Liste der Kulturdenkmale in Igersheim
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In der Liste der Kulturdenkmale in Igersheim sind unbewegliche Bau- und Kunstdenkmale aller Ortsteile von Igersheim aufgeführt. Grundlage für diese Liste ist die vom Regierungspräsidium Stuttgart herausgegebene Liste der Bau- und Kunstdenkmale mit Stand vom 15. Februar 2012. Der Artikel ist Teil der übergeordneten Liste der Kulturdenkmale im Main-Tauber-Kreis. Diese Liste ist nicht rechtsverbindlich. Eine rechtsverbindliche Auskunft ist lediglich auf Anfrage bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Gemeinde Igersheim erhältlich.[Anm. 1]
Kleindenkmale wie beispielsweise Bildstöcke, Statuen und Wegkreuze blieben im Gemeindegebiet zahlreich erhalten. Der Grund liegt in der seit dem Mittelalter durchgehend landwirtschaftlichen Struktur. Es kam in der Neuzeit zu keiner Verdichtung von Siedlung und Industrie wie in den Ballungsgebieten, so dass diese Kulturdenkmale im Freiland weitgehend erhalten blieben.
Allgemein
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Bau-, Kunst- und Kulturdenkmale der Gemeinde Igersheim
Bernsfelden
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Bildstock mit Kreuzigungsgruppe | Nähe Baumgartenstraße 3 (Karte) |
Sandstein, 1814 (i)
Der aufwendig in frühklassizistischen Formen gestaltete Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. Durch die Nennung der Stifter erhält er ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102241329 | ||
| Wohnhaus einer Hofanlage | Bowiesen 3 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau, Satteldach mit einseitigem Krüppelwalm, Gliederung durch abgerundete Ecklisenen und Stockwerksgurte, Muttergottes-Nische in profiliertem Segmentbogen mit Bittinschrift und farbig gefasster Figur, traufseitige Erschließung, beschnitztes Türblatt, im Türsturz datiert, erbaut für Franz Trunk, 1850 (i)
Das stattliche massive Wohngebäude belegt den Wohlstand der Bauern im Taubertal. Mit seiner Kubatur und den Details belegt es die Tradierung barockzeitlicher Formelemente bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, wie sie in Hohenlohe-Franken weit verbreitet war. Charakteristischer Bestandteil ist eine Figurennische mit Hausmadonna als Schutzpatronin, welche die traditionell katholische Prägung der Gegend um Bad Mergentheim belegt. Das Gebäude veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert für den Weiler Bowiesen. |
102240233 | ||
| Bildstock mit Reliefaufsatz einer Beweinung Christi | (Karte) |
Sandstein, um 1900
Die qualitativ anspruchsvoll gearbeitete Beweinungsgruppe orientiert sich an spätgotischen Bildwerken. Sie ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. |
102240201 | ||
| Wohnhaus | Obere Straße 2 (Karte) |
Zweigeschossiger Werksteinbau, Satteldach mit profiliertem Traufgesims und Wiederkehr, reiche Gliederungen in rotem Sandstein, giebelseitig Muttergottesnische und Tafel mit Bauinschrift, traufseitige Erschließung, Hauseingang mit geschnitztem Türblatt, errichtet für Georg Michel, 1897 (i)
Der aufwendig in Neurenaissanceformen gestaltete Wohnbau lebt vom Kontrast zwischen den Mauerflächen des hellen Kalksteins und den reichen Rotsandsteingliederungen. Er überträgt Gestaltungsformen des städtischen Hausbaus des Späthistorismus in den ländlichen Bereich. Charakteristisches Merkmal für die katholisch geprägte Region ist die Nische mit einer Hausmadonna als Schutzpatronin des Anwesens. Das Gebäude veranschaulicht Wohn- und Lebensverhältnisse eines wohlhabenden Bauherr im späten 19. Jahrhundert auf dem Land und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
102240776 | ||
Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche St. Franziskus | Obere Straße 5 (Karte) |
1887 | Verputzter Massivbau, Wandpfeilerkirche mit ornamental gedecktem Satteldach, eingezogener Polygonalchor, nördlich Chorflankenturm mit spitzem, hohem Pyramidendach, südlich Sakristeianbau, Gliederung durch Strebepfeiler, innen breites Langhaus mit Holzbalkendecke, Langhauskapellen mit Spitztonnen, verbunden mit spitzbogigen Durchgängen, kreuzrippengewölbter Chor, Westempore über Segmentbogenarkaden, bauzeitliche ornamentale Ausmalung und Ausstattung, 1887 (i)
Die katholische Pfarrkirche St. Franziskus dominiert mit ihrem hohen spitzen Turmhelm das Ortsbild. Sie ist ein hervorragendes und anschaulich erhaltenes Beispiel eines neugotischen katholischen Sakralbaus im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Sie überliefert in seltener Geschlossenheit und ohne größere spätere Veränderungen einen historistischen, neugotischen Sakralraum mit seiner bauzeitlichen Ausmalung und einer qualitätvollen Ausstattung. Im Chor wird die Orientierung des Architekten an Konstruktions- und Gestaltungselementen der Frühgotik deutlich. Der Kirchenbau ersetzte einen älteren Vorgänger. Ein Gotteshaus ist erstmals für das Jahr 1418 genannt; es war bis 1748 Filialkirche und wurde in jenem Jahr Mittelpunkt einer eigenständigen Pfarrei. Der aufwendige und anspruchsvolle Neubau veranschaulicht das Selbstbewusstsein wie auch die Religiosität der Bernsfeldener Katholiken im 19. Jahrhundert und hat orts- und kirchengeschichtliche Bedeutung.[1] |
1194181 |
| (am Wohnhaus) beschnitzter Eckpfosten | Obere Straße 8 (Karte) |
1678 (i)
Beschnitzte Eckpfosten wie dieser sind charakteristische Merkmale ländlicher Wohnbauten der Frühen Neuzeit in Hohenlohe-Franken. Mit den Initialen der Bauherrschaft bzw. des Zimmermanns hat er ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102241110 | ||
| (Ecke Bildstockweg) Bildstock mit Kreuzgruppe | Oesfelder Straße 4 (Karte) |
Sandstein, 1766 (i)
Der aufwendig gestaltete, mit einem bäuerlichen Wappen gezierte Bildstock erhält durch die ausführliche Inschrift auf dem Pfeiler mit Nennung der Stifter ortsgeschichtliche Bedeutung. Das barocke Bildwerk vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. |
102241268 | ||
| Bildstock | (Karte) |
Doppelseitig, Marienkrönung und Muttergottes mit Jesusknabe, 1851 (i)
Der aufwendig gestaltete Bildstock ist ein qualitätvolles Zeugnis der regionalen Steinmetzkunst zur Zeit des Klassizismus. Er vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. Durch die Nennung der Stifter erhält er ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102241599 | ||
