Liste der Kulturdenkmale in Uhingen
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In der Liste der Kulturdenkmale in Uhingen werden unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale in Uhingen aufgelistet. Diese Liste ist noch unvollständig.

Allgemein
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Baiereck
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Grenzstein | Nassachtalstraße 261 (Karte) |
Bez. 1770 | 97032441 | ||
Weitere Bilder |
Ev. Pfarrkirche | Schlichtener Straße 2 (Karte) |
Saalbau mit einseitig abgewalmtem Sattelach und Dachreiter mit Zeltdach, angesetzter niedriger Walmdachbau, verputzte Fassade, Dachreiter mit Schiefer verkleidet, im Kern 16. Jahrhundert, erweitert 1849
Die über dem Ort thronende Pfarrkirche stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert und ist ein anschauliches Dokument der Orts- und Kirchengeschichte in Baiereck. |
99338016 | |
| Ev. Pfarrhaus | Schlichtener Straße 6 (Karte) |
Zweigeschossiger Massivbau mit auskragendem Satteldach, Fassade aus Werksteinquadern, 1863
Das 1863 erbaute Pfarrhaus verdeutlicht durch seine Architektursprache seine Sonderrolle Wohnhaus der Pfarrfamilie, die eine gehobene Stellung im Sozialgefüge Baierecks einnahm. Der Bau besitzt eine Werksteinfassade und ein weit überstehednes Dach und hebt sich daurch von den üblichen Fachwerkbauten ab. Durch seine Einzellage oberhal der Siedlung wird die Sonderrolle des Gebäudes weiter betont. Das Pfarrhaus ist von großem Wert für die Architektur- und Heimatgeschichte. |
99338023 |
Holzhausen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Altes Schulhaus | Am Dorfplatz 4 (Karte) |
Traufständiger zweigeschossiger Satteldachbau, mit Putzfassade, von 1839, Umbau nach Plänen des Stuttgarter Baurats August Knoblauch, 1902/03
Das Gebäude, das im Zusammenhang mit dem benachbarten Rathaus geringfügig verändert wurde, ist aufgrund seiner Funktion als Schule für die Ortsgeschichte Holzhausens von großem Wert. |
98794510 | ||
| Rathaus | Am Dorfplatz 6 (Karte) |
In Ecklage befindlicher zweigeschossiger Satteldachbau mit Dachreiter, rückwärtiger Anbau, abgesetzter Sockel, Erdgeschoss aus verschlämmtem Ziegel, Obergeschoss mit Holzschindeln verkleidet, hölzerne Fensterrahmungen, nach Plänen des Stuttgarter Baurats August Knoblauch, vom Göppinger Werkmeister C. Schwarz errichtet, 1902/03; Gefallenendenkmal (am Gebäude), für die Gefallenen des 1. Weltkrieges, Steinstele mit Relieftafel, nach 1918
Das Rathaus wurde an das Schulgebäude angebaut, so dass beide Funktionseinheiten den Gemeindemittelpunkt bildeten. Die Verschindelung und weitere Details, wie das Dach mit Schwebegiebel und die Fensterrahmungen im Obergeschoss verweisen auf die um 1900 aufkommenden Heimatstiltendenzen bei öffentlichen Gebäuden auf dem Land. Das nachträglich errichtete Gefallenendenkmal verleiht dem Gebäudeensemble zusätzliche Bedeutung als Ort der Erinnerungskultur. |
98794521 | ||
| Gasthaus Zum Lamm | Am Dorfplatz 7, 9 (Karte) |
Giebelständiger zweigeschossig, Satteldachbau mit Schleppdachanbau, Sockelgeschoss aus Bruchstein, darüber Fachwerk, Giebel mit Geschossvorkragungenund Zierelementen, 16./17. Jahrhundert
Das zentral im Ortskern liegende Gasthaus wurde wohl im 16. Jarhundert als Bauernhaus errichtet und später verändert. Der Giebel mit den Geschossvorsprüngen und den langen Knaggen bezeugen das Baualter. Das Gebäued ist ein wichtiges Zeugnis für die Baugeschichte und besitzt als GAsthaus einen hohen Identifikationswert für die Ortsgeschichte. |
