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Liste der Kulturdenkmale in Seewald

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In der Liste der Kulturdenkmale in Seewald sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Seewald im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Besenfeld

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Evangelisches Pfarrhaus Freudenstädter Straße 15
(Karte)
Zweigeschossiger Kniestockbau mit Krüppelwalmdach, Fachwerkbau auf massivem Untergeschoß, ab Obergeschoß verschindelt, Fensterverdachungen, um 1905.

Das zur Laurentiuskirche gehörige ev. Pfarrhaus ist ein stattlicher Bau. Auch der Risalit des Giebels vermittelt einen repräsentativen Charakter, der die gesellschaftliche Stellung und Bedeutung des ev. Pfarrers in der Gemeinde verdeutlicht.

98809097BW
Methodistische Christuskirche Freudenstädter Straße 52
(Karte)
Verschindelter Holzbau mit Satteldach und Dachreiter, bezeichnet am überdachten Eingang 1945 bis 1948.

Die evangelisch-methodistische Christuskirche prägt das Ortsbild des südlichen Besenfeld. Ihre Holzverschindelung spiegelt diese im Nordschwarzwald gängige Fassadengestaltung wider. Der Kirchenbau der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist ein relativ junges Zeugnis lokaler Kirchengeschichte.

98809105BW
Schulhaus Kniebisstraße 26
(Karte)
Heute Wohnhaus, zweigeschossig und traufständiges Gebäude, verschindelter Fachwerkbau auf massivem Untergeschoß mit Eckquaderung, Remise, 1836 (nach Oberamtsbeschreibung).

Das Gebäude ist ein charakteristisches Beispiel für die ländlichen Schulbauten, die in der Regierungszeit König Wilhelms I. entstanden. Die einfache Formensprache ist kennzeichnend für den sog. Kameralamtsstil, der Vorgaben der Finanzbehörden wie insbesondere Kostenersparnis und Funktionalität folgte. Das Gebäude dokumentiert Sozial-, Orts- und Bildungsgeschichte von Besenfeld.

98809112BW
Evangelische Laurentiuskirche Kniebisstraße 45
(Karte)
Zweiachsiger Massivbau mit polygonalem Chorschluß, zweigeschossiger Dachreiter mit welscher Haube, flach gedeckter Innenraum mit Empore, bezeichnet 1762 (damals durchgreifend umgestaltet), 1479 bzw. 1535 erstmals bezeugt.

Die Welsche Haube der ev. Laurentiuskirche prägt als vertikale Dominante das Ortsbild von Besenfeld. Der Kirchenbau des späten Mittelalters wurde im 18. Jahrhundert stark verändert und stellt ein Dokument der Kirchengeschichte Besenfelds dar. Die Kirchenausstattung des 18. Jahrhunderts bezeugt anschaulich die für protestantische Kirchengebäude charakteristische Schlichtheit und belegt das Aussehen eines evangelischen Predigtraumes der Bauzeit auf dem Land.

98809119BW
Laufbrunnen Kniebisstraße 45
(Karte)
Verzierter gußeiserner Brunnenstock von der Firma Benkiser aus Pforzheim, massiver Steintrog, 1888.

Der Laufbrunnen gegenüber der Laurentiuskirche von Besenfeld bildet mit dem Brunnenstock ein charakteristisches Beispiel eines ornamentierten Gusserzeugnisses von anschaulicher Qualität. Er bezeugt das Niveau des seriellen Eisengusses Mitte des 19. Jahrhunderts und bildet neben dem das Wasser speichernden Steintrog gleichzeitig ein Dokument der historischen Wasserversorgung.

98809126BW
Gestelztes Einhaus Römerweg 9
(Karte)
Verschindelter Fachwerkbau auf massivem Untergeschoss, giebelseitige Stall- und Remisenerschließung, flügelartige Erweiterung des Wohnbereichs, bezeichnet 1811.