| (am Wohnhaus) Dreifaltigkeitsrelief in Kielbogenrahmung mit seitlichen Fialen und Kreuzblume | Untere Straße 3 (Karte) |
Farbig gefasster Sandstein, 19. Jahrhundert
Das neugotische Bildrelief entspricht in seiner Form den regionaltypischen Bildstockaufsätzen. Es ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität in der katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. |
102241304 | ||
| Sühnekreuznest | Würzburger Straße 11 (Karte) |
Mittelalterlich
Sühnekreuze sind charakteristische Zeugnisse der mittelalterlichen Rechtskultur. Im Falle eines Totschlags musste zur Sühne ein Kreuzstein als Mahnmal gestiftet werden. Da der Erschlagene ohne Empfang der heiligen Sterbesakramente aus dem Leben geschieden war, stellte man den Kreuzstein als Symbol für Tod und Auferstehung am Ort des Geschehens auf. Die Setzungen der Totengedächtnissteine wurden zwischen Schädiger und Angehörigen des Geschädigten zur Wiederherstellung des Rechtes vertraglich ausgehandelt. Nachdem mit Erlass der Peinlichen Gerichtsordnung durch Kaiser Karl V. 1532 derartige Rechtsfälle der staatlichen Gerichtsbarkeit unterstellt worden waren, kam die regionalem Privatrecht unterliegende Aufstellung von Sühnekreuzen gegen des 16. Jahrhunderts zum Erliegen. |
102241353 | ||
| Bildstock | (Karte) |
Bildtafel mit Pietà auf Pfeiler, ornamentierter Sockel und Pfeiler Kalkstein, Relief Sandstein, Inschrift in Kartusche, 1765 (i)
Der barocke Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. |
102241624 | ||
| Gasthof Goldenes Kreuz | Würzburger Straße 18 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Bau, Krüppelwalmdach mit Aufschiebling, großes Zwerchhaus mit Krüppelwalmdach, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, Obergeschossfenster, teilweise mit Keilsteinimitationen, schmiedeeiserner Ausleger mit Deutschordenswappen in Lorbeerkranz und mit Fürstenhut, runder Kellerbogen, 1670 (i)
Das stattliche, ortsbildprägende Gebäude in charakteristischer Lage an der Hauptdurchgangsstraße ist ein anschauliches Beispiel für einen großen Landgasthof der Frühen Neuzeit. Der Ausleger ist nicht nur Zeugnis der Schmiedekunst im 18. Jahrhundert, sondern verweist auch auf die Zugehörigkeit Bernsfeldens wie auch des Gasthauses zur Herrschaft des Deutschen Ordens, zeigt er doch unter dem Fürstenhut das große Ordenskreuz mit Reichsadler im Kreuzpunkt. Das Gebäude hat als altes Gasthaus wirtschafts- und ortsgeschichtlichen Zeugniswert. |
102241414 | ||
| Wohnhaus | Würzburger Straße 21 (Karte) |
Langgestreckter verputzter Massivbau von zwei Geschossen, Satteldach mit einseitigem Krüppelwalm, Gliederung durch Ecklisenen und mit einfachem Stockwerksgurt, Hauseingang in geohrtem, profiliertem Türgewände mit Oberlicht, errichtet für Adam Pfeufer, 1819 (i)
Das große massive Wohnhaus ist Zeugnis einer wohlhabenden Bauherrschaft. Mit seiner Grundform wie auch den Details tradiert es barockzeitliche Bauernhäuser der Region. Es veranschaulicht gehobene bäuerliche Wohn- und Lebensverhältnisse im frühen 19. Jahrhundert und hat Bedeutung für die Ortsgeschichte. |
102241438 |
Weitere Bau-, Kunst- und Kulturdenkmale in Bernsfelden mit dem Dorf Bernsfelden (⊙) und den Weilern Bowiesen (Exklave; ⊙), Hagenhof (⊙) und Ziegelhütte (⊙), die nicht in der Denkmaldatenbank enthalten sind:[2]
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Kapelle | Bowiesen (Karte) |
Kapelle des Weilers Bowiesen | |||
| Bildstock | Bildstock | ||||
Weitere Bilder |
Steinkreuz | (Karte) |
ca. 15./16. Jh. | Mord- und Sühnekreuz: Igersheim III (neben IV und V) / Ortsteil Bernsfelden. Werden mit dem Bauernkrieg bzw. „einem Kriegszug“ in Verbindung gebracht. | |
Weitere Bilder |
Steinkreuz | (Karte) |
ca. 15./16. Jh. | Mord- und Sühnekreuz: Igersheim IV (neben III und V) / Ortsteil Bernsfelden. Werden mit dem Bauernkrieg bzw. „einem Kriegszug“ in Verbindung gebracht. | |
Weitere Bilder |
Steinkreuz | (Karte) |
ca. 15./16. Jh. | Mord- und Sühnekreuz: Igersheim V (neben III und IV) / Ortsteil Bernsfelden. Werden mit dem Bauernkrieg bzw. „einem Kriegszug“ in Verbindung gebracht. | |
| Kriegerdenkmal | Würzburger Straße, Friedhof | Kriegerdenkmal Erster und Zweiter Weltkrieg. Das Kriegerdenkmal befindet sich auf dem Friedhof. Ein einem Tempel nachempfundes Denkmal. An den senkrechten Pfosten sind zwei Figuren herausgearbeitet. Ein Ritter mit Schwert und eine Frau mit Schwert und Kelch. In der Mitte ist eine Namenstafel aus Marmor eingesetzt. Neben dem Denkmal steht ein Holzkreuz für einen hier gefallenen Soldaten.[3] |
Harthausen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche St. Ägidius | Hauptstraße 34 (Karte) |
1747 | Massiver verputzter Saalbau mit Satteldach, eingezogener Polygonalchor mit entsprechend abgewalmtem Dach, nördlich Chorflankenturm mit Welscher Haube und Biforium mit Mittelsäulchen, südlich Sakristeianbau, im Inneren stuckierte Flachdecke, Chor mit Stichkappengewölbe, Westempore, Turm im Kern romanisch, sonst Neubau von 1747 (i); Friedhofsmauer aus Bruchstein
Die katholische Pfarrkirche ist ein zurückhaltend gestalteter Barockbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, welche einen romanischen Turmbau integriert, der zu den ältesten Bauten im Gemeindegebiet von Igersheim zählt. Er dominiert mit seiner eigentümlichen Welschen Haube das Ortsbild. Ein Gotteshaus ist für Harthausen erstmals 1484 erwähnt. Es war Filialkirche der Pfarrei Nassau. Erst 1822 erfolgte die Einrichtung einer eigenständigen Pfarrei. Das Gebäude hat damit siedlungs- und kirchengeschichtliche Bedeutung.[4] |
1194185 |
| Bildstock mit Marienkrönung | Hauptstraße 7 (Karte) |
Sandstein, Ende 18. Jahrhundert, Sockel 1780 (i), eventuell nicht zugehörig
Der reich gestaltete und mit umfangreichen Inschriften versehene spätbarocke Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. |
102262853 | ||
| (am Wohnhaus) Steinschiebefenster | Hauptstraße 14 (Karte) |
18. und 19. Jahrhundert
Steinerne Schiebefenster wurden vor allem in ländlichen Gegenden für die Gewölbekellerbelüftung eingesetzt. Da ein Lichteinfall hier nicht notwendig war, wurden sie bei Kälte oder zu großer Hitze einfach zugeschoben. Die beiden Steinschiebefenster überliefern vormoderne Bautechniken und sind durch ihren anschaulichen Erhaltungszustand für die historische Hausforschung bedeutsam. |
