Losau (Prebitz)
Gemeindeteil der oberfränkischen Gemeinde Prebitz
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Losau (oberfränkisch: Losa[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Prebitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[3] Losau liegt in der Gemarkung Prebitz.[4]
Losau Gemeinde Prebitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 50′ N, 11° 42′ O |
| Höhe: | ca. 435 (430–440) m ü. NHN |
| Einwohner: | 74 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95473 |
| Vorwahl: | 09270 |
Lage
Das Dorf liegt am Südrand eines kleinen Waldgebietes, das Gemeindeholz genannt wird. Im östlichen Ortsbereich entspringt der in den Bieberswöhrbach mündende Fischbach. Die nördlich von Prebitz von der Kreisstraße BT 19 abzweigende Kreisstraße BT 20 führt nach Losau und verläuft weiter nach Frankenberg (2 km östlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Unterschwarzach zur Staatsstraße 2184 (2,4 km nördlich) und nach Voita zur BT 19 (1,4 km südlich).[5][6]
Geschichte
Losau wurde in mehreren historischen Dokumenten ab dem 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt, zunächst 1337 im Zusammenhang mit einem Namen („Arnold von Lasan“). Um 1398–1421 wurde es im Satz „zwen hoffe in dem dorffe zu Losan bei Crewßen gelegen“ erwähnt. Weitere Erwähnungen in unterschiedlichen Schreibweisen stammen aus den Jahren 1401 („Hans Zirkendorfer zu Losan“), 1404 („halben zehenden zu Leßhein gelegen“), 1434 („Hanns Rauch zu Loßan gesessen by Crewsen gelegen“) sowie 1499 („Losaw“). Der Ortsname leitet sich von lažjane ab (slaw. für Roder).[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Losau aus 10 Häusern. Dazu gehörten 114 Tagewerk Acker, 261⁄2 Tagewerk Wiesen, 25⁄8 Tagewerk Gärten und 11⁄2 Tagewerk Wald. In der Fraisch unterstand Losau dem brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen.[8] Von 1791/92 bis 1810 war das preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz zuständig.[9]
Mit dem Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Losau gebildet.[10] Zu diesem gehörten Altencreußen, Bieberswöhr, Engelmannsreuth, Frankenberg, Funkendorf, Großkorbis, Kleinkorbis, Prebitz, Prebitzmühle, Preußling, Rohrmühle, Ruspen, Sand und Voita. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Prebitz, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war.[11]
Die Bayerische Uraufnahme zeigt das Dorf unter dem Namen „Losa“ in den 1810er Jahren mit fünfzehn Herdstellen und fünf Weihern, wohl Himmelsteiche, aus deren Grundwasserabfluss westlich des Ortes der Fischbach entsteht. Die stattlichen Wirtschaftsflächen der Höfe sind nicht durch Erbfolge zersiedelt.[12]
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Etwa 200 m nördlich und 600 m westlich des Ortskernes befanden sich jeweils vor- und frühgeschichtliche Siedlungen, die als Bodendenkmale geschützt sind.[13]
Einwohnerentwicklung
Religion
Losau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Creußen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Jacobus Maior (Thurndorf) gepfarrt.[7][21]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Losau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 397 (Digitalisat).
- Josef Pfanner: Landkreis Pegnitz (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1965, DNB 457000961, S. 33–34.
Weblinks
- Losau in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 5. Mai 2023.
- Losau in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 24. März 2021.
- Losau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 24. März 2021.