Das bäuerliche Anwesen entspricht als gestelztes Einhaus einem über Jahrhunderte hinweg weit verbreiteten Typus, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereinigt. Der Ausbau des Wohnteils ist möglicherweise ein Verweis auf die gute finanzielle Lage der Erbauer. Die Holzverschindelung des Fachwerkbaus ab dem ersten Geschoss stellt eine im Nordschwarzwald gängige Fassadengestaltung dar. Das Gebäude veranschaulicht Wohn- und Lebensverhältnisse im 19. Jahrhundert auf dem Land und hat haus- und ortsgeschichtliche Bedeutung.

98809257BW
„Pfeifles Brücke“ Erzgrube/Besenfeld
(Karte)
Straßenbrücke über die Nagold, einjochige Brücke aus Natursteinquadern, Eisengeländer, um 1890.

Die Brücke prägt die Ansicht des Nagoldtals und ist ein spätes Beispiel des Baus einer Steinbrücke zu einem Zeitpunkt, als das Material Beton bereits teilweise im Brückenbau eingesetzt wurde. Sie ist ein historisches Zeugnis der Verkehrs- und Siedlungsgeschichte.

98809331BW

Weitere Bilder
Evangelische Johanneskirche Urnagold 9
(Karte)
1228 erstmals bezeugt, massive Chorturmkirche mit Walmdach und fünf Fensterachsen, spätgotischer Turm mit Pyramidendach über quadratischem Grundriß und angefügtem polygonalem Schluß, Rippengewölbe im Untergeschoß, Kirchenschiff 1754 (Inschrift), 1959 renoviert und umgestaltet, Kirchhofmauer, Friedhof, historische Grabsteine.

Die ev. Kirche von Urnagold datiert vorwiegend aus gotischer Zeit, so umgibt sie auch wie für diese Zeit üblich der ummauerte Friedhof, auf dem historische Grabsteine erhalten sind. Die sakrale Anlage bezeugt anschaulich sowohl die vorreformatorische Kirchengeschichte des Ortes wie auch die Umgestaltung mittelalterlicher Kirchenschiffe im 18. Jahrhundert sowie das Aussehen eines evangelischen Predigtraumes der 1950er-Jahre.

98809295
( Wikidata)
Wasserspeicher der früheren Trinkwasserversorgung von Besenfeld Urnagold
(Karte)
Massives Tonnengewölbe, von Gras überdeckt, Eisentor, bezeichnet 1888.

Der Wasserspeicher beim Nagoldursprung zeugt von der historischen Wasserversorgung ab Ende des 19. Jahrhunderts. Das Bauwerk hat orts- und infrastrukturgeschichtliche Bedeutung.

98809306BW
Laufbrunnen Urnagolder Straße 9
(Karte)
Gußeiserner Brunnenstock mit Verzierungen von der Firma Benkiser aus Pforzheim, massiver Steintrog, 1888.

Der Laufbrunnen wurde Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt, als es durch die Entwicklung der Eisengussherstellung möglich wurde, in größeren Serien und damit relativ preiswert Brunnen mit Architekturschmuckgliedern und ähnlichem nach künstlerisch teils aufwendigen Vorlagen zu produzieren, hier der Brunnenstock mit Ornamenten und korinthischem Kapitell. Der Brunnen mit dem steinernen Trog ist zudem Zeugnis der historischen Wasserversorgung in Besenfeld.

98809264BW
Kellerhaus Wiesenweg 4
(Karte)
Kleiner eingeschossiger Massivbau mit Satteldach, in Boden eingetieft, Anfang 19. Jahrhundert.

Kellerhäuser dienten früher zur Vorratshaltung. Oftmals in den Boden, bei Hanglage in den Berg oder Hang hineingebaut, boten sie kühle Räume für Lagerung empfindlicher Lebensmittel im Sommer. Über dem Kellerhaus befand sich meist noch ein Raum zur Lagerung verschiedenster Materialien. Kellerhäuser sind im Zuge moderner Vorratshaltung überflüssig geworden und nur noch selten anzutreffen. Dasjenige von Besenfeld spiegelt einen Aspekt des ländlichen Lebens im 19. Jahrhundert wider.