98794543 |
Sparwiesen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Gehöft | Albstraße 62 (Karte) |
Bestehend aus: gestelztes Wohnstallhaus, zweigeschossiger Satteldachbau, massives Ergdgeschoss, darüber Fachwerk, verputzte Fassade, Giebel mit Geschossvorkragung und Balkenköpfen, hölzerner Türsturz mit Eselsrückenmotiv und Inschrift, 1701 (i); angebaute Scheune, Fachwerk mit Satteldach, erste Hälfte 19. Jahrhundert
Das anschaulich überlieferte Gehöft veranschaulicht eindrucksvoll die Wohn- und Arbeitsweise des 18./19. Jahrhunderts im ländlichen Raum. Der Hof ist ein wertvolles Dokument für die Hausforschung und besitzt Wert für die Heimatgeschichte. |
99338726 | ||
| Altes Rathaus | Im Hof 2 (Karte) |
Traufständiger zweigeschossiger Satteldachbau, Dachreiter mit Glockenstube und Wetterfahne, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, Fassade verputzt, im Kern von 1815/16, Dachreiter erneuert im späten 19. Jahrhundert
Das Rathaus wurde 1815/16 in schlichter klassizistischer Formensprache erbaut. Vor allem wegen seiner Nutzung als Rathaus besitzt das Gebäude als Identifikationsort einen großen Wert für die Heimatgeschichte. |
99338833 | ||
| Gehöft | Im Hof 3 (Karte) |
Bestehend aus: gestelztes Wohnstallhaus, zweigeschossiger Satteldachbau, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, verputzte Fassade, im Kern 18. Jahrhundert; Scheune, hakenförmig zum Wohnhaus stehend, eingeschossiger Fachwerkbau mit niedrigem Schleppdachanbau, Anbau und hofseitige Trauffassade aus Steinquadern, im Kern 18. Jahrhundert, 1860/70 umgebaut; Wasch- und Backhaus, abgesetzter Massivbau mit Fachwerkgiebeln, Erdgeschoss verputzt, um 1860/70
Das Wohnstallhaus und die Scheune der Hofanlage stammen im Kern aus dem 18. Jahrhundert, um 1860/70 wurde die Scheune erweitert und das abgestzte Wasch- und Backhaus errichtet. Die anschaulich überlieferte Hofanlage mit ihren Nebengebäuden dokumentiert die vergangenen Lebens- und Wirtschaftsweisen der Landbevölkerung und ist ein ein Zeugnis der Baugeschichte und Agrarwirtschaft. |
99338976 | ||
| Aussiedlerhof | Schönholzweg 9 (Karte) |
Quereinhaus, zweigeschossiger Satteldachbau, Erdgeschoss aus Ziegel, darüber Fachwerk mit ornamental mit Schiefer verkleidet, vom Albershausener Zimmermeister Jakob Eckstein, 1908
Das 1908 errichtete Quereinhaus ist ein sehr frühes Beispiel eines Aussiedlerhofes. Das typologisch einer älteren Bauernhaustradition entsprechende Gebäude wurde zeitgemäß gestaltet und ist ein anschaulich erhaltenes Zeugnis für die Bau- und Heimatgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts. |
99338892 |
Uhingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
Weitere Bilder |
Gestelztes Wohnstallhaus | Bismarckstraße 4 (Karte) |
Sog. Berchtoldshof, giebelständiger, zweigeschossiger Satteldachbau, verputztes Erdgeschoss, darüber Fachwerk, Giebel mit Geschossvorkragungen und Balkenköpfen, von 1748
Das Gebäude wurde 1748 als Wohnstallhaus eines größeren Gehöfts erbaut. An dem erhaltenen Gebäudebestand kann man das Wohnen und Wirtschaften vergangener Zeiten anschaulich nachvollziehen. Das Gebäude ist ein wichtiges Dokument für die Hausforschung und Ortsgeschichte. |
99328319 | |
| Drei Grenzsteine | Bismarckstraße 4 (Karte) |
Zwei davon bezeichnet mit 1377 und 1723
Die drei Grenzsteine sind zur Erinnerung wieder aufgestellte Belege der für die Hoheits- und Rechtsverhältnisse wichtigen Grenzmarkierungen, die unsere Kulturlandschaft Jahrhunderte lang mitgeprägt haben. Sie sind von hohem Wert für die Ortsgeschichte. |