102262946 | ||
| (bei dem Nebengebäude) Bildstock mit Marienkrönung | Hauptstraße (Karte) |
Sandstein, 1801 (i)
Der aufwendig gestaltete Bildstock steht am Übergang vom Barock zum frühen Klassizismus und belegt die Qualität des lokalen Steinmetzhandwerks. Er vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. |
102263009 | ||
| (am Wohnhaus) Steinschiebefenster | Hauptstraße 19 (Karte) |
18. Jahrhundert
Steinerne Schiebefenster wurden vor allem in ländlichen Gegenden für die Gewölbekellerbelüftung eingesetzt. Da ein Lichteinfall hier nicht notwendig war, wurden sie bei Kälte oder zu großer Hitze einfach zugeschoben. Das Steinschiebefenster überliefert vormoderne Bautechniken und ist durch seinen anschaulichen Erhaltungszustand für die historische Hausforschung bedeutsam. |
102263148 | ||
Weitere Bilder |
Rathaus | Hauptstraße 40 (Karte) |
1854 | Zweigeschossiger Kalksteinbau mit Satteldach, übergiebelter Mittelrisalit mit Dachreiter, Gliederungselemente in rotem Sandstein, im Obergeschoss rundbogiges Zwillingsfenster mit Kopfgesims, 1854 (i)
Das stattliche freistehende Gebäude in ortsbildprägender Ecklage zählt zu den frühesten Beispielen eines in Formen der Neurenaissance errichteten Kommunalbaus im ländlichen Bereich des einstigen Königreiches Württemberg. Die Fassaden leben vom Kontrast zwischen dem hellen Kalksteinmauerwerk und den Gliederungselementen in rotem Sandstein. Das Gebäude hat als Mittelpunkt der einst politisch selbstständigen Gemeinde Harthausen wichtigen ortsgeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert Entwicklungen in der ländlichen Rathausarchitektur um die Mitte des 19. Jahrhunderts.[5] |
102263205 |
| Bildstock | Lange Straße 25 (Karte) |
Sandstein, gefaster Pfeiler, darauf Relief der Pietà in Kielbogenrahmung, Fialen- und Kreuzblumenbesatz, um 1880
Der in neugotischen Formen gestaltete Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
102263265 | ||
| Wegkreuz | (Karte) |
Sandstein, am Kreuzfuß unter dem Gekreuzigten trauernde Maria, im Sockel Inschrift, 1878 (i)
Das Wegkreuz ist ein qualitätvolles Beispiel der regionalen Bildhauerkunst im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Es fordert Vorübergehende zur Andacht auf und ist damit anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Die Skulpturengruppe ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. |
102263536 | ||
| Bildstock mit Vierzehn Nothelfern | Nassauer Straße 12 (Karte) |
Gefaster Pfeiler mit Heiligenreliefs, Relieftafel mit dicht gedrängter Darstellung der Nothelfer, Kielbogenabschloss mit Krabben- und Kreuzbesatz, gestiftet durch Schultheiß Matthäus Kemmer und dessen Frau Katharina, 1898 (i)
Der in neugotischen Formen gestaltete Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. Durch die Nennung des Stifterehepaars aus der dörflichen Oberschicht erhält er ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102263346 | ||
| Doppelbildstock mit Christus und Muttergottesrelief | (Karte) |
Sandstein, farbig gefasst, 1876 (i)
Der in neugotischen Formen gestaltete Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. Durch die Nennung des Stifters Georg Ziegler aus Messelhausen erhält er ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102246305 | ||
Weitere Bilder |
Kath. Kapelle Maria Heimsuchung | Neubronn 10 (Karte) |
Saalbau in Werkstein mit Satteldach und Giebelreiter, leicht eingezogener Polygonalchor, mit entsprechend abgewalmtem Satteldach, Gliederung durch Strebepfeiler, Nischenportal in Spitzbogen, 1878 (a)
Die Maria-Heimsuchung-Kapelle erhebt sich ortsbildprägende am Rand, leicht erhöht oberhalb des Weilers Neubronn. Sie ist ein anschauliches Beispiel für die Gotteshäuser kleinerer Ortschaften, wie sie in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts im Stil der Neugotik entstanden, und zeugt von der traditionell katholisch geprägten Religiosität um Bad Mergentheim. Sie hat orts- und kirchengeschichtlichen Zeugniswert.[6] |
102246447 | |
| Bildstock mit Pietà | Neubronn 10 (Karte) |
Sandstein, farbig gefasst, 19. Jahrhundert
Der Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
102246384 | ||
| (am Wohnhaus) Steinschiebefenster | Neuseser Straße 2 (Karte) |
18. Jahrhundert
Steinerne Schiebefenster wurden vor allem in ländlichen Gegenden für die Gewölbekellerbelüftung eingesetzt. Da ein Lichteinfall hier nicht notwendig war, wurden sie bei Kälte oder zu großer Hitze einfach zugeschoben. Die beiden Steinschiebefenster überliefern vormoderne Bautechniken und sind durch ihren anschaulichen Erhaltungszustand für die historische Hausforschung bedeutsam. |
102263296 | ||
| Mariensäule | (Karte) |
Sandstein, gefaster Schaft mit Blattkapitell, darauf betende Marienfigur, wohl 2. Hälfte 19. Jahrhundert
Die historistische Figur ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Sie ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. |
102264472 | ||
| Bildstock aus Sandstein auf kubischem Sockel | (Karte) |
Schaft mit figürlichem Relief, Aufsatz mit Relief Mariä Krönung, 19. Jahrhundert
Der in neugotischen Formen gestaltete Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
107701454 | ||
Weitere Bilder |
Kath. Kapelle Rosenkranz | Reckerstal 12 (Karte) |
1916 | Bruchsteinbau mit Sandsteingliederungen, Satteldach mit verschiefertem Giebelreiter, eingezogener, halbrund schließender Chor mit entsprechend abgewalmtem Satteldach, südlich Sakristeianbau mit abgewalmtem Satteldach, mit Dachreiter und eingezogenem Chor, erbaut 1887 (a), Tympanonrelief mit Darstellung der Stifter und betender Soldaten zu Seiten Mariens, errichtet im Auftrag von Bauer Fritz Bildh, 1916 (i)
Die am östlichen Ortsausgang des Weilers Reckerstal gelegene neuromanische Rosenkranzkapelle ist charakteristisches Zeugnis für den historistischen Sakralbau kleinerer Orte im späteren 19. Jahrhundert. Zeitgeschichtliche Bedeutung erhält sie durch das Tympanonrelief, das 1916 von dem Reckerstaler Bauern Fritz Bildh gestiftet wurde mit der Bitte um Hilfe durch die Friedenskönigin Maria in der Zeit des Weltkriegs, ein Hinweis darauf, dass die Landbevölkerung nicht wirklich begeistert dem Kriegsgeschehen gegenüberstand und den Frieden herbeiersehnte. Die beiden betenden Soldaten zur Linken Mariens könnten Bildhs Söhne sein, während der Bauer mit Frau und Tochter zur Rechten der Muttergottes erscheint. Ein Grab deutet offenbar auf einen bereits Gefallenen Familienangehörigen hin. Die Kapelle hat damit nicht nur orts- und siedlungsgeschichtlichen Zeugniswert, sondern verweist auch auf ein übergeordnetes historisches Ereignis von welthistorischer Tragweite hin, welches das Leben in dem fränkischen Weiler beeinflusste.[7] |