98809273BW
Gasthof „Sonne“ Wildbader Straße 1
(Karte)
1830 bis 31 durch Andreas Berger (1751 bis 1814) errichteter Gasthof mit Postkutschenstation der Linie Wildbad-Besenfeld-Freudenstadt (Straße aus dem Murgtal 1828 bis 30 gebaut), Gasthof bis 1987, seit 1998 Rathaus von Seewald, zweigeschossiges und traufständiges Gebäude, massives Untergeschoß mit Sandsteingewänden, ab Obergeschoß verschindelt und verbrettert, hochwertige Innenausstattung der früheren Gasträume im Untergeschoß (um 1900), Nebengebäude Anfang 1990er Jahre abgebrochen, 1996 bis 98 saniert, dabei Abbruch der Anbauten.

Das Gasthaus Sonne steht charakteristischerweise für ländliche Wirtshäuser an der Durchgangsstraße des Ortes. Seine zentrale Lage, der eindrucksvolle Grundriss und die hochwertige Innenausstattung spiegelt die große Bedeutung wider, die Landgasthäusern früher in den Dörfern als Treffpunkt und Festort zukam. Das Gasthaus von Besenfeld hat zudem eine wichtige Sonderstellung als Postkutschenstation der Linie Wildbad-Besenfeld-Freudenstadt. Es belegt Ortsgeschichte von Besenfeld. Die Verbretterung und Holzverschindelung ab dem Obergeschoss ist eine im Nordschwarzwald häufig anzutreffende Art der Fassadengestaltung. Das Gasthaus hat Zeugniswert lokaler Hausgeschichte.

98809281BW
Pumpbrunnen Wildbader Straße 1
(Karte)
Gußeiserner Brunnenstock mit Pumpschwengel, wohl von der Firma Benkiser aus Pforzheim, massiver Steintrog, hierher versetzt, 1888.

Der Pumpbrunnen mit steinernem Trog ist ein anschauliches Zeugnis von Wasserversorgung auf dem Dorf. Der Pumpschwengel ist zudem ein Dokument der Serienfertigung gusseiserner Objekte im Zeitalter der Industrialisierung. Die künstlerische Gestaltung der Brunnenstöcke mit Kanneluren und floralen Elementen diente der Ortsverschönerung. Zudem zeugt das Pumpverfahren von Technikgeschichte.

98809288BW
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Erzgrube

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Schul- und Rathaus Panoramastraße 1
(Karte)
Zweigeschossiger und verschindelter Fachwerkbau in Hanglage, Satteldach mit gesägten Zierformen, Dachreiter mit Uhr und Schlagwerk, massives Kellergeschoß mit talseitigem Rundbogentor, 1863.

Der Dachreiter des Gebäudes mit Uhrwerk und Alarmglocke verweist auf dessen öffentliche Nutzung als Schule und Rathaus von Erzgrube. Das Fachwerk bezeugt lokale Zimmermannskunst, die Zierschnitzereien im Holz belegen den repräsentativen Anspruch der Gemeinde. Das Gebäude veranschaulicht Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsgeschichte auf dem Land und hat haus- und ortsgeschichtliche Bedeutung.

98809314BW

Evangelische Kirche Panoramastraße 3
(Karte)
Neogotischer verschindelter Holzbau in Hanglage, Satteldach mit kleinem Dachreiter, bergseitiges Ziergespärre, erkerartiger Chorraum zur Talseite, massives Untergeschoß, 1897 nach Plänen des Architekten Theophil Heinrich Frey aus Stuttgart, 1975 renoviert.

Die ev. Kirche bildet prägt das Ortsbild von Erzgrube. Es bildet zusammen mit dem daneben stehenden Schul- und Rathaus das öffentliche Zentrum der kleinen Gemeinde. Sie stellt einen relativ jungen Kirchenbau des Ende des 19. Jahrhunderts dar, dessen Fassaden mit der für den Nordschwarzwald gängigen Holzverschindelung verkleidet sind. Der Architekt gestaltete im selben Jahr auch die nahe liegende Kirche in Seewald.

