Liste von Metalstilen
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Dies ist eine strukturierte und sortierbare Liste von Metalstilen. Als musikalische Kategorien werden die Subgenre in das traditionelle Spektrum des Heavy-, die modernen Stil-Hybride des Alternative-, den temporeduzierten Doom-, den folkloristischen Folk-, den unterschiedliche Grundzüge des Metals radikalisierenden Extreme- und den vorrangig um spielerische Komplexität bemühten Progressive-Metal eingeteilt. Hinzu kommen Stilbegriffe mit einer inhaltlichen, weltanschaulichen oder lyrischen Definition. Die Substile des Death Metal und Grindcore werden im Feld des Extreme Metal gesondert gelistet.

Ordnungskriterien und Struktur
In dieser Liste werden alle in der deutschsprachigen Wikipedia geführten Stilrichtungen des musikalischen Spektrums Metal eingeordnet. Maßgebend für eine Eintragung ist daher die Kategorie:Stilrichtung des Metal.
Einige der Stile lassen sich mehreren Kategorien zuordnen und werden entsprechend in der folgenden Aufteilung mehrfach genannt. Die enthaltenen beschreibenden Elemente folgen vorrangig den Darstellungen der Artikel der deutschsprachigen Wikipedia. Angegeben werden die Entstehungsdekade, die Herkunftsregion sowie wesentliche Initiatoren und die stilistischen Vorläufer. Die inhaltlichen, weltanschaulichen oder lyrischen Genrebegriffe sind um die transportierten Themen oder die sozialen bzw. ideologischen Bezugspunkte die der jeweiligen Begriffsdefinition zugrunde liegen ergänzt. Die Listen sind alphabetisch nach Stilbegriff sortiert. Eine Sortierung nach den weiteren Kriterien ist über einen Klick auf die jeweilige Spaltenüberschrift möglich. Eine Liste der als Sammelbegriffe genutzten Genrebezeichnungen ist den weiteren Listen erläuternd vorangestellt.
Die Sammelbegriffe

Der Ursprung der Genres Doom Metal und Progressive Metal liegt im traditionellen Heavy-Metal- und Hard-Rock-Spektrum, der Ursprung des Folk Metal insbesondere im Thrash Metal. Aus den Grundideen dieser Stile entstanden jedoch diverse Fusionen mit anderen Feldern des Metal-Spektrums, wodurch eine Unterordnung nicht praktikabel ist. Alle drei Stilrichtungen sind durch spielerische Elemente gekennzeichnet. Ihre Substilrichtungen sind vornehmlich Crossover-Varianten mit den verschiedenen Feldern des Metals.
Heavy-, Alternative- und Extreme-Metal sind hingegen durch ihre Haltung zum Genrespektrum selbst bestimmt. An ihren Ausformungen werden die Grenzen des Genres verhandelt.[1] Dies Verhandeln ist innerhalb der Metalszene von hoher Bedeutung.[2] Heavy Metal als Ur-Szene und -Musik des Spektrums ist der konservativ auf das Bewahren des ursprünglichen Genres gerichtete Teil des Metals.[3][4] An den Genren des Heavy Metal wird der musikalische und kulturelle Kern des Metals bemessen.[3] Bereits im Beginn der Szene entstand der musikalische und kulturelle Grundstock, der seither von Anhängern der Heavy-Metal-Stile weiter gepflegt wird.[5] Trotz des konservativen Verweises auf diese Traditionslinie, Interpreten des Hard Rock, Heavy Metal und der NWoBHM und dem Einhalten eines engen klanglichen Korsetts blieben Entwicklungen in diesem Feld möglich.[6]
Der überwiegend amerikanische Alternative Metal wurde durch seine jugendkulturelle Breitenwirkung und seine mediale und kommerzielle Verwertbarkeit geprägt.[7] Dabei zeichnete sich der Alternative Metal musikalisch und kulturell durch eine Öffnung gegenüber etwaigen Einflüssen aus der Popkultur aus. Hinzukommend wurde das Verhandeln von „Sinn, Sozialkritik und Message“ als Aspekt aufgenommen.[8] Dem Gegenüber zeigten sich in der kommerziellen Verwertung des Genres und den anknüpfenden Zuschreibungen zum Alternative Schwierigkeiten der inneren Abgrenzung. Wodurch der Begriff Alternative Metal neben dem musikalischen auch ein ästhetisches und kulturelles Feld beschreibt, in dem Metal neu verhandelt und nutzbar gemacht wurde und wird.[9]
Der Extreme Metal ist gegenüber dem Heavy Metal nicht durch Europa und Nordamerika bestimmt. „Weil diese Szene dezentral ist, konnten auch Bands und Fans aus Ländern, die nicht zum ›Kern‹ des traditionellen angloamerikanischen Musikgeschäfts zählen, zur Entwicklung beitragen.“[10] Spielweisen des Extreme Metal wirken als kulturell und musikalisch transgressive Ereignisse in der Entwicklung des Metals. So eint die Spielweisen des Extreme Metal eine Radikalisierung einer oder mehrerer musikalischer, ästhetischer oder kultureller Aspekte des Metals. Entsprechend lotet der Extreme Metal neue Möglichkeiten des Ausdrucks im Metal aus.[3]