99328331 | ||
| Wohnstallhaus des Weilenberger Hofes | Eulenhofweg 7 (Karte) |
Zweigeschossiger Satteldachbau, Erdgeschoss verputzt, darüber Fachwerk mit Geschossvorkragungen, Balkenköpfen und langen Fußstreben, um 1580
Das Gebäude ist das ehemalige Wohnstallhaus des früher außerhalb von Uhingen gelegenen Weilenberger Hofes und wurde um 1580 erbaut. Das bauzeitliche Hausgerüst mit seinen langen Fußbändern und den sichtbaren Balkenköpfen ist erhalten. Das Haus zählt zu den wenigen erhaltenen ländlichen Gebäuden, die den Dreißigjährigen Krieg überstanden haben, und besitzt damit hohen Wert für die Bau- und Ortsgeschichte. |
99328347 | ||
Weitere Bilder |
Schloss Filseck | Filseck 1 (Karte) |
Zweigeschossige Vierflügelanlage mit Satteldächern, im Norden und Osten Wohntrakte mit flankierenden Ecktürmen, im Süden und Westen Ökonomiegebäude, Putzfassade mit reduzierter Gliederung, unter Reuß von Reußenstein begonnen ab 1560, Ausbau zum Schloss durch Burkhardt von Berlichingen, 1597/98 bis 1610, Ökonomiebauten 18./19. Jahrhundert (nach Brand 1971 Neuaufbau von 1989 bis 1993); mit Resten der Schlossmauer
Die hoch über dem Filstal thronende Vierflügelanlage wurde sukzessive im 16./ 17. Jahrhundert maßgeblich unter Reuß von Reußenstein und Burkhardt von Berlichingen errichtet und ausgebaut. Die markante talseitige Doppelturmfassade strahlt weithin sichtbar in das Filstal aus und unterstreicht den Repräsentationsanspruch der Bauherren. Das Schloss ist ein anschauliches Zeugnis der Schlossbaukunst um 1600 und ein Dokument der lokalen Herrschaftsgeschichte. |
1207305 | |
| Villenanwesen mit Garten und Einfriedung | Filsecker Straße 3 (Karte) |
Zweigeschossiger Halbwalmdachbau mit Schwebegiebel und Giebelzwerchhaus, verputzte Fassade, darüber Fachwerk, an Westseite verschindelt, giebelseitiger Eingang mit Freitreppe und eisernem Vordach, Fenster mit Schabracken, schmiedeeiserne Einfriedung, Umbau eines bestehenden Gebäudes nach Plänen des Göppinger Werkmeisters Johannes Heizmann, 1892
Das repräsentative Wohnhaus wurde im Jahr 1892 durch den Werkmeister Johannes Heizmann durch den Umbau eines älteren Bestandsgebäudes umgestaltet. Dabei verwendete er die Gestaltungsmerkmale des sogenannten Schweizerhaus-Stils, der in der Architektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts sehr populär war. Das Wohnhaus mit Einfriedung ist ein anschauliches Dokument des bürgerlichen Wohnens im späten 19. Jahrhundert und besitzt Wert für die Architektur- und Ortsgeschichte. |
99328405 | ||
| Ofenstein | Filsecker Straße 9 (Karte) |
Reliefstein mit Ranken- und Volutenverzierung, mit Handwerkerzeichen (königl.-württ. Mahlmühle) und Jahreszahl, 1835 (i) (seit der Restaurierung 2002 im Gebäude untergebracht)
Der Ofenstein war das ehemaliges Unterteil eines gusseisernen Ofens. In einer regional weit verbreiteten Tradition wurde der Ofenstein als ehemaliger Bestandteil der Stubenausstattung als Spolie weiterverwendet und oft repräsentativ am Äußeren der Gebäude angebracht. Der Ofenstein ist ein wichtiges Dokument der Kunst- und Kulturgeschichte. |
99328435 | ||
| Kath. Hl.-Kreuz-Kirche | Gerhart-Hauptmann-Straße 2 (Karte) |
Zweistufiger Zentralbau auf Zwölfeck-Grundriss mit Dachreiter, verputzte Fassade mit Klinkerrahmung, von Alfred Schmidt, 1955 (neue Innenraumgestaltung durch Heinz Bauer, 1969 bis 71)