98809323
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Göttelfingen

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Pfarrhaus Altensteiger Straße 28
(Karte)
Heute Wohnhaus, zweigeschossiger und traufständiger Bau mit Krüppelwalmdach, Keller- und Untergeschoß massiv, ab Obergeschoß verschindeltes Fachwerk, giebelseitige Erschließung, am Türsturz mit herzoglich-württembergischen Wappen bezeichnet 1780 (nach Brand von 1779 neu erbaut).

Das herzoglich-württembergische Wappen am Türsturz und die geohrte Gestaltung des Portals am Westgiebel verweisen auf die Bedeutung des Bauherren, die ev. Gemeinde von Göttelfingen. Das Gebäude wurde nach einem Brand von 1779 im darauf folgenden Jahr wieder aufgebaut. Neben der Gestaltung der Erschließung verweist auch die stattliche Größe, die Eckquaderung und das Krüppelwalmdach auf den repräsentativen Anspruch der ev. Kirche in Göttelfingen. Die Holzverschindelung des Fachwerks ab dem Obergeschoss stellt eine im Nordschwarzwald gängige Fassadengestaltung dar. Die Lage an der Durchgangsstraße und die architektonische Gestaltung geben dem Pfarrhaus einen repräsentativen Charakter, der die gesellschaftliche Stellung und Bedeutung des Pfarrers in der Gemeinde verdeutlicht.

98809350BW
Evangelische Kirche Altensteiger Straße 31
(Karte)
Dreiachsiger Saalbau mit Walmdach und Dachreiter, eingezogener Chor mit rundem Schluß (Anbau 1948), am Türsturz bezeichnet 1780.

Die ev. Kirche Göttelfingens wurde kurz nach einem Dorfbrand Ende 1870 errichtet. Sie bildet das religiöse Zentrum des Ortes und prägt mit ihrer Lage an der Durchgangsstraße sein Erscheinungsbild. Der Anbau des Chores kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges umfasst eine Steinskulptur von lokalem künstlerischen Wert. Der Sakralbau ist ein wichtiges Zeugnis von Kirchen- und Ortsgeschichte Göttelfingens.

98809362BW
Pumphaus mit Stausee am Omersbach Busenwiesen 1
(Karte)
Ehemalige Wasserversorgung für Göttelfingen, Allmandle und Schernbach, die Pumpe wurde mit Wasserkraft angetrieben, kleiner unverputzter Massivbau mit Krüppelwalmdach und stichbogigen Fenster- und Türöffnungen, Schornstein, verzierte Originaltüre, im Sturz bezeichnet 1904, zugehöriger Stausee mit Staumauer.

Der von einer Mauer umschlossene Stausee am Omersbach prägt mit dem Pumphaus die Ansicht des Wasserverlaufs an der Busenwiesen. Diese Anlage zeugt von der historischen Wasserversorgung für umliegende Dörfer sowie von Technikgeschichte Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Pumphaus folgt repräsentativen Ansprüchen, wovon das Krüppelwalmdach, die verzierte Holztür sowie die Öffnungen mit Stichbögen zeugen.

98809403BW
Gefallendenkmal 1914/18 Glashäuserstraße 2
(Karte)
Grabsteinartige Steinstele mit eingelassener schwarzer Inschriftentafel, um 1920.

Das Gefallenendenkmal des Ersten Weltkriegs ist ein Dokument der lokalen Erinnerungskultur und bezeugt anschaulich die Auswirkungen dieses Krieges auf die Geschichte des Ortes.

98809435BW
Ortsschild von Eisenbach Glashäuserstraße
(Karte)
Gußeisernes Schild an Sandsteinpfosten (wohl Nachbildung), Inschrift: „Oberamt Freudenstadt - Weiler Eisenbach - Gemeinde Göttelfingen - Wehrmeldeamt Horb“, Ende 19. Jahrhundert.

