Liste der Kulturdenkmale in Grundsheim
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In der Liste der Kulturdenkmale in Grundsheim sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Grundsheim im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg aufgelistet.
Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale in Grundsheim
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Scheune des ehemaligen Rittergutes Grundsheim | Oberdorf (Karte) |
Fachwerkscheune mit Satteldach, massiver Sockel, Fachwerk mit regelmäßigem konstruktivem Gefüge, Zierfachwerkgiebel mit geschwungen-geknickten Fußstreben sowie einer von einem Andreaskreuz durchdrungenen, geschwungenen Raute, um 1700
Das stattliche freistehende Scheuergebäude ist der letzte bauliche Rest des ehemaligen Rittergutes, das sich hier aus der früher am Weiherbach gelegenen Wasserburg entwickelt hatte und später in das fürstlich Thurn- und Taxis’sche Hofgut überging. Die reiche Gestaltung des Fachwerks am Giebel und das regelmäßige Gefüge der Wände belegen die herrschaftliche Funktion des Scheuerbaus, dessen Formen und Technik auf eine Entstehung in der Zeit um 1700 verweisen. Der Bau dokumentiert die bedeutende Stellung, die die ritterlichen Gutshöfe in dieser Gegend ursprünglich besaßen. |
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| Pfarrhaus | Kirchweg 2 (Karte) |
Sogenanntes Kaplaneihaus, zweigeschossiges, verputztes Fachwerkhaus mit Walmdach, massiver Sockel, dreiachsig gegliederte Fassade, Mitte 18. Jahrhundert
Das Gebäude, das in der mündlichen Überlieferung als „Kaplaneihaus“ d.h. als Haus des Kaplans für die 1383 gestifteten Schlosskaplanei bezeichnet wird, entspricht mit dem herrschaftlichen Charakter des Außenbaus und der erhaltenen klaren Gliederung der Innenräume dem gängigen Typus der regionalen Pfarrhausarchitektur im 18. Jahrhundert. Es könnte sein, dass es sich um das alte Pfarrhaus handelt. Die am südlichen Ortsrand auf einer Anhöhe gelegene Baugruppe von Pfarrkirche und den beiden Priesterhäusern hebt sich durch die massive Bauweise und die Dimensionen der einzelnen Gebäude deutlich von den übrigen Hofstellen des Ortes ab. Als architektur- und ortsgeschichtlich bedeutender Komplex prägt sie das Ortsbild in entscheidendem Maße. |
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| Pfarrhaus | Kirchweg 4 (Karte) |
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau in Hanglage mit flach geneigtem Pyramidendach, rustizierter Sockel, symmetrische Fassadengestaltung, Horizontalgliederung durch Gurt- und Traufgesims, spätes 19. Jahrhundert
Mit seiner historisierenden klassizistischen Formensprache ist das Grundsheimer Pfarrhaus ein sprechendes Beispiel für die Pfarrhausbauten des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zusammen mit dem alten Kaplaneihaus und der Martinskirche bildet es eine am südlichen Ortsrand auf einer Anhöhe gelegene Baugruppe, die sich durch die massive Bauweise und die Dimensionen der einzelnen Gebäude deutlich von den übrigen Hofstellen des Ortes abhebt. Dieser architektur- und ortsgeschichtlich bedeutende Komplex prägt das Ortsbild in entscheidendem Maße. |
102466677 | ||
| Friedhofskapelle | Kirchweg (Karte) |
Kleiner Bau in Sichtbacksteinmauerwerk mit niedrigerem eingezogenem Chor und Satteldach, rustizierter Sandsteinsockel, an der Giebelseite Ecken mit dreiviertelhohen Strebepfeilern besetzt, spitzbogiges Portal mit Sandsteingewänden und bemaltem Tympanon, eisernes Giebelkreuz, im Inneren Lourdesgrotte, Ende 19. Jahrhundert
Der östlich der Pfarrkirche auf dem Gelände des Gottesackers errichtete kleine Kapellenbau ist mit seiner neugotischen Formensprache ein für die Entstehungszeit im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts typischer Sakralbau. Die Lourdesgrotte im Inneren ist eine der zahlreichen, für katholische Gebiete charakteristischen Nachbildungen der Grotte von Massabielle bei Lourdes in Südfrankreich, in der 1858 die Hl. Bernadette eine Marienerscheinung hatte. Kapelle und Grotte sind damit anschaulich überlieferte Zeugnisse der vom Katholizismus geprägten Frömmigkeit in der Region. |
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| Katholische Pfarrkirche St. Martin | Kirchweg 8 (Karte) |
Verputzter Saalbau mit Volutengiebeln und Satteldach, eingezogener, gerade geschlossener Chor, Chorturm mit Zwiebelhaube, im Inneren flachdecktes Schiff und einheitliche Barockausstattung, 1720–23, erneuert 1863/64
Die am südlichen Ortsrand auf einer Anhöhe gelegene Baugruppe von Pfarrkirche und den beiden Pfarrhäusern prägt das Ortsbild in entscheidendem Maße. Mit dem markanten zwiebelbekrönten Turm ist die Martinskirche die vertikale Dominante von Grundsheim und zentrales bauliches Dokument der Orts- und Kirchengeschichte. Mit ihrer bauzeitlichen, einheitlichen Ausstattung, darunter die qualitätvollen Figuren des Hochaltars von Johann Baptist Hops und das Gemälde des nördlichen Seitenaltars mit der Verehrung des Kreuzpartikels von Johann Bergmayer, ist sie ein anschaulich überliefertes Beispiel einer Barockkirche. |
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