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Liste der Kulturdenkmale in Teningen

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In der Liste der Kulturdenkmale in Teningen sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Teningen im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Heimbach

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Bärenmühle: Mühlgebäude mit Wohn- und Technikfunktionen Alte Mühlenstraße 1
(Karte)
Schrote, wasserbauliche Anfragen, 17./18. Jahrhundert mit Modernisierungen

Die Bärenmühle in Teningen-Heimbach ist ein bedeutendes technik- und kulturhistorisches Denkmal, das die Entwicklung vorindustrieller Mühlentechnik und die regionale Wirtschaftsgeschichte exemplarisch widerspiegelt. Seit 1670 im Besitz der Familie Bär, versorgte sie über Jahrhunderte die umliegende Bevölkerung mit Mehl und Schrot. Besonders hervorzuheben ist das oberschlächtige Wasserrad, das seit 1942 in Betrieb war und über einen eigens geführten Mühlkanal gespeist wurde – ein Beispiel für effiziente wasserbauliche Lösungen der frühen Neuzeit. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Betrieb unterbrochen und teilweise für Rüstungszwecke genutzt, danach jedoch wieder aufgenommen, zuletzt mit einem Schrotgang bis in die 1980er Jahre. Die Mühle dokumentiert nicht nur die technische Evolution des Müllerhandwerks, sondern steht auch als Zeugnis für die anpassungsfähige Nutzung erneuerbarer Energien in der ländlichen Wirtschaft. Auch wenn der Betrieb 2005 endgültig eingestellt und das Wasserrad später entfernt wurde, bleibt die Bärenmühle ein identitätsstiftendes Element der regionalen Kulturgeschichte, dessen Erhalt von örtlichen Initiativen mit Nachdruck verfolgt wurde.

104697185BW
„Kreuzbrünnele“ Schloßgarten
(Karte)
Wegkreuz, Sandsteinkruzifix auf einfachem Sockel mit Wasserrohr als Brunnen, aufgestellt zwischen zwei Linden, 2. Hälfte 18. Jahrhundert

Das sogenannte „Kreuzbrünnele“ ist ein qualitätvoll gearbeitetes Sandsteinkruzifix auf einfachem Sockel, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet wurde und als Wegkreuz zugleich religiöses Zeichen, topographischer Orientierungspunkt und Ort stiller Andacht war. Seine Besonderheit liegt in der Kombination mit einem Wasserrohr, das ihm auch die Funktion eines Brunnens verleiht und damit eine seltene Verbindung von geistlicher Symbolik und lebenspraktischer Nutzung herstellt. Die Aufstellung zwischen zwei Linden verleiht der Anlage eine gestalterische Rahmung, die sowohl auf barocke Frömmigkeitsvorstellungen als auch auf kulturlandschaftliche Intentionen verweist. In seiner Gesamtheit besitzt das Kreuzbrünnele hohen kulturhistorischen, volksreligiösen und landschaftsprägenden Wert.

104699423BW
Tiefbrunnen Habsburgerstraße
(Karte)
Mit Sandstein ausgemauerter, rund sieben Meter tiefer Brunnenschacht, letztes Drittel 19. Jahrhundert

Der Tiefbrunnen stammt stellt ein technikgeschichtlich bedeutendes Zeugnis der historischen Wasserversorgung im ländlichen Raum dar. Seine tiefe und stabile Konstruktion lassen auf eine zentrale Funktion in der Eigenversorgung eines größeren bäuerlichen oder gewerblichen Anwesens schließen. Die Verwendung von regionaltypischem Sandstein verweist auf lokale Baumaterialien und handwerkliche Traditionen. In seinem gut erhaltenen Zustand vermittelt der Brunnen anschaulich die einstige Bedeutung wasserbaulicher Infrastrukturen vor dem flächendeckenden Ausbau moderner Leitungsnetze.

110934796BW
Gasthof Löwen Am Kenzelberg 6
(Karte)
Heute Wohnhaus, zweigeschossiges und traufständiges verputztes Gebäude mit Walmdach, 18./frühes 19. Jahrhundert; direkt anschließende Ökonomiegebäude an der Straße in Fachwerkbauweise; im anschließenden Garten Gartenmauer von 1896 (a)

Der ehemalige Gasthof „Löwen“ mit seinem zweigeschossigen, traufständigen Putzbau und Walmdach verkörpert in seiner Architektur die typische Bauweise repräsentativer ländlicher Gasthäuser des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Die direkt angrenzenden Ökonomiegebäude in Fachwerkbauweise belegen die funktionale Einheit von Wohn-, Wirtschafts- und Gastgewerbe in dörflichen Strukturen jener Zeit. Als zentraler Ort der Begegnung und Bewirtung hatte der Gasthof eine wichtige sozialgeschichtliche Funktion im gemeinschaftlichen Leben von Heimbach. Die erhaltene Gartenmauer von 1896 ergänzt das historische Ensemble authentisch und dokumentiert die bauliche Entwicklung des Anwesens über die Epochenschwelle hinweg.

104697239BW

Laufbrunnen mit langgestrecktem Sandsteintrog Am Marktplatz 2
(Karte)
Spätklassizistische Brunnensäule mit Löwenkopfmaske als Wasserspeier, darüber 1851 (i), kapitellartiger oberer Abschluss mit Gesimsen und Kanneluren, darauf eine Schmuckvase

Der Laufbrunnen auf dem Marktplatz von Teningen-Heimbach, datiert auf das Jahr 1851, ist ein herausragendes Beispiel spätklassizistischer Brunnenarchitektur im ländlichen Raum. Seine Gestaltung mit einer Brunnensäule, Löwenkopfmaske als Wasserspeier und einer bekrönenden Schmuckvase aus Sandstein zeugt von der handwerklichen Qualität der regionalen Steinmetzkunst. Der Brunnen diente ursprünglich der öffentlichen Wasserversorgung und ist heute ein bedeutendes Zeugnis der Ortsgeschichte und des bürgerlichen Selbstverständnisses des 19. Jahrhunderts. Seine Erhaltung liegt im öffentlichen Interesse, da er sowohl künstlerisch als auch historisch wertvoll ist.

107788368
Ehem. Kirchhofkreuz vor der Kirche Am Marktplatz
(Karte)
Gegenüber Westportal, Sandsteinkruzifixus auf zweistufigem Sockel, am Fuß 1739 (i), heute integriert in eine als Gedenk- und Erinnerungstätte für die Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkriegs gestalteten ummauerten Bezirk, um 1950

Das ehemalige Kirchhofkreuz vor der katholischen Pfarrkirche St. Gallus in Heimbach, datiert auf das Jahr 1739, ist ein qualitätvoll gearbeitetes Sandsteinkruzifix auf einem zweistufigen Sockel. Ursprünglich als zentrales Zeichen christlicher Frömmigkeit und als Ort des Gebets auf dem Kirchhof errichtet, wurde es um 1950 in eine neu geschaffene Gedenk- und Erinnerungsstätte für die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs integriert. Diese Umgestaltung spiegelt den Wandel im Umgang mit religiösen Symbolen und deren Einbindung in kollektive Erinnerungskulturen wider. Das Ensemble besitzt hohen kulturhistorischen Wert, da es sowohl die barocke Sakralkunst als auch die Nachkriegsgedenkkultur in einem ländlichen Kontext dokumentiert.

104699861BW
Armenhaus Anton-Scherer-Straße 6
(Karte)
Heute Wohnhaus, zweigeschossiges Wohngebäude mit Satteldach, zwei rundbogige Kellereingänge an der Traufseite, Erdgeschoss wohl ursprünglich Bürgerarrest, liegende verzapfte Dachkonstruktion, Teile der bauzeitlichen Ausstattung (Türen, Türgewände, Treppe und Wandvertäfelungen), 1835 (a)

Das 1835 errichtete ehemalige Armenhaus von Heimbach ist ein in Form, Funktion und Erhaltungszustand herausragendes Beispiel kommunaler Sozialarchitektur des frühen 19. Jahrhunderts. Im Unterschied zu den häufig anzutreffenden Umnutzungen älterer Gebäude handelt es sich hier um einen Neubau, der eigens für soziale Zwecke errichtet wurde und damit die zunehmende Verantwortung der weltlichen Gemeinde für die Versorgung der Armen architektonisch abbildet. Die ursprüngliche Nutzung mit Bürgerarrest, Wachtstube und Wohnungen für Bedürftige spiegelt die Vielschichtigkeit gemeindlicher Fürsorge wider; spätere Umbauten wie die Einrichtung des ersten Kindergartens 1903 bezeugen die fortdauernde sozialpolitische Nutzung. In seiner baulichen Gestaltung und erhaltenen Ausstattung sowie durch die Verbindung mit dem engagierten Pfarrer Anton Scherer besitzt das Gebäude hohen dokumentarischen, exemplarischen und heimatgeschichtlichen Wert.

104697614BW
Ehem. Zigarrenfabrik Blumbergstraße 16
(Karte)
Die ehemalige Zigarrenfabrik in Teningen-Heimbach stellt ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Industrie- und Sozialgeschichte dar. Im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich Heimbach zu einem Standort für die Zigarrenproduktion.

Was durch die Ansiedlung mehrerer Fabriken belegt ist. So errichtete die Firma L. Heppe aus Herbolzheim zwischen 1896 und 1904 eine Zigarrenfabrik in Heimbach, deren Baupläne und Aufrisse im Staatsarchiv Freiburg dokumentiert sind. Ebenso plante Max Bloch aus Emmendingen zwischen 1905 und 1907 den Bau und Betrieb einer weiteren Zigarrenfabrik in Heimbach. Diese Industriebauten spiegeln die wirtschaftliche Entwicklung der Region wider, in der der Tabakanbau und die Zigarrenherstellung eine zentrale Rolle spielten. Die Fabriken boten Arbeitsplätze und trugen zur wirtschaftlichen Stabilität des Ortes bei. Zudem wurden einige dieser Gebäude nach ihrer ursprünglichen Nutzung umgewidmet; beispielsweise diente eine ehemalige Zigarrenfabrik ab 1934 als Vereinsheim für die Musik- und Feuerwehrkapelle Teningen.

Der historische Wert dieser Bauten liegt in ihrer Funktion als Zeugnisse der Industrialisierung und der damit verbundenen sozialen Veränderungen in ländlichen Gemeinden. Sie dokumentieren die Übergangsphase von agrarisch geprägten Strukturen hin zu industriellen Produktionsweisen und verdeutlichen die Anpassungsfähigkeit kleiner Gemeinden an wirtschaftliche Umbrüche. Die Erhaltung und Dokumentation solcher Gebäude sind daher von großer Bedeutung für das Verständnis der regionalen Geschichte und Identität.

104697632BW
Taufstein Friedhofstraße
(Karte)
Heute Brunnenbecken, achteckige Kelchform mit spätgotischem Maßwerk, 15. Jahrhundert

Der ehemalige Taufstein in achteckiger Kelchform mit spätgotischem Maßwerk stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde sekundär zu einem Brunnen umgenutzt. Seine kunsthistorische Bedeutung liegt in der qualitätvollen spätgotischen Steinmetzarbeit, insbesondere in der Maßwerkornamentik, die für die Sakralkunst des späten Mittelalters charakteristisch ist. Die heutige profane Nutzung als Brunnen veranschaulicht den Wandel liturgischer Objekte in veränderten kulturellen Kontexten und eröffnet zugleich einen besonderen Zugang zur Rezeptionsgeschichte christlicher Bildwerke. In seiner Doppelfunktion als Zeugnis mittelalterlicher Taufpraxis und als gestalterisch wie materiell überformtes Objekt besitzt er hohen kunst- und religionsgeschichtlichen Aussagewert.

104699464BW
Hofanlage: Wohngebäude Habsburgerstraße 10
(Karte)
Eingeschossiger und traufständiger Massivbau in freistehender Lage, unverputzter Kniestock und Dach in Holzbauweise, unmittelbar anschließender Ökonomieteil, 1. Hälfte 19. Jahrhundert; vor dem Haus einfacher Brunnen

Die Hofanlage in Heimbach verkörpert in ihrer Bauweise und Funktionalität ein typisches Beispiel ländlicher Architektur im südwestdeutschen Raum. Das eingeschossige, traufständige Wohnhaus in Massivbauweise mit unverputztem Kniestock und traditionellem Dachstuhl aus Holz, verbunden mit dem unmittelbar anschließenden Ökonomieteil, verdeutlicht die enge Verzahnung von Wohn- und Arbeitsbereichen im bäuerlichen Alltag. Die freistehende Lage sowie der schlichte Brunnen vor dem Haus ergänzen das Bild einer auf Selbstversorgung ausgerichteten Hofstruktur. In ihrer weitgehend originalen Substanz besitzt die Anlage einen hohen dokumentarischen Wert für die Bau- und Alltagsgeschichte des 19. Jahrhunderts.

104697658BW
Wegkreuz Anton-Scherer-Straße 3
(Karte)
Kruzifixus aus rotem Sandstein, Sinnspruch und Stifterinschrift in Bogennische am Sockel, 1863 (i), Renovierungsinschrift darunter 1922 (i)

Das Wegkreuz von 1863 ist ein aus rotem Sandstein gefertigter Kruzifixus mit ausdrucksstarker Gestaltung und Sinnspruch, dessen Sockel eine qualitätsvolle Stifterinschrift in einer Bogennische trägt. Die spätere Renovierungsinschrift von 1922 zeugt vom fortgesetzten pietätvollen Umgang der lokalen Bevölkerung mit diesem religiösen Kleindenkmal. Das Kreuz dokumentiert anschaulich die Frömmigkeit und Stiftungspraxis des 19. Jahrhunderts im ländlichen Raum. Als steinernes Zeugnis christlicher Volksfrömmigkeit ist es von orts- und kulturgeschichtlicher Bedeutung.

107788283BW
Wohnhaus Habsburgerstraße 16
(Karte)
Mit Tordurchfahrt, Satteldach, traufständig, zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit vorstehenden Balkenköpfen am Giebel, Mitte 18. Jahrhundert, rundbogiges Tor mit jüngerem Umbaudatum 1801 (i)

Das Wohnhaus eines ehemaligen Handwerkerhofes ist aufgrund seiner weitgehend erhaltenen historischen Binnenstruktur, der handwerklich qualitätvollen Baudetails wie Schiebesteinen und Fachwerkwänden sowie des authentischen Dachwerks ein bedeutendes Zeugnis der ländlichen Bau- und Handwerkskultur des 18. Jahrhunderts. Als aus lokalem Bruchstein errichtetes Gebäude dokumentiert es anschaulich die Nutzung regionaler Materialien und ist als Haustyp für die Bauweise im Raum Heimbach von hohem heimatgeschichtlichem Wert.

110055622BW
Ehem. Gasthaus Sternen Köndringer Straße 2
(Karte)
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau, Walmdach mit drei Dachgauben, Fassaden in der Formensprache des Historismus, rechtwinklig angesetzter Anbau, um 1900

Das ehemalige Gasthaus „Sternen“ ist ein anschauliches Beispiel für die ländliche Repräsentationsarchitektur um 1900, dessen historistische Fassadengestaltung bürgerlichen Gestaltungswillen und zeittypischen Stilwillen dokumentiert. Als Gasthaus erfüllte es eine zentrale Funktion im dörflichen Gesellschaftsleben und ist damit auch sozialgeschichtlich bedeutsam. Die weitgehend erhaltene Bausubstanz einschließlich des Walmdachs mit Gauben und des rechtwinkligen Anbaus verleiht dem Gebäude städtebaulichen und dokumentarischen Wert.

104697678BW
Altes Schloss Köndringer Straße 8
(Karte)
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Satteldach und Staffelgiebeln, im oberen Stock gekehlte Fensterrahmungen mit straßenseitigem, zu einem Fenster umgewandelten Rundbogenportal, 1597 (i) und 1670 (i), an der Rückseite vier teilweise vermauerte Rundbogentore (das linke 1598 (i)) und rechts ein Rundbogenportal, heute als Feuerwehrhaus genutzt; Hofummauerung

Das Alte Schloss Teningen-Heimbach ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Staffelgiebeln, datiert auf 1597 und 1670. Charakteristisch sind die profilierten Fensterrahmungen und das straßenseitige Rundbogenportal, das zu einem Fenster umgebaut wurde. Rückseitig finden sich vier teilweise vermauerte Rundbogentore, die auf die ursprüngliche Nutzung als Herrschaftshof hinweisen. Heute dient das Gebäude als Feuerwehrhaus und zeigt somit eine gelungene funktionale Nachnutzung. Das Schloss besitzt hohen kunsthistorischen und ortsgeschichtlichen Wert als Zeugnis spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Baukultur in der Region.

104699277BW
Neues Schloss mit Park: zweigeschossiges Haupthaus mit zwei Seitentürmchen Schloß 1
(Karte)
Rückwärtigem halbrundem Vorbau und Walmdach, am Tragpfeiler des gewölbten Kellers Inschrift des Bauherrn 1803 (i), vermutlich nach Plänen des Bauherrn General Max von Duminique 1803–06 (a); Ausstattung u.a. Treppenhaus, rundem Salon mit Kassettendecke in Freskotechnik, Pilastern und Kamin im oberen Stock, Fresko-Illusionsmalerei im Felsenzimmer; Zubehör, wie Bibliothek, Sammlungsgegenstände und Archiv der Freiherren von Ulm zu Erbach; zwei zweigeschossige Nebengebäude, mit dem Haupthaus verbunden; Wirtschaftsgebäude mit Durchfahrt 1806 (i) und Allianz-Wappen; Innenhoftor 1822 (i); Englischer Park, zur eingefriedet mit skulptierten Fragmenten des vom Freiburger Münsters, zwei Pfeilern mit klassizistischen Vasen aus rotem Sandstein an der Toreinfahrt

Das Neue Schloss in Teningen ist ein zweigeschossiger Bau mit zwei charakteristischen Seitentürmchen, einem halbrunden Vorbau an der Rückseite und einem Walmdach, dessen Errichtung auf den Bauherrn General Max von Duminique zwischen 1803 und 1806 zurückgeht. Die Architektur spiegelt die Übergangsphase vom Spätbarock zum Frühklassizismus wider und ist geprägt von einer klaren, aber dennoch eleganten Gestaltung, die sich auch in den Innenräumen mit aufwändiger Kassettendecke, Freskotechniken, Pilastern und einem repräsentativen Kamin manifestiert. Das Schloss verfügt über zwei Nebengebäude und Wirtschaftsgebäude mit historischen Durchfahrten und Wappen, die die ökonomische und soziale Bedeutung des Anwesens unterstreichen. Der englische Landschaftspark mit eingefriedetem Bereich und skulptierten Fragmenten des Freiburger Münsters sowie klassizistischen Vasen an der Toreinfahrt verleiht dem Ensemble zudem einen kunsthistorisch wertvollen Kontext als Ausdruck des adeligen Lebensstils und repräsentativen Anspruchs im frühen 19. Jahrhundert.