Die Ortstafel belegt die Ausschilderung lokaler Verkehrswege und ist ein selten überliefertes Dokument für historisches Straßenbeschilderungswesen.

98809428BW
Ortschild von Allmandle Göttelfinger Straße 22
(Karte)
Schild an hohem Sandsteinpfosten (wohl eine Nachbildung), Inschrift: „Oberamt Freudenstadt - Allmandle - Gemeinde Göttelfingen - Landgericht Rottweil - Wehrbezirk Nr. 5“, Ende 19. Jahrhundert.

Die Ortstafel belegt Ausschilderung lokaler Verkehrswege und ist ein selten überliefertes Dokument für historisches Straßenbeschilderungswesen.

98809419BW
„Haus Paul Heim“ Hofäckerstraße 27
(Karte)
1944 errichtetes Wohnhaus des Stuttgarter Architekten Prof. Paul Heim, langgestrecktes eingeschossiges Wohnhaus mit Satteldach, verschindelt, Zwerchhaus über traufseitigem Eingang, flügelartiger Ökonomieanbau, Geräteschuppen 1960 angebaut, 1947 Verlängerung des Gebäudes durch Anfügung von Atelierräumen, alle Planungen durch Paul Heim.

Der Stuttgarter Architekt Paul Heim entwarf dieses Haus nördlich des Ortskerns von Göttelfingen für eigene Wohn-, Wirtschafts- und Arbeitszwecke in den 1940er bis 1960er-Jahren. Es folgt wie das von ihm für seinen Mitarbeiter Albert Stenzel in der Nähe erbaute Wohnhaus mit dem steilen und lang herabgezogenen Satteldach sowie der Fassadengestaltung in Holz Formen des Heimatschutzstils. Das Gebäude ist für die Orts- und Hausgeschichte von Bedeutung.

98809378BW
„Haus Albert Stenzel“ Hofäckerstraße 37
(Karte)
Albert Stenzel war als Architekt Mitarbeiter des benachbart wohnenden Prof. Paul Heim (vgl. Höfäckerstr. 27), Wohnhaus, Holz, Blockbauweise, 1945 als „Behelfsheim/Kleinheim“ errichtet, Planung durch Prof. Paul Heim aus Stuttgart, im Kern teilweise identisch mit Höfäckerstr. 27.

Das am Waldrand nördlich von Göttelfingen errichtete Haus wurde als Wohnhaus für den Architekten Albert Stenzel von dem Stuttgarter Architekten Paul Heim entworfen. Es folgt dem Bautypus eines Schwarzwaldhauses mit steilem Satteldach und Holzverkleidung der Fassaden mit Verschindelung und Verbretterung.

98809385BW
Großes gestelztes Quereinhaus mit Satteldach Schmiedegasse 15
(Karte)
Massives Untergeschoß mit rundbogigen Stalleingängen, ab Obergeschoß verschindeltes Fachwerk, 1. Hälfte 19. Jahrhundert.

Das gestelzte Quereinhaus folgt einem über Jahrhunderte weit verbreiteten Typus, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereinigt. Die Verschindelung von Fachwerkfassaden ist im Nordschwarzwald häufig anzutreffen. Das Gebäude veranschaulicht Wohn- und Lebensverhältnisse im 19. Jahrhundert auf dem Land und hat haus- und ortsgeschichtliche Bedeutung.

98809395BW
Straßenbrücke über die Nagold Schorrental 34
(Karte)
Massive einjochige Konstruktion, um 1890.

Die Brücke prägt die Ansicht des Nagoldtals und ist ein spätes Beispiel des Baus einer Steinbrücke zu einem Zeitpunkt, als das Material Beton bereits teilweise im Brückenbau eingesetzt wurde. Sie ist ein historisches Zeugnis der Verkehrs- und Siedlungsgeschichte und diente vor allem dem Sägewerk Finkbeiner am östlichen Ufer der Nagold zur Verkehrsanbindung auf dem Land.

98809444BW
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Hochdorf

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Laufbrunnen Am Wasenbrunnen
(Karte)
Gußeiserner Brunnenstock, massives Brunnenbecken, bezeichnet 1865.

