeschoss, verputzt, darüber Fachwerk, Giebel mit zwei Vorsprüngen, mit technischer Ausstattung, im Kern 16./17. Jahrhundert; Stallscheune (Nr. 3), verputzt, mit Remisenanbau aus Fachwerk, Scheune um 1750, Anbau 2. Hälfte 19. Jahrhundert; abgesetztes Backhaus mit Brennerei (Nr. 1a), eingeschossig mit Satteldach und Fachwerkgiebel, um 1850; Mühlkanal
Mühlen gehörten zu den wichtigsten ländlichen Sonderbauten und befanden sich meist abseits von Siedlungen, wie diese direkt am Albtrauf, im Roggental bei Eybach stehende Mühle. Die Mühle ist mit ihren zugehörigen landwirtschaftlichen Nebengebäuden und der historischen technischen Ausstattung erhalten und ist ein technik- sowie heimatgeschichtliches Zeugnis.[1]. |
99263476 |
Treffelhausen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Sühnekreuz | Höhenweg 14 (Karte) |
Steinkreuz aus Kalktuff, wohl 16. Jahrhundert
Das Objekt stellt ein Sühnekreuz dar und gehört damit zu den typischen Dokumenten der Rechtsgeschichte. Diese Kreuze wurden als Sühnezeichen am Ort eines Totschlages aufgestellt und sind in Nordostwürttemberg sehr verbreitet. |
99264098 | ||
| Amtmannshaus | Hubstraße 36 (Karte) |
Eingeschossig mit Satteldach, massives Erdgeschoss und Fachwerkgiebel, 1834
Das kleine Gebäude diente als Sitz des Amtmannes. Als anschauliches und zeittypisches Zeugnis für die Herrschafts- und Gemeindegeschichte ist der Bau von Wertigkeit für Treffelhausen. |
99263763 | ||
| Pumpwerk | Roggental 5 (Karte) |
Eingeschossiger Quaderbau mit Satteldach, Tür und Fensterrahmungen aus
rotem Werkstein, technische Ausstattung und zugehörige Bestandteile der Treffelhausener Wasserversorgung, um 1880 Die Anlage dokumentiert einen wichtigen Abschnitt der öffentlichen Wasserversorgung im Bereich der Albhochfläche. Im Innern haben sich Teile der technischen Ausstattung, wie eine alte Kolbenpumpe und eine Widderanlage, erhalten. Zugehörig sind die erhaltenen Bestandteile der Treffelhausener Wasserversorgung, wie Quellschächte, Sammelschacht, Leitungen und Hochbehälter. Das Pumpwerk mit seinem technischen Zubehör ist ein gut überliefertes technik- und heimatgeschichtliches Zeugnis des späten 19. Jahrhunderts. |
99263890 | ||
| Schul- und Rathaus | Schulstraße 1 (Karte) |
Zweigeschossig mit Satteldach, verputzte Fassade mit reduzierter Gliederung, 1860
Das Schul- und Rathaus ist ein stilistisch typischer Bau der Mitte des 19. Jahrhunderts. Aufgrund seiner öffentlichen Nutzung ist es ein für die Ortsgeschichte wichtiger Bau mit hohem Erinnerungswert. |
99264046 | ||
Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche St. Vitus | St. Vitus-Straße 39 (Karte) |
1865/71 | Hallenkirche mit überhöhtem Mittelschiff und niedrigeren Seitenschiffen mit Zwerchgiebelreihen, polygonaler Chor mit Strebepfeilern, am Langhaus Turm mit Spitzhelm, im Inneren Ausstattung, Turm von 1839, Neubau von Friedrich von Schmidt, 1865/71
Die nach dem Dorfbrand von 1865 neu errichtete, gotische Pfarrkirche wurde von dem international tätigen Wiener Architekten Friedrich von Schmidt entworfen, der in Wien die Neugotik etablierte. Die Hallenkirche mit ihrer bauzeitlichen Ausstattung besitzt großen Wert für die Sakralbaukunst des 19. Jahrhunderts und ist darüber wichtig für die Ortsgeschichte Treffelhausens.[1]. |
99263909 |
| Kath. Pfarrhof | St. Vitus-Straße 41 (Karte) |
Bestehend aus: Pfarrhaus, in Hanglage befindlicher zweigeschossiger Satteldachbau mit Treppenturm, verputztes Fachwerk, im Kern 1528, Umbau 1841/46; abgesetzte Pfarrscheune, in Massiv- und Fachwerkbauweise, verputzt, 1871; Wasch- und Backhaus, eingeschossiger Satteldachbau, verputzt, um 1740; Pfarrgarten
Der Pfarrhof ist in Hanglage über dem Roggental errichtet und bildet zusammen mit der Kirche St. Vitus den kirchlichen Mittelpunkt des Ortes. Das Pfarrhaus und die überlieferten Nebengebäude bezeugen die landwirtschaftliche Ausrichtung des Pfarrhofes im 18. und 19. Jahrhundert und sind ein anschauliches Zeugnis der Kirchen- und Sozialgeschichte Treffelhausens. |
99263994 | ||
| Bildstock (am Feldweg) | Nähe Werkstraße (Karte) |
Rechteckiger Pfeiler mit Kastenaufsatz und Kranzgesims, aus Sandstein, hölzerner Einsatz verschließbar, 19. Jahrhundert
Der Bildstock ist als religiöses Kleindenkmal in katholischen Gebieten häufig anzutreffen. Er bezeugt die Frömmigkeit der Bevölkerung und ist ein Dokument volkskundlicher Tradition. |
99264091 |
Nicht in der Denkmaldatenbank enthalten
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
Weitere Bilder |
Mordloch-Höhle | Steinenkirch, Flur Mordloch (Karte) |
Die Karsthöhle mit dem Namen Mordloch-Höhle befindet sich westlich von Steinkirchen. Es handelt sich mit 4320 Meter um die zweitlängste Höhle in der Schwäbischen Alb[1]. Geschützt nach § 2 DSchG |
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Weitere Bilder |
Ruine Ravenstein mit ehemaligem Wirtschaftshof | Steinenkirch, Ravenstein 1, 2, 4 (Flstnr. 222, 229, 285/1, 286, 287) (Karte) |
1140 | Die Ruine Ravenstein mit ehemaligem Wirtschaftshof befindet sich nordwestlich des Ortes Steinkirchen auf einem Felssporn über dem Eybtal. Es sind nur noch wenige Reste der Gebäude sichtbar[1]. Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Burgen auf dem Roggenstein und dem Lochfelsen | Steinenkirch, Flur Roggenstein und Lochfelsen (Flstnr. 711) (Karte) |
Zwischen 1155 und 1281 | Die Burgen auf dem Roggenstein und dem Lochfelsen befinden sich südwestlich des Ortes Steinkirchen. Sie sind dicht aneinander gebaut[1]. Geschützt nach § 2 DSchG |