104697799BW
Bildstock Steinbruchstraße
(Karte)
Stein, 1751 (i)

Der Bildstock aus dem Jahr 1751 ist ein bedeutendes Zeugnis barocker Frömmigkeit und Ausdruck religiöser Volkskultur, wie sie in Mitteleuropa vor der Säkularisierung verbreitet war. Als steinernes Kleindenkmal besitzt er sowohl kunsthandwerklichen als auch ortsgeschichtlichen Wert, da er Einblicke in das religiöse Leben, das Wegenetz und die Stiftungspraxis der Zeit gewährt. Seine Erhaltung dient nicht nur dem Schutz historischer Substanz, sondern auch der Bewahrung kollektiver Erinnerung und regionaler Identität.

104697057BW

Weitere Bilder
Kath. Pfarrkirche St. Gallus Zehnthof 4
(Karte)
Sandsteinbau, Saalkirche mit halbrund gerschlossenem Chor, 1774 (a), Teile des gotischen Turms vom spätmittelalterlichen Vorgängerbau, Chorsüdseite mit Sakristeianbau, bauzeitliche Ausstattung und Zubehör, v.a. Altäre von Joseph Amann; Altarblätter von Johann Pfunner (das des Hochaltars 1776 (i))

Die Katholische Pfarrkirche St. Gallus ist ein bemerkenswerter Sandsteinbau, der als Saalkirche mit halbrund geschlossenem Chor gestaltet ist. Teile des Turms stammen von einem spätmittelalterlichen Vorgängerbau, was auf eine lange und vielschichtige Baugeschichte hinweist. Der Sakristeianbau an der Chorsüdseite ergänzt die Architektur funktional und stilistisch. Die Innenausstattung der Kirche ist im Wesentlichen barock geprägt, was auf eine Ausstattung aus dem 17. bis 18. Jahrhundert schließen lässt; Künstlernamen sind oft schwer überliefert, können aber mit großer Wahrscheinlichkeit lokalen oder regionalen Kunsthandwerkern zugeordnet werden, die barocke Bildhauer- und Malereikunst im südwestdeutschen Raum pflegten. Der Denkmalwert der Kirche liegt sowohl in der Verbindung spätmittelalterlicher und barocker Bau- und Ausstattungselemente als auch in ihrer Bedeutung als zentraler Sakralbau für die Gemeinde. Die Kirche dokumentiert die fortwährende Nutzung und künstlerische Umgestaltung eines mittelalterlichen Kirchenstandorts und steht damit als wichtiges Zeugnis regionaler Bau- und Kunstgeschichte.

104699557
( Wikidata)
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Köndringen

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Gehöft: Wohngebäude Bahnhofstraße 2
(Karte)
Zweigeschossiger, giebelständiger Satteldachbau mit massivem verputztem Erdgeschoss, Obergeschoss und Giebel mit Zierfachwerk, 1619 (i) am Türsturz und am Fachwerkpfosten, mit seitlichem Vordach und Backhaus sowie langgestreckten rechtwinklig um einen Hof gruppierten Wirtschaftsgebäuden

Das beschriebene Gehöft stellt ein typisches Beispiel für einen ländlichen Dreiseithof des frühen 17. Jahrhunderts dar, datiert auf das Jahr 1619 durch Inschriften am Türsturz und am Fachwerkpfosten. Das Wohngebäude ist zweigeschossig und giebelständig mit einem Satteldach ausgeführt; das Erdgeschoss ist massiv und verputzt, während Obergeschoss und Giebel durch ornamentales Zierfachwerk geprägt sind, was auf eine gewisse bauliche und ästhetische Wertschätzung hinweist. Charakteristisch ist die klare, rechtwinklige Anordnung der langgestreckten Wirtschaftsgebäude um den zentralen Hof, was funktional die landwirtschaftlichen Arbeitsprozesse unterstützt und zugleich eine übersichtliche Hofstruktur schafft. Das seitliche Vordach und das angeschlossene Backhaus ergänzen die Anlage funktional und zeugen von einer autarken, bäuerlichen Lebensweise jener Zeit. Insgesamt besitzt das Gehöft sowohl wegen seiner authentischen Bauweise als auch seiner historischen Kontinuität hohe denkmalpflegerische Bedeutung als lebendiges Zeugnis der ländlichen Baukultur des 17. Jahrhunderts.

104700247BW

Weitere Bilder
Evangelische Kirche Bahnhofstraße 4
(Karte)
Neugotische Saalkirche, aus der Langhausfront vortretender Turm mit hohem Spitzhelm, 1861 bis 65 (a) nach Entwurf von Bezirksbaumeister Ludwig Arnold anstelle einer gotischen Chorturmkirche errichteter Werksteinbau, im Süden alte Umfassungsmauer mit Grabstein des ersten Pfarrers, 1594 bis 1600, zugehörige Ausstattung, u.a. Orgel von F. Weigle, 1883/84 (a)

Die evangelische Kirche in Köndringen, errichtet 1861–65 nach Plänen des Bezirksbaumeisters Ludwig Arnold, ist ein beispielhafter Werksteinbau der protestantischen Neugotik und markiert bewusst den Bruch mit der zuvor bestehenden gotischen Chorturmkirche. Der aus der Langhausfront vortretende Turm mit hohem Spitzhelm prägt das Ortsbild und spiegelt die zeittypische Verbindung aus städtebaulichem Anspruch und konfessioneller Identität im 19. Jahrhundert. Die erhaltene südliche Umfassungsmauer mit dem Grabstein des ersten Pfarrers (1594–1600) knüpft an die Reformationsgeschichte des Ortes an und schafft eine historische Tiefendimension. Die originale Ausstattung, insbesondere die Weigle-Orgel von 1883/84, verleiht dem Bau zusätzlich künstlerischen und musikhistorischen Wert.

104700302
( Wikidata)
Gehöft: Wohnhaus Bahnhofstraße 5
(Karte)
Massivbau, zweigeschossig und verputzt, traufständig, Satteldach, rechts anschließend Hofmauer mit Rundbogentor, 1788 (i) im Scheitelstein des Hoftores; Ökonomiebau

Das Gehöft mit seinem zweigeschossigen, verputzten und traufständig ausgerichteten Wohnhaus unter Satteldach ist ein typisches Beispiel ländlicher Bauweise des späten 18. Jahrhunderts. Der erhaltene Scheitelstein mit der Jahreszahl 1788 im Rundbogentor der angrenzenden Hofmauer verankert die Anlage präzise in ihrer Entstehungszeit und belegt ihren authentischen Ursprung. Die bauliche Verbindung von Wohnhaus, Hoftor und Ökonomiebau dokumentiert die funktionale Einheit von Wohnen, Wirtschaften und Einfriedung im dörflichen Kontext. Als gut überliefertes Zeugnis für die bäuerliche Lebens- und Baukultur um 1800 besitzt das Ensemble sowohl heimat- als auch baugeschichtlichen Aussagewert.

104700377BW

Gefallenendenkmal für beide Weltkriege Bahnhofstraße 6
(Karte)
Erster Weltkrieg: über hohem polygonalem Sockel schlichte, keiner klassischen Ordnung zuordenbare Säule, darauf ein Akanthuskapitell mit eisernem Kreuz als Sockel der Statue eines Soldaten, 1920er Jahre; 2. Weltkrieg: zwei Gefallenentafeln beim Pfarrhaus, 1950er Jahre

Das Gefallenendenkmal in Köndringen für die Opfer beider Weltkriege vereint zwei zeitlich und gestalterisch deutlich unterschiedliche Elemente. Das Denkmal für den Ersten Weltkrieg aus den 1920er Jahren zeigt über einem hohen polygonalen Sockel eine schlichte, stilistisch unabhängige Säule mit Akanthuskapitell und Eisernem Kreuz, auf der eine Soldatenfigur ruht – ein Ausdruck der nationalen Trauerkultur der Zwischenkriegszeit mit symbolischer Überhöhung des kämpfenden Helden. Die ergänzten Gefallenentafeln für den Zweiten Weltkrieg beim Pfarrhaus aus den 1950er Jahren fügen sich zurückhaltend in das Ortsbild ein und spiegeln die veränderte Gedenkhaltung der Nachkriegszeit. Als Ensemble besitzt die Anlage hohen dokumentarischen Wert für die Entwicklung öffentlicher Erinnerungskultur im ländlichen Raum über ein halbes Jahrhundert hinweg.

104700328

Evangelisches Pfarrhaus Bahnhofstraße 6
(Karte)
Traufständiger Massivbau auf parallelogrammförmigem Grundriss, charakteristische hohe geschlossenen Wände des Ökonomieteils mit mittiger Tordurchfahrt im Erdgeschoss und die stattliche vorgelagerte einläufige Freitreppe zum Portal des stark durchfensterten Wohnbereichs im Obergeschoss, Satteldach, im Scheitelstein der Tordurchfahrt 1752 (i), Inneres mit schlichten Stuckdecken

Das evangelische Pfarrhaus von 1752 ist ein baugeschichtlich und sozialhistorisch bedeutendes Zeugnis geistlicher Amtsarchitektur in ländlicher Umgebung. Der traufständige Massivbau verbindet in charakteristischer Weise Wohn- und Ökonomieteil, wobei die geschlossene Erdgeschosszone mit mittiger Tordurchfahrt funktionale Klarheit ausstrahlt. Die vorgelagerte einläufige Freitreppe und der durchfensterte Wohnbereich im Obergeschoss betonen den repräsentativen Anspruch des Pfarrhauses als Amtssitz und geistliches Zentrum der Gemeinde. In seiner Substanz weitgehend erhalten, einschließlich der schlichten Stuckdecken, besitzt das Gebäude hohen dokumentarischen Wert für die protestantische Pfarrhauskultur des 18. Jahrhunderts.

104700426
Bahnhof: Empfangsgebäude Bahnhofstraße 27
(Karte)
Zweigeschossiger, verputzter und traufständiger Massivbau mit Sohlbankgesims; Güterschuppen; 2. Hälfte 19. Jahrhundert

Das Empfangsgebäude und die Güterschuppen des Bahnhofs Köndringen entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Zuge des Ausbaus der Badischen Hauptbahn, die seit 1845 die Region erschloss. Die Bauweise entspricht dem typischen Erscheinungsbild badischer Bahnhofsarchitektur dieser Epoche: funktionale Massivbauten mit klar gegliederten Fassaden und regionaltypischen Materialien. Als infrastrukturelles Bindeglied zwischen ländlichem Raum und überregionalem Verkehrsnetz dokumentiert der Bahnhof die wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation der Region im Zuge der Industrialisierung. In seiner erhaltenen Substanz besitzt das Ensemble hohen dokumentarischen Wert für die Verkehrsgeschichte und die Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur im 19. Jahrhundert.

104700437BW
Wohnhaus Freiämter Straße 15
(Karte)
Eingeschossiger traufständiger verputzter Massivbau mit Kellergeschoss in Hanglage, Sturz der Eingangstüre, 1819 (i)

Das Wohnhaus in Köndringen ist ein eingeschossiger, traufständiger und verputzter Massivbau mit Kellergeschoss in Hanglage. Die einfache, aber solide Bauweise verweist auf die ländlich geprägte Baukultur des frühen 19. Jahrhunderts. Als anschauliches Beispiel für das regionale Bauen jener Zeit besitzt das Gebäude dokumentarischen Wert für die Orts- und Baugeschichte Köndringens. Seine Erhaltung liegt im öffentlichen Interesse, da es zur baulichen Überlieferung und Identität des Ortes beiträgt.

109470166BW

Weitere Bilder
Burg Landeck Landeck
(Karte)
Ruine der von den ab 1277 als Lehnsträger nachweisbaren Herren von Geroldseck zum Schutze der dortigen Besitzungen des Klosters Schuttern errichteten Doppelburganlage, 1300 von der Freiburger Patrizierfamilie Snewelin erworben, im Bauernkrieg 1525 zerstört, seither Ruine; im späten 13. Jahrhundert entstanden, Außenmauern verschiedener Gebäude des oberen und des unteren Schlosses sowie das Gelände mit den Resten der historischen Befestigungsanlagen - Das obere Schloss ist eine eingliedrige Burganlage, die nicht zwischen Palas und Wehrturm trennt; vom über zweigeschossigen Kellerunterbau dreigeschossigen Palas- und Wehrturmgebäude sind drei Wände mit verschiedenartigen Fensteröffnungen und im Innern drei Kamine erhalten, ferner den Schlosshof umschließende Mauern und Restmauern der Wehranlagen. - Durch einen schwach erkennbaren Graben ist das obere vom unteren Schloss geschieden. - Das untere Schloss ist eine geländebedingt annähernd dreieckige Anlage mit aufgehenden Mauern eines ehemaligen Palastgebäudes mit nördlich angefügter Kapelle (beide unterkellert) sowie Resten der Umfassungsmauern des Burghofs und der Nebengebäude. Das breit gelagerte Wohngebäude klar gegliedert mit in Teilen erhaltenenen, ehemals achtachsigen Fensterfronten in beiden Hauptgeschossen; im Innern Kamine. Vom zweiten und dritten Geschoss des Palas aus Türen Richtung der heute nur noch eingeschossig erhaltenen Kapelle; sie weisen auf eine ursprüngliche Doppelgeschosskeit in der Tradition hochmittelalterlicher Burg- und Pfalzkapellen hin. In der Kapellenruine Ansätze der Kreuzrippengewölbe auf Kämpferplatten über grotesken Konsolfiguren in der Nachfolge des Ecclisia-Meisters im Straßburger Münster. Zugehörig ein 1963 im Chor ergrabener qualitätvoller figürlicher Schlussstein eines Kreuzrippengewölbes.

Die Ruine der Burg Landeck stellt ein bedeutendes kulturgeschichtliches Zeugnis mittelalterlicher Wehr- und Wohnarchitektur im Breisgau dar. Ihre selten erhaltene Doppelstruktur mit einem Oberen und einem Unteren Schloss veranschaulicht eindrucksvoll die Entwicklung adliger Herrensitze vom späten 13. bis zum 16. Jahrhundert. Besonders hervorzuheben ist der erhaltene Palas des Oberen Schlosses, der mit seinen vielfältigen Fensterformen, monumentalen Kaminen und der funktionalen Einheit von Wohn- und Wehrbau die spezifischen Anforderungen adliger Lebensführung im Spätmittelalter dokumentiert. Als Stiftung der Herren von Geroldseck und späterer Besitz der Patrizierfamilie Snewelin spiegelt die Burg exemplarisch die politische und soziale Vernetzung adliger und bürgerlicher Machtträger im südwestdeutschen Raum des Mittelalters.

109469201

Schulgebäude mit Waschhaus Hauptstraße 3
(Karte)
Dreiflügeliger, zweigeschossiger Massivbau, schmale Mittelrisalite an drei Seiten, die Südseite als breit gelagerte Straßenfront ausgebildet, rückwärtig der Ostflügel kürzer als der Westflügel, Natursteinsockel, darüber Putzfassade mit Gliederungen und Rahmungen in Sandstein, Walmdach mit Zeltdachgauben, auf der Mitte des Hauptflügels achteckiger Dachreiter mit Spitzhelm-Haube; ehemaliges Waschhaus, keiner erdgeschossiger Schuppen, massiv verputzt mit Krüppelwalmdach in Kronendeckung, im Innern Holzfachwerkgerüst; 1905 (a)

Das Schulgebäude in Köndringen, ein repräsentativer dreiflügeliger Massivbau um 1900, ist ein anschauliches Beispiel für kommunale Bildungsarchitektur der Kaiserzeit im ländlichen Raum. Die durch Natursteinsockel, Sandsteingliederungen und Mittelrisalite betonte Gestaltung verleiht dem Bau eine monumentale, dabei jedoch funktional strukturierte Erscheinung. Der achteckige Dachreiter mit Spitzhelm-Haube akzentuiert die Mitte des Hauptflügels und verweist auf die öffentliche Bedeutung des Gebäudes als Bildungsinstitution. In Verbindung mit dem erhaltenen ehemaligen Waschhaus dokumentiert die Anlage umfassend den schulischen Alltag um 1900 und ist damit von hohem sozial-, bau- und ortsgeschichtlichem Wert.

112399063
Zweigeteiltes Wohngebäude eines Winzergehöftes sowie Hoftor und Gangpforte Hauptstraße 12
(Karte)
Giebelständiger, über hohem Kellersockel eingeschossiger Bau mit Satteldach, massiv und Fachwerk, der vordere Teil im Kern 18. Jh., im straßenseitigen Giebelfeld die kleinen Fenster des 18. Jh., darunter im Kontext mit der Errichtung des rückwärtigen Teils vergrößerte Fenster von Stube und Kammer 2. Hälfte 19. Jahrhundert

Das im 18. Jahrhundert mit Weinkeller, Stube und Kammer errichtete und im 19. Jahrhundert um eine weitere Wohneinheit mit Stube, Kammer und Weinkeller erweiterte Wohngebäude ist ein historisch aufschlussreiches Zeugnis des Wohnens und Wirtschaftens auf einem kleinen Winzergehöft im 18./19. Jahrhundert. Es dokumentiert den regional- und ortsüblichen Bautyp eines Weinbauern der Region um Tuniberg und Kaiserstuhl. Sein überliefertes historisches Gefüge mit der historischen Zimmermannskonstruktion, insbesondere des 18. Jahrhunderts, macht es zum anschaulichen Gegenstand für die historische Hausforschung innerhalb der Oberrheinregion.