Der Brunnen ist ein vollständig erhaltenes und anschaulich überliefertes Beispiel für einen Laufbrunnen mit steinernem Wassertrog vom Ende des 19. Jahrhunderts, als es durch die Entwicklung der Eisengussherstellung möglich wurde, in größeren Serien und damit relativ preiswert Brunnenstöcke mit Architekturschmuckgliedern und ähnlichem nach künstlerisch teils aufwendigen Vorlagen zu produzieren. Er ist zudem ein Zeugnis der historischen Wasserversorgung in Hochdorf.

98809456BW
„Erholungsheim“ Auf dem Hardt 25
(Karte)
Zweigeschossiges Wohnhaus in Holzbauweise, teilweise verglaste Loggien, 1951 von dem Stuttgarter Architekten Paul Heim für die Geschwister Keppler errichtet

Das östlich des Ortskerns von Schernbach errichtete Erholungsheim liegt in ruhiger Lage am Waldrand. Der Stuttgarter Architekt Paul Heim hatte sich und einem Mitarbeiter Albert Stenzel im nahegelegenen Göttelfingen ebenfalls Wohnhäuser in den 1940er-Jahren erbaut. Dasjenige für die Geschwister Keppler entwarf er wie diese im Heimatschutzstil, es folgt dem Bautypus eines Schwarzwaldhauses mit steilem Satteldach sowie Holzverkleidung der Fassaden und zeugt von dem Wunsch der Bauherren, sich im Nordschwarzwald auf dem Land zu erholen, welchem der umgehende Balkon im Obergeschoss entgegenkommt.

98796939BW
Hofanlage Besenfelder Straße 8
(Karte)
Gestelztes Quereinhaus mit Satteldach, verschindelter Fachwerkbau auf massivem Untergeschoss mit Putzquadergliederung, giebelseitige Stallerschließung, zugehöriger zweigeschossiger Altenteil mit Außentreppe, zugehöriger Pumpbrunnen, 1. Hälfte 19. Jahrhundert, am Türsturz des Altenteils bezeichnet 1867.

Die Hofanlage aus Einhaus und Altenteil entspricht einem über Jahrhunderte hinweg üblichen Typus und veranschaulicht die landwirtschaftliche Prägung des Dorfes. Das gestelzte Quereinhaus verbindet Wohnen und Wirtschaften unter einem Dachfirst. Der Altenteil mit eigener Zugangstreppe diente als Wohnhaus der Altbauern, nachdem sie den Hof ihren Nachkommen übergaben und ist ein anschauliches Zeugnis für einstig übliche soziale Strukturen innerhalb eines landwirtschaftlichen Familienbetriebs. Das Gehöft hat haus- und ortsgeschichtliche Bedeutung und belegt historische Lebens- und Arbeitsweise auf dem Land.

98809464BW
Evangelische Kirche Buchenweg 1
(Karte)
Verschindelter Fachwerkbau auf massivem Sockelgeschoß, seitlicher angesetzter Turm, Rechteckchor mit Überdachung, 1897 nach Plänen des Architekten Theophil Heinrich Frey aus Stuttgart.

Die ev. Kirche von Schernbach verweist mit ihrem kleinen Grundriss auf die geringe Einwohneranzahl des Ortes. Sie stellt einen relativ jungen Kirchenbau des Ende des 19. Jahrhunderts dar, dessen Fassaden mit der für den Nordschwarzwald gängigen Holzverschindelung verkleidet sind. Derartig gestaltete der Architekt auch die nahe liegende Kirche in Erzgrube im selben Jahr. Die Kirche entspricht dem Typus einer eher schmucklosen Predigtsaalkirche, ihre Ausstattung bezeugt anschaulich das Aussehen eines evangelischen Predigtraumes der Bauzeit.