Der Erbauer der Kirche, der Stuttgarter Regierungsbaumeister Alfred Schmidt, gehört zu den bedeutenden modernen Kirchenbaumeistern in Württemberg und hatte seine Schaffenszeit in der Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit. Die Kirche in Uhingen erinnert an die Formensprache der Moderne der 1920er Jahre, an die der Schmidt nach dem Krieg anknüpft. Die Kirche besitzt großen Wert für die Architektur- und Kirchengeschichte. |
99328443 | ||
| Quereinhaus | Kirchstraße 1 (Karte) |
In Ecklage befindlicher zweigeschossiger Satteldachbau, verputztes Fachwerk, Giebel mit Geschossvorkragungen, am Scheunenteil Wasserstandsmarke (bezeichnet 1853), frühes 18. Jahrhundert
Das in Ecklage befindliche ehemalige Quereinhaus war Teil eines größeren landwirtschaftlichen Betriebes und veranschaulicht das vergangene Wohnen und Wirtschaften im ländlichen Raum. Das für das frühe 18. Jahrhundert charakteristische Bauwerk ist wertvoll für die Bau- und Heimatgeschichte. |
99328562 | ||
| Rathaus | Kirchstraße 2 (Karte) |
Giebelständiger zweigeschossiger Satteldachbau mit Dachreiter und Uhr, verputzte Fassade, Giebel in Sichtfachwerk mit Geschossvorkragungen, unter Einbeziehung älterer Teile neu gebaut, 1745, jüngere Umbauten
Das Rathaus wurde im Jahr 1745 unter Einbeziehung älterer Teile neu errichtet und wurde seitdem mehrfach erweitert und umgebaut. Der bauzeitliche Bestand ist anschaulich überliefert. Durch seine Sonderfunktion als Rathaus ist das Gebäude ein Identifikationsort von zentraler Bedeutung für die Dorfgemeinschaft. Das Gebäude ist ein wichtiges Zeugnis der Architektur- und Heimatgeschichte. |
99328672 | ||
| Gestelztes Quereinhaus | Kirchstraße 12 (Karte) |
Zweigeschossiger Satteldachbau mit verputztem Fachwerk, Fachwerkgiebel mit Geschossvorkragungen, im Inneren Blattverbindungen, geschweifte Dreiviertelstreben und Ockermalerei, 16. Jahrhundert
Das gestelzte Quereinhaus wurde im 16. Jahrhundert erbaut und ist ein alter Vertreter dieses regionaltypischen Bauernhaustyps. Im Inneren sind das bauzeitliche Hausgerüst und umfangreiche Befunde einer Ockerausmalung mit Bandelierung überliefert. Das Gebäude ist ein anschaulich überliefertes Dokument der Baugeschichte und Baukunst. |
98794453 | ||
| Ev. Pfarrhaus mit Garten | Kirchstraße 48 (Karte) |
Zweigeschossiger Halbwalmdachbau, verputzte Fassade mit reduzierter Gliederung; Mauerrest des Pfarrgartens aus Bruchstein; 1792
Das evangelische Pfarrhaus wurde 1792 in unmittelbarer Nähe zur Kirche errichtet und bezeugt anschaulich die frühere Lebensweise der Pfarrersfamilie. Das Gebäude ist ein anschauliches Dokument der Architektur- und Kirchengeschichte. |
99337557 | ||
Weitere Bilder |
Ev. Pfarrkirche (St. Cäcilie) [§28] | Kirchstraße 50 (Karte) |
1519 | Langhaus mit Satteldach, überhöhter Chor mit Fünfachtel-Schluss und Strebepfeilern, Sakristeianbau mit Schleppdach, Westturm mit geschwungenem Walmdach und achteckiger Laterne mit Glockenhelm, daran angesetzter Anbau für Emporentreppe mit Walmdach und Rundbogen, verputzte Fassade mit Sandsteingliederung, im Inneren Langhaus mit hölzerner Flachdecke und Empore, Chor mit Sterngewölbe, geschnitzte Kanzel (1693), zwei Epitaphien (1603 und 1606), Kirchhofmauer mit spitzbogigem Tor und Schießscharten, aus Natursteinmauerwerk, im Kern 15. Jahrhundert, Chor von 1519, Langhausumbau 1693, Westturmaufbau von 1823;