112170062BW
Gasthof Löwen: Gasthaus Hauptstraße 16
(Karte)
Zweigeschossig und traufständiger verputzter Massivbau auf halbhohem Sockel, Walmdach, doppelläufige Treppe zur Gaststube, Rundbogentor zur Werkstatt 1845 (i); rückwärtiges Gebäude, Tor mit geradem Sturz, Wappen, 1591 (i)

Der Gasthof „Löwen“ in Köndringen ist ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Bau- und Wirtschaftsgeschichte. Der zweigeschossige, traufständige Massivbau mit Walmdach und halbhohem Sockel, datiert auf 1845, dokumentiert die Bauweise des 19. Jahrhunderts. Besonders hervorzuheben ist das rückwärtige Gebäude mit einem Torsturz aus dem Jahr 1591, das ein Wappen trägt und auf die lange Tradition des Anwesens hinweist. Die Kombination aus historischer Architektur und jahrhundertelanger Nutzung als Gasthaus verleiht dem Gebäudeensemble einen hohen denkmalpflegerischen Wert.

104700566BW

Gasthaus „Zum Rebstock“ Hauptstraße 18
(Karte)
Ehemaliges Gerichtsgebäude, zweigeschossiges traufständiges und unverputztes Fachwerkgebäude auf massivem Erdgeschoss, trapezförmiger Grundriss, Satteldach, 1551 (i), renoviert Mitte 18. Jahrhundert

Das Gasthaus „Zum Rebstock“ in Köndringen ist ein bedeutender historischer Bau mit ursprünglich hoheitlicher Funktion. Der zweigeschossige, traufständige Fachwerkbau mit massivem Erdgeschoss wurde laut Inschrift 1551 errichtet und war ehemals Gerichtsgebäude, was dem Haus eine besondere orts- und rechtsgeschichtliche Relevanz verleiht. Der in Teilen überformte, aber im Wesentlichen überlieferte Bestand – insbesondere das Fachwerk, das Satteldach und die prägnante Grundrissform – veranschaulichen die Bautraditionen des 16. und 18. Jahrhunderts. Die historische Nutzung, das hohe Alter und die konstruktive Qualität machen das Gebäude zu einem Kulturdenkmal von ortsgeschichtlicher, baukünstlerischer und siedlungsgeschichtlicher Bedeutung.

104700578
Hofanlage Hauptstraße 19
(Karte)
Ehemaliger Freihof: Wohnhaus in Ecklage, später auch mit Schmiede, im Kern spätmittelalterliches zweigeschossiges und giebelständiges Gebäude mit Satteldach, in einem Fenstersturz 1580 (i), an der Nordostecke sechsseitiger Treppenturm mit Wendeltreppe, dreigeschossiger Anbau zur Heimbacher Straße, wohl spätes 18. Jahrhundert; rückwärtigen Ökonomiebau niedrige rundbogige Kellertür, 1605 (i)

Bei den Gebäuden handelt es sich um einen ehemaligen Freihof, der in seiner überkommenen Bausubstanz Zeugnis einer langen Nutzungskontinuität vom Spätmittelalter bis in die frühe Neuzeit ablegt. Das giebelständige Wohnhaus mit spätmittelalterlichem Kern und der Inschrift „1580“ ist in seiner Substanz von besonderem baugeschichtlichem Interesse, wobei der sechseckige Treppenturm mit Wendeltreppe an der Nordostecke als qualitätsvolles Ausstattungsmerkmal hervorsticht. Der zur Heimbacher Straße orientierte, dreigeschossige Erweiterungsbau aus dem späten 18. Jahrhundert dokumentiert die Weiterentwicklung des Anwesens im Zuge wachsender ökonomischer Bedeutung, möglicherweise auch infolge der gewerblichen Nutzung als Schmiede. Der rückwärtige Ökonomiebau mit einer rundbogigen Kellertür von 1605 vervollständigt das Ensemble zu einer ortsbildprägenden, siedlungs- und sozialgeschichtlich aussagekräftigen Hofanlage, deren Erhaltung aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse liegt.

104700618BW
Wohn- und Geschäftshaus Hauptstraße 23
(Karte)
Zweigeschossig und giebelständig, verputzt mit Satteldach, 1739 (i), moderner Ladeneinbau

Das zweigeschossige, giebelständige Wohn- und Geschäftshaus mit verputzter Fassade und Satteldach wurde im Jahr 1739 errichtet (Inschrift). Auch angesichts eines jüngeren Ladeneinbaus bewahrt es seinen historischen Wert als anschauliches Beispiel bürgerlicher Baukultur des 18. Jahrhunderts.

104700746BW
Wohngebäude Hauptstraße 29
(Karte)
Zweigeschossiger und giebelständiger Massivbau mit Satteldach, Anbau mit Schleppdach, rechts anschließend Torbogen, 1762 (i) im Scheitel des Torbogens

Das Wohngebäude ist ein zweigeschossiger, giebelständiger Massivbau mit Satteldach und einem seitlichen Anbau unter Schleppdach. Rechts schließt ein Torbogen an, dessen Scheitelstein die Jahreszahl 1762 (i) trägt. Die Anlage veranschaulicht eindrucksvoll die ländliche Bauweise des 18. Jahrhunderts und prägt in ihrer Geschlossenheit das historische Ortsbild.

104700783BW
Gehöft: Wohngebäude Hauptstraße 46
(Karte)
Eingeschossiges giebelseitiges verputztes Gebäude auf halbhohem Kellersockel, Satteldach; Torbogen mit anschließendem Leibgeding, im Scheitel des Torbogens 1779 (i)

Das Gehöft von 1779 besitzt einen hohen historischen Wert, da es ein authentisches Beispiel für ländliche Baukultur des späten 18. Jahrhunderts darstellt und typische Elemente wie das eingeschossige Wohnhaus, den Torbogen und das Leibgeding in seltener Geschlossenheit bewahrt. Die inschriftlich datierte Toranlage dokumentiert nicht nur die Bauzeit, sondern veranschaulicht auch bäuerliche Selbstrepräsentation und familiäre Stiftungsformen jener Epoche. Besonders das angegliederte Leibgeding zeugt von der traditionellen Sozialstruktur, in der Generationen auf einem Hof zusammenlebten, und ist Ausdruck vormoderner Altersversorgung. In seiner architektonischen wie sozialen Aussagekraft ist das Ensemble ein anschauliches Zeugnis regionaler Lebensverhältnisse und daher von besonderem dokumentarischem Wert.

104700909BW
Hofmauer Hauptstraße 48
(Karte)
Verputzt mit korbbogigem Tor, im Scheitelstein, 1784 (i)

Die verputzte Hofmauer mit korbbogigem Tor und datiertem Scheitelstein von 1784 ist ein aussagekräftiges Relikt ländlicher Baukultur des späten 18. Jahrhunderts. Ihre handwerkliche Ausführung und die erhaltene Jahreszahl machen sie zu einem authentischen Zeugnis historischer Grundstücksorganisation und sozialer Repräsentation im ländlichen Raum.

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Wohngebäude Heimbacher Straße 3
(Karte)
Eingeschossig und giebelständiger, unverputzter Fachwerkbau mit Satteldach auf massivem Kellersockel, seitliche Treppenerschließung, rückwärtiger Anbau, am Eckpfosten 1697 (i)

Das eingeschossige, giebelständige Wohnhaus in unverputzter Fachwerkbauweise mit Satteldach über einem massiven Kellersockel und seitlicher Treppenerschließung stellt ein qualitätvolles Beispiel ländlicher Wohnarchitektur des späten 17. Jahrhunderts dar. Die Inschrift „1697“ am Eckpfosten belegt seine Entstehung in der frühen Neuzeit und verleiht dem Gebäude hohen dokumentarischen und bauhistorischen Wert. In seiner weitgehend überkommenen Struktur samt rückwärtigem Anbau besitzt es ortsbildprägende und denkmalwerte Bedeutung als authentisches Zeugnis der regionalen Bau- und Siedlungsgeschichte.

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Wohnhaus einer Hofanlage Heimbacher Straße 9
(Karte)
Giebelständiger erdgeschossiger und unverputzter Fachwerkbau mit Satteldach, 18. Jahrhundert

Das Wohnhaus der Hofanlage in Köndringen ist ein bedeutendes Zeugnis ländlicher Baukultur des 18. Jahrhunderts. In seiner giebelständigen, eingeschossigen Ausführung mit unverputztem Fachwerk und Satteldach dokumentiert es anschaulich die regionaltypische Bauweise und die funktionale Organisation bäuerlicher Anwesen jener Zeit. Als authentisch überliefertes Beispiel traditioneller Handwerkskunst kommt dem Gebäude ein hoher denkmalpflegerischer Wert zu.

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Villenanwesen: Wohnhaus Karoline Stuck mit Garten und Einfriedung - Im Auftrag des Besitzers der Neumühle Heimbacher Straße 11 a, 11
(Karte)
Otto Stuck, nach Plänen von Brückel errichtet, historistischer, über hohem Kellersockel traufständiger Massivbau mit Krüppelwalmdach und leicht vortretendem Mittelrisalit, Zwerchgiebel als leicht zurückspringende Dachgaube, Putzbau mit Natursteinsockel, Gliederungen und Rahmungen in Naturstein und Klinker, über Hauseingang „1897 Karoline Stuck geb. Dölter“ (i) - gut erhaltene Originalausstattung wie Haustür mit Oberlicht und S-Monogramm im eisernen Ziergitter, farbige Bodenfliesen im Flur, Zimmertüren, Stuckdecken, Fenster, Wandtäfer, Parkettböden, Jugendstilkachelofen und Treppenhaus, Kellerdecke mit preußischen Kappen, Dachgeschoss in Teilen überformt; zugehörig großes rückwärtiges Doppel-Ökonomiegebäude in Bruchstein, ehem. verputzt mit Öffnungen in Werkstein jede Hälfte mit Durchfahrtscheune und seitlichen Stallungen, um 1800

Die heutige Villenanlage dokumentiert in einzigartiger Weise die Fortentwicklung eines ländlichen Anwesens vom frühen bis zum späten 19. Jahrhundert und ist als solche ein anschauliches Zeugnis der siedlungsgeschichtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung Köndringens. Das 1808 errichtete Doppel-Ökonomiegebäude ist in seiner Ausführung als bauliche Einheit zweier Ökonomiehälften unter einem gemeinsamen Dach ein selten überliefertes und damit bautypengeschichtlich bemerkenswertes Beispiel regionaler Baukultur. Die sogenannte „Villa Stuck“ von 1897 ergänzt die Anlage nicht nur als typisches späthistoristisches Wohnhaus, sondern verknüpft zugleich familiäre Kontinuität mit architektonischem Wandel, indem sie den regionaltypischen Bauernhaustypus in stilisierter Form aufgreift. In ihrer Einheit veranschaulichen die drei erhaltenen Gebäude den Wandel bäuerlichen Bauens zwischen Funktionalität, Repräsentation und sozialer Differenzierung über nahezu ein Jahrhundert hinweg.

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Hoftormauer mit Korbbogentor und Fußgängerpforte Heimbacher Straße 15
(Karte)
Massiv und verputzt, im Scheitelstein 1803 (i)

Das Korbbogentor mit integrierter Fußgängerpforte und der Jahreszahl 1803 im Scheitelstein ist ein charakteristisches Element historischer Hofanlagen des frühen 19. Jahrhunderts. Es bezeugt nicht nur handwerkliche Qualität und gestalterisches Bewusstsein, sondern auch den repräsentativen Anspruch bäuerlicher Baukultur jener Zeit. In seiner Funktion als bauliche Schnittstelle zwischen öffentlichem Raum und privatem Wirtschaftshof kommt ihm ein hoher denkmalpflegerischer Stellenwert zu.

104703275BW
Friedhof: offene Eingangshalle Heusingerstraße 5
(Karte)
1807 (i); Friedhofskreuz und Friedhofsmauer

Der Friedhof in Köndringen bildet ein authentisch überliefertes Ensemble aus der Zeit des frühen 19. Jahrhunderts. Zentrale Elemente sind die offene Eingangshalle mit der Jahreszahl 1807, ein zentral stehendes Friedhofskreuz sowie die umlaufende historische Friedhofsmauer. Die Halle markiert nicht nur den baulichen Zugang, sondern symbolisiert auch die Schwelle zwischen dem weltlichen und dem jenseitigen Raum. Sie entstand im Kontext der Neuordnung des Friedhofswesens nach der Mediatisierung, als vielerorts neue, außerhalb der Ortskerne gelegene Begräbnisstätten entstanden. Das Friedhofskreuz bildet den liturgischen Mittelpunkt und verweist auf das christliche Auferstehungsversprechen. Die Friedhofsmauer fasst das Areal als geschlossenen, geweihten Raum und verdeutlicht den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Tod und Erinnerung. In seiner klaren, funktionalen Gestaltung spiegelt der Friedhof die Frömmigkeit und Ordnungsvorstellungen einer ländlich geprägten Gemeinschaft im Breisgau. Als Ensemble besitzt er hohen denkmalpflegerischen und kulturhistorischen Wert.

104703353BW
Gehöft: Wohngebäude mit Leibgeding Im Hohland 2
(Karte)
Zweigeschossig und giebelständig mit Kniestock, Massivbau mit unverputztem Fachwerkgiebel, Satteldach, links anschließend Torbogenwand mit Fußgängerpforte, Ende 18. Jahrhundert

Das um 1800 errichtete Wohngebäude mit zugehörigem Leibgeding dokumentiert in seiner baulichen Struktur und typologischen Ausprägung exemplarisch die Wohn- und Lebensverhältnisse ländlicher Oberschichten am Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert. Die Kombination aus massiven Geschossen und sichtbar belassenem Fachwerk im Giebel sowie der giebelständigen Ausrichtung spiegelt sowohl die regionale Bautradition als auch ein gewachsenes Selbstverständnis bäuerlicher Bauherren wider. Die erhaltene Torbogenwand mit integrierter Pforte ergänzt das Ensemble zu einem anschaulichen Zeugnis ländlicher Baukultur, das durch seine Authentizität und Ensemblewirkung von erheblichem denkmalpflegerischem Interesse ist.

104703507BW
Wohngebäude Im Hohland 6
(Karte)
Giebelständiger und verputzter eingeschossiger Massivbau mit hohem Sockelgeschoss, Satteldach, auf der entfernten Torfahrtmauer mit Pforte und Torbogen 1779 (i)

Das verputzte Wohngebäude mit hohem Sockelgeschoss veranschaulicht in seiner schlichten, aber ortsbildprägenden Erscheinung die bürgerlich-ländliche Bauweise des späten 18. Jahrhunderts. Die bauliche Einbindung der historisch datierten Mauerreste verleiht dem Gebäude ensemblegeschichtliche Bedeutung und macht es zu einem Zeugnis regionaler Kontinuität im Bauen.

104703714BW
Tagelöhnerhaus Im Hohland 10
(Karte)
Kleiner eingeschossiger Bau mit Satteldach, die Außenwände des Kernbaus des 17. oder 18. Jahrhunderts wohl ursprünglich in Fachwerk und um 1900 an drei Seiten durch massive Wände ersetzt

Mit bauzeitlichem Dachwerk und in seiner historischen Raumstruktur ungewöhnlich authentisch überliefertes Beispiel für ein Tagelöhnerhaus aus der Frühneuzeit, das von den sozial- und wirtschaftlichen und Wohnverhältnissen kleinbäuerlichen Schichten in ländlichen Regionen zeugt.

112459679BW
Winkelgehöft an der Einmündung zur Klingelgasse: Wohngebäude Hauptstraße 27
(Karte)
Zweigeschossig, traufständig zur Hauptstraße mit Satteldach, sechsachsiger Baukörper, im Erdgeschoss alter Laden, rechts daneben Haustüre mit Oberlicht, Giebelseite dreiachsig, Innenausstattung, am Sturz der Haustüre 1762 (i); rückwärtig Anbau mit Tordurchfahrt; parallel angeordnete Scheune, 19. Jahrhundert

Das Winkelgehöft an der Einmündung zur Klingelgasse stellt einen charakteristischen zweigeschossigen traufständigen Massivbau des 18. Jahrhunderts dar, dessen Baujahr 1762 am Sturz der Haustür dokumentiert ist. Mit seinem sechsachsigen Baukörper und dem im Erdgeschoss integrierten historischen Laden spiegelt es die typische Verbindung von Wohn- und Gewerbenutzung in einem dörflichen Kontext wider. Der rückwärtige Anbau mit Tordurchfahrt sowie die parallel angeordnete Scheune aus dem 19. Jahrhundert ergänzen die funktionale Struktur des Hofes und verdeutlichen seine Nutzung im landwirtschaftlichen und handwerklichen Bereich. Das Gebäude besitzt aufgrund seiner gut erhaltenen historisch gewachsenen Bauform und der authentischen Innenausstattung einen hohen orts- und baugeschichtlichen Wert.