102263787 |
| Bildstock | (Karte) |
Sandstein, farbig gefasst, Postament mit Inschrift, Schaft mit Heiligenrelief, Relieftafel mit Darstellung der Vierzehn Nothelfer, wohl Mitte oder 2. Hälfte 19. Jahrhundert
Der in neugotischen Formen gestaltete Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
102264159 | ||
| Wegkreuz | Reckerstal (Karte) |
Roter Sandstein, 1822 (i)
Das Wegkreuz, das aus dem Gekreuzigten und der darunter trauernden Maria besteht, erscheint stilistisch noch ganz in der Tradition barockzeitlicher Bildhauerei und belegt das lange Fortleben des Formenguts des 18. Jahrhunderts in der katholisch geprägten Region auch nach dem Übergang der Herrschaft vom Deutschen Orden auf das Königreich Württemberg 1809. Die Sandsteingruppe ist Zeugnis der lokalen Bildhauerkunst im 1. Viertel des 19. Jahrhunderts und veranschaulicht eine gelebte und bildlich zum Ausdruck gebrachte Religiosität der Bevölkerung. |
102263857 | ||
| Bildstock mit Marienkrönung | (Karte) |
Sandstein, farbig gefasst, 1750 (i)
Der barocke Bildstock zeigt die Krönung Mariens und trägt auf dem Pfeilerschaft eine lange Inschrift. Er vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. Durch die Nennung der Stifter erhält er ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102263450 |
Weitere Bau-, Kunst- und Kulturdenkmale in Harthausen mit dem Dorf Harthausen (⊙) und den Weilern Neubronn (⊙) und Reckerstal, die in der denkmaldatenbank nicht verzeichnet sind (⊙):[2]
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Kriegerdenkmal | Hauptstraße 34 (an) | Kriegerdenkmal Erster und Zweiter Weltkrieg. An der Außenseite der Kirche St. Aegidius befindet sich das Kriegerdenkmal. In der Mitte einem Tempeleingang nachempfunden aus hellem Sandstein (1. WK) mit Verzierungen versehen. Links und Rechts daneben zwei Marmortafeln (2. WK).[8] | |||
| Weitere Bilder | Steinkreuz | ca. 15./16. Jh. | Mord- und Sühnekreuz: Igersheim VI / Ortsteil Harthausen. | ||
Weitere Bilder |
Steinkreuz | (Karte) |
ca. 14./15. Jh. | Mord- und Sühnekreuz: Igersheim VII / Ortsteil Reckerstal. |
Igersheim
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
Weitere Bilder |
Gasthaus Zum Adler (heute Wohn- und Geschäftshaus), Möhlerhaus | Bad Mergentheimer Straße 1 (Karte) |
Verputzter Massivbau, eingeschossig über hohem Sockelgeschoss, Walmdach mit einseitigem Halbwalm und profiliertem Traufgesims, dorische Eckpilaster, traufseitige Erschließung über doppelläufige Freitreppe, Segmentbogenportal mit Nische, im Keilstein Initialen, Ordenskreuz und Datierung, 1794 (i)
Das breit gelagerte Gebäude in ortsbaulich markanter Ecklage zum zentralen Platz, dem heutigen Möhlerplatz, hebt sich durch die auffallende Gestaltung mit dorischen Eckpilastern deutlich von der umgebenden Bebauung ab. Dies weist auf eine Sonderfunktion des Hauses hin. In der Tat handelt es sich dabei um ein altes Gasthaus in zentraler Lage, das Gasthaus Zum Adler. Dieses ist schon seit 1626 nachgewiesen und erfuhr 1794 einen Neubau. Damit hat das Gebäude orts- und wirtschaftsgeschichtliche Bedeutung für den Flecken an einem wichtigen Tauberübergang. Es ist das Geburtshaus des Johann Adam Möhler in Igersheim |
102231198 | |
| Bildstock mit Kreuzgruppe | Bad Mergentheimer Straße 30 (Karte) |
Anbetung der Könige und Bauernwappen mit Pflugschar, Sandstein, 1627 (i)
Der Bildstock zählt zu den älteren Beispielen dieser Form kleiner Andachtsstätten und datiert noch in die Zeit der Spätrenaissance. Er wurde nach Ausweis des Wappenschildes von einer vermögenden Bauernfamilie gestiftet. Die Stifter erscheinen sowohl im Bildnis der Kreuzigung wie auch darunter in Anbetung der Weihnachtsszene, womit das Heilsgeschehen in verkürzter Form zu zentralen Botschaft der Erlösung wird. Dabei berührt die Darstellung in ihrer derben Naivität. Der Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. Durch den Wappenausweis der Stifterfamilie erhält er überdies ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102231238 | ||
| Vierbogige Steinbrücke über die Tauber mit Nepomukstatue | Bad Mergentheimer Straße 30 (Karte) |
1755 bis 1757 (a)
Der vierbogige, unter der Herrschaft des Deutschen Ordens errichtete Tauberübergang ist ein anschauliches Beispiel für einen frühneuzeitlichen Gewölbebrückenbau. Sie ist wichtiges Zeugnis der Ingenieurbaus im 18. Jahrhundert und hat verkehrsgeschichtliche Bedeutung für die Region. Charakteristisch für die Entstehungszeit ist der Schmuck des Bauwerks durch eine qualitätvolle barocke Statue des Brückenheiligen Nepomuk. Der böhmische Priester war im 14. Jahrhundert auf Befehl des Königs von der Prager Karlsbrücke in die Moldau gestürzt worden, weil er das Beichtgeheimnis nicht hatte verraten wollen. Nach seiner Heiligsprechung im 18. Jahrhundert erfreute er sich als Schutzpatron der Brücken großer Beliebtheit. |
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| Oberjägerhaus | Burgstraße 6 (Karte) |
Ab 1789 Neuhauser Amtssitz, seit 1823 kath. Pfarrhaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau über hohem Kellergeschoss in markanter Ecklage, Mansardwalmdach mit profiliertem Traufgesims, Ecklisenen, im Obergeschosse geohrte Fenster, im Erdgeschoss schmiedeeiserne Fensterkörbe, längsseitige Erschließung über doppelläufige Freitreppe und zentral angeordneten Hauseingang, Ecknische mit farbig gefasster Marienfigur unter Baldachin, Steinschiebefenster, im Inneren Raumanordnung in Enfiladen, großer Gewölbekeller, erbaut für Deutschordens-Oberjäger Jakob Huberich, 1754 (a, i)
Das stattliche, axialsymmetrisch gegliederte Barockgebäude hebt sich durch seine Ecklisenen und das hohe Mansardwalmdach deutlich als Sonderbau innerhalb der Siedlungsstruktur Igersheims ab. Es wurde ursprünglich für den Oberjäger des Deutschen Ordens Jakob Huberich als Wohn- und Amtssitz erbaut, ab 1789 war es Sitz des Amtmannes von Burg Neuhaus. Erst 1823 wurde der katholische Pfarrsitz hierher verlegt. Das Gebäude hat damit wichtigen Zeugniswert für die Verwaltungsgeschichte des einstigen Deutschordensstaates sowie für die Orts- und Kirchengeschichte Igersheims. |