Gefallenendenkmal, Steinwand mit Gedenktafeln und Bronzefigur, 2. Hälfte 20. Jahrhundert Der Kernbau der Cäcilienkirche wurde im 15. Jahrhundert in einem wehrhaft ummauerten Kirchhof errichtet, im Jahr 1519 wurde der überhöhte Chor errichtet, 1693 das Langhaus neu erbaut und im Jahr 1823 der Turm bis auf den massiven Teil abgetragen und darauf ein neuer Aufbau errichtet. Die Kirche mit ihrer qualitätvollen Ausstattung und dem überlieferten Baubestand ist ein wertvolles Dokument der Architektur-, Kunst- und Kirchengeschichte vom 15. bis in das 19. Jahrhundert und besitzt zudem als Identifikationsort hohen Wert für die Ortsgeschichte. |
1207297 |
| Bahnwärterhaus der Filstalbahn | Nassachtalstraße 1 (Karte) |
Giebelständiger, eingeschossiger Steinquaderbau mit Satteldach und reduzierter Gliederung, von 1845 bis 47; abgesetzte, traufständige Stallscheune, eingeschossiger Fachwerkbau mit Ziegelausfachung, Kniestock und abgeschlepptem Satteldach, firstparalleler Schuppen mit Tor und Holzverschalung; von 1904
Das zwischen 1845 und 1847 beim Bau der Filstalbahn errichtete Bahnwärterhaus ist ein wichtiges Zeugnis der württembergischen Eisenbahngeschichte und prägt die industriell geprägte Kulturlandschaft des Filstales. An dem schlüssig überlieferten Gebäude mit seinen Ökonomiebauten können die Arbeits- und Lebensweisen der autark lebenden Bahnwärterfamilien nachvollzogen werden. |
111581961 | ||
| Gasthaus | Nassachtalstraße 76 (Karte) |
Später Erholungsheim, ehemals zur Nassachmühle gehöriger dreigeschossiger Satteldachbau, Standerker mit überdachtem Freisitz, doppelter Giebelbalkon aus Holz, Sockelgeschoss aus verschlämmtem Ziegelmauerwerk, darüber verputztes Fachwerk mit Gliederung, spätes 19. Jahrhundert, durch Missional Freidrich Bay zum Kurheim umgenutzt, 1922, Umnutzung zum Kurheim des Evangelischen Diakonissenhaus Stuttgart, 1939
Das Gebäude wurde im späten 19. Jahrhundert als Gastwirtschaft errichtet und gehörte zur Nassachmühle. Im Jahr 1922 funktionierte der von Missionar Friedrich Bay das Gebäude zum Kurheim um, 1939 wurde es zum Erholungsheim des Evangelischen Diakonissenhauses Stuttgart umgenutzt. Das in den zeittypischen Formen des Schweizerhausstils des ausgehenden 19. Jahrhunderts errichtete Gebäude ist in seinem Erscheinungsbild sehr authentisch überliefert. Aufgrund der folgenden Umnutzung zum Erholungsheim wurde das Gebäude überregional bekannt. Das Haus besitzt großen Wert für die Architektur- und Heimatgeschichte. |
99338691 | ||
| Seldnerhaus | Oberdorfstraße 20 (Karte) |
Traufständiges, eingeschossiges Satteldachgebäude, weitgehend verputztes Fachwerk, 18./19. Jahrhundert
Im Unterschied zu sonst oft nur noch vereinzelt erhaltenen Gebäuden gehört das Seldnerhaus zu einer ausgedehnten Kolonie, die sich vor allem im 19. Jahrhundert zwischen Unterdorf und Fils entwickelt hat. Diese Gruppenbildung am Ortsrand einer Gemeinde ist für diesen wichtigen Haustyp vielfach charakteristisch. Das Gebäude ist ein anschauliches Dokument der Wirtschafts- und Sozialgeschichte Uhingens. |
99337641 | ||
| umpstation | Römerstraße 98 (Karte) |
Eingeschossiger Walmdachbau mit hakenförmig angesetzter, niedriger Wärterwohnung mit Zwerchhaus und polygonalem Eckerker sowie abgesetztem, kleinem Nebengebäude, bossierter Steinquadersockel, darüber glatt verputzt, mit technischer Ausstattung, vom Königlichen Bauamt für das öffentliche Wasserversorgungswesen, 1908
Das Pumpwerk wurde 1908 vom Königlichen Bauamt für das öffentliche Wasserversorgungswesen als Pumpstation mit Wärterwohnung für die Uhinger Wasserversorgungsgruppe in einer wasserreichen Tallandschaft errichtet und markiert die Anfangszeit der zentralen Wasserversorgung im Württemberg. Von der technischen Ausstattung der noch weitgehend bauzeitlich überlieferten Anlage sind noch bedeutende Teile erhalten, darunter eine Kolbenpumpe der Firma Kulm von 1908, ein Vorgelege, eine alte Wasserkraftanlage sowie zwei Kreiselpumpen aus der Zeit um 1930. Das Pumpwerk ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung und Technikgeschichte. |