101385597BW
Bierkeller Landecker Weg
(Karte)
Unter dem Bürgle, Brauereikellersystem im Lößhang mit annähernd T-förmigem Grundriss, fünf verbundene tonnengewölbte Räume in behauenem Natursteinmauerwerk, im Bereich der Durchgänge z. T. Backstein, hinter dem segmentbogigen Mundloch zum Landecker Weg drei in gleicher Scheitelrichtung aufeinander folgende Kellerräume, vom mittleren Kellerraum und zu diesem quergestellt, die beiden anderen Kellergewölbe angeschlossen und jeweils durch Türöffnungen verbunden, im ersten anschließenden Keller deutliche Baunaht erkennbar, ab hier anschließende Keller nachträglich eingerichtet; Die umfangreiche Kelleranlage unter der mittelalterlichen Burgstelle der Herren von Köndringen deutet darauf hin, dass das Burgplateau im 19. Jahrhundert ein regionales Ausflugsziel war, auf dem im Sommer eine Schankwirtschaft betrieben wurde.

Die Kelleranlage unter dem Bürgle besitzt aufgrund ihrer baulichen Konzeption und historischen Nutzung eine herausragende Zeugnisqualität für die Entwicklung regionaler Bierlagerung und Brauereikultur im 19. Jahrhundert. Ihre Einbindung in das Gelände unterhalb einer hochmittelalterlichen Burgstelle verknüpft wirtschaftliche Nutzung mit landschaftlich-historischer Topographie und verweist auf den bewussten Umgang mit historisch besetzten Orten zur Freizeitgestaltung im Zuge bürgerlicher Vergnügungskultur. Die gestaffelte Erweiterung der Gewölbe sowie die Materialwechsel (Naturstein/Backstein) dokumentieren die kontinuierliche Anpassung an sich wandelnde Anforderungen und verleihen der Anlage hohe Aussagekraft hinsichtlich funktionaler Bauentwicklung. Als seltenes Beispiel vormoderner Brauereitechnik in Verbindung mit einem saisonalen Ausflugslokal ist sie für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Ortes von erheblichem dokumentarischen Wert.

106724369BW
Wohngebäude Schloßberg 2
(Karte)
Zweigeschossiger, traufständiger Massivbau mit Satteldach, 2. Hälfte 16. Jahrhundert

Das Wohngebäude ist ein zweigeschossiger, traufständiger Massivbau mit Satteldach aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Es handelt sich um ein selten gewordenes Beispiel frühneuzeitlicher Wohnbaukultur im ländlichen Raum, das durch seine über 400-jährige Baugeschichte eine besondere historische Tiefe besitzt. Die schlichte, funktionale Bauform verweist auf eine vorbarocke Bauweise, die in ihrer Massivität und Proportion typisch für bäuerlich-handwerkliche Wohnbauten jener Zeit ist. Aufgrund seiner baulichen Ursprünglichkeit und des hohen Alters besitzt das Gebäude sowohl baukünstlerische als auch wissenschaftliche Aussagekraft. Die Erhaltung des Hauses liegt im öffentlichen Interesse, da es einen wichtigen Beitrag zur Geschichte des Wohnens und zur Entwicklung des Siedlungsbildes in der Region leistet.

109470179BW
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Nimburg

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Evangelische Bergkirche mit Friedhofsummauerung Bergkirche 3
(Karte)
Spätgotische Saalkirche mit polygonalem Chorschluss und Satteldach. Seitlich an das Langhaus angefügter Turm, Sakristeianbau mit Pultdach, unter Verwendung älterer Teile einer vor 1200 errichteten Kapelle im Zuge der Übergabe der Hofstatt 1456 durch Markgraf Karl I. an den Antoniterorden errichtet, der ein Kloster mit sechs Mönchen und zwei Laienbrüdern einrichtete und Seelsorge in Nimburg und Bottingen übernahm, Erstellung von Klostergebäuden und Erweiterung des geosteten Kirchengebäudes mit nach Süden gerichteten Mönchschor, 1545 (a) Aufgabe der Präceptorei, im Kontext der 1556 in der Markgrafschaft eingeführten Reformation Auflösung des Klosters 1559 (a), seit 1566 Nutzung als Spitalkirche, ein Maßwerkfenster 1581 (i); Turm aufgestockt, 1750 (a), Ausstattung: u.a. Wandmalereien, 16.-18. Jahrhundert, Taufstein 1672 (i), Orgel 1772 (a)

Die Evangelische Bergkirche mit ihrer umfriedeten Friedhofsanlage ist ein außergewöhnliches Zeugnis sakraler Kontinuität, das in Teilen auf eine vor 1200 errichtete Kapelle zurückgeht und damit eine ehrwürdige Nutzungsgeschichte widerspiegelt. Der spätgotische Ausbau durch den Antoniterorden nach 1456 veranschaulicht nicht nur die Bauweise und spirituelle Raumkonzeption dieses karitativen Ordens, sondern auch dessen seelsorgerische Präsenz im ländlichen Raum der Markgrafschaft Baden. Besonders der nach Süden orientierte Mönchschor dokumentiert auf eindrückliche Weise die klösterliche Liturgiearchitektur und deren funktionale Trennung vom Gemeinderaum. Mit der Auflösung der Präzeptorei 1545 und der endgültigen Aufhebung des Klosters 1559 im Zuge der Reformation wurde das Bauwerk zum Zeugnis konfessioneller Umbrüche und institutioneller Transformation. Die barockzeitliche Ausstattung – darunter Wandmalereien aus drei Jahrhunderten, ein datierter Taufstein von 1672 und eine Orgel von 1772 – belegen eine kontinuierliche sakrale Nutzung und verdeutlichen zugleich den Wandel religiöser Praxis über Epochen hinweg. In der Einheit von Bauform, Nutzungsgeschichte und Ausstattung kommt der Anlage ein herausragender kulturhistorischer und kirchengeschichtlicher Denkmalwert zu.

104706626
( Wikidata)
Geschlossene landwirtschaftliche Hofanlage der Mitte des 18. Jh. bestehend aus einem giebelständigen Bottinger Straße 19
(Karte)
An der Nordwestecke angeordneten Wohnhaus, einer mit den Außenwänden der Hofgebäude fluchtenden hohen Hofmauer, die zur Straße durch das Hoftor mit Gangpforte geöffnet ist, Fleischscharren an der Südwestecke, den Hof nach Osten abschließendem Ökonomie und Backhaus in der Nordostecke des Hofes; das Wohnhaus über niedrigem Sockel zweigeschossig, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss in Fachwerk, verputzt, achsensymmetrisch gegliederte Giebelfront, Satteldach, Hauseingang in der hofseitigen Trauffront; Tormauer mit schmaler Pforte und breitem Hoftor, beide rundbogig; im Scheitelstein des Tores Initialen des Hofbesitzerehepaares, Pflugschar und Seselmesser als Verweise auf einen Landwirt und Winzer; zweigeschossiges Nebengebäude mit Walmdach, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss in Fachwerk, mit rundem Ladenfenster, hier Scheitelstein mit Jahreszahl 1759 (i) und stilisiertem Kuhkopf, Hinweis auf ehemaligen Fleischscharren, seit 2. Drittel 19. Jh. als Raiffeisenniederlassung genutzt, Ökonomie massiv mit Satteldach, im Kern 1755

Das landwirtschaftliche Anwesen nimmt eine markante Stelle in dem aus einem Raster aus zwei parallelen, durch drei Querstraßen mit einander verbundenen Straßen gebildeten Dorfgrundriss ein. Es ist eine für die Region typische geschlossene Hofanlage mit giebelständigem Hauptgebäude, Hoftor und Scheune. Es steht an der T-Kreuzung der mittleren Querstraße. Die Zunftzeichen im Hoftorbogen verweisen auf den ist der Hof eines Mittelbauern, der als Landwirt und Winzer tätig war. Bemerkenswert ist das 1759 errichtete Nebengebäude, das in der Tradition der seit dem Spätmittelalter bekannten Fleischscharren im dörflichen Ambiente steht und seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts als Niederlassung der landwirtschaftlichen Einkaufsgenossenschaft für Saatgut und Dünger Raiffeisen betrieben wurde.

104707219BW
Gehöft: Wohngebäude Breisacher Straße 6
(Karte)
Zweigeschossig und traufständig mit Walmdach, Obergeschoss unverputztes Fachwerk, 1787 (i); Ökonomiebau, massiv mit Satteldach

Das Wohngebäude verkörpert ein ausgeprägtes Bewusstsein für handwerkliche Gestaltung und demonstriert zugleich den sozialen Anspruch bäuerlicher Bauherren des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Das Walmdach verweist auf eine qualitätvolle Bauausführung, die über rein funktionale Anforderungen hinausweist und repräsentative Aspekte ländlicher Architektur betont. In Verbindung mit dem schlichten, massiv errichteten Ökonomiebau mit Satteldach zeigt sich eine klare funktionale Trennung von Wohn- und Wirtschaftsteil, wie sie für die agrarisch geprägte Gesellschaft der Zeit charakteristisch ist. Das Ensemble veranschaulicht damit in seltener Geschlossenheit die wirtschaftliche Selbstständigkeit, die bauliche Organisation und die kulturelle Ausdrucksform eines historisch gewachsenen Gehöfts. Die Überlieferung sowohl der originalen Baumaterialien als auch der typischen Grundstruktur macht die Anlage zu einem sprechenden Zeugnis vorindustrieller Bau- und Lebensformen. Ihr Erhalt ist aus denkmalpflegerischer Sicht aufgrund des dokumentarischen und identitätsstiftenden Wertes von besonderem Interesse.

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Wohn- und Ökonomiegebäude Breisacher Straße 19
(Karte)
Zweigeschossiger und giebelständiger Massivbau, Hofmauer mit Torbogen und Fußgängerpforte, 1840 (i)

Das giebelständige Wohn- und Ökonomiegebäude von 1840 ist ein typischer Vertreter der dörflichen Bautradition des frühen 19. Jahrhunderts, bei dem Wohn- und Wirtschaftsteil in einem zweigeschossigen Massivbau funktional vereint sind. Die klare Fassadengliederung und die massive Bauweise verweisen auf eine wirtschaftlich gefestigte bäuerliche Existenz, die sich zugleich durch Dauerhaftigkeit und Repräsentationsbewusstsein auszeichnet. Die erhaltene Hofmauer mit integriertem Torbogen und separater Fußgängerpforte dokumentiert die historisch gewachsene Abgrenzung und gleichzeitige Öffnung des bäuerlichen Wirtschaftshofs zum öffentlichen Raum. In ihrer baulichen Geschlossenheit veranschaulicht die Anlage beispielhaft die Ordnung, Selbstständigkeit und bauliche Identität ländlicher Wirtschaftsformen des 19. Jahrhunderts. Der historische Wert liegt in der authentischen Überlieferung eines für das Ortsbild prägenden Typus mit hohem Aussagewert zur sozialen und wirtschaftlichen Struktur ländlicher Gemeinden.

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Evangelisches Pfarrhaus Breisacher Straße 24
(Karte)
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Walmdach, Torfahrtmauer mit Rundbogen, 1769 (i)

Das evangelische Pfarrhaus ist ein zweigeschossiger, verputzter Massivbau, dessen architektonische Gestaltung durch das Walmdach geprägt wird. Die datierte Torfahrtmauer mit Rundbogen, entstanden 1769, bildet einen charakteristischen Zugang und verweist auf die historische Bedeutung des Anwesens als Pfarrsitz. Die Bauweise und Gestaltung spiegeln typische Merkmale des 18. Jahrhunderts wider, insbesondere die sachliche Klarheit und Funktionalität ländlicher Pfarrhäuser in der Region. Das Gebäude besitzt sowohl aus bauhistorischer als auch aus ortsgeschichtlicher Sicht einen hohen Wert, da es die Kontinuität protestantischer Pfarrtradition dokumentiert und das soziale Gefüge der Gemeinde über mehrere Jahrhunderte hinweg repräsentiert.

104709936
Wohnhaus mit Garten Breisacher Straße 26
(Karte)
Über hohem Naturstein-Kellersockel eingeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach und Seitenrisalit mit Holzfachwerkgiebel und Krüppelwalmdach, westlich dem Wohnzimmer vorgelagerter Altan, trotz jüngerer Überformungen große Teile der bauzeitlichen Ausstattung erhalten; zugehöriger Ziergarten und Hoffläche, 1906 (a) nach Plänen des Architekten Karl Tschummi im Heimatstil des frühen 20. Jahrhunderts

Das Wohnhaus in Nimburg, 1906 nach Plänen des Architekten und damaligen Bürgermeisters Karl Tschummi errichtet, stellt ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung des Heimatschutzstils im ländlichen Raum dar. Die Kombination aus Naturstein, Putz und Fachwerk sowie die asymmetrische Fassadengestaltung mit Seitenrisalit und Altan spiegeln den Einfluss überregionaler Architekturströmungen auf die regionale Baukultur wider. Bei späteren Veränderungen blieb die historische Raumstruktur mit ihren funktionalen Bezügen zu Hof und Garten weitgehend erhalten und dokumentiert anschaulich die bürgerliche Wohnkultur vor dem Ersten Weltkrieg.

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Gehöft: Wohngebäude Breisacher Straße 30
(Karte)
Über hohem Kellersockel eingeschossiger traufständiger Massivbau mit zweigeschossigem Seitenrisalit und über Holzkonsolen vorkragenden Krüppelwalmdächern, L-förmiger Grundriss, Haustür über Freitreppe seitlich in den Risalit, Ausstattung u.a. mit Treppe, Türen, Fenster, 1906 (i); Brennerei und Ökonomiegebäude, breit gelagerter Satteldachbau mit Scheunendurchfahrt und seitlichen Stallbereichen in Naturstein- und Backsteinmauerwerk, 1924 (i)

Die Hofanlage veranschaulicht in seltener Geschlossenheit die Entwicklung eines bäuerlichen Anwesens vom kleinteiligen Wirtschaftshof zur ausgebauten landwirtschaftlichen Einheit. Das Wohnhaus greift mit seinem Seitenrisalit, den vorkragenden Krüppelwalmdächern und qualitätvoller bauzeitlicher Ausstattung Formen des Späthistorismus und der Reformarchitektur auf und dokumentiert so den gestalterischen Anspruch einer bäuerlichen Oberschicht im frühen 20. Jahrhundert. Die außergewöhnlich vollständige Erhaltung der historischen Binnenstruktur erlaubt tiefgreifende haus- und sozialgeschichtliche Erkenntnisse zur Lebens- und Arbeitsweise der Zeit. Die funktionale Abfolge von Wohnhaus, Brennerei und Ökonomiegebäude spiegelt die wirtschaftliche Entwicklung des Betriebs ebenso wie die bauliche Anpassung an neue Produktionsbedingungen. In ihrer materiellen Qualität, ihrem Ensemblewert und ihrer Aussagekraft zu regionaler Baukultur und landwirtschaftlicher Sozialstruktur ist die Anlage ein bedeutendes kulturhistorisches Zeugnis.

104709988BW
Gehöft: Wohnhaus Burgstraße 2
(Karte)
Giebelständiger unverputzter Fachwerkau, zweigeschossig mit massivem Erdgeschoss, später modern angefügte Erweiterung; zugehöriger Ökonomiebau; 1. Hälfte 19. Jahrhundert

Das Gehöft aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dokumentiert mit seinem giebelständigen, zweigeschossigen Wohnhaus in unverputztem Fachwerk über massivem Erdgeschoss einen für die Region typischen ländlichen Bautyp, der Wohn- und Repräsentationsfunktion in sich vereint. Die handwerklich qualitätvolle Fachwerkkonstruktion zeugt von regionaler Bautradition und stellt ein authentisches Beispiel für die Bauweise vorindustrieller bäuerlicher Gesellschaften dar. Der zugehörige Ökonomiebau vervollständigt das Ensemble als funktionale Einheit und macht die einstige Wirtschaftsweise anschaulich nachvollziehbar. Die später angefügte moderne Erweiterung tritt gegenüber dem historischen Bestand deutlich zurück, ohne dessen Aussagekraft wesentlich zu beeinträchtigen. In seiner Gesamtheit besitzt das Gehöft hohen dokumentarischen Wert für die Haus- und Sozialgeschichte des ländlichen Raums im 19. Jahrhundert.

104710281BW
Gehöft: Bauernhaus Burgstraße 7
(Karte)
Eingeschossiges und giebelständiges, unverputztes konstruktives Fachwerkgebäude auf hohem Natursteinsockel, unter dem Stubenfenster als Zierformen sog. Feuerböcke, Satteldach, um 1756 (a); zugehöriger Speicherbau

Das beschriebene Gehöft besteht aus einem charakteristischen bäuerlichen Wohnhaus des mittleren 18. Jahrhunderts und einem zugehörigen Speicherbau, die zusammen ein anschauliches Beispiel für die ländliche Baukultur des südwestdeutschen Raums bilden. Das giebelständige Wohngebäude ist als eingeschossiges Fachwerkhaus mit hohem Natursteinsockel konstruiert und zeigt in seiner Struktur das wirtschaftlich solide Fundament einer bäuerlichen Existenz. Auffällig und gestalterisch bemerkenswert sind die unter dem Stubenfenster angebrachten sogenannten „Feuerböcke“ – ornamental eingesetzte Fachwerkmotive, die einerseits symbolisch vor Brand schützen sollten und andererseits auf die repräsentative Ausgestaltung des Gebäudes verweisen. Der zugehörige Speicherbau, vermutlich zeitgleich errichtet, ergänzt das Ensemble funktional wie typologisch zu einem vollständigen Hofgefüge. Die bauzeitliche Substanz, der regionaltypische Fachwerksausdruck und die Erhaltung beider Bauten machen das Gehöft zu einem orts- und sozialgeschichtlich sowie handwerklich bedeutenden Zeugnis der frühneuzeitlichen ländlichen Hauslandschaft.

112247483BW
Wohnhaus Burgstraße 16
(Karte)
Giebelständig, Fachwerk, verputzt mit Satteldach, spätmittelalterlicher Baukern, das äußere Erscheinungsbild stark überformt, errichtet 1482/93 (d), Umbau 1743 bis 46 (d)

Das im äußeren Erscheinungsbild unscheinbare Gebäude besitzt im Innern bemerkenswerte, für die Entwicklung der Zimmermannstechnik in der Oberrheinregion Fachwerkkonstruktion.

113227686BW
Rathaus Dorfstraße 14
(Karte)
Massiv und zweigeschossig, Giebel mit freiliegendem Fachwerk, Satteldach, Dachreiter mit Turmuhr, 19. Jahrhundert, spätere Erweiterungen

Das Nimburger Rathaus ist ein bedeutendes Zeugnis kommunaler Selbstverwaltung im ländlichen Raum und dokumentiert die politische Eigenständigkeit des Ortes bis zur Eingemeindung 1975. Die qualitätvolle Ausführung des zweigeschossigen Massivbaus mit Satteldach und Dachreiter mit Uhr unterstreicht den repräsentativen Anspruch gemeindlicher Baukultur. Die weitgehende bauliche Authentizität macht das Gebäude zugleich zu einer wichtigen Quelle für die Architektur- und Verwaltungsgeschichte der Region.

104716938BW
Wohngebäude Dorfstraße 20
(Karte)
Eingeschossiger und giebelständiger Massivbau auf hohem Sockel, im Giebel freiliegendes Zierfachwerk, Satteldach, 1720 (i)

Das Wohngebäude ist ein charakteristisches Beispiel frühneuzeitlicher ländlicher Baukultur, das mit seinem aufwändig gestalteten Zierfachwerk im Giebel handwerkliche Qualität und Repräsentationswillen zum Ausdruck bringt. In seiner authentischen Ausprägung dokumentiert das Gebäude einen für die Region typischen Haustyp des frühen 18. Jahrhunderts. Seine Erhaltung liegt aus bau- und sozialgeschichtlichen sowie ortsbildprägenden Gründen im öffentlichen Interesse.

104716964BW
Vogthaus Dorfstraße 22
(Karte)
Wohnhaus, eingeschossiger und giebelständiger Massivbau auf hohem Kellersockel, traufseitiger Anbau, am Scheitelstein des rundbogigen abgefasten Kellereingangs Wappenstein des Vogtes Paulus Straus 1609 (i)

Das Wohnhaus ist ein seltenes erhaltenes Beispiel frühneuzeitlicher Baukultur im ländlichen Kontext, das durch seine massive Ausführung und den hohen Kellersockel auf eine gehobene soziale Stellung des Bauherrn verweist. Die Einbindung des Wappensteins des Vogtes Paulus Straus macht das Gebäude zugleich zu einem anschaulichen Zeugnis lokaler Verwaltungsgeschichte und familiärer Repräsentation. Der rundbogige, abgefasste Kellereingang mit der qualitätvollen Sandsteinbearbeitung zeigt anspruchsvolle handwerkliche Ausführung. Die historische Bedeutung liegt insbesondere in der Verbindung von Bauform, materieller Substanz und namentlich bezeugter Herrschaftsausübung.

104717006BW
Wohngebäude Holzhauser Straße 3
(Karte)
Massivbau mit Fachwerkgiebel, eingeschossig, Satteldach, 18. Jahrhundert

Das eingeschossige Wohngebäude mit jüngerem Fachwerkgiebel dokumentiert in seiner schlichten, aber charakteristischen Bauweise die ländliche Wohnkultur des 18. Jahrhunderts und ist ein Zeugnis traditioneller Bauformen dieser Zeit.

104717027BW
Gehöft: Wohngebäude Holzhauser Straße
(Karte)
Eingeschossiges, giebelständiges und unverputztes Fachwerkhaus mit Zierformen, halbhohes massives Kellergeschoss, Satteldach, 18. Jahrhundert; angefügter Stall und Ökonomiebau

Das Gehöft mit giebelständigem, eingeschossigem Fachwerkwohnhaus und rechtwinklig angefügtem Ökonomiebau ist ein charakteristisches Beispiel für die ländliche Bau- und Wirtschaftsweise des 18. Jahrhunderts. Die repräsentative Fachwerkgestaltung mit Zierformen und das hohe Sockelgeschoss verweisen auf den sozialen Anspruch und die wirtschaftliche Stabilität der einstigen Eigentümer. In seiner überkommenen baulichen Geschlossenheit dokumentiert das Ensemble anschaulich eine überkommene Hofstruktur und besitzt hohen bau- und sozialgeschichtlichen Aussagewert.

104717043BW

Rathaus Langstraße 1
(Karte)
Zweigeschossiger und verputzter Massivbau mit Satteldach und Dachreiter, ursprünglicher Bau von 1590 (a), Umbau zum Rathaus und Schulhaus 1858/59 (a)

Das Rathaus von Nimburg, ursprünglich 1590 errichtet und 1858/59 zum Rathaus und Schulhaus umgebaut, ist ein ortsbildprägendes Beispiel kommunaler Architektur im ländlichen Raum. Es dokumentiert die gesellschaftlichen und administrativen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts, insbesondere die Verbindung von Verwaltung und Bildung. Gestalterisch vereint es schlichte klassizistische Formen mit einem funktionalen Baukörper und einem charakteristischen Dachreiter. Aufgrund seines bau-, sozial- und ortsgeschichtlichen Aussagewertes besteht ein besonderes öffentliches Interesse an seiner Erhaltung.

1202940
Gasthaus zur Stube Langstraße 11
(Karte)
Heute Wohnhaus, Ecklage, unverputzter Fachwerkbau über massivem Untergeschoss, Krüppelwalmdach, im Kern wohl 17. Jahrhundert; erbaut als Gerichtsstube und Wirtshaus, im 18. Jahrhundert „Zum Wilden Mann“, bis 1857 als gemeindliche Gerichtstube in Verwendung

Der ehemalige Gasthof „Zur Stube“ in Nimburg verkörpert in besonderer Weise die enge Verflechtung von Rechtsprechung, öffentlicher Kommunikation und ländlicher Gastlichkeit in der vormodernen Gemeindestruktur. Die überlieferte Funktion als Gerichtsstube bis 1857 macht das Gebäude zu einem seltenen baulichen Zeugnis kommunaler Selbstverwaltung auf dem Dorf. Der unverputzte Fachwerkbau über massivem Sockel mit Krüppelwalmdach reflektiert eine qualitätvolle Bauweise des 17. Jahrhunderts, die sowohl Repräsentationsanspruch als auch Dauerhaftigkeit zum Ausdruck bringt. Die exponierte Ecklage und die historisch belegte Nutzung als Wirtschaft unter dem Namen „Zum Wilden Mann“ betonen die zentrale Rolle des Hauses als sozialer und institutioneller Treffpunkt der Gemeinde. In seiner Kombination aus architektonischer Eigenart und funktionaler Vielschichtigkeit besitzt das Gebäude hohen dokumentarischen Wert für die Orts- und Rechtsgeschichte ländlicher Gemeinden.

104711974BW
Gehöft: Wohngebäude Langstraße 12
(Karte)
Zweigeschossig und traufständig, unverputztes Fachwerk im Obergeschoss, Satteldach, doppeläufige Treppe mit zentraler Erschließung, 1738 (i); zugehöriger großer Ökonomiebau

Das zweigeschossige Wohngebäude von 1738 mit traufständiger Ausrichtung und unverputztem Fachwerk im Obergeschoss ist ein anschauliches Beispiel für repräsentative bäuerliche Bauformen des 18. Jahrhunderts, das Selbstbewusstsein und wirtschaftliche Konsolidierung eines größeren Hofbetriebs baulich zum Ausdruck bringt. Die zentrale Erschließung über eine doppelläufige Freitreppe verweist auf eine symmetrisch geordnete Grundrissstruktur und auf eine gesteigerte Repräsentationsabsicht, die im ländlichen Kontext dieser Zeit keineswegs selbstverständlich war. Die qualitätvolle Fachwerkarchitektur zeugt von regionaler Bautradition und handwerklichem Anspruch und ist zugleich ein bedeutender Indikator für den sozialen Status der Erbauerfamilie. Der zugehörige, großdimensionierte Ökonomiebau ergänzt das Ensemble funktional und unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung des Anwesens innerhalb der agrarischen Struktur seiner Zeit. In seiner baulichen Geschlossenheit und gestalterischen Qualität besitzt das Gehöft hohen dokumentarischen Wert für die Wirtschafts-, Sozial- und Baugeschichte des ländlichen 18. Jahrhunderts.

104712132BW
Vogthaus Langstraße 14
(Karte)
Wohnhaus, zweigeschossiger und verputzter Massivbau mit Walmdach, vermauerte Wappenplatte mit Inschriften, erbaut durch den Vogt Lorentz Meier 1754 (i), Hofmauer mit Torbogen 1756 (i) und Fußgängerpforte

Das 1754 errichtete Vogthaus ist ein bedeutendes Zeugnis frühneuzeitlicher Amtsträgerarchitektur im ländlichen Raum, das mit seinem zweigeschossigen, verputzten Massivbau und Walmdach klare bürgerlich-repräsentative Züge aufweist. Die vermauerte Wappenplatte mit Inschriften betont den herrschaftlichen Anspruch des Bauherrn Lorentz Meier und verleiht dem Gebäude individuellen historischen Ausdruck. Als Wohnsitz des Vogts, der als obrigkeitlicher Vertreter administrative, gerichtliche und fiskalische Funktionen wahrnahm, besitzt das Gebäude hohe Aussagekraft für die lokale Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte. Die erhaltene Hofmauer mit Torbogen und Fußgängerpforte von 1756 rahmt das Anwesen ein und verstärkt seinen abgeschlossenen, institutionell geprägten Charakter. In seiner baulichen Qualität und historischen Funktionalität ist das Vogthaus ein kulturgeschichtlich herausragendes Beispiel frühmoderner Amtsarchitektur auf dem Land.

104712155BW
Doppelwohnhaus Langstraße 15; Poststraße 1
(Karte)
Schmalrechteckiger, traufständig zur Langstraße ausgerichteter Bau in Bruchstein und Fachwerk mit Satteldach, 1609 (i)

Das um 1609 errichtete Doppelwohnhaus stellt eines der wenigen erhaltenen profanen Gebäude der frühen Neuzeit in der Region dar und dokumentiert in seltener Authentizität den Fachwerkbau der deutschen Spätrenaissance. Seine architektonische Qualität zeigt sich insbesondere in der Verwendung von Taustabprofilen und Mannfiguren sowie dem weitgehend original erhaltenen Rofendach. Die Lage gegenüber der ehemaligen Vogtei legt eine herrschaftliche Funktion als Bedienstetenhaus nahe und verweist auf die frühneuzeitliche Sozialstruktur und Siedlungsentwicklung der planmäßig angelegten Burgsiedlung. Seine Binnenstruktur, Bauweise und Materialität machen es zu einem herausragenden Objekt der regionalen Hausforschung. Der baugeschichtliche, siedlungshistorische und heimatkundliche Aussagewert des Gebäudes begründet dessen Denkmalwürdigkeit und dokumentarischen Wert für die Erforschung vorindustrieller Lebensverhältnisse am Oberrhein.

112813532BW
Gehöft: Wohngebäude Langstraße 20
(Karte)
Eingeschossig auf hohem Kellersockel, Obergeschoss unverputztes Fachwerk, Mansarddach mit Krüppelwalm; zugehöriges Ökonomiegebäude; 18. Jahrhundert

Das Wohngebäude mit seinem unverputzten Fachwerk-Obergeschoss, dem Mansarddach mit Krüppelwalm und dem hohen Kellersockel vereint typische Elemente repräsentativer ländlicher Architektur des 18. Jahrhunderts und dokumentiert eine gehobene bäuerliche oder handwerkliche Bauweise. Die qualitätvolle Ausführung des Fachwerks und die Dachform verweisen auf gestalterischen Anspruch und ökonomische Stabilität der Erbauerfamilie. Zusammen mit dem zugehörigen Ökonomiegebäude bildet das Gehöft ein anschauliches Ensemble traditioneller Wirtschafts- und Wohnformen mit hohem bau- und sozialgeschichtlichem Aussagewert.

104712185BW
Wohnhaus Langstraße 21 a
(Karte)
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau in Ecklage mit Walmdach, große Tordurchfahrt und Fußgängerpforte, angebauter Schuppen, 18. Jahrhundert

Der zweigeschossige, verputzte Massivbau in Ecklage mit Walmdach und großer Tordurchfahrt verkörpert eine robuste und funktional durchdachte Bauweise des 18. Jahrhunderts, die auf eine ehemals gewerbliche oder landwirtschaftliche Nutzung mit innerörtlicher Repräsentanz schließen lässt. Die Kombination aus Wohnnutzung, Toranlage und angeschlossenem Schuppen verweist auf eine dichte Verzahnung von Wohnen und Arbeiten im historischen Siedlungsgefüge. In seiner baulichen Geschlossenheit und stadträumlichen Wirkung besitzt das Gebäude einen hohen dokumentarischen Wert für die historische Struktur und Wirtschaftsform des Ortes.

104713272BW
Wohnhaus Langstraße 22
(Karte)
Eingeschossiger verputzter Massivbau auf Kellersockel, Satteldach, 18. Jahrhundert

Das Wohnhaus aus dem 18. Jahrhundert repräsentiert einen schlichten, funktional ausgerichteten Massivbau auf hohem Kellersockel, wie er für die ländliche Wohnkultur der Zeit typisch ist. Seine zurückhaltende Gestaltung mit Satteldach und verputzter Fassade verweist auf solide handwerkliche Bauweise im Kontext kleinbürgerlicher oder handwerklicher Lebensverhältnisse. Als Teil der historischen Ortsstruktur besitzt es dokumentarischen Wert für die Alltagsarchitektur und das Siedlungsbild der frühen Neuzeit.

104712166BW
Wohngebäude Langstraße 24
(Karte)
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau auf halbhohem Kellergeschoss, Walmdach, Ende 18. Jahrhundert

Der zweigeschossige, verputzte Massivbau mit Walmdach und halbhohem Kellergeschoss ist ein typisches Beispiel spätbarocker bis frühklassizistischer Bauformen im ländlich-kleinstädtischen Kontext des späten 18. Jahrhunderts. Die klare Fassadengliederung, das massiv ausgeführte Kellergeschoss und das Walmdach verweisen auf eine solide Bauweise und den Anspruch bürgerlicher Repräsentation. In seiner überlieferten Substanz dokumentiert das Gebäude anschaulich die Wohnverhältnisse und architektonischen Gestaltungsprinzipien des ausgehenden Ancien Régime.

104713310BW
Gefallenendenkmal Burg
(Karte)
Künstlicher Hügel auf dem Burgbergplateaus mit westlich vorgelagerter Steintreppe zu von Pfosten gehaltenen, mit eisernen Ketten umfriedeten Fläche, dort Obelisk auf dreistufigem Podest mit Gedenktafeln zu allen vier Seiten und Eisernem Kreuz als oberem Abschluss, 1929 (i) nach Entwurf von Architekt Josef Brückel, Ausführung Theodor Haberstroh, beide aus Emmendingen, für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet und 1967 (a) um Tafeln mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs ergänzt

Das Gefallenendenkmal von 1929 auf dem Burgbergplateau stellt ein eindrucksvolles Beispiel der Zwischenkriegsepoche dar, in der Landschaftsinszenierung und monumentale Formensprache bewusst zur kollektiven Sinnstiftung verbunden wurden. Der künstlich aufgeschüttete Hügel mit vorgelagerter Freitreppe betont das Pathos des Aufstiegs und verleiht dem Obelisken eine weithin sichtbare Präsenz, die dem Erinnerungsort eine beinahe kultisch aufgeladene Aura verleiht. Der streng axial ausgerichtete Aufbau mit eiserner Kettenumfriedung, dreistufigem Sockel, Gedenktafeln an allen Seiten und dem Eisernen Kreuz als krönendem Abschluss verbindet klassische Formelemente mit national aufgeladener Symbolik und verweist auf eine konservativ geprägte Denkmalästhetik der späten 1920er Jahre. Der Entwurf des Emmendinger Architekten Josef Brückel und die Ausführung durch Theodor Haberstroh verorten das Denkmal zugleich im lokalen kunsthandwerklichen Kontext. Die Ergänzung um Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1967 bezeugt eine fortgeführte Erinnerungskultur, die das Denkmal über Generationen hinweg zum Ort gemeinschaftlicher Trauer und historischer Selbstvergewisserung macht.

104710186BW
Gasthof Löwen: Gasthaus Breisacher Straße 15; Löwengasse 1
(Karte)
Zweigeschossiger und traufständiger Putzbau mit Walmdach; anschließende und rückwärtige Nebengebäude, zweigeschossig, z. T. mit Zierfachwerk im Obergeschoss, rundbogiges Tor, am Schlussstein 1819 (i) und Initialen

Der Gasthof „Löwen“ in Nimburg dokumentiert in seiner baugestalterischen Ausprägung die repräsentative und wirtschaftlich bedeutende Stellung ländlicher Gastgewerbebauten im frühen 19. Jahrhundert. Der zweigeschossige, traufständige Hauptbau mit Walmdach zeugt in seiner schlichten, aber markanten Putzfassade von einer funktionalen und zugleich ortsbildprägenden Architektur, die auf Beständigkeit und Öffentlichkeit ausgerichtet ist. Besondere Aussagekraft kommt dem Nebengebäude mit Zierfachwerk-Obergeschoss und rundbogigem Einfahrtstor zu, dessen datierter Schlussstein von 1819 mit Initialen nicht nur eine verlässliche zeitliche Einordnung erlaubt, sondern auch auf individuelle Bauherrenstolz und handwerkliche Qualität verweist. Als Ensemble verdeutlichen Haupt- und Nebengebäude die bauliche Verzahnung von Gastgewerbe, Landwirtschaft und regionaler Bautradition. Die überlieferte Form und Nutzungsgeschichte des „Löwen“ macht ihn zu einem aufschlussreichen Zeugnis dörflicher Infrastruktur und sozialer Kommunikation. Der historische Wert ergibt sich aus der architektur- und wirtschaftsgeschichtlichen Bedeutung sowie der identitätsstiftenden Präsenz im Ortsgefüge.

