Ludwig August Friedrich von dem Bussche-Haddenhausen
königlich hannoverischer General der Infanterie, Erbherr auf Liethe und Offelte
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Ludwig August Friedrich von dem Bussche-Haddenhausen (auch Louis, * 16. März 1772 in Osnabrück; † 22. August 1852 in Liethe bei Wunstorf) war ein königlich-hannoverscher General der Infanterie sowie Erbherr auf Liethe und Offelten.
Leben
Herkunft
Seine Eltern waren der General Georg Wilhelm Daniel von dem Bussche-Haddenhausen (1726–1794) und dessen Ehefrau Dorothea Friederike, geborene Freiin von Hammerstein-Equord (1741–1777). Die Generäle Hans (1774–1851) und Werner von dem Bussche (1773–1842) waren seine Brüder.
Militärkarriere
Er wurde am 7. Januar 1785 Fähnrich im 2. Infanterie-Regiment und kämpfte mit seinem Vater im Ersten Koalitionskrieg in den Niederlanden. Er wurde am 19. März 1793 zum Leutnant ernannt und am 4. Februar 1794 zum Stab-Kapitän und Kompaniechef. Er nahm auch an den Kämpfen vom 6. und 7. September 1795 bei Rexpoede teil, bei denen der Generalfeldmarschall Wilhelm von Freytag befreit wurde. Er war dann Kompaniechef im 9. Infanterie-Regiment und später im 10. Infanterie-Regiment. Bei der Kapitulation der kurhannoverschen Armee im Jahr 1803 war er Hauptmann des 9. Infanterie-Regiments. Nach der Auflösung der Armee ging er wie viele andere zur Deutschen Legion, wo er am 14. Februar 1804 als Major wurde. Er stand zunächst um 1. Linien-Bataillon und dann im 2. Linien-Bataillon. Am 29. März 1809 wurde er Oberstleutnant im 3. Linien-Bataillon. Er kämpfte 1805 mit der Legion in Hannover, 1807/08 im Baltikum und von 1809 bis 1814 in Spanien und dem südlichen Frankreich. Nach Überschreiten des Flusses Bidasoa bei Frankreich wurde er Kommandeur des 1. Leichten Bataillons, am 20. Juni 1815 wurde er kommandierender Oberst des 5. Linien-Bataillons. Er wurde 1815 in den Niederlanden eingesetzt und auch an der Schlacht bei Waterloo in der Division des Generalleutnants Carl von Alten teilnahm.
Nach dem Krieg wurde er in die Hannoversche Armee übernommen und am 1. März 1816 zum Generalmajor befördert sowie zum Kommandeur der 2. Infanterie-Brigade ernannt. Am 16. Januar 1831 wurde er Generalleutnant und am 28. Februar 1831 Kommandeur der 1. Infanterie-Brigade. Am 1. Juli 1833 erhielt er die 1. Infanterie-Division. Bussche wurde am 10. Mai 1841 zum Generalinspekteur der Infanterie ernannt und am 16. Juni 1848 mit dem Charakter des Generals der Infanterie pensioniert. Er starb am 22. August 1852 in Liethe.
Er wurde 1815 als Kommandeur des Guelphen-Ordens ausgezeichnet.[1][2]
Familie
Er war mit Elise von Malortie de Bimont (1802–1862)[3] verheiratet. Das Paar hatte mehrere Kinder:
- Wilhelm (William) Ferdinand Adolf Clamore (1820–1877) ⚭ 1851 Gräfin Adelheid von Hardenberg (1824–1898)
- Georg Ernst Carl (1822–1854), Dr. Jur.
- Julie Frederike Charlotte Dorothea Adelheid (* 1830), Stiftsdame
- Julius Ernst Hermann (1827–1882) ⚭ Juliana Augusta Henriette von Salviati (1832–1892)
- Adelheid Frederike Wilhelmine Therese Emilie (* 1833)
Literatur
- Bernhard von Linsingen-Gersdorff: Aus Hannovers militärischer Vergangenheit. A. Weichelt, Hannover 1880, S. 398 ff.
- Gustav von dem Bussche: Geschichte der von dem Bussche. Hildesheim 1887, Tafel XII. Haddenhauser Linie.
- Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 295 Nr. 306
- North Ludlow Beamish: Geschichte der koeniglich deutschen Legion. Teil 2, Nr. 558.