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Lodovico Bossi

italienischer Stuckateur From Wikipedia, the free encyclopedia

Ludovico Bossi (auch Aloisio Bossi)[1] (* 1. September 1731 in Porto Ceresio; † 16. November 1783 in Rastatt) war ein italienischer Stuckateur.

Leben

Ludovico Bossi war ein Sohn von Natale Bossi und Clara Maria Daldini. Nach dem frühen Tod des Vaters 1742 holte dessen Bruder, der Hofstuckator Antonio Bossi, Ludovico und seine Brüder Materno und Agostino zu sich nach Würzburg und ließ sie hier zu Stuckatoren ausbilden. Anfang der 1750er Jahre vermittelte Antonio Bossi seine Neffen nach Stuttgart, da die Residenz des Herzogs von Württemberg damals durch den Bau des Neuen Schlosses attraktive Arbeitsmöglichkeiten für Stuckatoren bot. Ludovico Bossi arbeitete an den Stuckdekorationen im |Neuen Schloss in Stuttgart und übernahm nach dem Tod von Gio Pietro Brilli 1758 die Werkstattleitung. Nach dem Tod von Antonio Bossi übersiedelten die Bossi-Brüder nach Würzburg und dekorierten bis 1766 die Wände des Treppenhauses der Würzburger Residenz in frühklassizistischen Formen, die sie in Stuttgart unter dem Hofbaumeister Philippe de la Guêpière kennengelernt hatten. Aufgrund überhöhter Forderungen an die Würzburger Hofkammer kam es zu Differenzen mit Ludovico Bossi, der 1766 nach Stuttgart zurückging und an den Innendekorationen von Schloss Solitude mitarbeitete. 1767 übersiedelte er an den Hof des Markgrafen von Baden nach Rastatt. Ab 1770 war er in Freiburg im Breisgau mit Stuckdekorationen im Palais Sickingen und in der Abtei von St. Blasien im Schwarzwald beschäftigt. Um 1775 dekorierte er den Festsaal im Neuen Schloss der Herren von Schönau in Wehr.[2]

Familie

Ludovico Bossi heiratete 1762 in Hofen am Neckar Maria Anna Brescianello aus Ludwigsburg, der Tochter des Hofkapellmeisters, Musikdirektors und Komponisten Giuseppe Antonio Brescianello (1689–1758). Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor. Joseph Bossi (1765–1815) war Jurist in Regensburg, Alois Bossi (1771–1826) Rittmeister in der bayerischen Armee und Xaver Bossi (1774–1835) Amtmann im neugeschaffenen Großherzogtum Baden.[3]

Werke

Literatur

  • Rolf Bidlingmaier: Castelli, Brilli, Bossi. Italienische Stuckatoren und ihre Arbeiten in den Thüringer Schlössern, in der Würzburger Residenz, in den Schlössern Augustusburg und Falkenlust, in der Residenz Ansbach, im Neuen Schloss in Stuttgart und in Schloss Ludwigsburg. Beiträge zur Kunstgeschichte und Genealogie 2, Metzingen 2025, S. 40–45.
  • Iris Visosky-Antrack: Ludovico Bossi. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Bd. 13 (1996), S. 220.
  • Ludwig Baron Döry: Ludovico Bossi. In: Dizionario Biografico degli Italiani. Volume 13 (1971), S. 322.

Einzelnachweise

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