98809526BW
Hofanlage mit Ausgedinge Haldenweg 5, 5/1
(Karte)
Gestelztes Quereinhaus, Fachwerkbau auf massivem Sockelgeschoss, ab Obergeschoss verschindelt und verbrettert, barockes Türgewände mit Schlussstein,1787 (i)

Die Hofanlage aus Einhaus und freistehendem Ausgedinge entspricht einem über Jahrhunderte hinweg üblichen Typus und veranschaulicht die landwirtschaftliche Prägung von Schernbach. Das gestelzte Quereinhaus verbindet Wohnen und Wirtschaften unter einem Dachfirst. Das Ausgedinge diente als Wohnhaus der Altbauern, nachdem sie den Hof ihren Nachkommen übergaben und ist ein anschauliches Zeugnis für einstig übliche soziale Strukturen innerhalb eines landwirtschaftlichen Familienbetriebs. Das Gehöft hat haus- und ortsgeschichtliche Bedeutung und belegt historische Lebens- und Arbeitsweise auf dem Land. Das geohrte Türgewände zeugt vom repräsentativen Anspruch des Bauherrn.

98809540BW
Friedhof Untere Gasse
(Karte)
Historische Mauerzüge der Einfriedung, am Eingang bezeichnet 1837.

Das Erscheinungsbild des Südwesten des Dorfes Hochdorf wird von dem umfriedeten Friedhof geprägt. Wohl aus Platz- und Hygienegründen wurde der Friedhof fern der Kirche außerhalb des Ortskerns angelegt. Er legt Zeugnis von religiöser Erinnerungskultur an Verstorbene ab und ist für die Ortsgeschichte von Hochdorf von Bedeutung.

98809515BW
Schul- und Rathaus Untere Gasse 21
(Karte)
Zweigeschossiger verschindelter Fachwerkbau mit Satteldach, traufseitige Erschließung, Mitte 19. Jahrhundert

Das Schul- und Rathaus von Hochdorf belegt die lokale Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsgeschichte. Die Holzverschindelung des Fachwerks ist eine im Nordschwarzwald häufig anzutreffende Fassadengestaltung. Somit belegt das öffentliche Gebäude auch regionale Hausgeschichte.

98809473BW
Evangelische Kirche Untere Gasse 23
(Karte)
Massiver dreiachsiger Bau mit Dachreiter, gerader Chorschluss, im Inneren modern umgestaltet, am Türsturz bezeichnet 1799, 1975 renoviert.

Die ortsbildprägende ev. Kirche Hochdorfs folgt dem Bautypus einer Landkirche am Ende des 18. Jahrhunderts, deren Kirchenausstattung in den 1970er-Jahren neu gestaltet wurde. Ihr kleiner Grundriss weist auf die geringe Anzahl der Einwohner Hochdorfs.

98809496BW
Laufbrunnen Untere Gasse 25
(Karte)
Gußeiserner Brunnenstock, Trog massiv, um 1865.

Der Brunnenstock ist ein charakteristisches Beispiel eines ornamentierten Gusserzeugnisses von anschaulicher Qualität. Er bezeugt das Niveau des seriellen Eisengusses Ende des 19. Jahrhunderts und ist zusammen mit dem steinernen Wassertrog ein Dokument der historischen Wasserversorgung.

98809504BW
Großes gestelztes Einhaus mit Satteldach Wiesengrund 10
(Karte)
Massives Untergeschoss mit rundbogigen Stallerschließungen an der Stirnseite, gut erhaltene Innenausstattung, um 1800.

Das quergeteilte Einhaus stellt ein für die Region anschauliches Beispiel der Bauernhausarchitektur um 1800 dar. Es vereint die Funktionen Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach. Die Größe des Bauwerks verweist auf eine wichtige soziale Stellung des Bauherren, dessen Lebensweise zudem die anschauliche erhaltene Inneneinrichtung belegt. Das Einhaus dokumentiert die landwirtschaftlich geprägte Ortsbaugeschichte von Schopfloch und hat regionale kultur- sowie baugeschichtliche Bedeutung.

98809548BW
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Einzelnachweise

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

Commons: Liste der Kulturdenkmale in Seewald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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