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Bildstock | Burgstraße 32 (Karte) |
Sandstein, Rundpfeiler, Bildaufsatz in Kielbogenrahmen, farbig gefasste Reliefdarstellung der Muttergottes vor Goldhintergrund, im Sockel Inschrift, 1895
Der in neugotischen Formen gestaltete Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
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| Gasthaus Zum Löwen | Goldbachstraße 8 (Karte) |
Zweigeschossiger, weitgehend verputzter Bau, Satteldach mit Aufschiebling, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, im Giebel freiliegend mit reichen Zierformen, beschnitzter Eckständer, reicher schmiedeeiserner Ausleger, wohl 17. Jahrhundert
Das Gasthaus Zum Löwen ist 1626 als „oberer Wirt“ belegt. Sein reiches Giebelfachwerk, charakteristisch für die Region im 17. Jahrhundert, könnte durchaus noch in diese Zeit gehören. Seit dem frühen 18. Jahrhundert ist das Gebäude unter dem heutigen Namen bekannt. Es zählt zu den alten und traditionsreichen, bis heute in betrieb befindlichen Wirtshäusern des Fleckens und hat damit orts- und wirtschaftsgeschichtlichen Zeugniswert. Der kunstvolle schmiedeeiserne Ausleger mit seinen frühklassizistischen Formen dürfte in die Zeit um 1800 oder wenig später gehören und ist Ausweis der Qualität des lokalen Kunstschmiedehandwerks. |
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| (am Wohnhaus) Portalgewände mit Oberlicht | Goldbachstraße 15 (Karte) |
Sturz mit Ordenskreuz, 1788 (i)
Mit dem datierten Keilstein hat das Portalgewände aus Kalkstein ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert. Das auffällig geformte Kreuz darf wohl als Hinweis auf die Herrschaft des Deutschen Ordens über Igersheim verstanden werden. |
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| Bildstock mit Kreuzgruppe | Goldbachstraße 17 (Karte) |
Stiftern und Kinderschar, Sandstein, 1617 (i) (Sockel original, Bildstockrelief Kopie, 1990 - Original in der kath. Pfarrkirche, Pfarrgang 1)
Der Bildstock in ortsbaulich markanter Ecklage zählt zu den ältesten überlieferten Bildstöcken der Gegend und ist ein anschauliches Beispiel für die Qualität der Steinmetzkunst in der Zeit der Spätrenaissance. Ähnlich wie bei Epitaphen in Kirchen erscheinen als Beteiligte an der Kreuzigungsszene sämtliche Angehörigen der Stifterfamilie in anbetender Haltung. Das Wappen weist den Bildstock als Stiftung der angesehenen und vermögenden bäuerlichen Familie des Barthel Lang aus Igersheim aus, die in der Pfeilerinschrift genannt ist. Lang gehörte dem örtlichen Gericht an. Der Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. Durch die Nennung der Stifter erhält er ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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Bildstock mit Marienkrönung | Nähe Holzbronn 2 (Karte) |
Sandsteinrelief auf ionischer Kalksteinsäule, um 1800
Der reich gestaltete Bildstock ist ein anschauliches Beispiel für den stilistischen Wandel um 1800. Seine gedrängte Komposition, der Besatz mit Engelsköpfen auf einer Vorhangdraperie sind noch ganz barocker Tradition verpflichtet, in einzelnen Ornamentdetails wie den eckigen Voluten kündigt sich der Klassizismus an. Der Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
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| Kellerhaus | Kirchbergstraße 24 (Karte) |
Gemauerter Kellerhals mit Rundbogen, 1872 (i), darüber Satteldach, über beschnitzten Balken vorkragend, verbretterter Giebel, darin ornamentierte Nische mit farbig gefasster hölzerner Pietà, 1874 (i)
Das Kellerhaus ist ein charakteristisches Zeugnis der historischen Vorratshaltung verderblicher Speisen, vor allem aber von Getränken wie Bier und Wein. Möglicherweise gehörte es als Eiskeller zu einer Gastwirtschaft oder ortsansässigen Brauerei. Bezeichnend für die katholische Religiosität ist die Anbringung einer Schutzfigur, die zugleich ähnlich einem Bildstock die Funktion eines Andachtsbildes für vorübergehende erfüllt. Die aufwendig gestaltete Anlage hat bau- und ortsgeschichtlichen Zeugniswert. |
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| Schulhaus (heute Wohnhaus) | Kirchgasse 4 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau über Hanggeschoss in Bruchstein, Satteldach mit Aufschiebling, axialer Fassadenaufbau, Gliederung durch Ecklisenen und profiliertes Stockwerkgesims, Fenster und Hauseingang in Rechteckgewänden, in Fassadenmitte Nische mit geraffter Vorhangdraperie, darin farbig gefasste Figurengruppe Jesu mit Kindern, Eingangssturz mit Girlande und Datierung, 1856 (i)
Das traufständige Gebäude in Hanglage fällt unter der umgebenden Bebauung durch seine verhältnismäßig reiche Gliederung auf. Der Bau entstand 1856 als bäuerliches Wohnhaus und wurde 1868 von der Gemeinde als Schulhaus erworben. Darauf verweist auch die Figurengruppe in der zentralen Nische mit dem Thema „Lasset die Kindlein zu mir kommen“. Das Haus ist ein anschauliches und qualitätvolles Beispiel für einen gehobenen bäuerlichen Wohnbau in Formen des Klassizismus und hat durch seine spätere zeitweilige Schulnutzung ortsgeschichtlichen Zeugniswert. |
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| Wohnhaus | Kirchgasse 9 (Karte) |
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach und eingeschossigem Ökonomieanbau, hoher Bruchsteinsockel, runder Kellerbogen, 1605 (i), Fachwerk wohl 18. Jahrhundert
Das Gebäude ist ein anschauliches Beispiel für ein Weinbauernhaus in Igersheim, war der Ort doch über Jahrhunderte vom Weinbau geprägt. Der in Bruchstein erbaute Sockel datiert nach Ausweis des Datums am Kellerbogen noch ins frühe 17. Jahrhundert, der Fachwerkbau darüber mit seinem rein konstruktiven Gefüge ohne Vorkragungen dürfte hingegen ins 18., spätestens ins frühe 19. Jahrhundert gehören. Eine jüngere, eher für bestimmte Gebiete Hessens charakteristische Schmuckform, stellen die Kratzputzfelder in den Gefachen dar. Das Gebäude veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
