Lux’sche Industriewerke
deutscher Automobilhersteller
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Die Lux’sche Industriewerke AG war ein deutsches Unternehmen zur Herstellung von Automobilen mit Sitz in Ludwigshafen am Rhein. Die Fahrzeuge wurden unter der Marke Lux verkauft.
| Lux’sche Industriewerke AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1882 (als Lux-Werke) |
| Sitz | Ludwigshafen am Rhein, Deutschland |
| Leitung | Friedrich Lux |
| Branche | Gasbeleuchtungsanlagen, Kraftfahrzeughersteller |
Geschichte

Gründung
Friedrich Lux (* 28. November 1854 in Mainz als Sohn des gleichnamigen Komponisten Friedrich Lux[1]) kam 1880 ins bayerische Ludwigshafen am Rhein, wo im Umfeld der BASF zahlreiche Unternehmen wuchsen, z. B. BK Giulini GmbH & Co. KG. Lux begann als Chemiker beim Gaswerk der pfälzischen Eisenbahn-Gesellschaft, gründete 1882 sein eigenes Unternehmen und erhielt ein Patent auf die Lux-Masse (hergestellt aus Abfallprodukten von Giulinis Tonerdeproduktion). Er engagierte sich neben dem Kerngeschäft für die Eröffnung einer Sternwarte, konstruierte mit Erfolg Messgeräte (woraus Spanner-Pollux wurde, heute Teil der SPX Corporation). Ermutigt vom wenige Kilometer entfernten rechtsrheinischen badischen Nachbarn Carl Benz plante und baute er noch vor der Jahrhundertwende ein Auto mit Benzinmotor.[2]
1898–1902
Das Unternehmen wurde in eine Aktiengesellschaft unter der Firma Lux’sche Industriewerke AG umgewandelt. Deren erstes Automobil wurde 1898 produziert. Der Börsengang brachte außer frischem Kapital auch neue Herausforderungen: Die Aktionäre teilten nicht die Sicht des Unternehmensgründers Friedrich Lux, der schon 1902 verärgert als Generaldirektor zurücktrat[3] (wie zuvor Gottlieb Daimler und Carl Benz in ihren eigenen Unternehmen). Die Automobilproduktion wurde 1902 eingestellt.
Produkte
Die ursprünglichen Produkte des Unternehmens waren Gasbeleuchtungsanlagen.
Das erste Fahrzeugmodell von 1897 besaß einen Zweizylindermotor im Heck. Die Karosserie bot Platz für vier Personen. 1901 erschien das Modell 10/12 PS mit einem Frontmotor. Der Boxermotor mit 1900 cm³ Hubraum leistete 10 PS. Die Karosserieform Tonneau bot Platz für vier Personen. Außerdem wurden Fahrzeuge mit Elektromotor hergestellt.
Ein Fahrzeug dieser Marke ist im Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg zu besichtigen.
Literatur
- Halwart Schrader: Deutsche Autos 1885–1920. Motorbuch Verlag, Stuttgart, ISBN 3-613-02211-7.
- Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die große Automobil-Enzyklopädie. BLV, München 1986, ISBN 3-405-12974-5.
- George Nicholas Georgano: Autos. Encyclopédie complète. 1885 à nos jours. Courtille, 1975. (französisch)