104708551BW
Wohngebäude Nimburger Straße 3
(Karte)
Massivbau mit verputztem Fachwerkgiebel, zweigeschossig, Satteldach, im Kern 18. Jahrhundert, modernisiert

Trotz späterer Modernisierungen bewahrt das zweigeschossige Wohngebäude mit verputztem Fachwerkgiebel und Satteldach seinen historischen Kern aus dem 18. Jahrhundert und dokumentiert damit einen traditionellen Haustyp der ländlichen Bauweise.

104717103BW
Hofmauer Poststraße 1
(Karte)
Sandsteintorbogen, 1775 (i) im Initialen im Scheitelstein, rundbogige Pforte

Die Hofmauer mit rundbogigem Sandsteintor von 1775 stellt ein qualitätvoll gearbeitetes Beispiel ländlicher Einfriedungsarchitektur des späten 18. Jahrhunderts dar, das funktionale Abgrenzung mit gestalterischem Anspruch verbindet. Die Inschrift mit Initialen im Scheitelstein verleiht dem Bauwerk individuellen historischen Ausdruck und macht es zu einem datierbaren Zeugnis familiärer Besitzverhältnisse. In ihrer handwerklichen Ausführung und originalen Erhaltung besitzt die Toranlage hohen dokumentarischen Wert für die Bau- und Sozialgeschichte der ländlichen Oberschicht.

104713942BW
Türgewände Poststraße 4
(Karte)
Sandstein, im Sturz 1578 (i)

Das Türgewände ist ein wichtiges bauzeitliches Zeugnis der frühen Neuzeit, das nicht nur die Datierung des zugehörigen Gebäudes ermöglicht, sondern auch auf die handwerkliche Qualität und den gestalterischen Anspruch der Renaissancebauweise im ländlichen Kontext verweist. Solche Gewände markieren Schwellenräume zwischen öffentlichem und privatem Bereich und waren häufig Träger symbolischer oder repräsentativer Botschaften. In seiner Substanz und Datierung besitzt das Türgewände hohen baugeschichtlichen und denkmalpflegerischen Aussagewert.

104714299BW
Haus Johann Georg Hobieler Stockackerweg 1
(Karte)
Zweifamilienwohnhaus mit Nebengebäude, zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Walmdach, über dem Hauseingang erneuerter Altan, um 1910

Das um 1910 errichtete Wohnhaus von Johann Georg Hobieler ist gestalterisch von der Reformarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts beeinflusst. Die reduzierte, ornamentlose Formensprache verweist auf Einflüsse des Deutschen Werkbunds und der von Paul Mebes propagierten Architekturauffassung „Um 1800“. Die innere Struktur mit zentralem Treppenhaus, bauzeitlichen Kappengewölben im Keller und originaler Ausstattung wie Türen, Sockelleisten und Ätzglasfenstern ist weitgehend erhalten. Das rückwärtige Nebengebäude diente als Speicher-, Wasch- und Brennhaus und ist funktional mit dem Wohnhaus verbunden. Als bürgerliches Wohnhaus in einem dörflichen Umfeld dokumentiert es die soziale Entwicklung Nimburgs im frühen 20. Jahrhundert und ist daher aus architektur- und heimatgeschichtlichen Gründen als Kulturdenkmal anzusehen.

112652900BW
Parallelgehöft: Wohnhaus Stockackerweg 3
(Karte)
Traufständig als verputzter Massivbau mit Gliederungen und Rahmungen in Werkstein, über hohem Kellersockel eingeschossig, Satteldach am Ostgiebel mit Krüppelwalm, nach Norden mittig großes Zwerchhaus mit Schweizergiebel; rückwärtig flurstückbreite Scheune mit Frackdach, erste Bauphase in Bruchstein, zweite Bauphase Ergänzungen in Backstein, seitlich mit Kellerraum, um 1900/1910

Der um 1900/1910 errichtete Parallelhof stellt ein anschauliches Beispiel für die ländliche Baukultur am Übergang zur Moderne dar und dokumentiert einen Hoftypus, der die funktionale Trennung von Wohnen und Wirtschaften in klarer Baukörpergliederung zeigt. Das straßenseitige Wohnhaus mit seinem markanten Zwerchhaus und nobilitiertem Wohnraum bezeugt die Orientierung an bürgerlichen Wohnidealen jener Zeit, während die weitgehend erhaltene bauzeitliche Ausstattung einen hohen Grad an Authentizität aufweist. Die hofseitige Scheune mit Spuren unterschiedlicher Bauphasen und typischen Konstruktionsmerkmalen wie dem Frackdach und dem Bruchsteinmauerwerk ergänzt das Ensemble zu einer historisch aufschlussreichen Gesamtheit. Die innere Erschließung und Raumstruktur des Wohnhauses sowie Details wie Spülstein, Kochdecke und originale Fenstergriffe ermöglichen Einblicke in das Alltagsleben des frühen 20. Jahrhunderts. Aufgrund seines exemplarischen Wertes für Architektur-, Bau- und Sozialgeschichte ist die Erhaltung dieses Parallelhofes im öffentlichen Interesse.

112813652BW
Ehem. Gerbereihof Stockbrunnenstraße 6, 8
(Karte)
Bestehend aus Wohnhaus, korbbogigem Hoftor, ältere Mauern nutzender Brennerei, ehem. Gerbereigebäude, Ökonomiegebäude und Hofmauer, 18. Jahrhundert (Sachgesamtheit)

Der ehemalige Gerbereihof in Nimburg stellt in seiner Gesamtheit ein besonders anschauliches Beispiel für einen im 18. Jahrhundert entstandenen, handwerks- und landwirtschaftlich genutzten Hofkomplex dar. Die Sachgesamtheit umfasst das giebelständige Wohnhaus mit authentisch erhaltener Binnenstruktur und Dachwerk, ein korbbogiges Sandsteintor mit handwerklich ausgeformten Details, eine später zur Brennerei umgenutzte Mauersubstanz sowie das angrenzende ehemalige Gerbereigebäude mit Ökonomie und umschließender Hofmauer. Die funktionale Gliederung der Anlage mit klarer Trennung von Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsbereichen spiegelt die Sozial- und Wirtschaftsstruktur eines wohlhabenden Handwerkerhaushalts des 18. Jahrhunderts wider. Bauhistorisch besonders aufschlussreich sind der zweigeteilte Gewölbekeller mit sozial differenzierter Nutzung sowie der außenliegende Backofen. In ihrer Überlieferungssubstanz und strukturellen Geschlossenheit besitzt die Hofanlage hohen wissenschaftlichen, bau- und sozialgeschichtlichen sowie heimatgeschichtlichen Wert und ist daher als Kulturdenkmal im Sinne einer Sachgesamtheit schützenswert.

110735400BW
Wohnhaus Stockbrunnenstraße 7
(Karte)
Eingeschossiger und giebelständiger, verputzter Massivbau mit Satteldach, 19. Jahrhundert; Hofmauer mit Torbogen, im Scheitel 1745 (i)

Das giebelständige Wohnhaus des 19. Jahrhunderts mit verputztem Massivmauerwerk und schlichtem Satteldach dokumentiert die kontinuierliche bauliche Nutzung und Verdichtung ländlicher Siedlungsstrukturen im 19. Jahrhundert. In Verbindung mit der älteren Hofmauer samt Torbogen von 1745 entsteht ein historisch aussagekräftiges Ensemble, das die Entwicklung bäuerlicher Besitzverhältnisse sowie die langfristige Nutzungs- und Umbaugeschichte widerspiegelt. Der datierte Torbogen stellt ein handwerklich qualitätvoll gefertigtes Zeugnis der Einfriedungsarchitektur des 18. Jahrhunderts dar und bewahrt individuelle baugeschichtliche Informationen.

104715107BW
Wohnhaus eine Gehöfts Stockbrunnenstraße 9
(Karte)
Eingeschossiger und giebelständiger, verputzter Massivbau mit Satteldach, Hofmauer mit Rundbogentor, im Scheitel 1765 (i)

Das giebelständige, eingeschossige Wohnhaus aus verputztem Massivmauerwerk mit Satteldach repräsentiert einen schlichten, aber typischen Haustyp des ländlichen Bauens im ausgehenden 18. oder beginnenden 19. Jahrhundert. In Verbindung mit der datierten Hofmauer samt Rundbogentor von 1765 dokumentiert das Anwesen in exemplarischer Weise die bauliche und funktionale Organisation eines historischen Gehöfts. Die Hofmauer mit ihrem qualitätvoll gearbeiteten Torbogen ist nicht nur raumbildend, sondern auch als Ausdruck von Besitzstolz und handwerklicher Gestaltungskultur ein bedeutendes Zeugnis der bäuerlichen Baukultur jener Zeit.

104715157BW
Torbogen des Gasthofs Rebstock (1967 abgegangen) Wirtstraße 2
(Karte)
Verputzte Hofmauer, Torbogen mit Sandsteingewänden, im Scheitelstein 1775 (i)

Der erhaltene Torbogen des 1967 abgegangenen Gasthofs „Rebstock“ mit Sandsteingewänden und datiertem Scheitelstein von 1775 ist ein wichtiges Relikt der historischen Gasthofkultur und bewahrt als Teil der verputzten Hofmauer die bauliche Erinnerung an ein ehemals ortsbildprägendes Gebäudeensemble.

104717296BW
Wohngebäude Wirtstraße 3
(Karte)
Eingeschossiger und traufständiger verputzter Massivbau mit Satteldach, im Torgewände der Torfahrt 1764 (i), modernisiert

Das Wohngebäude stellt ein typisches Beispiel ländlicher Bauweise dieser Zeit dar. Trotz späterer Modernisierungen ist die bauliche Grundstruktur erhalten geblieben, sodass das Gebäude weiterhin Rückschlüsse auf die historische Bauform und Nutzung zulässt. Die Tordurchfahrt verweist auf eine ehemalige Mischnutzung von Wohnen und Landwirtschaft und unterstreicht den wirtschaftlich geprägten Charakter der Anlage.

104717359BW
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Teningen

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Kollmarsreuter Mühlbach mit zugehörigen baulichen Anlagen des Wasserversorgungssystems der Stadt Emmendingen.

Vor 1207 angelegter und immer wieder neuen Gegebenheiten angepasster

Allmendweg 2, 4; Brettenbach; Dorfstraße 2; Grafenwäldele; Mühlbach; Ramie-Straße; Schloßplatz 7
(Karte)
14,7 Kilometer langer künstlicher Wasserarm von Kollmarsreute bis Riegel mit einer Höhendifferenz von 41,60 Metern. Ausgefeiltes technisches System der Wasserbaukunst, durch das die Wasserkraft der Elz kanalisiert wurde, um einen gleichmäßigen Zustrom zum Betreiben von Wasserrädern zu gewährleisten und das anfallende Überwasser über ein weiträumiges Bewässerungssystem mit Stellfallen und Gräben zur Wiesenwässerung zu nutzen. Mit allen erhaltenen historischen Schleusen, bestehender historischer Technik von Mühlen- bzw. Industriebetrieben und historischen Eichmarken.

Der Kollmarsreuter Mühlbach stellt ein herausragendes Zeugnis mittelalterlicher Wasserbaukunst dar, dessen Anfänge bis ins frühe 13. Jahrhundert zurückreichen. Er dokumentiert eindrucksvoll die jahrhundertelange ingenieurtechnische Nutzung der Elz zur Energiegewinnung sowie zur landwirtschaftlichen Wiesenwässerung. Die Vielzahl an erhaltenen Schleusen, Nebenkanälen und Wehranlagen bezeugt die kontinuierliche Anpassung des Systems an technische und wirtschaftliche Entwicklungen vom Mittelalter bis zur frühen Industriezeit. Als infrastrukturelles Rückgrat der vormodernen Ökonomie prägte der Mühlbach die gewerbliche Entwicklung von Emmendingen und den angrenzenden Gemeinden maßgeblich. Seine Einbindung in das Verteidigungssystem der Stadt sowie seine Bedeutung für die Regulierung der Mikwe unterstreichen seine multifunktionale Nutzung im städtischen Kontext. Die genossenschaftliche Organisation der Wasserverteilung seit dem 19. Jahrhundert zeugt von früh ausgeprägtem bürgerlichem Engagement und kommunaler Selbstverwaltung. Auch im Landschaftsbild ist der Mühlbach als prägendes Element erhalten, das stadträumliche und agrarische Strukturen bis heute sichtbar mitgestaltet. Sein dokumentarischer und exemplarischer Wert rechtfertigt ohne Zweifel die Einordnung als Kulturdenkmal von hoher regional- und technikgeschichtlicher Relevanz.

110941861
Wohngebäude Bahlinger Straße 8
(Karte)
Eingeschossiges und traufständiges, massives und verputztesGebäude mit Satteldach auf hohem Sockel, rundbogige Torfahrt und Pforte, Schlussstein des Torbogens 1824 (i)

Das eingeschossige, traufständige Wohngebäude mit hohem Sockel und rundbogiger Torfahrt aus dem Jahr 1824 dokumentiert in seiner klar gegliederten Form und der massiven Bauweise den Übergang von barocker zu klassizistischer Bautradition im ländlichen Raum. Die Datierung am Schlussstein der Torfahrt bezeugt die historische Authentizität der Anlage und markiert sie als Zeugnis des frühen 19. Jahrhunderts. In seiner funktionalen Gestaltung mit separater Fußgängerpforte und der bis heute ablesbaren Gliederung spiegelt das Gebäude typische Organisationsformen landwirtschaftlicher Wohnnutzung wider. Als Bestandteil der historischen Ortsstruktur kommt dem Bauwerk städtebaulicher und heimatgeschichtlicher Aussagewert zu.

104717768BW
Gehöft: Wohnhaus Bahlinger Straße 10
(Karte)
Zweigeschossiger, unverputzter Fachwerkbau auf hohem massivem Kellersockel mit Satteldach; anschließendes zweigeschossiges verputztes Torhaus mit Satteldach, im Scheitel des Tors 1773 (i)

Das Gehöft dokumentiert in seltener Geschlossenheit die Bauweise und Organisation eines ländlichen Anwesens des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Der zweigeschossige Fachwerkbau auf massivem Kellersockel und das datierte Torhaus von 1773 veranschaulichen in ihrer baulichen Einheit die funktionale Verbindung von Wohnen und Wirtschaften. Die qualitätvolle handwerkliche Ausführung und die authentische Substanz begründen den Denkmalwert als bedeutendes Zeugnis frühneuzeitlicher ländlicher Architektur- und Sozialgeschichte.

101533171BW
Gehöft: Wohnhaus Bahlinger Straße 11
(Karte)
Zweigeschossig und traufständiger verputzter Massivbau mit Satteldach, Keller im Erdgeschoss; 2. Hälfte 19. Jahrhundert; Ökonomiegebäude entlang der Straße mit rundbogigen Toren, 1766 (i); rückwärtiger, an Wohnhaus anschließender Ökonomiebau; (Anwesen gehörte ursprünglich zu Bahlinger Straße 13)

Das Gehöft ist ein anschauliches Beispiel für die dörfliche Bau- und Wirtschaftsstruktur des 18. und 19. Jahrhunderts, das in seiner Kombination aus Wohn- und Ökonomiegebäuden die historische Funktionsweise eines landwirtschaftlichen Anwesens dokumentiert. Die datierten Ökonomiegebäude von 1766 und das traufständige Wohnhaus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts belegen eindrucksvoll die bauliche Entwicklung und Kontinuität des Anwesens. Seine Überlieferungstiefe und die städtebauliche Einbindung entlang der Straße machen das Ensemble zu einem kulturhistorisch bedeutenden Zeugnis ländlicher Siedlungsgeschichte.

101532570BW
Gehöft: Wohnhaus Bahlinger Straße 12
(Karte)
Giebelständig und zweigeschossig und verputzt; anschließend Tordurchfahrt und eingeschossiges, ebenfalls giebelständiges Nebengebäude; rückwärtig Ökonomiegebäude mit Satteldach; um 1800

Das Gehöft stellt ein charakteristisches Beispiel für die ländliche Bauweise um 1800 dar und bewahrt in seiner klar gegliederten Struktur die überkommene Funktionsaufteilung eines bäuerlichen Anwesens. Die giebelständige Stellung von Wohnhaus und Nebengebäude sowie die integrierte Tordurchfahrt veranschaulichen die traditionelle Hoferschließung jener Zeit. In seiner weitgehend authentisch erhaltenen Baugestalt besitzt das Ensemble städtebaulichen und sozialgeschichtlichen Denkmalwert.

101533525BW
Wohnhaus Bahlinger Straße 14
(Karte)
Im Kern spätgotisch, eingeschossiges und giebelständiges Gebäude auf hohem Kellersockel mit Satteldach, an der Traufseite gekehlte Fenster- und Türgewände, 2. Hälfte 19. Jahrhundert

Das Wohnhaus bewahrt in seinem spätgotischen Kern ein seltenes Zeugnis vormoderner Baukultur und dokumentiert die lange Nutzungskontinuität eines ländlichen Anwesens. Die charakteristischen Merkmale wie der hohe Kellersockel, das giebelständige Satteldach sowie die gekehlten Fenster- und Türgewände an der Traufseite spiegeln die architektonische Überformung und Anpassung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Als historisch gewachsenes Bauzeugnis mit tiefer Überlieferungsschicht kommt dem Gebäude ein besonderer baukünstlerischer und siedlungsgeschichtlicher Denkmalwert zu.

