Lothar Barutzki

deutscher Gebrauchsgrafiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Lothar Barutzki (* 26. Januar 1929 in Berlin) ist ein deutscher Gebrauchsgrafiker.

Leben und Werk

Barutzkis Eltern waren der Schauspieler und kommunistische Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus Olaf Barutzki und Nora Barutzki. Seine Schwester Monika Wellershaus ist Journalistin. Er absolvierte von 1941 bis 1945 eine Lehre als Gebrauchsgrafiker und war von 1946 bis 1948 Volontär im Rex-Studio Berlin-Charlottenburg. Von 1948 bis 1950 studierte er in Ost-Berlin an der Hochschule für angewandte Kunst, der späteren Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Schon in dieser Zeit entwarf er für den Verlag Neues Leben den Buchumschlag zu Helena Bobinskas Die Rache des Kabunauri (1949; mit Illustrationen von Ernst Jazdzewski).

Nach dem Studienabschluss war Barutzki bis 1952 Gebrauchsgrafiker an der Parteihochschule „Karl Marx“ der SED in Kleinmachnow. Bis 1971 arbeitete er dann als freischaffender Gebrauchsgrafiker. Er entwarf u. a. Plakate[1] und das Signet des VEB Uhrenkombinat Ruhla[2].

Danach war er Künstlerischer Leiter des Museums für Deutsche Geschichte in Berlin. Eine seiner bedeutendsten Arbeiten war 1981 die Neugestaltung der ständigen Ausstellung des Museums, Die Geschichte des deutschen Volkes von den Anfängen bis 1945. Dafür wurde er mit dem beteiligten Künstlerkollektiv 1982 mit dem Orden Banner der Arbeit II. Klasse geehrt.

Barutzki war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Er wohnt in Glienicke-Nordbahn.[3]

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR

  • 1950: Berlin, Deutsche Akademie der Künste ("Plakate für Aufbau und Frieden 1945–1950")
  • 1962 und 1982: Berlin, Bezirkskunstausstellung (Gebrauchsgrafik/Design)
  • 1982/1983: Dresden, IX. Kunstausstellung der DDR

Literatur

Einzelnachweise

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