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| Wohnhaus einer Hofanlage | Kirchgasse 14 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Bau, Satteldach mit Aufschiebling, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, im Erdgeschoss dekorierte Fenstergewände, giebelseitig rundbogiges Kellerportal, traufseitige Erschließung, Hauseingang in ornamentiertem Gewände und Keilstein mit Initialen GL sowie Datierung, 1833 (i)
Das Gebäude ist ein anschauliches Beispiel für ein Bauernhaus der Tauberregion in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die ornamentierte Fenster- und Türgewände künden von einem gewissen gestalterischen Anspruch und Repräsentationswillen der offenbar wohlhabenden Bauherrschaft. Im Keilstein, der noch verspätete Rocailleornamentik zeigt, erscheint zuunterst ein stilisiertes Hufzeichen als Glücksbringer. Das Gebäude veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
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Rathaus | Möhlerplatz 1 (Karte) |
~16. Jh.–1852 | Freistehender zweigeschossiger und verputzter Fachwerkbau über hohem massivem Hanggeschoss, Satteldach mit Aufschiebling und Giebelreiter, giebelseitig Vorkragungen über Balkenköpfen, traufseitige Erschließung über doppelläufige Freitreppe, zwei runde und ein spitzer Kellertürbogen, wohl 16. Jahrhundert, erneuert 1739/40 (a), verändert 1838/39 (a)
Der stattliche freistehende Bau wird erstmals 1626 als Rathaus genannt. Er erhebt sich ortsbildprägend am zentralen alten Dorfplatz und dürfte im Kern noch aus dem Spätmittelalter stammen. Auf diese Zeit weisen die Öffnungen im Kellergeschoss hin. Sein heutiges klassizistisches Erscheinungsbild erhielt das Gebäude bei einem letzten größeren Umbau 1838/39. Das Gebäude belegt die Kommunalverwaltung des durch den Deutschen Orden einst befestigten Fleckens im Taubertal und hat damit zentralen orts- und baugeschichtlichen Bedeutungswert für Igersheim.[9] |
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| (am Rathaus) Eingemauerte Sandsteintafel mit Johannesrelief | Möhlerplatz 9 (Karte) |
1699 (i) | Das qualitätvoll gearbeitete Relief verweist mit seiner Umschrift auf das Würzburger Neustift St. Johannes, das seit dem Mittelalter die Patronatsrechte über die Pfarrkirche inne hatte. Es besaß anstelle des heutigen Neuen Rathauses den aus Adelsbesitz geschenkten Birlinhof, der 1699 durch das Stift erweitert wurde. Die kunstvolle Relieftafel wurde in den Rathausneubau einbezogen und hat orts- und kirchengeschichtlichen Zeugniswert.[10] | 102238543 | |
| Taubermühle | Mühlweg 1 (Karte) |
Zweigeschossiger Bruchsteinbau, Satteldach mit Zwerchhaus, Obergeschoss verputzt und mit Segmentbogenfenstern, im Erdgeschoss einfache Rechteckgewände mit Keilsteinen und Vergitterung, tauberseitig verputzter Fachwerkanbau, flach gedeckt, zwei Fachwerktürme mit Zeltdächern, im Kern spätes 18. Jahrhundert, Umbauten im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Das stattliche Gebäue der Taubermühle ist wichtiges Zeugnis der Igersheimer Orts- und Wirtschaftsgeschichte. Eine Mühle ist hier erstmals 1302 belegt. Sie fungierte als herrschaftliche Bannmühle für Igersheim, Neuses, Harthausen und Bernsfelden, in der die Bauern der Gemeinden ihr Getreide gegen Gebühr mahlen lassen mussten. Im 19. Jahrhundert wurde der Betrieb privatisiert. Sie verfügte 1880 über vier Mahlgänge. 1903 wandelte sich die Mühle in zeittypischer Weise zum frühen Elektrizitätswerk und belieferte ganz Igersheim mit Strom; in diese Zeit dürfte der tauberseitige Fachwerkanbau mit den beiden prägenden Türmchen gehören. Nur sechs Jahre später wurde der Mahlbetrieb eingestellt und die Mühle an die Stadt Mergentheim verkauft, welche die Taubermühle allein noch zur Stromerzeugung nutzte. |
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Burg | Burg Neuhaus; Neuhaus 1, 2, 2/1, 3, 3/1, 4, 6, 6/1, 7, 7/3 (Karte) |
Teilruine, Festung, Schatz- und Rüstkammer, Gefängnis sowie Amtssitz des Deutschen Ordens, gegründet durch die Herren von Hohenlohe-Brauneck wohl im 13. Jahrhundert, Ersterwähnung 1282 (a), seit 1411 (a) bzw. 1431 (a) in Besitz des Deutschen Ordens, Ausbau zur Frühfestung nach Zerstörungen im Bauernkrieg, 1526 bis 1546 und 1566 bis 1570, seit 1809 (a) württembergische Staatsdomäne, zweiteilige Anlage mit gemauertem Wallgraben, bestehend aus:
Burg Neuhaus erhebt sich in beherrschender Lage weithin sichtbar auf dem Sporn des Kitzberges hoch über dem Taubertal. Sie ist eine Gründung der Herren von Hohenlohe und gelangte nach mehrfachen Verpfändungen und Veräußerungen zwischen 1411 und 1431 in den Besitz des Deutschen Ordens, der die Burg bis 1789 als Amtssitz, vor allem aber als Schatz- und Rüstkammer sowie als Gefängnis nutzte. Neuhaus bildete dabei die zentrale Festung im Ordensgebiet um Mergentheim und wurde vor allem im 16. Jahrhundert zu einer frühen Artilleriefestung ausgebaut. Hintergrund hierfür bildeten die Ereignisse und Zerstörungen im Bauernkrieg 1525 und Schmalkaldischen Krieg 1552. Eine genaue Datierung der Befestigungsanlagen steht aus, aber zumindest ein Teil davon entstand noch vor dem Schmalkaldischen Krieg um unter Deutschmeister Wolfgang Schutzbar 1546, so der große östliche Geschützturm, der das Tor deckt. Noch in den Kriegen des 17. Jahrhunderts spielte Neuhaus eine militärische Rolle und war teilweise umkämpft. Nach der Verlegung des Amtssitzes nach Igersheim 1789 wurde die Hauptburg aufgegeben und bis 1802 systematisch abgebrochen. Mit dem Anfall des Deutschordensstaates an das Königreich Württemberg 1809 wandelte sich die einstige Ordensfestung zur Staatsdomäne, die an private Pächter vergeben wurde. Bis heute belegen vor allem die umfangriech überlieferten Befestigungen mit ihren Geschütztürmen, den verschiedenen, zeittypischen Schießschartenformen für Handfeuerwaffen und Kanonen sowie dem breiten, gemauerten Wallgraben die Entwicklungen und den Stand des Wehrbaus an der Wende vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit in besonders eindrucksvoller Weise. Sie zeugen von den historischen Umbrüchen in der Reformationsepoche, als sich der Deutsche Orden von den protestantischen Mächten bedroht sah und sein Territorium zu sichern suchte. Damit hat Neuhaus nicht nur herausragende Bedeutung als Zeugnis hoch- und spätmittelalterlichen Burgenbaus in der Region, sondern auch für die Ordensgeschichte und die Landesgeschichte Frankens.[11] |