101541140BW
Vierseitgehöft: Wohnhaus giebelständig Bahlinger Straße 23
(Karte)
Zweigeschossig auf hohem Kellersockel; anschließend Mauer mit rundbogiger Tordurchfahrt; rückwärtig Ökonomiegebäude; 19. Jahrhundert

Das Vierseitgehöft ist ein anschauliches Beispiel für die geschlossene bäuerliche Bauweise des 19. Jahrhunderts und dokumentiert die funktionale Organisation ländlicher Anwesen jener Zeit. Das giebelständig auf hohem Kellersockel errichtete Wohnhaus, die rundbogige Tordurchfahrt sowie die rückwärtigen Ökonomiegebäude bilden ein überliefertes Ensemble mit hoher Authentizität. Der Denkmalwert begründet sich in der städtebaulichen Geschlossenheit, der typischen Bauform und der Aussagekraft zur agrarisch geprägten Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

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Zehntscheune Bahlinger Straße 30
(Karte)
Heute Bürgerhaus mit Gemeindebücherei, eingeschossiges und traufständiges verputztes langgestreckter Massivgebäude mit Staffelgiebeln, 1711 (i); vermauerter spätgotischer Wappenstein

Die Zehntscheune in Teningen, 1711 errichtet, ist ein bedeutendes Beispiel barocker Wirtschaftsarchitektur und diente ursprünglich der Lagerung des Zehnten. Ihr langgestreckter, traufständiger Massivbau mit Staffelgiebeln verweist auf herrschaftliche Bauformen im ländlichen Raum. Der vermauerte spätgotische Wappenstein deutet auf eine ältere Bau- oder Besitzgeschichte hin und verleiht dem Gebäude zusätzliche historische Tiefe. Die heutige Nutzung als Bürgerhaus mit Gemeindebücherei steht exemplarisch für eine gelungene Umnutzung unter Wahrung der historischen Identität. Aufgrund ihrer architektonischen Qualität, ihres historischen Aussagewerts und ihrer gesellschaftlichen Kontinuität besitzt die Zehntscheune hohen baukulturellen und ortsgeschichtlichen Denkmalwert.

101541986

Viktor-von-Scheffel-Schule Bahlinger Straße 34
(Karte)
Zweigeschossiges und verputztes massives Gebäude, traufständig mit symmetrischer Fassadengestaltung, übergiebelter Mittelrisalit, an den Giebelseiten Zwerchhäuser in historisierenden Formen, bauzeitliche Ausstattung, 1903/04 (a)

Die Viktor-von-Scheffel-Schule wurde 1903/04 erbaut und steht exemplarisch für den reformorientierten Schulbau der wilhelminischen Epoche im ländlichen Raum. Der zweigeschossige, verputzte Massivbau mit traufständiger Ausrichtung zeigt eine streng symmetrische Fassadengestaltung, die durch einen übergiebelten Mittelrisalit betont wird. Die Zwerchhäuser an den Giebelseiten sowie weitere dekorative Elemente sind dem Historismus verpflichtet und spiegeln die zeittypische Verbindung von Funktionalität und Repräsentation. Die erhaltene bauzeitliche Ausstattung – etwa Türen, Treppenanlagen oder Fensterteilungen – verleiht dem Gebäude zusätzliche Authentizität und vermittelt ein anschauliches Bild des schulischen Alltags um 1900. Als Bildungsbau dokumentiert die Schule die Ausweitung und Institutionalisierung staatlicher Bildungsansprüche im Kaiserreich sowie das gestalterische Selbstverständnis öffentlicher Bauträger. Ihr architektonischer Ausdruck, ihre historische Funktion und ihr guter Erhaltungszustand begründen den hohen denkmalwerten Rang als ortsbildprägendes und bildungsgeschichtlich bedeutsames Bauwerk.

101542122
Villa mit Park Emmendinger Straße 17
(Karte)
Eingeschossige herrschaftliche Wohnhausanlage, unregelmäßiger Grundriss, bossierter Kellersockel, rote Sandsteingewände in historistischen Formen, abwechslungsreiche Dachlandschaft, qualitätvolle originale Innenausstattung mit kunstvollem Geländer, Täfer, Türen, Beschlägen, Badeofen der 1940er Jahre, umgebender Park mit originaler Einfriedung, Buchseinfassungen und Altbäumen, errichtet für Miteigentümer des Eisen- und Hammerwerks, 1904 (a)

Die Villa von 1904 mit zugehörigem Park ist ein in außergewöhnlich gutem Erhaltungszustand überliefertes Beispiel bürgerlicher Wohnkultur und Villenarchitektur der frühen industriellen Epoche im ländlichen Raum. Ihre qualitätvolle historistische Gestaltung, insbesondere in der festen Innenausstattung, bezeugt den gehobenen Anspruch ihres Erbauers und ist als seltenes Dokument des Villenbaus in Sichtbeziehung zum benachbarten Werk auch wirtschaftsgeschichtlich bedeutend. Der Garten mit originaler Wegeführung, Bepflanzung und Einfriedung ergänzt das Ensemble zu einer repräsentativen Sachgesamtheit. Ihre Erhaltung liegt im öffentlichen Interesse, da sie die Geschichte industrieller Unternehmerwohnsitze in authentischer Weise veranschaulicht.

104717936BW
Winkelgehöft: Wohnhaus Engelstraße 1
(Karte)
Giebelständig und eingeschossig auf hohem Kellersockel, am rundbogigen Kellertor 1583 (i); rückwärtig Ökonomiegebäude

Das Winkelgehöft ist ein seltenes und früh datiertes Zeugnis ländlicher Wohn- und Wirtschaftsarchitektur aus dem späten 16. Jahrhundert. Es dokumentiert in besonderer Weise die bäuerliche Lebens- und Wirtschaftsform der Frühneuzeit und weist eine bemerkenswerte Überlieferungstiefe auf. Als Ausdruck vormoderner Bautradition und agrarischer Sozialstruktur kommt dem Anwesen hoher geschichtlicher und siedlungshistorischer Denkmalwert zu.

101542255BW
Gasthof Engel: Gasthaus Engelstraße 2, 2 a
(Karte)
Zweigeschossiges und giebelständiges, verputztes massives Gebäude auf hohem Kellergeschoss mit Satteldach, zweiläufige Treppe zum Eingang; am Torbogen 1803 (i); Wirtshausausleger mit Engelfigur, Metall; durch Zwischenbau verbunden mit zugehörigem Wirtschaftsgebäude, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerkkonstruktion

Der Gasthof „Engel“ ist ein anschauliches Beispiel für die traditionelle Gasthausarchitektur im ländlichen Raum zu Beginn des 19. Jahrhunderts und spiegelt mit seiner zweiläufigen Freitreppe, dem hohen Kellergeschoss und dem giebelständigen Baukörper das repräsentative Selbstverständnis eines historischen Wirtshauses wider. Der datierte Torbogen von 1803 belegt die lange Nutzungskontinuität, während der kunstvoll gestaltete Wirtshausausleger mit Engelfigur das Gebäude deutlich im Ortsbild akzentuiert und seine Funktion auch symbolisch sichtbar macht. Die bauliche Verbindung zum Wirtschaftsgebäude mit Fachwerkobergeschoss unterstreicht die funktionale Einheit von Gastwirtschaft und ökonomischer Versorgungseinheit. In seiner architektonischen Geschlossenheit, gestalterischen Qualität und ortsgeschichtlichen Bedeutung besitzt der Gasthof hohen Denkmalwert als sozialgeschichtliches Zeugnis dörflicher Gastkultur.

101542340BW
Gehöft: Wohnhaus Engelstraße 9
(Karte)
Giebelständiges und zweigeschossiges Massivgebäude mit Satteldach, Mauer mit Tordurchfahrt und Fußgängerpforte, an Tordurchfahrt 1746 (i); rückwärtig Ökonomiegebäude mit vorgelagertem Tabakschopf

Das Gehöft ist ein bedeutendes Zeugnis ländlicher Bau- und Wirtschaftsweise im 18. Jahrhundert, das mit der datierten Tordurchfahrt von 1746 auf eine lange Nutzungstradition verweist. Die Kombination aus Wohnhaus, rückwärtigem Ökonomiegebäude und vorgelagertem Tabakschopf dokumentiert anschaulich die historische Struktur eines landwirtschaftlichen Anwesens mit spezialisierten Anbauformen. Die erhaltene Mauer mit Fußgängerpforte und Toranlage betont die funktionale und repräsentative Gliederung des Hofes. In seiner baulichen Geschlossenheit und wirtschaftsgeschichtlichen Aussagekraft besitzt das Ensemble hohen Denkmalwert.

101543295BW
Gehöft: Wohnhaus Engelstraße 11
(Karte)
Zweigeschossiger, giebelständiger unverputzter Fachwerkbau über massivem Sockel, am Eckständer 1783 (i); anschließend Tabakscheune des 19. Jahrhunderts; rückwärtiger Ökonomiebau

Das Gehöft dokumentiert in eindrucksvoller Weise die bauliche und wirtschaftliche Entwicklung eines landwirtschaftlichen Anwesens vom späten 18. bis ins 19. Jahrhundert. Der datierte, unverputzte Fachwerkbau von 1783 über massivem Sockel bewahrt in hoher Authentizität handwerkliche Konstruktionstechniken und Gestaltungstraditionen des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Die anschließende Tabakscheune verweist auf den spezialisierten Anbau und die agrarische Anpassung im 19. Jahrhundert, während der rückwärtige Ökonomiebau die funktionale Gliederung des Hofes vervollständigt. Aufgrund seiner bauhistorischen Qualität, seiner überlieferten wirtschaftlichen Nutzung und der ensembleartigen Geschlossenheit kommt dem Gehöft hoher denkmalpflegerischer Wert zu.

101545689BW
Wohnhaus eines Gehöfts Engelstraße 12
(Karte)
Giebelständig und eingeschossig, verputzt, auf Kellersockel, Satteldach mit Fachwerkgiebel, Torbogen mit Pforte 1784 (i); Gartenmauer an der Ecke Engelstraße/Hummelgasse

Das Wohnhaus ist ein anschauliches Beispiel für die ländliche Wohnarchitektur des ausgehenden 18. Jahrhunderts und bewahrt mit dem datierten Torbogen von 1784 sowie dem Fachwerkgiebel auf verputztem Erdgeschoss typische Elemente der Zeit. Die giebelständige Ausrichtung auf hohem Kellersockel sowie die zugehörige Gartenmauer an der Ecke Engelstraße/Hummelgasse belegen die traditionelle Gliederung und Einfriedung eines historischen Gehöfts. In seiner baulichen Überlieferung und ortsbildprägenden Präsenz besitzt das Anwesen hohen denkmalwerten Rang als Zeugnis bäuerlicher Wohnkultur und siedlungsgeschichtlicher Entwicklung.

101548941BW
Feuerwehrgerätehaus mit Waage Engelstraße 18
(Karte)
Eingeschossiges Gebäude mit Kniestock und Krüppelwalmdach, Kniestock und Giebel verbrettert, 2. Hälfte 19. Jahrhundert

Das Feuerwehrgerätehaus mit integrierter Waage ist ein seltenes und gut überliefertes Beispiel für die kommunale Infrastruktur ländlicher Gemeinden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die typische Bauform mit eingeschossigem Grundriss, Kniestock, Krüppelwalmdach und verbretterten Bauteilen verweist auf die pragmatische, ortsgebundene Bauweise öffentlicher Zweckbauten jener Zeit. In seiner Funktionalität und Gestalt dokumentiert das Gebäude anschaulich die Entwicklung des Brandschutzwesens und des gemeindlichen Verwaltungsalltags und besitzt daher ortsgeschichtlichen und technikgeschichtlichen Denkmalwert.

101541275BW
Villenanwesen mit Garten: Fabrikantenvilla Friedrich-Meyer-Straße 18; Jakob-Zimmermann-Straße 1
(Karte)
Zweigeschossige Walmdachbau über hohem Sockel, Innenausstattung u.a. Stuckdecken, Supraporten mit Jagdszenen, Kachelöfen, Türen, Fenstern, Täfer, errichtet für den Begründer der Aluminium-Folien-Fabrik Teningen GmbH, Emil Tscheulin, 1919/20 (a) nach Plänen des Herbolzheimer Architekten Karl Schaudt, 1928 (a) um einen großzügigen Anbau nach Süden zu einem breitgelagerten Bau von doppelter Größe erweitert; zugehöriger früherer Ökonomiebau; Garten mit Gartenhaus und Einfriedung

Die Villa Tscheulin mit Garten, Gartenhaus und Ökonomiegebäude ist ein in seltener Vollständigkeit erhaltenes Beispiel einer repräsentativen Fabrikantenvilla der frühen 1920er Jahre. Der Bau des Herbolzheimer Architekten Karl Schaudt (1919/20) mit seiner qualitätvollen ortsfesten Ausstattung – etwa den Supraporten, Kachelöfen und Stuckdecken – zeugt von gestalterischem Anspruch und künstlerischer Bedeutung. Die Erweiterung von 1928 spiegelt den ökonomischen Aufstieg Emil Tscheulins ebenso wider wie der weitläufige, strukturierte Villengarten mit Nebengebäuden. Als Wohnsitz des Gründers der Aluminium-Folien-Fabrik Teningen GmbH ist die Villa zugleich ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Industrie-, Bau- und Sozialgeschichte.

105305906BW
Anwesen Menton Kirchstraße 2
(Karte)
Gehöft, heute Museum: Anwesen bestehend aus Wohnhaus, zweigeschossig auf Kellersockel, Satteldach, historische Ausstattung, 1781 bis 83 (a); Tabakschopf mit Schweinestall, 1904 (a); Brenn-, Back- und Waschküche, 1695 (a); Wagenschopf, 1819 (a); Hofmauer; gepflasterter Hof mit umfriedetem Bauerngarten; Brunnen und Mistlege; durch Zaun abgesonderte Obstbaumwiese

Das Anwesen Menton in Teningen ist ein herausragendes Beispiel einer großbäuerlichen Hofanlage am Oberrhein mit überregionaler Bedeutung für die Sozial-, Wirtschafts- und Baugeschichte vom späten 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Die weitgehend authentisch erhaltene bauliche Substanz – insbesondere das klassizistisch geprägte Wohnhaus von 1782, das Ökonomiegebäude von 1787, das Brenn-, Back- und Waschhaus von 1695 sowie der Tabakschopf mit Schweinestall von 1904 – dokumentiert exemplarisch den Lebensstil, die wirtschaftliche Stellung und den Wandel der Agrarkultur in der Region. Besonders das Wohnhaus mit seiner frühklassizistischen Fassadengestaltung, der erhaltenen bauzeitlichen Raumstruktur und Ausstattung besitzt hohen künstlerischen und dokumentarischen Wert. Die funktionale und gestalterische Geschlossenheit der Gesamtanlage sowie ihre Nutzung als Heimatmuseum unterstreichen die heimatgeschichtliche Relevanz und ihre identitätsstiftende Wirkung für die Gemeinde. Die Erhaltung der Hofanlage liegt daher im besonderen öffentlichen Interesse, da sie ein seltenes und anschauliches Zeugnis regionaler Bau- und Kulturgeschichte darstellt.

101549145BW
Gehöft: Wohnhaus Martin-Luther-Straße 5
(Karte)
Ehemals Schule, zweigeschossiges Gebäude mit Walmdach, 1765 (a); rückwärtig Scheune in Bruchsteinmauerwerk, im Giebel Fachwerkkonstruktion, Satteldach; 18. Jahrhundert

Das Gehöft mit dem ehemaligen Schulhaus von 1765 ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Mehrfachnutzung dörflicher Gebäude im 18. Jahrhundert und zeugt von der engen Verflechtung von Bildung, Wohnen und Landwirtschaft. Das zweigeschossige Gebäude mit Walmdach hebt sich durch seine bauliche Gestalt von der umgebenden Wohnbebauung ab und verweist auf seine frühere öffentliche Funktion. Die rückwärtige Scheune mit Bruchsteinmauerwerk und Fachwerkgiebel ergänzt das Ensemble in material- und konstruktionsgeschichtlicher Hinsicht und veranschaulicht die Wirtschaftsstruktur jener Zeit. Die überlieferte Bauform, die funktionale Entwicklung und die ortsbildprägende Wirkung begründen den hohen denkmalpflegerischen Wert des Anwesens.

101549581BW
Kirche St. Agathe Martin-Luther-Straße 6
(Karte)
Heute Wohnhaus, in einer Laibung eines ehem. Chorfensters Heiligendarstellung aus dem 14. Jahrhundert, spitzbogiges Portal in der Westwand, 14. Jahrhundert, nach 1556 (a) Schulhaus

Die Umnutzung des Sakralbaus zu einem Schulhaus nach der Reformation verweist auf einen tiefgreifenden Funktionswandel im Zeichen der Konfessionalisierung und der Aufwertung der Bildung in protestantisch geprägten Territorien. Auch als Schulgebäude blieb der Bau über Jahrhunderte im Dienst der Gemeinde, bevor er schließlich in der Neuzeit zu Wohnzwecken umgestaltet wurde. Trotz mehrfacher Umbauten hat sich mit den gotischen Bauteilen ein bedeutender Kernbestand aus dem Mittelalter erhalten. Die fragmentarische Wandmalerei mit der Darstellung eines Heiligen stellt ein äußerst seltenes Zeugnis der religiösen Kunst im ländlichen Raum des 14. Jahrhunderts dar und ist kunsthistorisch wie ikonographisch von hohem Wert. In seiner baugeschichtlichen Vielschichtigkeit – Kirche, Schule, Wohnhaus – und mit den erhaltenen gotischen Architekturteilen und der qualitätvollen Wandmalerei verkörpert das Gebäude einen herausragenden historischen Denkmalwert. Es dokumentiert nicht nur die bauliche Kontinuität über mehr als sechs Jahrhunderte, sondern auch die tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandlungsprozesse, die sich in der Nutzung und Gestalt eines einzigen Bauwerks abbilden. Als Zeugnis religiöser, bildungsgeschichtlicher und künstlerischer Entwicklung stellt die ehemalige Kirche St. Agathe ein kulturhistorisch überragendes Objekt im baulichen Erbe Teningens dar.