| Genre/Subgenre | Entstehungsdekade | Stilistische Vorläufer | Initiatoren | Entstehungsraum | Abgrenzung, Definition, Funktion | Belege |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Alternative Metal | 1980er | Hardcore Punk, Thrash Metal | Anthrax, Black Flag, Danzig, Carnivore, Living Colour, Soundgarden, The Melvins, Ministry, Godflesh, Prong | Vereinigte Staaten | Alternative Metal grenzt sich im Metal über das Defizit an metaltypischen Klischees von anderen Stilen des Spektrums ab. Typisch sind eine Abkehr vom Pathos des Heavy Metal sowie von der entsprechenden Mode. Dem Gegenüber ist ein Hang zur sozialen oder politischen Aussage ebenso üblich wie unkonventionelle Texte, Tempowechsel, ungewöhnliche Instrumente und der Crossover mit Musikrichtungen Abseits des Metals. | [7][8] |
| Doom Metal | 1970er | Bluesrock, Hard Rock, Psychedelic Rock | Black Sabbath | Vereinigtes Königreich | Doom Metal grenzt sich durch die Reduzierung des Tempos und stark verzerrtes sowie tief gestimmtes Gitarrenspiel von anderen populäreren Metal-Genres ab. Der Ursprung des Genres liegt im Spektrum des Heavy Metal und Hard Rock. | [11][12] |
| Extreme Metal | 1980er | Heavy Metal, Speed Metal, Thrash Metal | - | International | Extreme Metal eint die Radikalisierung einer oder mehrerer musikalischer, ästhetischer oder kultureller Aspekte des Metals. Damit lotet der Extreme Metal kulturell und musikalisch transgressiv die spielerischen und ästhetischen Möglichkeiten des Metals aus. | [3][10] |
| Folk Metal | 1990er | Folk, Folk-Rock, Heavy Metal, Thrash Metal | Skyclad, Orphaned Land | Israel, Vereinigtes Königreich | Folk Metal ist durch die Verwendung von folkloristischen Musikinstrumenten, Melodien und Texten gekennzeichnet. Charakteristisch ist die Fusion oft nationaler Folk-Elemente in unterschiedlichen Stilrichtungen des Metals. | [13] |
| Heavy Metal | 1960er | Hard Rock, Psychedelic Rock | Deep Purple, Led Zeppelin, Alice Cooper, Judas Priest, Kiss, Motörhead, Black Sabbath | Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten | Heavy Metal als Sammelbegriff umfasst Stile die den anfänglichen Stilen Hard Rock und Heavy Metal folgten und sich damit in die Tradition des Urgenres stellen. Diese Stile sind häufig durch versierten Gesang und spielerische Virtuosität gekennzeichnet. | [3][4] |
| Progressive Metal | 1980er | Fusion, Heavy Metal, Progressive Rock, Psychedelic Rock | Fates Warning, Queensrÿche, Dream Theater, Watchtower, Mekong Delta, King’s X | Vereinigte Staaten | Progressive Metal zeichnet sich durch einen komplexen Aufbau der Songs aus. Dieser äußert sich in kunstvoller Verknüpfung mehrerer Themen, Breaklastigkeit, häufigen Tempowechseln, komplexer Perkussion und Rhythmik, unter anderem auch durch Überlagerung verschiedener Rhythmen und Taktarten, instrumententechnischer Finesse sowie häufig überlangen Stücken. | [14][15] |
Stile des Alternative Metals
Stile des Doom Metals
Stile des Extreme Metals
Stile des Death Metal
Stile des Grindcore
| Genre/Subgenre | Entstehungsdekade | Stilistische Vorläufer | Initiatoren | Entstehungsraum | Belege |
|---|---|---|---|---|---|
| Cybergrind | 2000er | Grindcore, Gabber, Speedcore, Techstep, Industrial Metal | The Berzerker, Gigantic Brain, Genghis Tron | Australien, Vereinigte Staaten | [81] |
| Porngrind | 1990er | Grindcore | Dead, GUT, Lividity, Waco Jesus | Deutschland, Vereinigte Staaten | [81][82] |
| Powerviolence | 1980er | Hardcore Punk, Crustcore, Grindcore | Capitalist Casualities, Infest, Man Is the Bastard, Spazz | Vereinigte Staaten | [81][83] |
| Deathgrind | 1990er | Grindcore, Death Metal | Assück, Abaddon Incarnate, Brujeria, Brutal Truth | International | [75] |
| Goregrind | 1980er | Grindcore, Death Metal, Downbeat | Carcass, Impetigo, Repulsion | Vereinigtes Königreich | [81][84] |
Stile des Folk Metals
| Genre/Subgenre | Entstehungsdekade | Stilistische Vorläufer | Initiatoren | Entstehungsraum | Belege |
|---|---|---|---|---|---|
| Celtic Metal | 1990er | Folk Metal, Black Metal, Heavy Metal | Cruachan, Primordial, Waylander | Irland | [62] |
| Mittelalter-Rock/Metal | 1990er | Punk, Post-Punk, Musik der Mittelalterszene | In Extremo, Subway to Sally, Tanzwut | Deutschland | [30][31] |
| Pagan Metal | 1990er | Black Metal | In the Woods…, Primordial, Falkenbach | Europa | [62][70] |
| Pirate Metal | 1980er | Black Metal, Death Metal, Heavy Metal, Thrash Metal, Shanty | Running Wild, Alestorm | Deutschland, Schottland | [62] |
| Viking Metal | 1980er | Black Metal, Death Metal, Skandinavische Folklore | Bathory, Enslaved | Skandinavien | [62][70] |
Stil des Heavy Metal
Stile des Progressive Metals
Stile mit einer inhaltlichen, weltanschaulichen oder lyrischen Definition
Siehe auch
Literatur
- Ian Christe: Sound of the Beast. The Complete Headbanging History of Heavy Metal. HarperEntertainment, New York 2003, ISBN 0-380-81127-8 (englisch).
- Axl Rosenberg, Christopher Krovatin: Hellraisers. A Complete Visual History of Heavy Metal Mayhem. Race Point Publishing, New York 2017, ISBN 978-1-63106-430-2 (englisch).