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| Pulverturm | Neuhaus 1 | 1546 | Pulverturm, 1546 bez., Teil der Burg Neuhaus | ||
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Kath. Pfarrkirche St. Michael | Pfarrgang 1 (Karte) |
1880 | Dreischiffige Basilika in Werkstein, polygonaler, teilverputzter Chor, nördlich weitgehend verputzter Turm mit Eckaufbauten und polygonalem Helm, südlich zweigeschossiger Sakristeianbau mit Pultdach, im Westen von polygonalen Treppentürmen flankierte, reich gestaltete Eingangsfront, Langhaus mit flach gedeckten Schiffen, kreuzgewölbter Chor, Westempore, reiche Wandgliederung, Farbfenster von Glasmaler Hecht, Ravensburg, errichtet nach Entwurf von Oberbaurat Georg von Morlok unter Einbeziehung des alten Turms, 1878 bis 1881 (a, i)
Der stattliche Kirchenbau dominiert mit seinem Turm und seinen Dimensionen das Igersheimer Ortsbild in prägender Weise. Er zählt zu den wichtigen Architekturschöpfungen des Baumeisters und Ingenieurs Georg von Morlok, der vor allem durch seine zahlreichen Bahnhofsbauten für die Württembergischen Staatseisenbahnen bekannt wurde. Der großzügig dimensionierte späthistoristische Kirchenbau ist mit seinen Stilformen ein früher und dabei sehr qualitätvoller Vertreter der Neuromanik im katholischen Sakralbau der Region. Die Architektur des Innenraums nimmt offenbar Anleihen an italienischer Baukunst wie auch an Architekturdarstellungen romanischer Baukunst in den Bildhintergründen spätgotischer Tafelmalerei. Der Bau ersetzte drei ältere Vorgänger, um für die im 19. Jahrhundert stark angewachsene Gemeinde ein ausreichend dimensioniertes Gotteshaus zu schaffen. Die St. Michaelskirche ist daher nicht nur ein Beispiel für den historistischen Kirchenbau in der Region, sondern hat auch zentralen orts- und kirchengeschichtlichen Zeugniswert, zumal mit dem Turm ein Teil des unmittelbaren, barocken Vorgängerbaus überliefert ist.[12] |
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| Zehntscheune des Deutschen Ordens | Kirchgasse 11, 11/1; Pfarrgang 3 (Karte) |
16.–19. Jh. | Teilverputzter Buchsteinbau mit Satteldach, im vorderen Teil Obergeschoss in Fachwerk, Satteldach mit Aufschiebling, Wiederkehr und Zwerchhaus, Erschließung über einläufige Freitreppe, in östlicher Giebelwand Rundbogentor, im Kern 1534 (d), Umbau 18. Jahrhundert, durch Wohnhausaufstockung und Scheune erweitert, Mitte 19. Jahrhundert
Der parallel zur Pfarrkirche stehende ortsbildprägende Bau datiert im Kern ans Ende des Mittelalters und diente der Lagerung der Zehntabgaben, die an den Deutschen Orden als Ortsherrn zu entrichten waren. Er belegt damit historische Herrschafts- und Abgabeverhältnisse bis zur Ablösung der Gefälle im Lauf des 19. Jahrhunderts. Danach wurde die Zehntscheune privatisiert und zum bäuerlichen Wohnhaus erweitert und umgebaut. Der Baukomplex spiegelt so anschaulich die Herrschafts- und Ortsgeschichte sowie die Veränderung der politischen Verhältnisse während des 19. Jahrhunderts wider.[13] |
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| Bildstock mit Marienkrönung | Pfarrgartenweg 5 (Karte) |
Sandstein, 1784 (i)
Der barocke Bildstock vertritt mit seiner reich gestalteten Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
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| Kapelle zur Schmerzhaften Mutter Gottes | Reisfeld 5 (Karte) |
1847–1848 | Massiver verputzter Saalbau, Satteldach mit Dachreiter, eingezogener Rechteckchor mit Satteldach, Stiftung des Anwalts Stefan Mittnacht, 1847/48 (a)
Die Kapelle ist mit ihrer Bauzeit charakteristisch für die kleineren Ortschaften und Weiler der Region, die vorzugsweise erst im Lauf des 19. Jahrhunderts eigene Gotteshäuser erhielten. Es handelt sich um eine private Stiftung, hier eines Anwalts. Sie ist damit ein charakteristisches Zeugnis einer gelebten und baulich zum Ausdruck gebrachten Religiosität in der traditionell katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. Der kleine Bau hat dabei auch siedlungs- und kirchengeschichtliche Bedeutung für den Ort.[14] |
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| Doppelbildstock mit Vierzehn Nothelfer und Muttergottes | (Karte) |
Neugotisch
Der in neugotischen Formen gestaltete Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
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Weitere Bau-, Kunst- und Kulturdenkmale im Hauptort Igersheim mit dem Dorf Igersheim(⊙), den Weilern Holzbronn (⊙) und Reisfeld (⊙), dem Gehöft Staatsdomäne Neuhaus (⊙) und den Wohnplätzen Erlenbach (⊙) und Taubermühle (⊙), die nicht in der Denkmaldatenbank enthalten sind:[2]
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Friedhofskapelle | Alter Graben (Karte) |
Friedhofskapelle | |||
| Kriegerdenkmal | Alter Graben, Friedhof | Kriegerdenkmal Erster und Zweiter Weltkrieg. Kriegerdenkmal auf dem Friedhof von Igersheim. Steinmauer mit 2 Steintafeln mit den Namen der Gefallenen des 1. WK und 6 Steintafeln mit den Namen der Gefallenen und Vermissten des 2. WK.[15] | |||
Weitere Bilder |
Bahnhof Igersheim | Bahnhofstraße | 1869 | Sachgesamtheit Bahnstrecke Bad Mergentheim–Crailsheim: Württembergische Taubertalbahn mit Bahnhöfen, Nebengebäuden, Brücken, Gleisanlagen und sämtlichem stationärem und beweglichem Zubehör, 1869 erbaut.[16] | |
| Weitere Bilder | Synagoge | Burgstraße 22 | 17. Jh. | Ehemalige Synagoge; heute Burgstraße 22[17] | |
| Möhlerdenkmal | Pfarrgang 1 | Möhlerdenkmal; Denkmal für Johann Adam Möhler in der St. Michaelskirche in Igersheim | |||
| Weitere Bilder | Steinkreuz | ca. 15. Jh. | Mord- und Sühnekreuz: Igersheim I | ||
| Weitere Bilder | Steinkreuz | ca. 15./16. Jh. | Mord- und Sühnekreuz: Igersheim II |
Neuses
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Pumpbrunnen | Bergstraße 8 (Karte) |
Gusseiserner, säulenförmiger Brunnenstock mit korinthischem Kapitell und Knaufbekrönung, davor gusseiserne Schale, Ende 19. Jahrhundert
Der Brunnen ist nicht nur anschauliches Zeugnis der einstigen Wasserversorgung auf dem Dorf. Er ist auch ein charakteristisches Beispiel für die serielle Produktion künstlerisch gestalteter Eisengussobjekte im Zeitalter der Hochindustrialisierung. Sie machte solche Produkte auch für Landgemeinden zur Ausschmückung ihrer Dorfmittelpunkte erschwinglich. |
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Weitere Bilder |