101549716BW

Evang. Pfarrhaus Martin-Luther-Straße 8
(Karte)
Dreigeschossiges und traufständiges massives Gebäude mit Walmdach, verputzt, im Erdgeschoss Keller mit Kreuzgratgewölbe, 1729 (a); zugehörige Einfriedungsmauern

Das evangelische Pfarrhaus in Teningen, erbaut 1729, ist ein qualitätvolles Beispiel für den barocken Pfarrhausbau im ländlichen Raum und verkörpert in seiner schlichten, aber stattlichen Ausführung das Selbstverständnis kirchlicher Repräsentation nach der Reformation. Der dreigeschossige, traufständige Massivbau mit Walmdach und verputzter Fassade tritt mit klar gegliederter Bauform und ausgewogenen Proportionen in das Ortsbild und betont die institutionelle Präsenz der evangelischen Kirchengemeinde. Von besonderem baugeschichtlichem Interesse ist der erhaltene Keller mit Kreuzgratgewölbe, der auf handwerklich anspruchsvolle Bauausführung verweist und die gehobene Ausstattung unterstreicht. Die zugehörigen Einfriedungsmauern ergänzen das Ensemble funktional wie gestalterisch und dokumentieren die traditionelle Abgrenzung kirchlicher Liegenschaften. In seiner baulichen Überlieferung, seiner ortsbildprägenden Wirkung und seiner Aussagekraft für die kirchliche Verwaltung und Wohnkultur des 18. Jahrhunderts besitzt das Pfarrhaus hohen denkmalpflegerischen Wert.

101549820
Gehöft: Wohngebäude Nußmannstraße 24
(Karte)
Eingeschossig und giebelständig auf Kellersockel, verputzt, freiliegender Fachwerkgiebel mit Zierformen, Satteldach; zugehörige Scheune in Blockbauweise

Das Gehöft dokumentiert in seiner baulichen Struktur eine überkommene, heute selten gewordene Kombination von Wohn- und Wirtschaftsbauten aus der vorindustriellen Zeit. Das Wohnhaus zeigt mit seinem Fachwerkgiebel konstruktive Abzimmerungen, die auf den gestalterischen Anspruch ländlichen Bauens im 18. oder frühen 19. Jahrhundert verweisen. Die zugehörige Scheune in Blockbauweise stellt ein bedeutendes Beispiel für eine ältere, inzwischen weitgehend verschwundene Konstruktionstechnik dar. In der Gesamtheit bezeugt das Ensemble dörfliche Wirtschaftsformen sowie überkommene Bautraditionen der Region. Seine Erhaltung ist aus baugeschichtlichen und heimatgeschichtlichen Gründen von öffentlichem Interesse.

104718983BW
Gasthaus zur Sonne Riegeler Straße 12
(Karte)
Heute Rathaus: Baukomplex, zweigeschossiger und winkelförmiger Massivbau, hauptgebäude mit Mansarddach, heute mit Dachreiter, zur Riegeler Straße Rundbogentor, im Scheitelstein Initialen 1754 (i), an der Fassade des Hauptgebäudes am Rathausplatz segmentbogiges Portal, Kartusche mit Sonnensymbols 1767 (i)

Das Gasthaus zur Sonne in Teningen, heute Rathaus, ist ein bedeutender zweigeschossiger Massivbau in winkelförmiger Anlage mit einem charakteristischen Mansarddach, das durch einen Dachreiter ergänzt wird. Die Datierungen 1754 am Scheitelstein des Rundbogentors an der Riegeler Straße sowie 1767 an der Kartusche mit Sonnensymbol am segmentbogigen Portal am Rathausplatz belegen seine Entstehung und Baugeschichte im 18. Jahrhundert. Historisch verkörpert der Baukomplex die Entwicklung eines Gasthauses zu einem kommunalen Verwaltungsgebäude und spiegelt damit den Wandel der Ortsnutzung und -funktion wider. Seine gut erhaltene Fassadengestaltung und architektonische Details, wie das Sonnensymbol, machen das Gebäude zu einem wichtigen Zeugnis der lokalen Bau- und Sozialgeschichte sowie der Kontinuität und Anpassungsfähigkeit der Dorfarchitektur.

101550920BW
Gehöft: Wohnhaus Riegeler Straße 15
(Karte)
Zweigeschossiges, traufständiges und verputztes Gebäude auf Kellersockel, Haustüre mit profiliertem Gewände und Oberlicht, im Innern historische Ausstattung, Dachstuhl mit liegend abgezimmerten Bünden, 1737 (i); rückwärtig Schopf in Fachwerkkonstruktion; Grundstücksmauer

Das Gehöft stellt ein bedeutendes Zeugnis ländlicher Wohn- und Baukultur des frühen 18. Jahrhunderts dar und bewahrt in seltener Geschlossenheit sowohl bauliche Substanz als auch gestalterische Details. Das datierte Wohnhaus von 1737 mit seiner profilierten Haustür, dem Oberlicht und der überlieferten historischen Ausstattung im Innern vermittelt ein authentisches Bild bürgerlich-bäuerlichen Wohnens jener Zeit. Der liegend abgezimmerte Dachstuhl dokumentiert traditionelle Zimmermannstechnik und trägt wesentlich zur konstruktionsgeschichtlichen Aussagekraft bei. Der rückwärtige Fachwerkschopf sowie die Grundstücksmauer ergänzen das Ensemble funktional und historisch und bezeugen die wirtschaftliche Struktur des Anwesens. In seiner baulichen Integrität, handwerklichen Qualität und historischen Tiefe besitzt das Gehöft hohen denkmalpflegerischen Wert.

101551035BW
Wohnhaus Riegeler Straße 20
(Karte)
Zweigeschossiges Gebäude auf hohem Kellersockel, giebelständig mit Satteldach, zweiläufige Treppe zum traufseitigen Eingang, innen drei Kellerräume, davon einer tonnengewölbt, bauzeitliche Treppe mit Brettdocken und bauzeitlichem zweigeschossigem Dachwerk, erhaltene bauzeitliche Ausstattung wie Türen, Decken etc.; zugehörig Sandsteinpfosten der Hofeinfahrt und Fragment der Hofmauer; Ende 18. Jahrhundert

Das Wohnhaus aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts ist ein bedeutendes Zeugnis spätbarocker Bauweise im Ortskern von Teningen und dokumentiert in seiner ursprünglichen Substanz die Wohnkultur eines wohlhabenden Landwirts jener Zeit. Besonders hervorzuheben sind die weitgehend erhaltenen Kelleranlagen mit barocker Ausstattung, das zweigeschossige Dachwerk mit originaler Raumaufteilung sowie Teile der Treppenanlage und Türen mit historischen Beschlägen. Trotz späterer Überformungen im Erd- und Obergeschoss bewahrt das Gebäude wesentliche Elemente der regionalen Handwerkskunst und Baukultur des späten 18. Jahrhunderts. Die erhaltene Hofmauer mit Sandsteinpfosten markiert die ursprüngliche Struktur der Hofanlage und ist siedlungsgeschichtlich von Bedeutung. Insgesamt besitzt das Anwesen aus wissenschaftlicher, insbesondere wirtschafts- und siedlungsgeschichtlicher sowie heimatkundlicher Sicht hohen dokumentarischen Wert.

101555065BW
„Staffelgiebelhaus“ Riegeler Straße 16
(Karte)
Ehemalige Gemeindestube (Rathaus), zweigeschossiger, giebelständig zum Rathausplatz ausgerichteter Massivbau mit Staffelgiebeln, Renaissancefenster mit gekehlten Gewänden und Schnecken im Anlauf, am Kellerbogen mit Gemeindewappen 1583 (i)

Das sogenannte Staffelgiebelhaus in Teningen wurde im Jahr 1583 als repräsentativer Ersatz für eine ältere Gemeindestube errichtet und diente über lange Zeit hinweg als multifunktionaler Kommunalbau, der unter anderem die Gemeindestube, das Amtszimmer des Vogtes sowie die kommunale Schlachtstätte („Metzig“) beherbergte. Der zweigeschossige Massivbau mit Satteldach und nach Osten und Westen ausgerichteten Staffelgiebeln zeigt insbesondere an der südlichen Traufseite eine qualitätvolle Renaissancegestaltung und ist aus Bruchstein- und Ziegelmauerwerk mit Sandsteingewänden errichtet. Die erhaltenen Renaissancefenster mit gekehlten Gewänden sowie das rundbogige Portal mit eingemeißelter Jahreszahl „1583“ und einem zweitverwendeten Wappenstein verweisen sowohl auf das Baujahr als auch auf die kommunale Trägerschaft des Gebäudes. Im Inneren ist das Gebäude heute weitgehend entkernt, jedoch lassen sich aus erhaltenen Bauteilen Rückschlüsse auf eine ursprüngliche Gliederung in sechs Raumzonen ziehen; eine besondere bauliche Eigenheit stellt die Bodenkonstruktion im mittleren Kellerraum dar, die möglicherweise mit der früheren Nutzung als „Metzig“ in Zusammenhang steht. Zahlreiche bauliche Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte, darunter Erweiterungen im 17. und 18. Jahrhundert sowie Umbauten zu Wohnzwecken im 20. Jahrhundert, haben die ursprüngliche Struktur teilweise überformt, ohne jedoch den dokumentarischen Wert des Kernbaus zu mindern. Als einer der wenigen erhaltenen Profanbauten vor dem Dreißigjährigen Krieg in Teningen besitzt das Staffelgiebelhaus aus wissenschaftlicher, bau- und heimatgeschichtlicher Sicht einen hohen Seltenheits- und Alterswert, dessen Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt.

101551292BW
Gehöft: Wohnhaus Riegeler Straße 17, 19
(Karte)
Zweigeschossig und traufständig, verputzt, mit Mansarddach, im Erdgeschoss Kellerräume, Haustüre mit profiliertem Gewände, dort 1824 (i); rückwärtig Ökonomiegebäude, z. T. in Fachwerkkonstruktion mit Satteldach. Bei Nr. 17 Grundstücksmauer mit Sandsteinpfosten

Bei dem Gehöft handelt es sich um ein gut erhaltenes Beispiel für die ländliche Bau- und Wirtschaftskultur des frühen 19. Jahrhunderts. Das traufständig errichtete, zweigeschossige und verputzte Wohnhaus mit Mansarddach zeigt mit seinem profilierten Sandsteingewände und der datierten Jahreszahl „1824“ eine qualitätvolle Ausführung, die eine präzise zeitliche Einordnung erlaubt und auf den damaligen Repräsentationsanspruch seiner Erbauer verweist. Die klassische Gliederung in Wohn- und Wirtschaftsbereich ist durch das rückwärtig anschließende Ökonomiegebäude, das teilweise in Fachwerkbauweise mit einfachem Satteldach errichtet wurde, noch anschaulich überliefert. Diese funktionale Trennung belegt eindrucksvoll die typische Struktur eines landwirtschaftlich genutzten Anwesens der Zeit. Ergänzt wird das Ensemble durch die bei Hausnummer 17 erhaltene Grundstücksmauer mit Sandsteinpfosten, die nicht nur ein seltenes Relikt historischer Einfriedung darstellt, sondern auch zur städtebaulichen Fassung und dem authentischen Erscheinungsbild des Anwesens beiträgt. In seiner Geschlossenheit besitzt das Gehöft dokumentarischen und exemplarischen Wert für die ländliche Siedlungsgeschichte und ist in städtebaulicher wie heimatgeschichtlicher Hinsicht als ortsbildprägend zu bewerten.

101554787BW
Gehöft: Wohnhaus Riegeler Straße 22
(Karte)
Unter Verwendung des Vorgängerbaus, zweigeschossiges verputztes Gebäude auf Kellersockel mit Satteldach, Eckerker und bauplastische Fassadendekoration in historisierenden Formen, nach Plänen des Architekten Wilhelm Bertsch, 1910 (a); Scheune mit Segmentbogentoren und Satteldach, im Scheitelstein des größeren Torbogens 1769 (i)

Das Gehöft dokumentiert in einzigartiger Weise die bauliche und funktionale Entwicklung eines ländlichen Anwesens vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Die barocke Scheune von 1769 mit ihren charakteristischen Segmentbogentoren ist ein bedeutendes Zeugnis vormoderner Agrarwirtschaft und bewahrt originale Baumerkmale. Das Wohnhaus von 1910, errichtet nach Plänen des Architekten Wilhelm Bertsch, zeigt in seiner qualitätvollen historisierenden Fassadengestaltung das bürgerliche Repräsentationsbedürfnis der Zeit und bezieht zugleich ältere Substanz ein, was auf eine bewusste Traditionspflege verweist. In ihrer Kombination veranschaulichen die beiden Baukörper den Übergang von agrarischer Nutzung zu bürgerlicher Wohnkultur und sind damit sozial-, wirtschafts- und siedlungsgeschichtlich aussagekräftig. Die Erhaltung des Gehöfts ist daher aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen von besonderem Interesse.

101555517BW
Gehöft: Wohnhaus eingeschossig Nußmannstraße; Riegeler Straße 27
(Karte)
Giebelständig mit Satteldach, hohes Kellergeschoss, Hofmauer mit Rundbogentoren, am größeren 1755 (i); rückwärtig schließt an das Wohnhaus ein Ökonomiegebäude an

Das Gehöft stellt ein anschauliches Beispiel für die traditionelle Bauweise des 18. Jahrhunderts in der Region dar und dokumentiert in seiner ursprünglichen Anordnung die funktionale Einheit von Wohnen und Arbeiten auf dem Land. Das giebelständige, eingeschossige Wohnhaus mit hohem Kellergeschoss und rückwärtig anschließendem Ökonomiegebäude verkörpert in typischer Weise den ländlichen Haustyp dieser Zeit. Die Hofmauer mit ihren zwei Rundbogentoren, von denen eines auf das Jahr 1755 datiert ist, bildet nicht nur ein gestalterisches Element, sondern veranschaulicht auch die abgeschlossene, auf Selbstversorgung ausgerichtete Hofstruktur. Die erhaltene Bausubstanz besitzt in ihrer Geschlossenheit siedlungs- und wirtschaftsgeschichtliche Aussagekraft. Aufgrund der baulichen Authentizität und der historischen Funktionseinheit ist das Gehöft aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen als kulturhistorisch wertvoll einzustufen.

101555706BW
Gehöft: Wohngebäude Steinstraße 10
(Karte)
Eingeschossiger und giebelständiger Fachwerkbau mit einfachen Zierformen auf massivem Kellersockel, Satteldach; zugehörige Scheune; um 1800

Das Gehöft dokumentiert in Bauweise und Erhaltung beispielhaft die ländliche Architektur und Wirtschaftsform um 1800. Der eingeschossige, giebelständige Fachwerkbau mit einfachem Zierdekor auf massivem Kellersockel verweist auf eine bäuerlich-handwerkliche Herkunftsschicht mit funktional repräsentativem Anspruch. Die zugehörige Scheune ergänzt die Anlage zu einer vollständigen Hofstruktur, wie sie für agrarisch geprägte Orte typisch war. Als Ensemble bewahrt es in substantieller Geschlossenheit wesentliche Elemente der regionalen Bau- und Sozialgeschichte. Die Erhaltung liegt aus siedlungs-, haus- und wirtschaftsgeschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse.

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Skulpturen Tscheulinstraße
(Karte)
Sandstein, zwei einzelne Standfiguren, jeweils mit unbekleidetem Oberkörper und Arbeitsgerät (Gußpfanne und Vorschlaghammer) versehende Arbeiterdarstellungen, wohl für das metallverarbeitende Tscheulinwerk geschaffen, um 1933 bis 1945

Die beiden Sandsteinfiguren mit Gusspfanne und Vorschlaghammer sind typische Zeugnisse der nationalsozialistischen Heroisierung der Arbeit. Ihre betont kräftige, disziplinierte Darstellung folgt der Ästhetik der NS-Zeit, die den Arbeiter als idealisierten Träger der „Volksgemeinschaft“ inszenierte. In Verbindung mit dem Tscheulinwerk, einem kriegswichtigen Aluminiumproduzenten, erhalten die Skulpturen eine ideologisch wie industriegeschichtlich aufgeladene Bedeutung. Sie sind von dokumentarischem, kunst- und ideologiekritischem sowie ortsgeschichtlichem Wert. Ihre Erhaltung ist gerechtfertigt, setzt aber zwingend eine kritische Kontextualisierung und Vermittlung ihrer propagandistischen Funktion voraus.

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Weitere Bilder
Evangelische Pfarrkirche mit Friedhof Kirchstraße 14; Wiedlemattenweg
(Karte)
Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege und alter Kirchhofummauerung, Emporenhallenkirche mit Satteldach und Ostturm mit Pyramidenddach, Innen über Rundstützen flachgedeckt, das Turmerdgeschoss ist der erhaltene Chorraum einer mittelalterlichen Chorturmkirche mit Kreuzrippengewölbe, badisch-hochbergischem Wappen, Sakramentsnische und Wandmalereien des 14./15. Jahrhunderts erhalten; Erweiterungsbau 1729, bez. in der Wand des linken Seitenschiffes; Erweiterungen und Überformungen nach Plänen von Christoph Arnold, einem Schüler Friedrich Weinbrenners, im typischen Weinbrenner-Stil 1826–1828 erneuert; simplifizierende Umgestaltung des Inneren 1968

Das Kirchengebäude entstand in der Lebens- und Schaffensphase Christoph Arnolds, in der er zwischen 1819 und 1835 als Oberbauinspektor in Südbaden amtierte. Es ist als im für den badischen Raum typischen Weinbrennerstil errichtetes Bauwerk ein wichtiges Dokument des spätklassizistischen in Baden. Das Fragment des mittelalterlichen, in Teilen bis in romanische Zeit zurückreichenden Chorturms, samt der in seinem Erdgeschoss erhaltenen spätgotischen Wandmalereien bezeugt (wie etwea auch derjenige in Forchheim), dass der Typ der Chorturmkirche im Mittelalter in dieser Region verbreitet war.

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( Wikidata)
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Einzelnachweise

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

Commons: Kulturdenkmale in Teningen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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