99337668 | ||
| Quereinhaus | Schorndorfer Straße 2 (Karte) |
Traufständiger zweigeschossiger Satteldachbau mit hakenförmig angesetztem Giebelanbau, teilweise verputztes Fachwerk, Wohnteil mit Geschossvorkragungen und Balkenköpfen, 17./18. Jahrhundert
Das Gebäude ist ein Quereinhaus, ein regional sehr verbreiteter Bauernhaustyp. Das bauzeitliche Holzgerüst ist erhalten und an den Giebelvorkragungen, den Balkenköpfen und den kleinen Doppelfenstern auch von außen erkennbar. Das gut überlieferte Wohnstallhaus besitzt großen Wert für die Bau- und Ortsgeschichte. |
1207301 | ||
| Neues Müllerhaus der Unteren Mühle | Sparwieser Straße 5 (Karte) |
Zweigeschossiges Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Satteldach und einseitigem Krüppelwalm sowie Giebelgauben, massives Erdgeschoss mit Eckquaderung und Bänderung, darüber Fachwerk mit Ziegelausfachung, Ökonomieteil mit zwei stichbogigen Scheunentoren, vom Göppinger Werkmeister Edmund Bostel, 1895
Dieses für den Späthistorismus charakteristische Gebäude mit altdeutschen Stilelementen wurde 1895 als Wohnhaus Unteren Mühle errichtet wurde. Das städtisch anmutende und äußerst qualitätvoll gestaltete Gebäude macht den Repräsentationsanspruch der damaligen Mühlenbesitzer deutlich, es ist ein Zeugnis der Bau- und Ortsgeschichte. |
99337737 | ||
| Schmiede | Stuttgarter Straße 8 (Karte) |
Zweigeschossiger Satteldachbau mit hakenförmig angesetztem Stubenanbau verputztes Fachwerk, rückwärtiger Stubenanbau mit Schleppdachanbau, Werkstattvorplatz mit Pultdach, massiver Sockel, darüber Fachwerk, verputzt, originale Schmiedeausstattung, 1871(i)
Die mit der Vorplatzüberdachung und der bauzeitlichen Ausstattung vollständig überlieferte Schmiede besitzt einen hohen Seltenheitswert. Die für das frühere Dorfleben wichtige Einrichtung ist ein Identifikationsort und hat großen wirtschafts- sowie technikgeschichtlichen Wert. |
99337750 | ||
| Gasthaus Zum Adler | Ulmer Straße 1 (Karte) |
Giebelständiger, zweigeschossiger Satteldachbau, Erdgeschoss verputzt, darüber Fachwerk, Giebel mit Geschossvorkragungen und geschnitzten Knaggen, eingezogenes Rückgebäude mit Geschossvorkragung an Traufseite, von 1582 (d)
Das Gasthaus Zum Adler befindet sich in gasthaustypischer Lage im Zentrum von Uhingen in der Nähe der Filsbrücke und an der Durchgangsstraße nach Ulm und Stuttgart. Das Gebäude wurde im 16. Jahrhundert erbaut und besitzt über die ganze Länge einen einheitlichen Dachstuhl, der 1582 abgezimmert wurde. Der historische Baubestand ist ein wichtiges Zeugnis der Baugeschichte, zudem besitzt das Gasthaus als öffentliches Gebäude einen hohen Identifikationswert für Uhingen. |
99337791 | ||
| Wohnhaus | Zeppelinstraße 32 (Karte) |
Eingeschossiger Satteldachbau mit Schwebegiebel und Zwerchhaus mit Krüppelwalm und Fluggespärre, verputzter Sockel, Erdgeschoss in Ziegel mit steinernen Fensterrahmungen und Eselsrückenmotiv, Seiteneingang mit zweiläufiger Freitreppe, Giebel mit Schieferplatten, 1908
Das kleine Wohnhaus wurde 1908 erbaut uns ist in der zeittypischen Formenvielfalt des späten Historismus gestaltet. Das äußerst anschaulich erhaltene Gebäude ist ein wichtiges Zeugnis der Architektur- und Heimatgeschichte. |
99337861 |