Losau (Prebitz)

Gemeindeteil der oberfränkischen Gemeinde Prebitz From Wikipedia, the free encyclopedia

Losau (oberfränkisch: Losa[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Prebitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[3] Losau liegt in der Gemarkung Prebitz.[4]

Schnelle Fakten Gemeinde Prebitz ...
Losau
Gemeinde Prebitz
Koordinaten: 49° 50′ N, 11° 42′ O
Höhe: ca. 435 (430–440) m ü. NHN
Einwohner: 74 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95473
Vorwahl: 09270
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Lage

Das Dorf liegt am Südrand eines kleinen Waldgebietes, das Gemeindeholz genannt wird. Im östlichen Ortsbereich entspringt der in den Bieberswöhrbach mündende Fischbach. Die nördlich von Prebitz von der Kreisstraße BT 19 abzweigende Kreisstraße BT 20 führt nach Losau und verläuft weiter nach Frankenberg (2 km östlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Unterschwarzach zur Staatsstraße 2184 (2,4 km nördlich) und nach Voita zur BT 19 (1,4 km südlich).[5][6]

Geschichte

Losau wurde in mehreren historischen Dokumenten ab dem 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt, zunächst 1337 im Zusammenhang mit einem Namen („Arnold von Lasan“). Um 1398–1421 wurde es im Satz „zwen hoffe in dem dorffe zu Losan bei Crewßen gelegen“ erwähnt. Weitere Erwähnungen in unterschiedlichen Schreibweisen stammen aus den Jahren 1401 („Hans Zirkendorfer zu Losan“), 1404 („halben zehenden zu Leßhein gelegen“), 1434 („Hanns Rauch zu Loßan gesessen by Crewsen gelegen“) sowie 1499 („Losaw“). Der Ortsname leitet sich von lažjane ab (slaw. für Roder).[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Losau aus 10 Häusern. Dazu gehörten 114 Tagewerk Acker, 2612 Tagewerk Wiesen, 258 Tagewerk Gärten und 112 Tagewerk Wald. In der Fraisch unterstand Losau dem brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen.[8] Von 1791/92 bis 1810 war das preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz zuständig.[9]

Mit dem Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Losau gebildet.[10] Zu diesem gehörten Altencreußen, Bieberswöhr, Engelmannsreuth, Frankenberg, Funkendorf, Großkorbis, Kleinkorbis, Prebitz, Prebitzmühle, Preußling, Rohrmühle, Ruspen, Sand und Voita. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Prebitz, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war.[11]

Die Bayerische Uraufnahme zeigt das Dorf unter dem Namen „Losa“ in den 1810er Jahren mit fünfzehn Herdstellen und fünf Weihern, wohl Himmelsteiche, aus deren Grundwasserabfluss westlich des Ortes der Fischbach entsteht. Die stattlichen Wirtschaftsflächen der Höfe sind nicht durch Erbfolge zersiedelt.[12]

Baudenkmäler

  • Backhaus, frühes 19. Jahrhundert. Beim Bauwerk handelt es sich um einen eingeschossigen Bau aus Sandsteinquadern mit Satteldach.[13]

Bodendenkmäler

Etwa 200 m nördlich und 600 m westlich des Ortskernes befanden sich jeweils vor- und frühgeschichtliche Siedlungen, die als Bodendenkmale geschützt sind.[13]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 00 1799001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 9098139150149127107153899374
Häuser[14] 10202020202220
Quelle [8][10][15][16][17][18][19][20][21][22][1]
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Religion

Losau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Creußen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Jacobus Maior (Thurndorf) gepfarrt.[7][21]

Literatur

Fußnoten

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