Ludwig Godenschweg

deutscher Bildhauer und Grafiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Ludwig Godenschweg (* 9. November 1889 in Berlin; † 2. Dezember 1942 in Dresden) war ein deutscher Bildhauer und Radierer.[1]

Leben

Ludwig Godenschweg – Mutter mit Kindern – Sandstein, um 1920, auf dem Gelände des Universitätsklinikums Dresden.

Nach Abschluss einer Steinmetzlehre studierte Godenschweg unter Robert Diez, bevor er den Militärdienst antrat. Anschließend setzte er seine Studien bei Karl Albiker an der Akademie der Künste in Dresden fort.[2]

Im Jahre 1920 trat Godenschweg gemeinsam mit Eugen Hoffmann der Dresdner Sezession Gruppe 1919 bei.[3] Er war auch Mitglied im Deutschen Künstlerbund.[4] Er lebte in Pappritz und war u. a. mit Wilhelm Rudolph und Wilhelm Lachnit befreundet. 1929 beteiligte sich Godenschweg an der 25. DKB-Jahresausstellung im Kölner Staatenhaus am Rheinpark mit der Sandsteinskulptur Frau mit Kind.[5]

In der Zeit des Nationalsozialismus war Godenschweg obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, und er beteiligte sich bis mindestens 1936 an Ausstellungen. 1937 wurden in der deutschlandweiten konzertierten Aktion „Entartete Kunst“ aus der Skulpturensammlung Dresden Godenschwegs Skulpturen Kniende Frau (Bronze, Höhe 18 cm), Kleiner weiblicher Akt und Kleine Gruppe beschlagnahmt. Der Kleine weibliche Akt wurde über den Kunsthändler Bernhard A. Böhmer „verwertet“. Der Verbleib ist unbekannt. Die beiden anderen Werke wurde vernichtet.[6]

Godenschweg war der Onkel der Malerin Johanna Starke.

Eine erste Gedächtnisausstellung nach seinem Tod fand 1948 im Kunstgewerbemuseum Dresden statt, eine weitere 1986 in der Dresdener Galerie Nord (Plastik, Zeichnung, Radierung).

Schwabinger Kunstfund

Mindestens zwei Werke Godenschwegs waren Teil des Schwabinger Kunstfundes. Es handelt sich in beiden Fällen um undatierte Druckgrafiken, "Männliches Bildnis" und "Weiblicher Akt". Es könnte sich dabei um Raubkunst aus der Sammlung des Dresdner Rechtsanwalts Fritz Salo Glaser handeln.[7]

Sicher belegte Teilnahme an Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus

  • 1934: Dresden, Brühlsche Terrasse („Sächsische Kunstausstellung“)
  • 1935: Dresden („Dresdner Kunstausstellung 1935 mit Sonderschau Kriegsbilder“)
  • 1936: Dresden, Brühlsche Terrasse („Kunstausstellung Dresden“)

Literatur

  • Godenschweg, Ludwig. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 2: E–J. E. A. Seemann, Leipzig 1955, S. 262 (Textarchiv – Internet Archive Leseprobe).
  • Ludwig Godenschweg: Plastik, Zeichnung, Radierung; Ausstellung 26. Juni bis 6. Aug. 1988, Galerie Nord. [s.n.], Dresden 1988, DNB 210797959.

Einzelnachweise

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