Lorri Houston
US-amerikanische Tierrechtsaktivistin
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Lorri Houston, auch bekannt als Lorri Bauston, ist eine US-amerikanische Tierrechtsaktivistin.

Sie forscht auch im Tierrecht. 1986 war sie Mitbegründerin der Tierschutzorganisation Farm Sanctuary. 2005 gründete sie den Gnadenhof Animal Acres. Houston hat maßgeblich zur Gesetzgebung im Bereich Tierquälerei an Nutztieren in der Massentierhaltung beigetragen. Sie ist auch Feministin, da sie einen tiefen Zusammenhang zwischen der Unterdrückung von Frauen und der Unterdrückung von Tieren in der Gesellschaft sieht.
Privatleben
Houston wurde in Madison in Wisconsin geboren und lebt noch immer dort. Sie studierte an der University of Wisconsin–Madison und machte dort einen Master in Public Policy & Administration (MPA) sowie einen Master in Sozialarbeit, öffentlicher Verwaltung und Sozialberufen. Nach ihrem Abschluss 1983 engagierte sie sich in der Tierrechtsforschung und im Tierschutz. Während ihrer Arbeit bei Greenpeace in Chicago lernte Houston ihren heutigen Ex-Mann Gene Baur kennen. Kurz darauf retteten sie ein Schaf namens Hilda und gründeten 1986 gemeinsam die Tierschutzorganisation Farm Sanctuary.
Houston lebt vegan und praktiziert Buddhismus in der Tradition von Thich Nhat Hanh. Sie war leitende Marketingspezialistin beim Center for Healthy Minds und Leiterin von Dharma Voices for Animals. 2022 ging sie in Rente, in der sie immer noch für zahlreiche Tierschutz-Organisationen aktiv ist. Sie ist Vorstandsmitglied des Heartland Farm Sanctuary. Zu ihren Hobbys zählen Yoga, Wandern und das Hören von Dharma-Vorträgen.[1]
Aktivismus
Die Farm Sanctuary war der erste Gnadenhof in den USA für Nutztiere. Es wurde von Houston und Baur gegründet, um die Nutztieren vor der Massentierhaltung und der Misshandlung zu schützen und sich für sie einzusetzen. Während ihrer Recherchen und Beobachtungen auf einem Viehhof in Lancaster, Pennsylvania fand Houston ein lebendes Schaf auf einem Haufen toter Tiere. Sie ist heute als Hilda bekannt und wurde von Houston gerettet und zu einem Tierarzt gebracht. Es stellte sich heraus, dass Hilda kerngesund war, aber aussortiert wurde, weil sie nach dem Transport vom Bauernhof zum Schlachter nicht mehr stehen konnte. Da Houston nicht auf Dauer ein Schaf in ihrem Garten halten konnte, gründete sie zusammen mit ihrem damaligen Ehemann Gene Baur das Farm Sanctuary-Projekt. Hilda war ihr erstes gerettetes Nutztier. Die Farm Sanctuary hat über 400 gerettete Nutztiere an zwei Standorten in den Vereinigten Staaten und zahlreiche Prominenten Unterstützer.[2][3][4]
Houston verließ das Farm Sanctuary Projekt im Jahr 2004, um 2005 mit dem Aufbau von Animal Acres zu beginnen, die Gnadenhof und sorgt dort für deren artgerechte Pflege. Animal Acres liegt im Los Angeles County in Kalifornien. Es bietet außerdem Führungen an, um die Öffentlichkeit über Massentierhaltung, Vegetarismus/Veganismus und Tierrechte aufzuklären.[5][6][7]
Im Alter von 15 Jahren wurde sie vegan, nachdem sie den Konsum von Tieren hinterfragte. Damit begann auch ihr Engagement für den Tierschutz. Seitdem ist sie in veganen Organisationen wie PETA und der Humane Society sowie bei Veranstaltungen wie Taking Action For Animals oder dem Mad City Vegan Fest engagiert.[8][9]