Schul- und Rathaus | Bergstraße 18 (Karte) |
Eingeschossiger verputzter Massivbau über hohem, steinsichtigem Hanggeschoss, vorkragendes Satteldach, traufseitige Erschließung mit doppelläufiger Freitreppe und Vordach, Portal mit rahmenden Fenstern, beschnitztes Türblatt, 1856 (i)
Das in Hanglage errichtete Gebäude ist ein anschauliches Beispiel für ein württembergisches Rat- und Dorfschulhaus um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit seiner klaren Gestaltung folgt es noch den Stilprinzipien des späten Klassizismus, einzelne Schmuckelemente, so Laubsägedekore an den Giebeln, verweisen auf den Schweizerhausstil, der sich in jener Zeit für ländliche Bauten großer Beliebtheit erfreute. Das Gebäude ist mit seiner Doppelfunktion charakteristisch für viele ländliche Kommunalbauten im 19. Jahrhundert und hat ortsgeschichtlichen Zeugniswert.[18] |
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Weitere Bilder |
Kath. Filialkirche St. Antonius | Bergstraße 19 (Karte) |
1710 | Massiver verputzter Saalbau, Satteldach mit Aufschiebling und polygonalem verschiefertem Dachreiter, eingezogener Chor mit entsprechend abgewalmtem Satteldach, flachgedeckter Innenraum, Westempore mit Brüstungsbildern, 1710; auf dem Friedhof Friedhofskreuz, Sandstein, 1856 (i), und Lourdesgrotte, wohl Anfang 20. Jahrhundert
Der barockzeitliche Sakralbau ist charakteristisch für die Filialkirchen kleinerer Ortschaften und tradiert mit seiner Grundform einen in der Zeit der Gotik etablierten Kapellentypus. Eine Kapelle in Neuses als Filial der Pfarrei Igersheim ist erstmals für das Jahr 1497 belegt. Der ortsbildprägende Bau hat kirchen- und ortsgeschichtlichen Zeugniswert und veranschaulicht mit seiner Ausstattung wie auch Friedhofskreuz und Lourdesgrotte auf dem umgebenden Friedhof die spezifisch katholische Religiosität der Gegend um Bad Mergentheim.[19] |
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Weitere Bilder |
Doppelbildstock Vierzehn Nothelfer und Dreifaltigkeit | (Karte) |
Sandstein, 1894 (i)
Der in neugotischen Formen gestaltete Doppelbildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
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| Bildstock mit Marienkrönung | Igersheimer Straße 6 (Karte) |
Sandstein, 1806 (i)
Der noch in spätbarocken Formen gestaltete Bildstock vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
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Weitere Bilder |
Andachtshäuschen | Nähe Steigstraße 7 (Karte) |
Verputzter Massivbau mit Satteldach, bez. 18 LGB 28
Die Wegkapelle ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich wie baulich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Sie ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Bad Mergentheim. |
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Weitere Bau-, Kunst- und Kulturdenkmale in Neuses, die nicht in der Denkmaldatenbank verzeichnet sind (⊙):[2]
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Museumsschmiede | Museumsschmiede von 1830. Davor Dorfbackhaus aus dem 16./17. Jahrhundert mit heute noch sichtbarem Backofen. Im ersten Stock über der Schmiede eine mit Schablonenmalerei verzierte, komplett eingerichtete Schmiedswohnung. Fachgerecht restauriert und mit Originalinventar ausgestattet.[20] | ||||
| Bildstock | (Karte) |
Bildstock | |||
Weitere Bilder |
Bildstock | Steigstraße (Karte) |
Bildstock | ||
| Bildstock | (Karte) |
Bildstock | |||
| Bildstock | (Karte) |
Bildstock | |||
| Bildstock | (Karte) |
Bildstock | |||
| Wegkreuz | (Karte) |
Wegkreuz | |||
| Wegkreuz | (Karte) |
Wegkreuz |
Simmringen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Gefallenendenkmal | Simmringen (Karte) |
Mehrteilige Sandsteinstele mit Reliefdarstellungen und bekrönendem Eisernen Kreuz, nach 1918
Das Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege dokumentiert die örtliche Beteiligung an einem überregionalen historischen Ereignis und den Umgang mit seinen Opfern. Es steht in charakteristischer Weise auf dem Friedhof als zentralem Ort des Totengedenkens und ist damit Ausdruck der lokalen Erinnerungskultur an zwei einschneidende historische Ereignisse und deren Auswirkungen. |
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Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche St. Martin und Veit | Simmringen 22 (Karte) |
1670–1799 | Massiver verputzter Saalbau, Satteldach mit Dachreiter, polygonaler Chor, nördlich Sakristeianbau mit Pultdach, südlich querhausartige Seitenkapelle mit einseitig abgewalmtem Satteldach, Maßwerkfenster, flach gedecktes Langhaus, rippengewölbter Chor, Westempore, 1670 und 1799 (i)
Die am östlichen Ortsrand gelegen Pfarrkirche St. Martin und St. Veit ist ein charakteristischer Bau der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, welcher noch die bis ins frühe 17. Jahrhundert für Kirchenneubauten üblichen spätgotischen Bauformen tradiert. Diese betonen die alte Tradition der katholischen Konfession und unterstreichen hier die angestammte Herrschaft des Zisterzienserabtei Schöntal. Das Gebäude ist damit ein anschauliches Beispiel für die Sakralarchitektur in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ursprünglich eine Filialkirche, wurde St. Martin und St. Veit 1828 Pfarrkuratie und 1835 Mittelpunkt einer eigenständigen Pfarrei. Sie hat damit jenseits ihrer architekturgeschichtlichen Bedeutung auch orts- und kirchengeschichtlichen Zeugniswert.[21] |
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| Bildstock mit Dreifaltigkeit | (Karte) |
Sandstein, 1763 (i)
Der barocke, reich gestaltete Bildstock mit von Weinranken umschlossenem Säulenschaft - Verweis auf die Eucharistie - vertritt mit seiner Relieftafel auf einem Pfeiler einen für die Region seit dem Spätmittelalter fassbaren Typus des steinernen Andachtsbildes. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Gegend um Bad Mergentheim. |
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Weitere Bau-, Kunst- und Kulturdenkmale in Simmringen, die nicht in der Denkmaldatenbank eingetragen sind: (⊙):[2]
Anmerkungen
- Diese Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
Siehe auch
- Liste der Kulturdenkmale im Main-Tauber-Kreis
- Liste der Kriegerdenkmale in Igersheim
- Liste der Straßennamen von Igersheim, an denen viele der Kulturdenkmale liegen

