Lucksfleiß

bewohnter Gemeindeteil der Gemeinde Golzow in Brandenburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Lucksfleiß ist ein bewohnter Gemeindeteil der Gemeinde Golzow (Mittelmark) im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.[1]

Schnelle Fakten Gemeinde Golzow (Mittelmark) ...
Lucksfleiß
Koordinaten: 52° 17′ N, 12° 33′ O
Höhe: ca. 34–36 m ü. NHN
Eingemeindung: 1961
Eingemeindet nach: Golzow (Mittelmark)
Postleitzahl: 14778
Vorwahl: 033835
Schließen
Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Geografische Lage

Der Gemeindeteil liegt im äußersten Westen der Gemarkung. Nördlich befindet sich die Gemeinde Kloster Lehnin, westlich die Gemeinde Buckautal und südlich die Stadt Bad Belzig. Im Südosten liegt der Wohnplatz Hammerdamm. Die umgebenden Flächen werden vorzugsweise landwirtschaftlich genutzt und durch den Buschgraben Krahne im Nordosten und den Freigraben im Südosten in die westlich verlaufende Temnitz entwässert. Die Fläche liegt auf einer Höhe von 34,6 m ü. NHN im Bereich der Temnitz und steigt auf bis zu 36,4 m ü. NHN in Höhe des Freigrabens an.[2]

Geschichte und Etymologie

Der Ort wurde von einer Frau von Luck angelegt und erschien 1805 als Lucksfleis in den Akten. Im Jahr 1828 hieß der Ort Lucksfleiß. Der Name leitet sich von der Gründerin Luck ab.[3]

Die Kolonie wurde 1777/1779 im freien Havelbruch angelegt; bereits 1776 waren zehn Gärtner ansässig. 1801 bestand Lucksfleiß als Kolonie mit 15 Bauern, einem Einlieger, 1 ¼ Lehnhufen und 18 Feuerstellen. 1837 wurde der Ort als Kolonie mit 18 Wohnhäusern beschrieben. Im Jahr 1858 verfügte Lucksfleiß über 18 Wohnhäuser und 38 Wirtschaftsgebäude. Die Gemarkungsfläche betrug insgesamt 257 Morgen (Mg) und setzte sich aus 41 Mg Gehöften, 36 Mg Ackerland, 36 Mg Wiesen und 144 Mg Weiden zusammen.

1900 bestanden 19 Häuser, und 1931 wurden 19 Wohnhäuser mit 22 Haushaltungen gezählt. Um 1900 sowie 1931 umfasste die Fläche jeweils 75 Hektar. 1939 bestanden 15 land‑ und forstwirtschaftliche Betriebe mit 10–20 Hektar, zwei Betriebe mit 5–10 Hektar und zwei Betriebe mit 0,5–5 Hektar Fläche.

Im Zuge der Bodenreform von 1946 wurde eine Zulage unbekannter Größe, vermutlich aus Golzow, auf zwei Umsiedler, einen landarmen Bauern sowie sechs Landarbeiter, Angestellte und Kleinpächter verteilt; eine Waldzulage ging an sieben Altbauern. 1960 bestand im Ort eine LPG des Typs I mit 43 Mitgliedern und 120 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, die 1964 an die LPG Typ I Golzow angeschlossen wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Einwohnerentwicklung in Lucksfleiß von 1801 bis 1946 ...
Einwohnerentwicklung in Lucksfleiß von 1801 bis 1946
Jahr18011817183718581871188518951905192519391946
Einwohner90727983951001041099796147
Schließen

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 237)

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI